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USA 2002
Originaltitel:Crocodile 2: Death Swamp
Alternativtitel:Crocodile 2: Death Roll
Länge:89:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Gary Jones
Buch:Jace Anderson, Adam Gierasch
Kamera:Rasool Ellore
Musik:Bill Wandel
SFX:Worldwide FX
Darsteller:Heidi Lenhart, Chuck Walczak, Jon Sklaroff, Darryl Theirse, David Valcin, James Parks, Martin Kove, Steve Moreno, Billy Rieck, Anna Cranage, Dan Martin, Sean Euro, Suzanne Thirumur, Teea Laitinen
Vertrieb:Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 Surround (En)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:01.08.2002 (Kauf)
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Der besondere Filmtipp "Replicant" (1:57 Min.)
  • Trailershow:
    • Spiders 2 (1:54 Min.)
    • Octopus 2 (1:59 Min.)
    • Crocodile (2:08 Min.)
    • Requiem For A Dream (1:18 Min.)
    • Wes Craven präsentiert Dracula (1:38 Min.)
    • The Order (1:51 Min.)
Claire wird von ihrer alten Flamme Brandy zu einem Kurzurlaub nach Florida Keys eingeladen, um ihre alte Romanze wieder aufleben zu lassen. Das Flugzeug wird von den Verbrechern Maxwell, Sol und Squid entführt. Die Maschine gerät in einen fürchterlichen Sturm und stürzt mitten über den Everglades ab.
Maxwell übernimmt das Kommando und zwingt die Überlebenden, seine Diebesbeute aus dem sinkenden Flugzeug zu bergen. Dabei werden Sie plötzlich von einem zwölf Fuß langen Krokodil angegriffen, das den Piloten buchstäblich in Stücke zerreißt. Sol und Squid eröffnen sofort das Feuer und erschießen das Tier. Doch sie haben sich zu früh gefreut: Das Muttertier, ein 30 Fuß langes Riesenkrokodil, greift bereits an, um seine Brut zu rächen. Die Überlebenden, von Maxwell angetrieben und von der rasenden Bestie verfolgt, versuchen, durch die Sümpfe zu fliehen ... wird der teuflische Plan der Verbrecher gelingen, ihre Geiseln als Krokodilsköder zu opfern und so die eigene Haut zu retten?
Uha, wenn B-Movie-Schmiede Nu Image sich an Tierhorror versucht, ist für den Zuschauer höchste Vorsicht geboten. Nur selten kommt Brauchbares dabei herum. Warum nun auch noch der unsägliche Interner Link"Crocodile" von Tobe Hooper in die zweite Runde gehen musste, bleibt wohl, wie so oft, ein Geheimnis von Avi Lerner, Trevor Short und Danny Dimbort. Um so überraschender fällt beim zweiten Anlauf das Endresultat aus. Der Krokohorror ist weitestgehend anschaubar - sofern man etwas für die zweite Filmliga übrig hat.



Viel gemein hat "Crocodile 2: Death Swamp" mit dem Original nicht. Naja, außer dass auch hier wieder ein reichlich großes Krokodil Hunger hat. Bevor es etwas zu knabbern bekommt, vergeht aber erst mal eine Stunde voller Höhen und Tiefen. Da wäre zum Beispiel der einführende Banküberfall, den der Tierhorror erprobte Regisseur Gary Jones ("Spiders") recht stylisch mit netter Mucke und Zeitlupespielereien inszeniert, dabei die Knallchargen von Darstellern aber überhaupt nicht zu instruieren weiß. Der überwältigte Wachmann steht immer wieder auf und bekommt eine vor den Latz geknallt und die debilen Polizisten stürmen der Reihe nach in die Bank, um nacheinander abgeknallt zu werden. Wie die Gangster von dort verschwinden, wie sie in das Flugzeug nach Acapulco kommen und wie um alles in der Welt sie mit Wummen in den Socken durch die Detektoren gekommen sind, wird nicht erklärt. Plotholes sollte man im B-Bereich nun nicht mit der Lupe suchen, aber das ist hier schon etwas zu offensichtlich.



