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JP 2002
Originaltitel:Honogurai mizu no soko kara
Länge:97 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Hideo Nakata
Buch:Kôji Suzuki
Kamera:Junichirô Hayashi
Musik:Kenji Kawai, Shikao Suga
Darsteller:Hitomi Kuroki, Rio Kanno, Mirei Oguchi, Fumiyo Kohinata, Yu Tokui, Isao Yatsu, Shigemitsu Ogi, Asami Mizukawa
Vertrieb:Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.0 (Jap.), Dolby Digital 5.1(dt.)
Sprache:Deutsch, Japanisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • Kapiteleinleger
  • Der besondere Filmtipp: Hero (2:53 Min.)
  • Originaltrailer (1:14 Min.)
  • Trailershow:
    • The Princess Blade (1:36 Min.)
    • St. Johns Wort (0:35 Min.)
    • Equilibrium (3:03 Min.)
    • City Of God (2:11 Min.)
    • The Hours (3:42 Min.)
    • Verschwende deine Jugend (1:51 Min.)
    • Werner - Gekotzt wird später (1:47 Min.)
    • Highlight im Internet (0:37 Min.)
Yoshimi Matsubara befindet sich gerade mitten im kräfte- und nerverzehrenden Ehestreit um das Sorgerecht ihrer Tochter Ikuko. Gemeinsam ziehen sie in eine leer stehende Altbauwohnung ein, die bald die ersten Mängel zeigt. Doch nicht nur das sich ausbreitende Leck an der Decke bereitet Yoshimi Sorgen, auch das seltsame Verhalten Ikukos und die geheimnisvolle rote Tasche, die einst einem Mädchen namens Mitsuko gehörte und nun auf wundersame Weise stets wiederkehrt, macht ihr Angst. Mitsuko, die als seit Jahren als vermisst gilt, geistert anscheinend durch die verlassenen Gänge des grauen Betonmonsters und ihre Absichten sind nicht von Gutmütigkeit geprägt ...
Nach den beiden "Ringu", der Interner LinkFortsetzung und "Kaos" wieder ein unterschwelliger Horrorhit von Hideo Nakata? Kaum vorstellbar, dass der Mann auf gleichbleibender qualitativer Stufe inszenieren kann. Aber alle Zweifel werden sich innerhalb der ersten Viertelstunde legen. Auch sein 2002er Werk "Dark Water" hält den Qualitätsstandard weiter hoch, und zeigt uns klaustrophobische Kamerawinkel, verregnet-düsteres Setdesign und die böseste Atmosphäre seit ... ja, seit Interner Link"Ringu" ...

Diesmal geht es um eine junge Mutter und ihre sechs Jahre alte Tochter. Die Mutter, Yoshimi Matsubara, steckt gerade mitten in den Scheidungsverhandlungen. Arbeitslos und um das Sorgerecht ihrer Tochter Ikuko kämpfend, ist Yoshimi froh, als sie endlich eine angenehme Bleibe für sich und ihre Kleine gefunden hat. Doch aus der trauten Bleibe wird der Alptraum für Mutter und Tochter. Das Wasser ist verdreckt, übel-schmeckend. Aus dem oberen Stockwerk rinnt Wasser in ihre Wohnung herab. Und es bleibt nicht mal bei den Flüssigkeits-technischen Unschönheiten: Ein Kind, das vor zirka einem Jahr spurlos in der Gegend verschwunden ist, sucht Yoshimi und Ikuko heim. Taucht auf, verteilt ihre rote Tasche. Hat das Haus damit etwas zu tun? Welche Rolle spielt der Kindergarten?

Fragen über Fragen, die uns Nakata sicherlich auch diesmal nicht eindeutig beantworten wird. Aber eins sei jedem Zuschauer garantiert: Angst. War Interner Link"Ringu" schon harter Stoff, ist "Dark Water" eine kleine Steigerung. Wer hierbei kein ungutes Gefühl und so manche Gänsehaut bekommt, der schaut schon nicht mehr hin ... Das Psychodrama, das sich in der ersten Hälfte sehr stark auf die Charaktere konzentriert, und weniger irritierend und irrational als "Ringu" ist, gipfelt dann in heftigstem Terror. Kaum mehr zu ertragen wird der Film kurz vor Schluss - vom finalen Ende ganz zu Schweigen.

