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CAN, D 2000
Originaltitel:2001: A Space Travesty
Alternativtitel:2000.1: A Space Travesty
aka. 2001 - Durchgeknallt im All
Länge:94 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Allan A. Goldstein
Buch:Alan Shearman, Leslie Nielsen
Kamera:Sylvain Brault
Musik:Claude Foisy
SFX:Bob Keen
Darsteller:Leslie Nielsen, Alexandra Kamp-Groeneveld, Ophélie Winter, Verona Feldbusch, Peter Egan, Damien Masson, Natalie Gray, Dany Frappier, Cindy Davis, Jason Millman
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Trailershow
- Making of
- Promotion Featurette
- Produktionsnotizen
- Featurette: Der Leslie-Nielsen-Humor
- Biografien: Cast & Crew
- Untertitel
US-Marshall Richard "Dick" Dixon ist der weithin gefürchtete Arm des Gesetzes. Seine Tölpelhaftigkeit und Blödheit sind legendär. Kein Wunder also, dass ausgerechnet er zur Mondstation Vegan geschickt wird, um den US-Präsidenten aus der Gewalt von Aliens zu befreien. Unterstützt wird er dabei von der hinreißenden Agentin Cassandra Menage. Während die beiden versuchen, dem widerlichen Mondbasis-Boss Dr. Pratt auf die Schliche zu kommen, lässt Dixon keine Gelegenheit aus, sich selbst und die Menschheit lächerlich zu machen...
"Zwei Präsidenten? Mein Gott, das wird ein Alptraum für jede Praktikantin."

So so, 36 Millionen Dollar soll "2002 - Durchgeknallt im All" gekostet haben. Ich weiß zwar nicht genau, wofür sie das Geld verbraten haben, aber dies soll mir auch egal sein ...
Ich würde jetzt gerne sagen, was ich von dem Film erwartet habe, aber um ehrlich zu sein, habe ich gar nichts mehr erwartet, weil Leslie Nielsens Filme in den letzten Jahren mit einigen wenigen Ausnahmen allesamt nur schwache bis schwachmatische Filme waren, die kaum zum Lachen anregten. Dies ist hierbei nicht anderes. "2002 - Durchgeknallt im All" ist eine Deutsch/Kanadische Co-Produktion, was man allzu oft in diesem Kleisterwerk sieht und man versucht hier verzweifelt, an den Erfolg der Interner Link"Nackte Kanone" anzuknüpfen und schaffte es doch tatsächlich, Leslie Nielsen für dieses Projekt zu begeistern. Und wenn man dann noch sieht, dass er als Co-Autor fungierte, kommt die Frage auf, ob der gute Mann das Geld brauchte oder er mit seinen 77 Jahren schon so verkalkt ist, dass er wirklich dachte, er würde hier an einer Hit verdächtigen Produktion mitarbeiten.

Die Anlehnung an Stanley Kubricks Epos wird auch nur kurz aufgegriffen und dann sogar mit einer zusätzlichen Hommage an Monty Python, aber das ist noch nicht alles, denn wenn Nielsen in der Schwerelosigkeit seinen eigenen Durchfall schluckt, soll dies zwar witzig sein, aber gelacht habe ich nicht. Die Witze hierbei sind so ausgelutscht, dass einem nur äußerst selten wirklich ein Lacher über die Lippen kommt und das zeugt schon davon, dass das Thema Leslie Nielsen langsam durch ist. Der Mann kopiert sich nur noch selbst und merkt dies nicht einmal mehr. Auch wenn die Umgebung diesmal mehr Raum für Schabernack zumuten lässt, bleibt es dort doch nur bei einigen netten aber kaum witzigen Momenten, wo die Aliens in ihren zum Teil lachhaften Kostüme noch das Beste sind. Die gesamte Kulisse erinnert hierbei an die Enterprise in den frühen Jahren und auch die Charakterwahl ist sowas von flach ... halt stop, stimmt gar nicht: Die hübsche, vollbusige und blonde Französin Ophélie Winter zeigt, wo ihre Attribute sind - und das ist nicht die Schauspielerei. Desweiteren gibt es Verona "das" Feldbusch in zwei Kurzauftritten zu sehen und das ehemalige Society-Sternchen Alexandra Kamp, die hier noch eine recht witzige Rolle hat und neben Leslie Nieslen als brauchbare Schauspielerin im Film gesehen werden kann und hier in einer tiefblickenden Rolle zu sehen ist.

Wie schon gesagt, "2002: Durchgeknallt im All" ist nichts weiter als ein schlechter Interner Link"Nackte Kanone"-Klon, der nur durch Leslie Nielsen in seinem gewohnten Auftreten überhaupt schaubar ist. Wer nach den ersten 60 Minuten immer noch nicht ausgeschaltet hat, wird zum Showdown in der Oper mit einer Menge Promi-Doubles ohne Ähnlichkeit konfrontiert. Im Übrigen ist das Finale mit über 30 Minuten Laufzeit bedeutend zu lang(weilig) ausgefallen und somit kann diese SF-Parodie selbst als No Brainer nicht mehr durchgehen ...

So enttäuscht man von dem Film sein kann, so enttäuscht war ich auch von der Bildqualität der Columbia-DVD. Das Bild wirkt recht grobkörnig und zeigt ein deutliches Rauschen. Die Farben wirken blass und kraftlos und selbst die Schärfe bewegt sich im Mittelfeld. Der Kontrast ist befriedigend und kränkelt an einer mäßigen Detailschärfe. Fairerweise muss man sagen, dass Defekte und Unreinheiten nicht auftauchen. Trotzdem gerade mal 3 Punkte.
Der deutsche 5.1 Track wirkt sehr frontlastig und nur wenige Umgebungsgeräusche und die Musik kommen aus den Effektlautsprechern. Hier fehlt es deutlich an einer gewissen Brillanz. Die Dynamik ist streckenweise ok und auch die Dialoge kommen verständlich, wenn auch zu dumpf rüber. Hier hat der englische Ton auf alle Fälle die Nase vorne. Die Dialoge erklingen dort einfach natürlicher und uns wird eine viel kräftigere und dynamischere Abmischung geboten. Selbstverständlich lassen sich optionale Untertitel hinzuschalten.
Das Bonusmaterial wartet mit einem 40 Minuten langen und recht umfangreichen Making Of auf, welches einem sehr viele Informationen zu dieser deutsch/kanadischen Co-Produktion vermittelt und sogar witzig ist. Auch das 12minütige "Promotion Featurette" ist sehr witzig geworden. Das war es aber dann auch. Ansonsten gibt es nur Produktionnotizen, ein paar Infos über Leslie Nielsen, weitere Cast & Crew-Infos anhand von kurzen Biografien, den Original Trailer, sowie 5 Trailer zu weiteren Columbia-DVDs.

"2002: Durchgeknallt im All" ist schon der Tiefpunkt in der Karriere von Leslie Nielsen und eine Empfehlung kann man nur den Hardcore-Nielsen-Fans aussprechen, die sich sonst auch jeden Kalauer anschauen. Die DVD ist für eine Major-Produktion wirklich schlecht geworden, nur das Making Of kann als informativ und witzig angesehen werden, aber dafür kauft man sich nicht die ganze DVD.


Film+-----
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+++---


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