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USA 2005
Originaltitel:Skeleton Key, The
Länge:99:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Iain Softley
Buch:Ehren Kruger
Kamera:Daniel Mindel
Musik:Ed Shearmur
SFX:Perpetual Motion Pictures, Rhythm and Hues
Darsteller:Kate Hudson, Gena Rowlands, John Hurt, Peter Sarsgaard, Joy Bryant, Maxine Barnett, Fahnlohnee R. Harris, Marion Zinser, Deneen Tyler, Ann Dalrymple, Ronald McCall, Christa Thorne, Jeryl Prescott, Isaach De Bankolé, Bill H. McKenzie
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:01.12.2005 (Verleih) / 01.12.2005 (Kauf)
Specials:
  • Coverartwork im Silberdruck
  • Audiokommentar mit Regisseur Iain Softley
  • Unveröffentlichte Szenen mit Kommentar von Regisseur Iain Softley (21:41 Min.)
  • Hinter geschlossenen Türen - Making Of "The Skeleton Key" (5:27 Min.)
  • Die Erforschung von Voodoo/Hoodoo (4:16 Min.)
  • Rezept und Ritual - Das perfekte Gumbo (3:22 Min.)
  • Blues im Bayou (6:11 Min.)
  • Kate Hudsons Gruselgeschichte (2:36 Min.)
  • Leben auf der Plantage (3:36 Min.)
  • Die Besetzung (9:15 Min.)
  • John Hurts Geschichte (3:31 Min.)
  • Ein Haus namens Felicity (5:20 Min.)
  • Genas Liebeszauber (1:21 Min.)
  • Internationaler Trailer "Red Eye" (1:45 Min.)
  • Trailer "King Kong" (2:29 Min.)
Tief in den fiebrigen Sümpfen Louisianas übernimmt die junge Krankenschwester Caroline (Kate Hudson) die Pflege eines gelähmten alten Mannes (John Hurt), der zurückgezogen mit seiner Frau (Gena Rowlands) in einer heruntergekommenen Plantagen-Villa lebt. Doch schon bald merkt sie, dass auf dem dunklen Anwesen merkwürdige Dinge vor sich gehen. Mit einem Generalschlüssel macht Caroline sich auf, um die modrigen Räume der Villa zu erkunden. Ohne es zu ahnen, gerät sie dabei in eine Welt finsterer Voodoo-Rituale ...
Wenn in Hollywood ein Grusel-Genre in letzter Zeit so abgemäht wird, wie schon lange nicht mehr, dann ist es das Genre mit den Horror-Häusern. Erst vor kurzem schlug sich Ryan Reynolds durch das berühmtberüchtigte Interner Link"Amityville Horror"-Haus und auch sonst gibt es Filme mit gruseligen alten Spukhütten wie Sand am Meer. Hier nun also der nächste Versuch, aus der Uraltthematik etwas rauszuholen. Und im Nachhinein kann man diesen Versuch auch durchaus als gelungen bezeichnen, denn "Der verbotene Schlüssel" erweist sich als solides Schauerstück mit knackiger Atmosphäre.



Was die Story angeht, so wird natürlich nicht viel mehr geboten, als beim üblich Bekannten. Eine junge Pflegerin, Caroline, reist auf eine Anzeige hin in ein verschlafenes kleines Nest, fast schon am Rande der Zivilisation, um sich dort um einen starren alten, verstummten Mann zu kümmern, der zusammen mit seiner Frau in einem alten, vermoderten Haus wohnt. Doch während der Tage, die Caroline in dem Haus verbringt, geschehen immer merkwürdigere Dinge. Vor allem in einem kleinen verschlossenen Raum, der sich auf dem Dachboden befindet. Bis Caroline auf ein gar grausames Geheimnis stößt, dass sie in höchste Gefahr bringt.
Ja, wie schon erwähnt, in Sachen Story gibt es nicht viel Neues zu entdecken. Alles hat man eigentlich schon in X anderen Haunted House- und ähnlich gelagerten Movies gesehen, mal mehr, mal weniger gut umgesetzt. Und auch Logiklöcher sind, wie so oft, nicht ganz zu übersehen. Wer also eine tiefgehende und innovative Story erwartet, der wird definitiv enttäuscht.


