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CAN, USA 2009
Originaltitel:Screamers: The Hunting
Alternativtitel:Screamers 2
Länge:90:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sheldon Wilson
Buch:Tom Berry, Miguel Tejada-Flores
Kamera:John P. Tarver
Musik:Benoit Grey
SFX:Leo Wieser
Darsteller:Gina Holden, Jana Pallaske, Greg Bryk, Christopher Redman, Tim Rozon, Stephen Amell, Holly O'Brien, Stephen Patrick Dunn, Sarah Small, Lynley Hall, Lance Henriksen, Dave Lapommeray
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:05.03.2009 (Verleih) / 02.04.2009 (Kauf)
Specials:
  • Screamers: The Hunting - Hinter den Kulissen (23:51 Min.)
  • Trailershow:
    • Quarantäne (1:33 Min.)
    • Red Sands (1:21 Min.)
    • Lakeview Terrace (1:43 Min.)
    • Against the Dark (1:06 Min.)
Dreizehn Jahre sind ins Land gegangen, seit die als Screamers bekannten Killerroboter alles menschliche Leben auf Sirius 6B zerstört haben. Nun folgt ein Rettungsteam einem Notsignal, das von dem vermeintlich verlassenen Planeten ausgesendet wird. Gibt es dort wirklich eine vergessene Kolonie menschlicher Überlebender? Oder haben die Screamers sich zu einer noch finstereren Macht entwickelt und halb menschliche, halb robotische Hybriden hervorgebracht, die Sirius 6B verlassen müssen, um ihre Mission zu beenden: die vollständige Vernichtung der menschlichen Rasse?
75 >"Screamers" vom talentierten Christian Duguay. Der war schon damals eher ein DTV-Titel, bekam aber trotzdem einen Kinoeinsatz und spielte knappe 6 Millionen Dollar ein. So wirklich hat sicherlich niemand auf einen zweiten Teil eines Filmes gewartet, der zwar insgesamt ein solider Vertreter seiner Zunft ist, aber keinesfalls einen besonderen Status innehat. Aber das interessiert die Macher solcher Streifen sowieso nicht sonderlich, da man anscheinend mit dem Namen trotzdem genug Geld machen kann. Inzwischen lasse ich solche Streifen meist links liegen, aber ähnlich wie bei Interner Link"Joyride 2" ist es auch hier der Name des Regisseur gewesen, der mich dazu bewogen hat, die DVD gleich nach Erhalt einzulegen. Bei "Screamers: The Hunting" ist es diesmal Sheldon Wilson, dessen Debüt "Shallow Ground" mir ziemlich gut gefallen hat und dessen Quasi-Remake von "Die Vögel" ("Kaw") ebenfalls solide inszeniert und spannend umgesetzt war. Er kann sehr gut mit schmalen Budgets umgehen, was ihn nun zu seiner ersten Auftragsarbeit geführt hat. Auch bei dieser bietet er eine ordentliche, wenn auch alles andere als innovative Arbeit.



Die Story ist mal wieder ein Interner Link"Aliens"-Verschnitt: 13 Jahre nach dem ersten Teil empfängt die Erde ein Notsignal vom Planeten Sirius 6B und schickt einen kleinen "National Guard"-Trupp, um die eventuellen Überlebenden zu retten. Dafür haben sie höchstens 6 Tage Zeit, da ein Meteoritensturm in Anmarsch ist und vermutlich den Planeten komplett zerstören wird.
Das war es tatsächlich auch schon an Handlung. Die Figuren bekommen weder einen Hintergrund, noch wirklich viel Persönlichkeit verpasst. Die einzig kleine Ausnahme ist Gina Holden aus der grottenschlechten Interner Link"Flash Gordon"-Serie, die hier die Tochter von Peter Weller darstellt. Na ja, das bringt der Handlung nichts besonderes, aber irgendwie muss ja eine Verbindung hergestellt werden. Sonst sind die Charaktere typisch austauschbare Luftblasen, bei denen es wie so oft egal ist, ob sie krepieren oder nicht. So ist auch das Drehbuch die große Schwachstelle des Filmes. Man kennt sämtliche Versatzstücke, man wird nicht wirklich überrascht (außer bei der Liebesszene, die in einem Quickie endet und eigentlich völlig aus der Luft gegriffen ist) und auch die finale Wendung, die die Tür für eine Fortsetzung weit aufstößt, ist meilenweit erkennbar. So läuft alles genretypisch ab und solche Elemente wie die Paranoiasache aus Teil 1 sind hier nur unscheinbares Beiwerk.



