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IT 1978
Originaltitel:Pari e dispari
Alternativtitel:Odds and Evens
aka. Trinity: Gambling for High Stakes
Länge:110:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Sergio Corbucci
Buch:Sergio Corbucci, Mario Amendola, Bruno Corbucci, Sabatino Ciuffini
Kamera:Luigi Kuveiller
Musik:Guido De Angelis, Maurizio De Angelis
Darsteller:Terence Hill, Bud Spencer, Luciano Catenacci, Marisa Laurito, Kim McKay, Salvatore Borghese, Jerry Lester, Woody Woodbury, Carlo Reali, Riccardo Pizzuti, Giancarlo Bastianoni, Enzo Maggio, Giovanni Cianfriglia, Jack McDermott
Vertrieb:3L
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:22.10.2009 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (3:34 Min.)
  • Slideshow (16 Bilder)
  • Filmografien und Biografien:
    • Bud Spencer (15 Seiten)
    • Terence Hell (18 Seiten)
Die Navy kann es nicht länger dulden, dass ihren Matrosen mit unlauteren Methoden in den Spielcasinos von Florida die Heuer aus der Tasche gezogen wird. Der mit einem fotografischen Gedächtnis gesegnete Offizier Johnny (Terence Hill), soll nun den Spies umdrehen, und die Mafia ausnehmen. Doch Johnny hat null Ahnung vom Glücksspiel. Um die Gangster aber dennoch aufs Kreuz zu legen, soll ihm sein Halbbruder Charlie (Bud Spencer), ein ehemaliger Berufsspieler, die nötigen Kartentricks und Schummeleien vermitteln. Alles läuft nach Plan, bis dem schlagkräftigen Duo die hübsche Nonne Susanna über den Weg läuft, die durch den Spielgewinn ihr Waisenhaus zu retten hofft ...
Tja ... wenn man sich so die Inhaltsangabe auf dem Cover durchliest, stellt man gewisse Erwartungen an den Film, wenn man generell Spencer/Hill-Filme mag. Schließlich geht es hier ums Glücksspiel. Da werden doch die Ohren hellhörig, denn Kartentricks (mit altmodischen, aber nichtsdestotrotz überaus charmanten Zelluloidmanipulationen wie Fast Motion oder Rückwärtslauf) gehören seit ihren Western zum Markenzeichen des ungleichen Duos. Was haben wir uns amüsiert, als der gute Terence Hill die abgezocktesten Spieler an der Nase herumgeführt und selbige anschließend grün und blau geprügelt hat.



In "Zwei sind nicht zu bremsen" wird die Glücksspielthematik in die aktuelle Zeit versetzt. Charlie (Bud Spencer) ist ein Ex-Zocker, der inzwischen geläutert wurde und sich seinen Weg nun durch kleine Jobs bahnt wie Eisverkauf oder Delphine mit dem Truck durch die Gegend schippern. Ans Glücksspiel wird er nur durch eine Nonne erinnert, die er ab und zu mitnimmt und die wegen Geldmangels ihres Waisenhauses gerne schon mal ein Spielchen wagt (buahahaha!).
Johnny (Terence Hill) ist ein Navyoffizier, der undercover eine Glücksspielmafia ausheben soll, die in letzter Zeit die Gegend unsicher macht. Leider hat er vom Spielen überhaupt keine Ahnung. Was ein Glück, dass er schon bald auf den Glücksspielabstinenzler Charlie trifft ...

Also dann. Das Setting wurde diesmal ins sonnige Florida verlegt. Passend zur Atmosphäre gibt es diesmal sehr viele Aktivitäten zu bestaunen. Pferderennen, Motorboot, Autorennen, ein Ball-mit-Wurfhandschuh-gegen-die-Wand-Wurf-Turnier und last but not least das eigentliche Glücksspiel.

Zwischen diesen Events gibts natürlich die obligatorischen Schlägereien, diesmal im Grunde genommen recht ansprechend choreografiert. Vor allem die abschließende Schlägerei im Casino bietet ganz nette Einfälle. Wie Hill da mit den Billardstöcken herumspielt, das hat fast schon was von Jackie Chan. Einen lustigen Kontrast bildet da Spencer mit seinen bewährten Kopfnüssen und Backpfeifen.
Diesmal wird auch überdurchschnittlich viel zertrümmert. Als Charlie merkt, dass sein Vater gar nicht blind ist (dazu später mehr), schlägt er einen kleinen Shop in Schutt und Asche wie ein wildgewordener Obelix. Überhaupt gibt es "familienbedingt" viele Reibereien, so dass sich Charlie und Johnny auch schon mal gegenseitig verprügeln.



Okay. Sportliche Einlage - Prügelei - Dialog - Sportliche Einlage - Prügelei - Dialog. So sieht also das Grundgerüst aus. Wie wurde die Story nun darin integriert?
Zunächst einmal gibt es den besagten Familienzwist. Irgendwo in der Mitte stellt sich heraus, dass Johnny und Charlie Halbbrüder sind. Dann wird auch noch der Vater von beiden eingeführt. Er und Johnny spielen Charlie vor, dass er blind geworden sei. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn Charlie von der Scharade erfährt.
Dann gibt es noch eine kleine Romanze zwischen Johnny und "Mummelmäuschen", dem Mädchen vom bösen Mafiaboss, das eigentlich auf Johnnys Seite ist. Na ja, um es kurz zu fassen: es gibt zwei Schlüsselszenen im Film. Erstens: Johnny spielt zum ersten Mal Poker gegen die Mafiajungs und stellt sich dabei extra blöd an (hält die Karten falsch herum, so dass sie jeder sehen kann). Dabei verliert er alles.
Zweitens: Johnny kehrt durch Charlie belehrt zurück und spielt wieder gegen die Mafia Poker. Diesmal zockt er alle an die Wand und gewinnt alles. Die Mafiabrüder sind nicht einverstanden. Ergo kommt es zur Prügelei. Schnell noch ein netter Schlussgag, der hier aus Spoilergründen nicht verraten wird, und Ende.