Wer allerdings ein schauriges Grusel-Spektakel erwartet und eine nette Rätselraterei, der wird umso besser verdient. Regisseur Iain Softley schaffte es, mit den üblichen Grusel-Mitteln wie Blitz, Donner und viel Dunkelheit eine knackige Atmosphäre aufzubauen, die sich bis zum Schluss von Minute zu Minute steigert. Schaurig düstere Bildkompositionen präsentiert vor stimmigen Kulissen und eine wuchtige Sound-Untermahlung lassen den Zuschauer nicht nur einmal zusammenzucken. Vor allem immer dann, wenn einer der gut wenigen aber getimten Schockeffekte zum Vorschein kommt. Zwar dürften ältere Horrorhasen den einen oder anderen Erschrecker voraussehen können, Genre-Anfänger dürften es dagegen um so schwerer haben, ruhig zu bleiben. Und das ist schon mal die halbe Miete eines jeden guten Horror-Schockers.



Aber auch die Raterei um die "Wahrheit" hält einen bei Laune. Spuren werden gelegt und wieder verwischt und die Spannungsschraube wird bis zum Schluss immer fester geschraubt, insbesondere weil sich die Thematik rund um Woodoo-Glauben immer mehr verdichtet. Was wirklich in dem Haus passiert ist, erfährt der Zuschauer in Puzzle-Teilen, die er erst am Ende wirklich zusammensetzen kann. Zwar ist das Ende und die Auflösung dann doch ein wenig enttäuschend, doch der Weg dahin macht definitiv Spaß und bildet Schweißtropfen auf der Stirn.
Schade nur, dass sich der Streifen, vor allem in den Anfangsminuten, immer wieder mal in einigen Kaugummi artigen Längen verliert. Wie bei so vielen Horror-Schockern von heute der Fall, braucht das ganze Treiben doch nen Tick zu lange, um so recht in die Gänge zu kommen. Zwar sind diese Minuten durchaus nötig, um den Charakteren wenigstens eine gewisse Tiefe zu verleihen, doch, zumindest für meinen Geschmack, hätte das Ganze dennoch etwas kompakter und flüssiger ablaufen dürfen.


Dafür sind aber die Darsteller mal über alle Zweifel, die man bei Darstellern in Horrorfilmen haben kann, erhaben und legen eine wunderbare Leistung ab. Allen voran die beiden Hauptdarstellerinnen Kate Hudson und Gena Rowlands, die sich, vor allem zum Schluss, ein wunderbares Duell liefern, das knackiger kaum sein könnte. Als kleinen Insider-Gag in Anspielung auf den Film "Almost Famous" beschreibt Kates Charakter ihr früheres Leben als wild, weil sie mit einer Rockgruppe durch die Staaten gezogen ist. Insgesamt ist ihre Rolle eine wunderbar gezeichnete und gespielte Verbindung zwischen den modernen Lebensweisen und Bedürfnissen junger Menschen und der traditionell verwurzelten, abergläubischen Existenz der älteren Hausbewohner inmitten der moorigen Abgelegenheit, woraus die Geschichte viel Spannung bezieht. John Hurt wirkt dagegen ein wenig blass, was aber auch an seiner stillen und bewegungslosen Rolle liegen kann. Die Nebendarsteller stellen soweit zufrieden.



Bei der DVD-Auswertung von Universal wird sogar noch etwas mehr geboten. Wie ich erwartet hatte, sieht das Bild im Format von 2.35:1 sehr gut aus, auch wenn die Stilistik anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Von Beginn an sind die Farben heruntergedreht, mit etwas Gelb versehen und vor allem der Kontrast dahingehend verändert, dass selbst taghelle Szenen den düsteren, etwas depressiven Aufnahmen im Anwesen entsprechen. Mitunter brechen ein paar Objekte aus den mit erdigen Tönen angereicherten Look aus und erstrahlen förmlich, so z.B. Carolines roter VW Käfer zu Beginn oder das Buch, aus welchem sie dem Sterbenden vorliest. Daran, dem ausgeglichenen Kontrast und dem überwiegend sehr guten Kontrast mit leichten Schwächen im Detail erkennt man, dass hier sehr oft Stilmittel zum Einsatz kommen, die uns schneller in die Atmosphäre des Filmes ziehen sollen und die die mehr als überzeugende Gesamtqualität nicht negativ beeinflussen. Die Auflösung im Detail wie auch im Hintergrund ist auf ähnlichen Niveau und schwankt auch über die Laufzeit nicht, wie man es eben von größeren Produktionen gewohnt ist. Von der Kompression bekommt man nichts mit und natürlich wurde auch das Rauschen eingedämmt, ohne Spuren zu hinterlassen.


