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USA 1985
Originaltitel:Play Dead
Alternativtitel:Killer Dog
Länge:82:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Peter Wittman
Buch:Lothrop W. Jordan
Kamera:Robert Bethard
Musik:Robert Farrar
Darsteller:Yvonne De Carlo, David Cullinane, Stephanie Dunham, Glenn Kezer, Ron Jackson
Vertrieb:'84 Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Stereo (dt.), Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:Große Hartbox / Kleine Hartbox
DVD-Start:16.03.2012 (Kauf)
Specials:
  • Original-Trailer (2:09 Min.)
  • Artworks (2:02 Min.)
  • Pressefotos (0:27 Min.)
  • UK-Vorspann (1:21 Min.)
  • Alternativszene (0:34 Min.)
  • Trailer: Horror Star (2:29 Min.)
  • Trailer: Nightbeast (2:10 Min.)
Es ist wie ein Alptraum! Die hübsche Audrey ist nach dem Tod ihrer Eltern am Rande der Verzweiflung. Es ist, als ob ein Fluch über ihrer Familie läge. Audreys Tante Hester Ramsay schenkt ihr als neuen, treuen Weggefährten den Rottweiler Greta. Kurze Zeit später kommt auch Audreys Bruder Stephan auf mysteriöse Weise ums Leben. Audreys Alptraum findet kein Ende. Immer mehr Menschen werden zerfleischt und ermordet. Hat der Satan sie verdammt und seinen Höllenhund zu ihr geschickt?
Beim Namen Troma denkt man fast zwangsläufig an den Interner Link"Toxic Avenger" oder anderen wunderbar hanebüchenen Trash, der aus der bekannten Filmschmiede hervorgegangen ist. Dass es auch vollkommen anders und ohne jeglichen Witz geht, wird im vorliegenden "Satan's Dog" mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das ist aber keineswegs positiv gemeint, präsentiert sich doch ein in der Hauptsache äußerst langatmiger Versuch eines Horror-Thrillers, der aufgrund der hohen Alterseinstufung vollkommen falsche Erwartungen beim Zuschauer wecken kann. Die Geschichte ist extrem simpel gehalten und muss außerdem ohne jegliche Höhepunkte auskommen, wobei das ein oder andere Highlight sicherlich für etwas angenehmere Unterhaltung gesorgt hätte, als es hier leider der Fall ist. Zuerst einmal hinterlässt das Ganze von der ersten Einstellung an einen extrem billigen Eindruck, was Troma nicht unbedingt negativ anzukreiden ist. Hier aber ist das gesamte Szenario sehr altbacken gehalten und hinterlässt beim Betrachter den Eindruck, dass es sich auch ohne Weiteres um einen Film aus den frühen 70er Jahren handeln könnte.


Als Hauptfigur dient der Rottweiler Greta, der durch eine seltsame Beschwörung dahingehend manipuliert wurde, dass er ausgewählte Menschen tötet. Auch wenn sich das ein wenig dümmlich anhören mag, beinhaltet diese Storyline doch immerhin genügend Potential, um daraus einen interessanten und teilweise blutigen Horror-Thriller-Flick zu stricken, was jedoch leider vollkommen in die Hose ging. So baut sich in keiner Phase der Geschichte ein echter Spannungsbogen auf. Greta erscheint einem als braver Schoßhund, als dass man eine reißende Bestie in dem Tier sehen würde. Um die ganze Chose künstlich aufzupeppen, hat man die Passagen, in denen der Hund in Aktion tritt, in Zeitlupe aufgenommen und erhoffte sich durch diese Maßnahme eventuell ein gewisses Kribbeln beim Zuschauer auszulösen. Das Ergebnis gestaltet sich allerdings eher gegenteilig, denn damit wird das Geschehen viel eher ins Lächerliche gezogen, als dass es zu einer dichteren Grundstimmung reichen würde.


Am schlimmsten sind die auftretenden Darsteller, von denen man noch nicht einmal den normalen Durchschnitt erwarten sollte. Insbesondere Hauptfigur Audrey geht einem richtig auf die Nerven, denn ihr ständiges, aufgesetztes Gekreische stellt den Zuschauer auf eine harte Bewährungsprobe. Durch die Bank sind die schauspielerischen Leistungen jedoch kaum erwähnenswert. Vielmehr animieren sie dazu, doch vorzeitig die Stopp-Taste zu drücken, um dem Elend endlich ein Ende zu setzen. Selten bekommt man so hölzern und lustlos agierende Schauspieler zu sehen, die sich andererseits mit ihren Leistungen nahtlos dem unterdurchschnittlichen Gesamteindruck anpassen, den dieses Werk beim Betrachter hinterlässt. Als wenn das alles nicht bereits genug wäre, offenbart sich auch noch ein vollkommen an den Haaren herbeigezogenes Ende, das erst recht mit absolut unbefriedigendem Eindruck zurücklässt. Man wird sich auch ein wenig darüber ärgern, dass man einmal mehr kostbare Lebenszeit mit einem Film vergeudet hat, der diese keinesfalls wert war.