Letztendlich ist die Story gar keine Story. Viele der Szenen sind auch total unnötig. Was sollte zum Beispiel dieses Ballwurfturnier? Wie hilft es der Story weiter, wenn Johnny durch Charlies Hilfe noch einmal beim Wetten auf dieses Turnier ordentlich absahnt, bevor er zum Pokern auf das Mafiaboot kommt. Muss er sich erst noch seinen Einsatz verdienen? Na ja. Fest steht: Trotz der vielversprechenden Thematik haben wir es mit einer wirren und oftmals unlogischen Story zu tun, die zu einer der schwächsten im Spencer/Hill-Universum gehört.

Ein paar Momente retten den Film dann doch noch ins Mittelmaß. Spencer als Baby verkleidet ist eine Wucht, die Schlägereien sind auch okay, und wie Charlie für Johnny wieder und wieder die Eissorten aufzählen muss ("Vanille, Schokolade, Zitrone, leckere Erdbeere und Mokka"), damit dieser endlich kapiert, dass es keine Pistazie gibt, muss man auch mal gesehen haben.#


Die Erstauflage dieses Films wurde 2003 in Deutschland auf DVD von e-m-s vorgelegt. Knapp 6 Jahre später wurde die Lizenz an 3L übergeben, die die gesamte Spencer/Hill-Reihe in frisch restaurierter Form auf den Markt bringen sollten. Bisher scheint es allerdings so, dass sich 3L mit den interessanten Titeln lediglich einen guten Start verschaffen wollen, denn die Aufarbeitung einiger Titel war schlecht bis nicht existent. Bei "Zwei sind nicht zu bremsen" kann man keine klare Aussage über besser oder schlechter treffen. Die Vorlage ist nun eine andere, die beispielsweise beim Kontrast Verbesserungen als auch Verschlechterungen mit sich bringt. Es fällt auf, dass die Schatten nicht mehr ganz so deckend ausfallen, was durchaus positiv ist, weil das Bild damit ausgeglichener aussieht, sobald es etwas dunkler wird. Gleichweg zeigen sich aber in hellen Szenen, und die machen den Großteil des Filmes aus, Überstrahlungen, die sich auf das gesamte Bild ausweiten und es in einen Schleier hüllen. Die Farben konnten stellenweise aufgearbeitet werden, aber grad in einigen Räumen sehen sie sehr blass aus. Dass fällt vor allem zum Schluss an zwei Drehorten auf: Sowohl die abschließende Pokerrunde als auch Buds Ausraster in der Billard-Bar sehen etwas ausgebleicht aus. Etwas zwiespältig ist auch die Schärfe ausgefallen, weil es genau an der fehlt. Es macht den Eindruck, als ob es mit dem Rauschfilter etwas übertrieben worden wäre, denn man erkennt keine natürliche Pixelbewegung mehr. Deswegen sieht das anamorphe Bild immer etwas zu weich aus, weil Feinheiten trotz des ordentlichen Gesamtaufbaus fehlen.

Enttäuschend ist der Tonmodus. Bereits im Hauptmenu klingt die Musik zu verwaschen und schwachbrüstig. Auch der Film kann das nicht verbessern und trägt die Dialoge nur brummig, mittenlastig und ein wenig zischelnd vor. Dass es wirklich nur 2 Punkte sind, liegt vor allem daran, dass die Höhen wie ausgelöscht sind und die Musikstücke längst nicht die Qualität erreichen, die bei anderen Filmen der Reihe möglich war. Der Originalton fehlt leider ebenso wie deutsche Untertitel.


Der Bonusbereich enthält gegenüber der e-m-s-DVD nix Neues. Zumindest die Arbeit, die im deutschen Trailer drin steckt, ist bemerkenswert - solche kleinen Kunstwerke erstellt heutzutage kaum noch jemand. Dazu gibt es Informationen zum Hauptdarsteller-Duo und eine selbstablaufende Galerie mit dem deutschen Aushangfotosatz.

"Zwei sind nicht zu bremsen" ist nicht gerade erste Wahl unter den Spencer/Hill-Filmen, weil die Handlung hier etwas zu konfus bzw. zu lahm ist. Ein wenig Hintergrund braucht eben auch diese Art von Komödie. Allerdings ist hier immer noch sehr viel mehr Witz und Schwung drin als bei den gemeinsamen Spätfilmen des Duos (vergleiche Interner Link"Miami Cops").
Die Neuauflage bringt ganz und gar nicht das, was man sich erhofft hat, denn das Bonusmaterial ist beispielsweise fast identisch geblieben. Auch technisch ist keine Verbesserung ersichtlich, lediglich eine Veränderung. Der Ton klingt immer noch nicht angemessen und das Bild hat sich nur auf dem zweiten Blick etwas verbessert, in einigen Bereichen allerdings verschlechtert. Schaut euch den Vergleich an und entscheidet selbst!


Film+++---
Bild+++/--
Ton++----
Bonus+/----


Druckbare Version
Zwei sind nicht zu bremsen
News3L- und Wicked-Vision-Gewinnspiel zum Spencer/Hill-Comeback!
Zwei sind nicht zu bremsen
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