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USA 1968
Originaltitel:2001: A Space Odyssey
Alternativtitel:2001: Odysee im Weltraum
aka. How the Solar System Was Won
aka. Journey Beyond the Stars
aka. Two Thousand and One: A Space Odyssey
Länge:142:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Stanley Kubrick
Buch:Stanley Kubrick, Arthur C.Clarke
Kamera:Geoffrey Unsworth
Musik:Alex North
Darsteller:Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Daniel Richter, Leonard Rossiter, Margaret Tyzack, Robert Beatty, Sean Sullivan, Douglas Rain, Frank Miller
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,21:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Englisch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Verpackung:DigiBook
DVD-Start:26.04.2001 (Kauf)
Specials:
  • Booklet
  • Senitype
DVD
  • Trailer
Musik-CD
  1. Ouvertüre: Atmospheres
  2. Main Titel: Also Sprach Zarathustra
  3. Requiem für Sopran, Mezzosopran, Zwei Gemischte Chöre & Orchester
  4. An der schönen Blaune Donau
  5. Lux Aeterna
  6. Ballett-Suite Gayane
  7. Jupiter and Beyond
  8. Also Sprach Zarathustra (Thus Spake Zarathustra)
  9. An der schönen Blaune Donau
  10. Also Sprach Zarathustra
  11. Lux Aeterna
  12. Adventures
  13. Hal 9000
In grauer Vorzeit: Affenmenschen bevölkern die Erde, das Recht des Stärkeren regiert. Eines Morgens ist im Revier einer Horde plötzlich ein schwarzer, rechteckiger Monolith erschienen. Sein Einfluß bringt die Affenmenschen dazu, Werkzeuge und Waffen zu benutzen, sich zu wehren. Die Menschheit entwickelt sich. Das Jahr 2001: Der Mensch hat den Weltraum erobert. Da wird in einem Mondkrater ein ebensolcher Monolith ausgegraben. Seine Herkunft, sein Material unbekannt. Aber man stellt fest, daß er ein Signal aussendet, in Richtung Jupiter. Eineinhalb Jahre später ist das Raumschiff Discovery unterwegs, um an das Ziel der Signale zu gelangen. Die Crew liegt im Kälteschlaf, nur die Astronauten Poole (Gary Lockwood) und Bowman (Keir Dullea) sind wach. Geführt wird das Raumschiff von dem intelligenten Computer HAL 9000. Als man sich jedoch Jupiter nähert, beginnt HAL, sich seltsam zu verhalten und wird zur Bedrohung. Was erwartet die Discovery in der Umlaufbahn des Jupitermondes Io?
Ja, Kubricks "2001" ist ein Meilenstein des SF-Films, betrachtet man ihn erzählerisch und in der technischen Umsetzung. In dem bis dato meist für Abenteuer/Alien-Kampf missbrauchtem Genre, bietet der Film eine beinahe penibel realistische Bebilderung einer möglichen Zukunft. Die Eroberung und Erforschung des Mondes, die Reise zum Jupiter,der Umgang mit dem Raumschiff, das ist alles nicht sensationsheischend, sondern schlichtweg eine optische Sensation. Hier wirkt wirklich alles schwerelos, Leben im All der Schwerkraftlosigkeit entrungen. Futuristisch mit Gegenwartsbezug. Die Stewardessen und Astronauten bewegen sich scheinbar auf allen Ebenen, an der Decke entlang, die Kühlkammern sind realistisch, die Arbeit mit den Raumfähren der Vorsicht gemäß extrem langsam, das Atmen der Astronauten in ihren Anzügen authentisch.
Man merkt Kubrick die Freude der detailversessenen Umsetzung an. Eingebettet ist das alles in eine nicht zu sehr betonte, aber dennoch superintensive mystische Story rund um die schwarzen Monolithen, die außerirdischen Ursprungs sind. Der Prolog in der Urzeit bringt uns den Einfluss der Monolithen auf die Entwicklung des Menschen nahe, in der Zukunft schließlich hat man einen weiteren auf dem Mond ausgegraben, der ab dem Moment, als Sonnenlich auf ihn fällt, ein Signal gen Jupiter sendet, woraufhin man dorthin reist, um den Ursprung zu erforschen. Kubrick beschreibt die Menschheit unter Aufsicht von höheren, wenn nicht göttlichen Wesen, die mittels der schwarzen Steine Kontakt mit uns aufnehmen und uns lenken oder beeinflussen.
Die besondere Atmosphäre stellt sich dabei in den meisten Fällen über die Tonspur ein, auf der in den Monolithenszenen ein gottgleiches Singen/Raunen zu vernehmen ist, das einem die Nackenhärchen aufstellt und den Zuschauer in einen Zustand der Unsicherheit und Unruhe versetzt. Bei all dem wird auf die Story an sich aber weniger Wert gelegt, da die Bilderflut zwar an der Story festgemacht ist, sich aber teilweise nur am Rande um sie dreht.

