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USA 2002
Originaltitel:Phone Booth
Länge:81 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:r-rated
Regie:Joel Schumacher
Buch:Larry Cohen
Kamera:Matthew Libatique
Musik:Harry Gregson-Williams
Darsteller:Colin Farrell, Forest Whitaker, Katie Holmes, Radha Mitchell, Kiefer Sutherland
Vertrieb:Fox
Norm:NTSC
Regionalcode:1
Bildformat:Seite A: 2,35:1 (anamorph), Seite B: 1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Englisch, Spanisch, Französisch
Specials:
- Original Trailer
- Untertitel
- Audiokommentar von Joel Schumacher
Presseagent Stuard Shepard (Colin Farrell) ist ein Egomane wie er im Buche steht. Fast keine Minute vergeht, ohne dass er wichtige Dinge über sein Handy regeln muss, Termine werden gemacht, abgesagt, verschoben. "Stu" hat einfach alles im Griff. Nur die Gespräche mit seinem Verhältnis, der Schauspielerin Pamela, führt er lieber nicht über sein geliebtes Mobiltelefon, die Handyrechnung könnte ihn ja bei seiner Ehefrau (Radha Mitchell) verraten und ein Fleck würde sich gar nicht gut machen auf der blütenweißen Weste von Mr. Shepard. Also landet Stu dort, wo er jeden Tag um diese Zeit landet: In der Telefonzelle an der 53. Straße. Doch dieses mal ist alles anders. Als Stu nach dem Gespräch die Telefonzelle wieder verlassen möchte, klingelt plötzlich das Telefon. Er nimmt das Gespräch an und hebt damit seine kleine, heile Welt aus den Angeln. Ein Psychopath droht damit, ihn zu erschießen, sollte er das Gespräch beenden und den Hörer auflegen. Von einer Minute zur anderen, verändert sich damit der komplette Lebensrhythmus des Mannes, der bis vor einigen Augenblicken scheinbar noch alles unter Kontrolle hatte...
Unglaublich, was für einen kleinen, feinen Film Joel Schumacher hier in nur 10 (!!!) Drehtagen auf die Beine gestellt hat. Wie erfrischend altmodisch der Film wirkt, machen nicht zuletzt die von Kritikern gerne herangezogenen Vergleiche mit den Hitchcock-Klassikern deutlich. Nicht ganz zu unrecht wie ich finde, so verzichtet man größtenteils auf modernen Erzähl-SchnickSchnack, lässt weitere Handlungsstränge einfach weg und konzentriert sich einzig und allein auf das Schicksal des wehrlosen Karrieremenschen, der - Achtung, böse Ironie - von einem Killer ausgerechnet ans Telefon "gefesselt", dieser Situation völlig hilflos ausgeliefert ist. Ein Lob gebührt in diesem Zusammenhang zum einen der hervorragenden Darstellerleistung des Hollywood-Newcomers Colin Farrell ("Daredevil"), der seinen Charakter zu jedem Zeitpunkt fest im Griff hat und keine Sekunde unglaubwürdig wirkt. Zum anderen ein dickes Lob an Kiefer Sutherland ("The Lost Boys"), die böse Stimme am anderen Ende der Leitung schafft es, die Faszination in den richtigen Momenten in die passende Richtung zu lenken. Paff, das sitzt, das geht unter die Haut! Gar nicht altmodisch ist übrigens die hervorragende Kameraarbeit von Matthew Libatique ("Tigerland"). Atemberaubende Großstadt-Bilder, eingefangen im passenden Cinemascope-Format, garniert mit herrlichen Optik-Spielereien wie zum Beispiel die Verwendung mehrerer Bilder gleichzeitig (als kleine "Fenster" eingeblendet), die Leinwand wird gesplitted um zum einen in den wichtigen Momenten die Randcharaktere beobachten zu können und zum anderen um Stu dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Bis zu 4 Kamerateams fingen dabei die Bilder gleichzeitig ein, jede Aufnahme wirkt dabei passend, nichts scheint überflüssig. Fein, fein. Ein altmodischer Film mit moderner Bildsprache. Das gefällt mir, bitte mehr davon...

Die DVD lässt in technischer Hinsicht eigentlich keine Wünsche offen. Kontrast und Schärfe sind im grünen Bereich, Bildfehler sind mir keine aufgefallen. Die Farben wirken insgesamt etwas "kühl", sicher aber ein gewolltes Stilmittel des Regisseurs. Insgesamt ist das Bild also auf alle Fälle "Leinwand tauglich", die Häuserschluchten machen einen atemberaubend plastischen Eindruck.
Der Ton hält sich naturgemäß angenehm zurück. Hier gibt es eben keine Effektorgien, das sollte aber eigentlich klar sein. Das wichtigste bei einem Dialogfilm ist die Sprachverständlichkeit und die ist ohne Zweifel erstklassig. Ansonsten gibt's ein paar räumliche Umgebungsgeräusche, der Score verteilt sich ebenfalls ohne großartig aufzufallen auf alle Boxen. Klar, das könnte noch eine Spur dynamischer klingen, aber zu meckern gibt es eigentlich nichts. Anders beim Bonusmaterial. Gähnende Leere beim Blick auf die "Bonus-Ausstattung". Ein Audiokommentar von Schumacher und der Kinotrailer. Die zusätzliche 4:3-Fassung auf der anderen Seite der DVD ist eher unnützer Ballast, als sinnvolle Bonusdreingabe. Da hätte ich lieber ein paar Dokumentationen oder "Making Ofs" gesehen.
Naja, trotz allem bin ich überaus zufrieden mit dem Gesamtpaket "Film" und "DVD". Ein Highlight im Jahr 2003, soviel steht schonmal fest.
Hogle


Film+++++-
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus+-----


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