Man mag dem Film Uneigenständigkeit gegenüber Nakatos früheren Filmen vorwerfen. Klar, Atmosphäre und Spannungsaufbau, ja sogar die perfiden Ideen, kleine Kinder vorzuschicken, um den Zuschauer immer mehr in Panik um das kleine Kind zu versetzen, ähneln Interner Link"Ringu" ungemein. Aber das Argument lässt sich nun wieder einfach erklären und entkräften: Sowohl Interner Link"Ringu", als auch "Dark Water" stammen aus der Feder des Schriftstellers Kôji Suzuki. Wer mag jetzt noch seine Hand heben, und Nakata vorwerfen, er hätte keine neuen Ideen. Man könnte ihm höchstens vorwerfen, er hätte die Buchvorlage ungünstig ausgewählt - die Inszenierung, das Schauspiel sind zumindest perfekt.

"Dark Water" ist schlimmster, bösester Horror. Kurze Schockeffekte gegen Ende und viel, viel Unheilvolles auf dem Weg bis dahin. Schier ausweglose Katastrophen reihen sich an, und die Bilder werden immer düsterer, immer alptraumhafter. Wer sich diesem genial-düsteren Werk entziehen kann, hat schlichtweg *zuviel* Angst.

Regisseur Hideo Nakata arbeitet hier mit kalten Farbtönen. Hier dominieren die Farben Braun, Blau oder Gelb um die düstere Grundstimmung der Geschichte einzufangen. Für satte und kräftige Farben ist hier kein Platz. Der Kontrast ist soweit in Ordnung, nur in hellen Szenen wirkt er zu steil und auch die Kantenschärfe ist nicht optimal. In Nachtszenen vermag er auch nicht immer zu überzeugen, leistet im Ganzen aber eine gute Arbeit. Störend auf die Qualität wirkt sich auch der Einsatz von Rauschfiltern auf, die dem Bild deutlich an Schärfe nehmen. Details lassen sich oftmal nicht mehr richtig erkennen, was unter anderem auch an den stehenden Rauschmustern liegt, die man besonders in hellen Szene gut erkennen kann. Gelegentlich fällt noch etwas nachziehen auf, dafür sind die Kompressionen bis auf etwas Blockrauschen recht gut ausgefallen. Verschmutzungen oder Defekte gibt es kaum. Daher noch 3 Punkte, wegen der schwachen Schärfe und dem insgesamt zu milchigen Bild. Aber viel besser war die HK-Disc auch nicht.

Beim Ton sieht das schon wieder anders aus. "Dark Water" ist ein dialoglastiger Grusler, der aber an den richtigen Stellen dank seiner sauberen 5.1-Abmischung zu überzeugen weiß. Zwar dominieren hier ganz klar die Frontkanäle, aber wenn die Umgebungsgeräusche einsetzen wird meist eine richtig gute Klangkulisse erzeugt. Vor allem der plätschernde Regen, Geräusche in den Gängen, Fußschritte etc. werden sehr kräftig wiedergegeben. Der Subwoofer muss sich hier nicht verstecken. Lediglich die Sprachwiedergabe neigt zu leichten Verzerrungen und der Center hätte etwas zurückhaltender sein dürfen. Ansonsten ein gelungener Raumklang, der die gruselige Grundstimmung des Films perfekt unterstreicht. Positiv an dem japanischen Original Track ist es, dass die Dialoge viel natürlicher sind und sich mehr in das Gesamtbild anpassen. Dafür bekommen wir nur einen 5.0 Mix geboten, was bedeutet, dass es keine Subwoofer-Spur gibt und der Sound dementsprechend zurückhaltend wirkt. Ein Grund zu der deutschen Tonspur zu greifen, der mit einer gute Synchro aufwartet und es an den passenden Stellen ordentlich krachen lässt. Kommt noch dazu, dass die japanische Sprachversion ohne Untertitel und die DVD ohne Extras auskommen muss. Trotzdem, wer Interner Link"Ring" liebt, kommt an "Dark Water" nicht vorbei.


Film+++++-
Bild+++---
Ton++++--
Bonus------


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Dark Water
Dark Water
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