Hier wird offensichtlich mehr eine Zukunftsvision abgefilmt, die in einer der phantastischstenSequenzen der Geschichte mündet, wenn der überlebende Astronaut Bowman in einer Flugkapsel sich in der Jupiterumlaufbahn dem dort plazierten Monolithen nähert (ev. in ihn hineinfliegt) und in einen Farbenwirbel der psychedelischen Art hineinjagt. Der Mensch gelangt sozusagen zu den Göttern, was auch die rätselhaften letzten Sequenzen belegen, die so ausgelegt sind, dass Bowman in der Göttersphäre ankommt, dort empfangen wird. Ihm erscheint dort die Umgebung wie für Menschen geformt, obwohl er sich in diesem anderen Kontinuum selbst altern sieht, ehe er am Ende seine Wiedergeburt als Sternenkind erlebt.
Die Schlusssequenz kann einem die Schuhe ausziehen, doch auch schon vorher gibt es reichlich zu staunen, wenndie Mondfähre sich zu den klassischen Klängen von "An der schönen blauen Donau" einer Raumstation nähert, der Alltag an Bord eines runden Raums geschildert wird, Bowman Poole mit der Kapsel birgt oder anschließend den Bordcomputer außer Gefecht setzt. Bei vielen dieser atmosphärisch-spannenden Sequenzen unterstützt jedoch kein Score die Wirkung, vielmehr herrscht um den Zuschauer die eisige Stille des ewigen Weltraums, eine Verlorenheit und Beklemmung, die sich von der Leinwand aus auf alle überträgt.
Latent angeschnitten werden dabei immer noch nicht gelöste politische Differenzen zwischen Russland und den USA (ein Thema, dass Interner Link"2010" noch vertiefen wird), doch ist das mehr Begleitmaterial und Grundlage, als wirklich wichtig. So gerät der Film zum größten Mysterium, der zu allerlei Spekulationen einlädt, ein visuelles Meisterwerk, dass seiner Zeit deutlich voraus war.



2002: The Year after:

Was bleibt uns heute von "2001", wo uns die Realität inzwischen eingeholt hat. Lassen wir die tatsächliche Entwicklung mal außen vor, obwohl wir sagen müssen, dass Kubricks Realitätssinn auch heute noch maßstäblich für die Raumfahrt ist. Kaum etwas ist an Bord, dass heute nicht vielleicht doch noch so gemacht werden würde. Auch alsvisueller Trip hat der Film nichts von seiner Wirkung verloren, wenn man den Film im historischen Bezug betrachtet. Einbußen hat er jedoch auf der erzählerischen Seite erlitten. Denn die Story ist sichtlich ein Schwachpunkt für meine eigenen Maßstäbe. Die spannende SF-Handlung, das Alien-Mysterium ist und bleibt unterentwickelt, es gibt nur Spekulationen, keinerlei Schlüsse können definitiv gezogen werden. Die Monolithen-Szenen sind rückblickend vergleichsweise kurz, niemand hat Erkenntnisse, die Zuschauer dürfen raten. Bezeichnend dabei die Aufzeichnung im Computer-Inner-Sanctum als Bowman HAL ausschaltet, die ihn über Sachen aufklärt, die selbst nicht ganz klar sind. Hier blendet Kubrick früh ab und das darauf folgende Kapitel "Jupiter und dahinter die Unendlichkeit" lässt uns völlig im Dunkeln über Motive des Handelns bei Bowman, es zeigt nicht deutlich, was geschieht, es wirft uns Brocken hin, als könnte der menschliche Verstand das nicht fassen. Ziel erreicht und damit käme ich noch klar.
Fakt ist aber, dass die Erzählweise deutlich zu langsam für heutige Verhältnisse ist. Nicht selten hört man das Attribut "langgezogen" in Verbindung mit dem Film. Viele Szenen und Sequenzen wirken unendlich in die Länge gezogen, sei es das Alltagsleben an Bord, die Gespräche über Television, das Starten der Raumkapseln, der Anflug auf die Raumstation und den Mond. Da geschieht bisweilen minutenlang gar nichts neben der Bilderflut, die uns nurdas All (und meistens eine bestimmte langsame Bewegung) zeigen. Geduld ist angesagt und die Gehalt-Erwartungen sollte man auch zurückschrauben, denn was "2001" storymäßig erzählt würde ohne Probleme in eine einzige Stunde passen. Überhaupt ist der Film ein Wunder der Stille, denn bei über zwei Stunden Laufzeit gibt es gerade mal eine halbe Stunde Dialog (wenn überhaupt von Dialog die Rede sein kann).
Wären nicht die wunderbar-rätselhaften Bilder und die Tonspur, "2001" wäre ein praktisches Schlafmittel, aber das Visuelle rettet eben so manches. Ich selbst bevorzuge Interner Link"2010", der die bisweilen gleiche Wirkung erzielt, sie aber in einer strukturierterenund schlüssigeren Geschichte erzählt, wenn auch der "Deus ex Machina"-Effekt am Ende oft kritisiert wurde. Das hier bleibt ein schwer zugänglicher Meilenstein und wenn man ihn auch ehrlich bewundert und verehrt wird es kein Film sein, den sich ein Fan in regelmäßigen Abständen zur Unterhaltung ansieht.

