Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1994
Originaltitel:Santa Clause, The
Alternativtitel:Vaya Santa Claus!
Länge:93:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:John Pasquin
Buch:Leo Benvenuti, Steve Rudnick
Kamera:Walt Lloyd
Musik:Michael Convertino, John Hawksworth, Frank Beard
SFX:Jason Board, Arthur Langevin
Darsteller:Tim Allen, Judge Reinhold, Wendy Crewson, Eric Lloyd, David Krumholtz, Larry Brandenburg, Mary Gross, Paige Tamada, Peter Boyle, Judith Scott, Jayne Eastwood, Melissa King, Bradley Wentworth, Azura Bates, Joshua Satok
Vertrieb:Buena Vista
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:21.11.2002 (Kauf)
Specials:
  • Featurette: Die Elfenausbildung (6:30 Min.)
  • weihnachtliche Rezepte zum Nachbacken - vorgestellt von Wolfgang Puck:
    • "Wolfgang Pucks Pizza" (7:12 Min.)
    • "Traditionelles Weihnachtsgebäck" (4:41 Min.)
    • "der himmlische heiße Kakao des Weihnachtsmanns" (3:46 Min.)
  • Interaktives Weihnachtsspiel "Hilf dem Weihnachtsmann, Geschenke zu verteilen" incl. Hidden Feature
  • Hidden Feature: Kurzfilm - "Wenn der Weihnachtsmann kommt" (7:56 Min., gekürzt)
  • Trailer: "Santa Clause 2 - Eine noch schönere Bescherung" (1:25 Min.)
Familienvater Scott Calvin gerät am Heiligabend in eine unerwartete Zwangslage: der Weihnachtsmann ist soeben von Scotts Dach gefallen und liegt bewusstlos im Schnee. Ausgerechnet er soll ihn nun vertreten. Doch mit dem Anziehen des Kostüms verwandelt sich Scott allmählich selbst zum echten Weihnachtsmann. Er wird zusehends dicker, und sein Bartwuchs ist nicht zu stoppen. Bald begreift er, welche Konsequenzen auf ihn zukommen ... Sein Sohn findet das super, doch die Erwachsenen reagieren verständnislos.
"This Christmas, the snow hits the fan." - Werbezeile

Und schon wieder ist fast ein Jahr rum und somit Zeit, das schönste Fest der Welt zu zelebrieren, zumindest wenn man dem X-Mas-Trubel etwas abgewinnen kann. Wer mich kennt, der weiß, wie ich zu diesem Fest stehe und der wundert sich auch nicht, dass am 1. Advent eine Besprechung zu einem Weihnachtsfilm folgt. Dieses Jahr hab ich mir dazu mal einen modernen X-Mas-Klassiker ausgesucht, nämlich Disneys "Santa Clause", einem der wohl schönsten Christmas-Streifen unserer Zeit. Der Film, der TV-Star Tim Allen nun auch im Kino präsenter machte denn je und ihm das Markenzeichen des Darstellers aufdrückte, der wohl irgendwie in jedem X-Mas-Movie zu sehen ist (auch wenn dies natürlich bei weitem nicht stimmt). Aber sei es drum. Denn wer "Santa Clause" kennt, der weiß auch, wie es dazu kommen konnte.



"What if your dad was Santa Claus?" - Werbezeile

"Santa Clause" erzählt die Geschichte vom frisch geschiedenen Scott Calvin, der Heiligabend mit seinem Sohn verbringt. Als es des Nachts dann plötzlich auf dem Dach poltert und Calvin nachschauen geht, wer denn da so einen Krach macht, steht doch der leibhaftige Weihnachtsmann am Schornstein, welcher allerdings vom Dach fällt und verschwindet. Calvin, von seinem Sohn zum Anziehen des Santa-Kostüms genötigt, schlüpft deshalb in die Rolle des dicken Mannes, noch bevor ihm bewusst wird, dass er diesen Job nun fortan für immer machen muss und er nur 11 Monate Zeit hat, seine persönlichen Dinge zu regeln. Und aufgrund der immer deutlicher werdenden Verwandlung von Calvin in Santa wird dies auch schwerer als erwartet ... Ja, ja, da hat sich Disney doch wirklich mal eine hübsche Weihnachtsgeschichte einfallen lassen. Auch wenn so ziemlich alle Klischees des amerikanischen Weihnachtsfestes bedient werden, so kann man sich diesem genauso modernen wie altmodischen Märchen einfach nicht entziehen. Es steckt nicht nur unheimlich viel Fantasie hier drin, sondern auch Unterhaltung, die die ganze Familie bedienen kann.