Trotz allem, und da muss man sicherlich Sheldon Wilson die Hand schütteln, ist das ganze ziemlich unterhaltsam geworden. Der Film legt ein ordentliches Tempo vor, erhöht die Anzahl der Actionszenen und vor allem den Härtegrad gegenüber dem ersten Teils deutlich. Durch gute Effektarbeit (von wenigen günstig aussehenden CGI-Effekten abgesehen, aber schon im Vorgänger waren die SFX nicht unbedingt herausragend) und ordentliches Produktionsdesign schafft es der Film, etwas Atmosphäre aufzubauen und sieht dabei für eine Straight to DVD-Produktion ziemlich gut aus. Vor allem die humanoiden Screamers sind gelungen, auch wenn sie an die Vampire aus Interner Link"Blade 2" erinnern. Hier, als auch bei den etlichen blutigen Zerstückelungen wurde wirklich gute Arbeit geleistet und so wird man über das platte Drehbuch durch eine gute Inszenierung wenigstens teilweise hinweggetröstet - auch wenn es nur B-Niveau ist. Alles andere wie Musik und Darsteller ist durchschnittlich und ohne besondere positive oder negative Merkmale versehen. Ach ja, Lance Henriksen schaut auch mal wieder für 10 Minuten vorbei und holt sich seinen Gehaltscheck ohne große Mühe ab. Er erinnert inzwischen an David Carradine der 90er Jahre, der auch überall für wenig Geld auftauchte.



"The Perfect Weapon Is Now The Ultimate Killing Machine"

"Screamers 2" erscheint trotz eines enorm hohen Blutgehaltes als ungekürzte FSK16-Fassung auf DVD und darf qualitativ durchweg überzeugen. Das anamorphe Bild gibt sich nahezu fehlerfrei und zeigt weder Rauschen, noch Unruhen auf homogenen Flächen. Die Kompression arbeitet fast perfekt und trotz fehlendem Filmkorn, was durch den Einsatz von Filtern erreicht wurde, wirkt das Bild überraschend scharf und oftmals sogar sehr detailliert. Richtige extreme Ausfälle im Bereich Schärfe und Detaildarstellung sind somit nie auszumachen und es giebt nur äußerst wenig Sequenzen, welche etwas weicher, aber niemals unscharf erscheinen. Die Konturen werden sehr sauber dargestellt und nicht selten erreicht das Bild eine für DVDs gute Tiefenwirkung. Der Kontrast arbeitet ebenfalls sehr ordentlich, unterliegt jedoch den eingesetzten Stilmitteln und variiert von daher etwas. Unter anderem ist der Schwarzwert nicht sonderlich ausgeprägt und die Farbsättigung wirkt deutlich reduziert. Für eine DTV-Produktion ist das Ergebnis aber ausgesprochen ordentlich.
Beim Ton dürfen wir zwar keine Höhenflüge erwarten, doch auch hier erzielen die deutsche und die englische 5.1-Abmischung überraschend gute Ergebnisse. Überraschend deshalb, weil sich der Mix alles andere als langweilig anhört. Während Low Budget-Filme meist einen sehr eintönigen und auf das nötigste reduzierten Mix abbekommen, erfreut sich die deutsche und englische Fassung einer ausgesprochen guten Differenzierung der einzelnen Kanäle. Effekte hallen nicht nur aus der Front, sondern verteilen sich sehr angenehm, wenn auch nicht sonderlich kraftvoll auf sämtliche Kanäle. Auch wenn die Dialoge ruhig etwas präziser und vor allem kräftiger aus den Center kommen dürften, bleibt die Sprachverständlichkeit stets auf einem angenehmen Niveau, kann dabei jedoch nicht mit der englischen Originalspur mithalten, welche vor allem durch Natürlichkeit punktet. Mit etwas mehr Druck und einer etwas besseren Dynamik würde die Abmischung sicherlich noch mehr Spaß machen, doch in Anbetracht des Budgets dürfen wir uns über einen guten Mehrkanalton freuen, zumal die deutsche Synchronisation nicht so billig ausfällt wie sonst üblich. Optional gibt es diverse Untertitel und neben einer handvoll Trailer, enthält die Disc noch ein 23minütiges Making of, welches einen kleinen, aber durchaus netten Einblick in die Dreh- und Effektarbeiten des Filmes gewährt.


Solide Fortsetzung eines schon nicht bahnbrechenden Vorgängers. Leider hat der Streifen arg mit einem faden, klischeehaften Drehbuch zu kämpfen, aber durch die flotte Regie, gute Make-up- und Splattereffekte, sowie einer soliden technischen Seite sollte der Film immerhin für einen netten Abend sorgen. Die Erwartungen nur nicht so hoch ansetzen bzw. immer auf B-Movie eingestellt sein, dann wird es schon gut gehen.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus+-----


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