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NL 2006
Originaltitel:SL8N8
Alternativtitel:Slachtnacht
aka. Slaughter Night
Länge:89:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Frank van Geloven, Edwin Visser
Buch:Frank van Geloven, Edwin Visser
Kamera:René Haan, Jan Vrints
Musik:Habbo Beem
SFX:Frank Mostert, Klaas Rowaan, Stefan Smarius, John Vergeer
Darsteller:Victoria Koblenko, Kurt Rogiers, Jop Joris, Linda van der Steen, Steve Hooi, Carolina Dijkhuizen, Lara Toorop, Emiel Sandtke, Serge-Henri Valcke, Martijn Oversteegen, Liz Snoyink, Michael van Buuren, Hans Ligtvoet, Robert Eleveld, Rutger Lagestee, Geena Maas
Vertrieb:Legend
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu, Holl), DTS 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Holländisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:DigiPack im Schuber
DVD-Start:30.05.2007 (Kauf)
Specials:
  • Making Of "Schlachtnacht" (24:30 Min.)
  • Bloopers (3:52 Min.)
  • Dt. Trailer (0:53 Min.)
  • Originaltrailer (1:54 Min.)
Die achtzehnjährige Kristel überlebt einen Autounfall, bei dem ihr Vater stirbt. In seinem Nachlass findet sie Hinweise auf das letzte Manuskript, an dem der Schriftsteller arbeitete: eine Abhandlung über die mythische Bestie Andries Martiens, einen okkulten Serienkiller im 19. Jahrhundert, der sieben Kinder enthauptete. Mit ein paar Freunden macht sich Kristel auf den Weg nach Belgien, wo ihr Vater zuletzt in einer stillgelegten Bergwerksmine recherchiert hatte.
In den dunklen, verlassenen Schächten der Mine wurden einst verurteilte Mörder als "Feuermänner" eingesetzt, um plötzlich auftretendes Grubengas aufzuspüren - ein Job, den normalerweise keiner überlebte. Andries Martiens, so sagt man, sei einer der letzten gewesen, die diesem fürchterlichen Tod ausgeliefert wurden. Ob die Legende um seinen blutrünstigen Geist, der dort immer noch sein Unwesen treiben soll, der Wahrheit entspricht, wird sich bald herausstellen - in 60 Meter Tiefe streikt der Schachtlift! Für Kristel und ihre Freunde beginnt in dem düsteren Stollensystem ein mörderischer Wettlauf ums Überleben ... denn heute nacht ist Schlachtnacht.
Dass die Skandinavier in Sachen Horrorfilme doch einiges auf der Pfanne haben, haben sie nicht nur durch Interner Link"Nightwatch" bewiesen, sondern z.B. auch schon mit den beiden herrlichen Slasher-Stücken Interner Link"Final Hour" und "Backstabbed - Spiel der Angst". Vor allem in Punkte Atmosphäre geht es hier durchaus zur Sache. Und auch in letzter Zeit lassen es sich die Herren aus dem hohen Norden nicht nehmen, uns mit weiteren Titeln dieser Art zu beglücken. Vor einiger Zeit habe ich euch ja schon etwas über Interner Link"Fritt Vilt" erzählt, der vor allem in Norwegen einschlug wie eine Bombe und nun ist auch "Sl8n8" aus den Niederlanden dran, der fast zur selben Zeit erschienen ist. Im direkten Vergleich hat Interner Link"Fritt Vilt" allerdings die Nase vorne, denn mit "Sl8n8" gehen die Skandinavier erstmals wieder einen kleinen Schritt zurück und bieten "nur" ein passables Slasher-Spektakel, das aber nicht auf ganzer Linie überzeugen kann.