Es ist anfangs nicht sehr deutlich, aber mit der Zeit bekommt man das Gefühl, dass die deutsche Tonspur besser sein könnte, wenn sie etwas lauter und pressender wäre. Vermutlich trägt die sonst makellose Synchronisation dazu bei, dass sich der deutsche Ton gegenüber dem O-Ton etwas abschwächt und die Umgebungsgeräusche nicht mehr so klar durchlässt. In beiden Fällen werden spannende Momente durch den Einsatz der Rears intensiviert, während sich im weiteren Verlauf ein wohlklingendes Klangbild ergibt. Das darf sich zwar nicht brachial verhalten, ist aber durchaus fein akzentuiert und sogar in der Lage, die Stimmen mal abseits vom Center erklingen zu lassen. Außerdem verdichtet sich der Surround-Anteil gegen Ende hin und erzeugt eine gruselige Stimmung.


Was kann man all den Hartboxen, Steelbooks und Sonderverpackungen noch entgegensetzen, um aufzufallen? Zum Beispiel dieses Hochglanzkomplett-Cover mit Silberdruck, welches wirklich edel aussieht. Weiterhin beispielsweise ein derart gelungenes Hauptmenu, wie jenes, welches hier geboten wird. Mit allerlei Verfremdungen und Effekten werden Szenen aus dem Film zu einem unheimlichen Woodoo-Mix verbunden, ohne dass etwas vom fertigen Film vorweggenommen wird. Der Audiokommentar des Regisseurs ist von sehr seriöser Natur und beinhaltet natürlich auch einige nebenläufige Themen wie Voodoo und das Leben rund um New Orleans. Die unveröffentlichten Szenen finden sich zu großen Teilen im Film wieder und können mit optionalem Audiokommentar angeschaut werden. Das folgende Making Of kann man überspringen, auch wenn die Optik hier durchaus gefallen wird, denn hier werden kaum Aussagen getroffen und fast ausschließlich der Film vorgestellt. Lieber gleich zu den kleineren Specials zappen, die sich jeweils kurz um die Themen Voodoo, die Zubereitung des Gumbo-Gerichts, die verschiedenen Musikstile innerhalb des Films und die Arbeit der Sklaven auf den Plantagen. Zwischendrin meldet sich Hauptdarstellerin Kate Hudson mit einer persönlichen Geistergeschichte zu Wort, John Hurt darf eine Geschichte (aus einem Buch) vortragen, welche videotechnisch etwas aufbereitet wurde und zuletzt ist Gena Rowlands noch mit einem abergläubischen Liebeszauber dabei. Nett, dass man solche Extras mit eingebracht hat, die doch mal was anderes sind. Zurück zum Film gibt es noch Informationen zu den Darstellern und ein paar Einblicke in die Auswahl der Sets und die Bauten vor Ort.


Auch wenn es in Sachen Story nicht viel Neues gibt, so schafft es "Der verbotene Schlüssel" trotzdem, mit einer wunderbar knackigen Atmosphäre, eiskalten Schocks und einem durchaus gelungen "Was ist wirklich passiert?"-Ratespiel dem geneigten Grusel-Freak genau das zu bieten, was er verlangt. Einige Längen sind zwar nicht zu übersehen, werden aber von den beiden Hauptdarstellerinnen wunderbar überspielt. Nichts Neues, nichts Besonderes, aber für den gepflegten Gruselabend unter leicht zu erschreckenden Freunden bestens zu gebrauchen! Die hier vorgestellte Leih-DVD, die sich nur im Cover von der Kaufversion unterscheidet, eignet sich durch gute Bild- und Tonwerte bestens dazu.


Film++++--
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus++++--


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