Eine wirklich wunderbare Kritik, die unser Mitarbeiter Silvian hier niederschreibt, aber kommen wir jetzt zur deutschen Collector's Edition von Warner. Nachdem der Film im handelsüblichen Warner-Snapper-Case ohne Bonusmaterial verramscht wurde, soll diese auf 60000 Stück limitierte Collector's Edition in einer großen Box den Fehler wieder wett machen. Auf den ersten Blick kann man sich freuen, aber beim genaueren hinsehen bekommt man schnell Magenschmerzen. Aber der Reihe nach...
Die DVD selber ist absolut identisch mit der normalen Edition. Hier gibt es nur einen Trailer und ein einfaches und dem Film unwürdiges DVD-Menü. Dafür ist die Bildqualität wirklicheinmalig. Die restaurierte Fassung ist qualitativ wirklich der Oberhammer, hier hat sich Warner dermaßen Mühe gegen uns ein Bild zu präsentieren, welches frisch und unverbraucht wirkt, als wäre der Film gerade erst angelaufen. Man muss sich einmal vor Augen halten, dass der Film aus dem Jahre 1968 stammt und uns hier ein Bild geboten wird, was fast immer knackscharf ist und auch Bildrauschen fällt nur selten und wenn nur gering auf. Die Kompressionen sind gelungen und lassen sich nie aus der Ruhe bringen. Was soll ich noch sagen außer rundum gelungen?
Auch beim Ton hat man sich die Mühe gegeben und dem Film einen sauberen Upmix spendiert. Hier hat man es nicht übertrieben und man darf sagen, dass der Film auch tonal ineinem neuen Glanz erscheint. Klar, es ist nur ein Upmix, aber beide Tonspuren wurden dermaßen sauber und klar abgemsicht, dass es eine wahre Freude ist sich z.B. "An der schönen blauen Donau" anzuhören. Klare Dialoge, wenn auch an einigen Stellen etwas verzerrt, tolle Dynamik was will man mehr?
Ganz klar Bonusmaterial! Sind wir mal ehrlich. Stanley Kubrick würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen könnte, was man hier als streng limitierte Box für über 40 Euro verkauft. Eine wirklich tolle DVD ohne Bonusmaterial, ein Booklet mit Hintergrundinfos, ein Senitype (ein original Stück Film) und den Original Soundtrack. Rechtfertigt das 40 Euro? Wohl kaum, aber es ist nunmal so. Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, einen Audiokommentar mit den Darstellern zu erstellen oder Interviews und Archivmaterial zusammen zutragen. Einfach nur die bekannte DVD mit "unnötigen" Gimmicks in eine nette, aber nicht besonders originelle Box gepackt. Dies alles streng limitiert um den Fans schnell das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich muss ja sagen, mir ist der Film die 40 Euro wert, aber die meisten haben den Soundtrack schon, ein Beiheft braucht man nicht unbedingt und einen Filmstreifen um so weniger.
Hier muss jeder selbst entscheiden, ob er sich die Collector's Edition oder die normale DVD zulegt. Die DVD selbst ist wirklich über jeden Zweifel erhaben.


Film+++++-
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++----


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2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen
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