Dabei sind die Witze wirklich allesamt liebenswert, ohne dabei aber auch einige Spitzen nicht zu vergessen. So gibt unser guter Calvin zum Beispiel bei seiner Beobachtung der Menschheit ob jemand brav war oder nicht, bei einer etwas aufgeplusterten Dame von sich "Veronika, sehr Brav!", worauf diese ihm daraufhin ein "Wenn du dich da mal nicht irrst, Opa!" zurück schmettert. Oder Calvins ewige Quängeleien gegen den neuen Mann seiner Ex-Frau à la "Gibt es den Pullover auch für Männer?" Oder als Calvin einer 1200 Jahre alte Elfe das Kompliment macht, sie hätte sich für ihr Alter sehr gut gehalten und diese ihm daraufhin antwortet "Ich gehe ja auch mit jemandem aus der Verpackungsabteilung". Augenzwinkernder Humor ist zumindest in diesem ersten Teil der "Santa Clause"-Saga noch in Hülle und Fülle vorhanden.


Zudem ist auch die ganze Ausstattung des Films auf humanen Niveau geblieben. Wo die meisten X-Mas-Filme ja doch viel mit Kitsch und Prunk dem Auge, mehr oder weniger, schmerzen, so hält man sich hier noch recht angenehm zurück. Zwar sind die Häuser natürlich auch hier geschmückt und die Werkstatt des Weihnachtsmannes quillt logischerweise über vor allerhand Prunk und Schmach. Doch da der Film zum Teil nicht zu Weihnachten spielt und man es auch sonst nicht wirklich übertrieben hat, kann man sich mit der weihnachtlichen Ausstattung alles in allem super anfreunden und verzeiht dem Film dann auch das etwas übermäßige "Sich-Lieb-Gehabe" und Heile Welt-Getue zum Schluss. Und hey, schließlich haben wir Weihnachten, warum also nicht?
Was die Musikuntermalung angeht wurde zudem eine wunderbare Mischung aus Filmscore und Weihnachtshits ausgesucht, die das Geschehen jedesmal optimal unterstreichen. Der Score von Michael Convertino ist einfach nur sensationell gelungen und weckt durchgehend eigentlich genau die richtigen Gefühle beim Zuschauer. Dazu ruhigere Hits wie "White Christmas" oder peppige Rock-Sound wie "Jingle Bells" von Yello im Abspann (welcher allerdings nicht in jedem Land gespielt wurde). Ja, die Musik macht, genau wie alles andere, einfach Spaß. Genauso wie die Darsteller, die hier durchgehend auf höchstem Niveau agieren. Tim Allen ist hier einfach in seiner absoluten Hochform und spielt hier einen Santa Clause bzw. einen Mann auf dem Weg dahin einer zu werden, den man einfach nur lieb haben muss und über den man sich nur selten so schieflachen konnte, wie hier. Dazu Judge Reinhold (Interner Link"Beverly Hills Cop") als langweiliger Neil und Wendy Crewson als Calvins Ex-Frau. Aber auch Eric Lloyd kann überzeugen, der den kleinen Charlie ebenfalls so darstellt, wie man es sich von einem Kinderdarsteller nur wünschen kann. Alles in allem jedenfalls ein exzellenter Cast, der den Streifen nun endgültig rund macht. Gut so!