Letztendlich bürgt der Name Troma also längst nicht nur für wunderbar unterhaltsamen Trash, den ich in vorliegendem Fall eigentlich erwartet hatte. Stattdessen präsentiert sich ein in allen Belangen nichtssagendes Filmchen, das keinerlei nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Dann lieber zum unzähligsten male den Interner Link"Toxic Avenger" anschauen. Denn beim absoluten Aushängeschild von Troma weiß man wenigstens, dass man extrem kurzweilige Unterhaltung geboten bekommt, die man sich auch sehr gern mehrmals anschauen kann.


'84 Entertainment veröffentlicht "Satan's Dog" in diversen großen und kleinen Hartboxen sowie in diversen Cover-Motiven auf DVD als Nummer 05 in ihrer Tromedition. Die vorliegende kleine Hartbox erinnert in der Covergestaltung sehr stark an einen bekannten Film eines Regisseurs mit dem Namen David Cronenberg und passt optisch überhaupt nicht zum trashigen Tierhorror aus dem Hause Troma. Bildtechnisch haben wir sehr wenig erwartet und wurden trotzdem enttäuscht. Das Vollbild ist auf einem Flachbildschirm mit großer Betrachtungsfläche und geringem Sichtabstand einfach nicht zu genießen. Würden wir auf einem Röhrenfernseher testen bzw. auf einem 15" Monitor, mit dem die Screenshots erstellt werden, würde das Ergebnis etwas positiver ausfallen. Doch auf den Testgeräten konnten selbst hochwertige Upscaler nicht mehr viel reißen.
Das größte Problem des Bildes ist nicht etwa die mangelnde Schärfe sowie die nicht vorhandene Detailzeichnung, sondern die katastrophale Kompression, die starke Unruhen und Blockbildung im Hintergrund und in den Gesichtern verursacht. Konturen und Kanten sind schwammig, und es lassen sich immer wieder Treppenmuster auf Linien erkennen. Die Farben sind ausgewaschen und blass, was in Anbetracht des Alters aber zu verschmerzen ist. Auch der Kontrast arbeitet noch solide für diese Produktion. Defekte, Verschmutzungen und Bildrauschen sind vereinzelnd wahrzunehmen, stören aber nicht einmal sonderlich. Auch sichtbare Grauschleier in dunklen Szenen im rechten Bildrand trüben den Sehgenuss nicht. Einzig die bereits genannte, schlechte Kompression und die starken digitalen Rauschmuster machen das Bild ungenießbar. Wer also noch einen alten Röhrenfernseher sein Eigen nennt, wird die Mängel kaum bemerken und sich mit einem Bild auf etwas besserem VHS-Niveau zufrieden geben können. Für alle Beamer- und Großbildschirmbesitzer heißt es: Nerven bewahren oder ganz weit weg sitzen ...


Der deutsche Stereo-Mix klingt angenehm verständlich ohne groß zu verzerren bzw. kratzig oder dumpf zu klingen. Dialoge werden sauber wiedergegeben und selbst Musikelemente und Nebengeräusche kommen natürlich und dem Alter entsprechend klar aus den Lautsprechern. Ein wenig Rauschen bzw. Knackser sind dem Alter geschuldet und ganz klar zu verzeihen. Die englische Tonspur hingegen klingt sehr dumpf und gedrungen. Dialoge werden nicht natürlich wiedergegeben, und weder Musik noch Nebengeräusche sind mit der deutschen Synchronfassung gleichzusetzen. Trotz dem größeren Rauschfaktor sei die deutsche Tonspur vorzuziehen. Deutsche Untertitel sind nicht vorhanden.
Das Zusatzmaterial besteht aus zwei weiteren Troma-Trailern, dem Trailer zum Hauptfilm sowie alternativen Szenen und Bilder- und Artwork-Galerien.


"Satan's Dog" kann nicht annähernd das halten, was man sich durch die Inhaltsangabe eventuell von diesem Werk verspricht. Statt einer gelungenen Mischung aus Horror und Thriller offenbart sich ein streckenweise langatmiges Filmchen, dessen Stärken einzig und allein in den hübschen Hartboxen liegen, in die es verpackt wurde. Ansonsten aber sollte man mit ganz geringen Erwartungen an den Film herangehen, und selbst diese könnten vielleicht noch unterschritten werden. Bildtechnisch sei ebenfalls Vorsicht geboten, zumindest Besitzer von Beamern und Großbildschirmen sollten nicht allzu viel erwarten.


Film++----
Bild++----
Ton++----
Bonus+/----


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