Und dabei bietet "Sl8n8" in Sachen Story sogar mal eine leichte Abwechslung zum sonstigen Slasher-Einerlei. Denn dieses mal geht der Massenmörder nicht in eigener Person um, sondern schlüpft als Geist in die Rollen seiner Opfer, ähnlich wie es Jason schon im Interner Link9. Teil der Interner Link"Friday the 13th"-Reihe getan hat. Es geht also um ein Mädchen namens Kristel, sowie um ein paar ihrer Freunde, die bei ihrer Suche nach einem Manuskript des verstorbenen Vaters von Kristel zu einem Bergwerk kommen, in dem das Manusskript hinterlegt sein soll. Kurzum beschließt die Truppe, die verfallenen Minen des Bergwerk besichtigen zu wollen. Unten angekommen gibt der Fahrstuhl plötzlich seinen Geist auf und die Gruppe ist gefangen. Und plötzlich werden auch einige von ihnen ungewollt zu Schlächtern, was wohl am Rachegeist liegen mag, der da unten zu hausen scheint. Diesen haben sie nämlich dummerweise kurz zuvor mit einem Gotcha-Brett gerufen. Können sich die Opfer vor sich selbst retten?
Auch wenn die Geschichte sicherlich ebenfalls keine Bäume ausreist und so gut wie alle Klischeebäder des Genres durchschwimmen mag, so kommt man dennoch nicht umher, einige kleinere Innovationen und Abwechslungen zu entdecken. Das Drehbuchschreiber-/Regisseurteam, bestehend aus Frank van Geloven und Edwin Visser hat es sich jedenfalls nicht nehmen lassen, wenigstens ein paar kleinere Ideen mit in die Geschichte einfließen zu lassen. Das der ganze Spaß dadurch nicht gerade logischer wird, versteht sich sicherlich von selbst, aber man kann es ihnen verzeihen.

Zumal es auch in Sachen Atmosphäre recht ordentlich zur Sache geht. Die klaustrophobischen Gefühle der Figuren, in den verschachtelten, auf keinerlei Rettung hoffen lassenden Gänge der Mine können sich jedenfalls recht gut auf den Zuschauer übertragen, durch die ewige Finsternis und Kälte, die dort anscheinend herrscht. Der Wahnsinn lässt in dieser Situation sowieso nicht lange auf sich warten und wenn die Körper der Teens dann auch noch von einem Killer zum Morden missbraucht werden, dann ist sowieso aller Tage Abend. Ausgelöst durch eine exzellente Kameraführung, sowie einen brachial tosendem Sound, der vor allem in einem gut abgestimmten Heimkino keinerlei Gnade kennt, ist Gänsehaut zumindest zeitweise garantiert.



Und auch in Punkto Gore-Effekte gibt es einiges zu sehen, wenn es auch eher die anderen Punkte sind, die hier den Ton angeben. Doch wenn dann mal ein paar kleinere Morde unter den Freunden stattfinden, dann geht es schon ordentlich mit Spaten, Picke oder Presslufthammer zur Sache. Die Effekte selbst sind gut gemacht, stechen ins Auge und werden vor allem bei Splatterfans wieder für leuchtende Augen sorgen. Nur dauert es eben doch eine ganze Weile, bis es endlich mal so richtig damit losgeht.

Wodurch wir dann auch den Hauptfehler gefunden haben, den leider auch "Sl8n8" vom Thron der guten Slasher stößt. Denn wie so viele andere Schlitzern auch probiert dieser hier wieder krampfhaft, seinen Figuren erst einmal ein Gesicht zu verleihen, bevor er sie ins Verderben schickt. Dass das durchaus funktionieren kann, beweist die norwegische Konkurrenz wunderbar mit Interner Link"Fritt Vilt", doch das ist leider kein Standard. Die Niederländer jedenfalls schaffen es nicht, den Figuren wirkliche Sympathiewerte zuzuspielen, weshalb auch hier die erste Zeit eher Langeweile herrscht, als ein wirkliches Interesse an dem Geschehen. Zwar wird das Ganze auch schon im Vorfeld immer wieder einmal von ein paar Spannungsmomenten unterbrochen, doch wirklich knackig, atmosphärisch und gorig wird es dann trotzdem erst in der letzten halben Stunde. Schade eigentlich!