"It's beginning to look a lot like Christmas ..." - Werbezeile

Nachdem Buena Vista im Jahre 2001 "Santa Clause" doch tatsächlich als Vollbild-Version auf DVD brachte, durften sich alle Fans knapp 1 Jahr später auf die Special Edition freuen, welche den Film endlich in seinem richtigen Bildformat von 1,85:1 zeigt und anamorph abgetastet wurde. Doch dass der Transfer noch nicht optimal ist, zeigt sich daran, dass die Schärfe hier leider nicht so gut wegkommt und das Bild überwiegend recht weich wirkt, wobei die Konturen und Kanten als noch gut bezeichnet werden können. Zudem wirkt der Kontrast etwas zu milchig und offenbart uns einen etwas schwachen Schwarzwert, der aber keinerlei Details in den dunklen Sequenzen missen lässt. Die Farben wirken bunt und knallig, könnten jedoch noch eine Spur satter sein, woran schlussendlich der Kontrast Schuld hat. Im Hintergrund fällt zudem immer wieder feines Rauschen auf und zudem wirkt der Bildstand insgesamt zu unruhig.
Die Kompressionen arbeiten dafür recht unauffällig und Defekte und Verschmutzungen treten keine auf. Lediglich leichte Blockbildung auf homogenen Flächen lassen sich ausmachen, stören aber nur selten. Ingesamt ein solider Bildtransfer dem man nach 5 Jahren langsam wieder eine Frischezellenkur unterziehen sollte.
Im Bereich Sound hat sich auch einiges getan und so wurde der Dolby Surround Track der ersten Auflage gegen ein Dolby Digital 5.1-Mix ausgetauscht. Das Klangspektrum befindet sich hierbei aber lediglich im soliden Mittelfeld und bleibt meist sehr frontlastig. Zwar werden Dialoge und der Score sauber aus dem Frontbereich wiedergegeben und Letzteres darf sich auf die Effektkanäle verteilen und somit für etwas mehr Volumen und Räumlichkeit sorgen, so richtig überzeugend klingt das ganze dennoch nicht, da wir auf direktionale Effekte meist verzichten müssen und auch der Subwoofer wird viel zu dezent eingesetzt. Der englische 5.1-Mix klingt etwas feiner und minimal lauter, wartet zudem mit einem etwas voluminöseren Bass auf. Die Dialoge passen sich besser der Geräuschkulisse an, wodurch der Originalton an Qualität gewinnt. Optional lassen sich natürlich diverse Untertitel hinzuschalten, sowie eine italienische Dolby Digital-Spur.
Buena Vista nennt diese Neuauflage "Special Edition", wobei sich die Extras aber als recht mager erweisen und überwiegend auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten wurde. Unter Elfenausbildung finden wir lediglich ein 6minütiges, deutsch untertiteltes Featurette, in dem der Weihnachtself Bernard (David Krumholtz, Interner Link"Numb3rs") seine Elfen ausbildet. Weiterhin gibt es ein interaktives Weihnachstspiel in deutscher Sprache, bei dem es darum geht per DVD-Fernbedienung Santa Clause dabei zu helfen, die Geschenke in den Kamin zu werfen. Als Belohnung gibt es dann den Kurzfilm "Wenn der Weihnachtsmann kommt", leider in gekürzter Fassung. Zum Schluss gibt es noch ein 15minütiges Koch-Special mit Starkoch Wolfgang Pucks, auf Englisch mit deutschen Untertiteln, sowie den Trailer zu Interner Link"Santa Clause 2". Insgesamt leider recht mager, dafür ist das DVD-Menü im Schneekugeldesign und kann auf Knopfdruck geschüttelt werden. Fleißige Elfen finden vielleicht auch noch das eine oder andere Hidden Feature auf der DVD.


"You've Never Seen Santa Quite Like This Before." - Werbezeile

Ein absoluter Glücksgriff in Sachen Weihnachtsunterhaltung von Walt Disney. Eine liebenswerte, fantasiereiche Geschichte, sympathische Figuren, knackige Witze und eine Atmosphäre, die viele Weihnachtsfilme von heute alt aussehen lässt. Verpackt in eine ansprechende, nur selten übertriebene Ausstattung, einer grandiosen Musikuntermalung und mit Schauspielern besetzt, die hier noch in ihrer absoluten Blütezeit ihrer Karriere stehen. So muss weihnachtliche Familienunterhaltung aussehen, nicht anders! Mittlerweile jedenfalls ein absoluter X-Mas-Pflichtfilm, der vor allem in der frühen Adventszeit am besten aufgehoben ist! Besser kann man mit der Vorbereitung aufs Fest jedenfalls kaum beginnen.
Leider ist diese mittlerweile 5 Jahre alte und noch immer erhältliche Special Edition weder im Bereich Bild und Ton, noch in puncto Extras wirklich überzeugend ausgefallen. Dafür bekommt man sie sehr günstig und eine weitere Neuauflage in verbesserter Bild- und Tonqualität ist bislang nicht geplant.


Film+++++-
Bild++++--
Ton+++---
Bonus+-----


Druckbare Version
  
Santa Clause 2 - Eine noch schönere Bescherung!
Santa Clause - Eine schöne Bescherung (Special Edition)
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.