Die Darsteller selbst sind dabei auf einigermaßen ordentlichem Niveau, zumindest was Slasher im Allgemeinen angeht. Man kennt sie zwar hierzulande kaum, aber die unschuldigen und bald toten Opfer geben sie uns alle doch soweit erstaunlich solide. Für großes Kino müssen aber auch sie sicher noch 'ne ganze Stange üben.

"Schlachtnacht" sieht nur in sehr wenigen Ausnahmen aus wie ein "kleiner" Film. Das einzige Beispiel ist dann auch die Reise zur Mine, bei dem die Farben blass werden und der Kontrast etwas nach Video aussieht, weil man dort passiv durch die Kamera eines der Freunde schaut. Von diesem kleinen Aussetzer abgesehen spielt der Film ohnehin die meiste Zeit im Dunklen und bekommt dabei eine ziemlich ordentliche Schärfe hin. Das anamorphe Bild sieht nicht nur plastisch, sondern auch realistisch aus, weil die hektischen Aufnahmen trotzdem die Konturen bewahren. Natürlich sind die Farben etwas reduziert, aber immer noch so sehr herausgearbeitet, dass man das Bild als sehr lebhaft bezeichnen kann. Dazu kommt noch eine sehr schöne Schattendarstellung und das Rauschen ist nur sehr gering. Sehr schön also.

Auch beim Ton fährt man große Geschütze auf, die mich sogar ein wenig mehr beeindrucken als das Bild. Es wird vom ersten Moment an sehr viel Wert auf Wuchtigkeit, Klarheit und eine ausgeprägte Ansteuerung der Surround-Kanäle gelegt. Das fällt so gut aus, dass man nicht mal den DTS-Ton bemühen muss, denn der Bassbereich ist bereits im Dolby Digital 5.1-Modus in beiden Sprachversionen gleichermaßen warmtönend wie kraftvoll. Für Effekte wird beinahe durchgängig gesorgt, was die Gruselatmosphäre anheizt und für einige nette Überraschungen sorgt. Wenn die hinteren Lautsprecher mal Pause haben, wird die Aktivität durch die hohe Beweglichkeit auf den vorderen Boxen bereitgestellt. Die deutsche Synchro ist sehr professionell, wer möchte, kann aber auch den ebenfalls hervorragenden Originalton aktivieren, dem sich deutsche Untertitel hinzuschalten lassen.

Der DVD liegt ein Making Of bei, das manchmal etwas zu viele Filmszenen zeigt, insgesamt aber seinen Zweck erfüllt. Man darf vor allem einen Blick auf die Entstehung der Spezialeffekte werfen und zuhören, was Darsteller und Regie so über ihren Film denken. Die Bloopers (also: Versprecher) sind ebenso untertitelt wie das Making Of, man darf also am Spaß dran teilhaben. Menu und Verpackung sind wie im immer bei Legend erstklassig, lediglich ein Booklet wäre noch fein gewesen.



Das inoffizielle Duell der skandinavischen Slasher Interner Link"Fritt Vilt" und "Sl8n8", welche fast zeitgleich in den jeweiligen Ländern starteten, ist entschieden und der Pokal geht nicht in die Niederlande. Zwar kann "Sl8n8", im Gegensatz zu den meisten anderen Genre-Filmen, durchaus mit einigen Innovationsprenkeln in der Story aufwarten und bietet auch durchaus eine knackige Atmosphäre und ordentliche Gore-Effekte, dafür nimmt sicher der Streifen aber auch viel zu viel Zeit mit der Gesichtsgebung seiner Figuren, sowie einigen Kniffen in der Story, die aber leider nur unzureichend gelingen und somit auf das wirklich knackige Finale eher warten lassen, als bis dahin rundum zu unterhalten. Dennoch kann sich auch "Sl8n8" bei Slasher-Freaks sehen lassen, wenn auch die Niederländer schon manchmal deutlich mehr zu bieten hatten.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton+++++-
Bonus++/---


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