Natürlich sind die Bankräuber alles astreine, unsympathische Psychopathen der ersten Klischeeklasse, die ganz dreist auf dem Klo rauchen und andere Passagieren einschüchtern. Der nervige "Wer wird Millionär?"-Gewinner hätte eine Tracht Prügel allerdings auch verdient. Ein Sturm zieht auf, die Ganoven bedrohen die Piloten, damit sie nicht umdrehen, der behämmerte Co-Pilot baut dreist Scheiße und dann schmiert die Kiste auch noch mitten im Sumpfgebiet ab. Schon stecken die überlebenden Passagiere nebst Gangsterquartett im tiefsten Schlamassel ...

Immerhin versteht Jones die Chose recht ordentlich zu inszenieren. Zwar ist der Film ab dem Absturz kein Genrehighlight, aber ordentliche Unterhaltung der Marke Interner Link"Anaconda". Es ist Nacht, es pisst aus Kübeln und das erste Krokodil hat auch schon vorbei geschaut - war aber noch das kleine. Der Angebetete der Stewardess macht sich derweil mit dem versoffenen Abenteurer Roland (Martin Kove, einziger schauspielerischer Lichtblick) auf den Weg in den Sumpf. Was die Rettungsmannschaften so treiben interessiert da erst mal nicht.



Der Kampf gegen das übergroße Killerkrokodil beschränkt sich auf die letzte halbe Stunde, in der dann auch ein paar Ideen aus Interner Link"Anaconda" oder Interner Link"Der weiße Hai" wiederverwertet werden. Die CGI-Kreatur sieht recht ordentlich aus, seine Bissen sind bisweilen auch recht blutig und explizit. Jones schraubt das Tempo hoch, lässt die tapferen Mahlzeiten ständig durch die Sümpfe flüchten und gönnt ihnen in einer Hütte mitten im Nirgendwo mal eben eine Verschnaufpause.

Neben dem CGI-Kroko gibt es noch einiges mehr zu sehen, das recht gut aussieht. Ob der Flugzeugabsturz oder die Röstaktion am Ende, herrlich wie gut solche Effekte im B-Bereich heute noch aussehen können, zudem man in jüngster Zeit ja nicht gerade verwöhnt worden ist. Auch das Make-Up kann sich sehen lassen.



Bei der DVD-Auswertung des zweiten Teils orientiert sich Highlight ganz an der Qualität der Vorgängerscheibe. Man könnte sogar meinen, die Stärken und Schäwchen wären genauestens übernommen worden. Abermals schwankt die Schärfe zwischen sehr detailgetreuen Aufnahmen (siehe die Szenen im Hubschrauber), die eigentlich keine Wünsche offen lassen für eine DVD, und etwas konturschwachen Material, bei dem man merkt, dass "Crocodile II" tief im B-Film beheimatet ist und deswegen keinen Anspruch auf sonderlich hohe Standards hat. Für das überwiegend gute und damit knapp mit 4 Punkten bewertete Bild sprechen aber die knallig herausgearbeiteten Farben, die dem Actionfilm gut tun. Nur manchmal sind könnten sie etwas mehr Sättigung vertragen, weil das Bild zu hell aussieht. In dunklen Momenten kommen aber keine Probleme auf. Bei der Kompression hätte Highlight aber besser nicht gespart, weil dem Stream kleinere Fehler unterlaufen. Meistens beschränken sich diese auf Blockungen in Details, aber z.B. in der 55. Minute scheint das Wasser beim Überfliegen mit dem Hubschrauber zu stehen (unterer Bereich). Außerdem müssen Punktfehler, auch wenn sie sehr selten sind, nicht unbedingt vorkommen bei einem relativ aktuellen Titel.



Beim Ton hat man ein wenig zulegen können, so dass der Surround-Kanal nun etwas aktiver am Geschehen beteiligt ist. Zwar gibt es den Originalton immer noch nur in Dolby Surround, dafür macht der deutsche 5.1-Track aber einiges mehr her. In ruhigen Momenten ist kein allzu räumliches Klangbild auszumachen, aber während der Attacken des Riesenkrokodils steigen sowohl die hinteren Boxen als auch der Subwoofer ins Geschehen mit ein. Natürlich kann man sich noch mehr Bewegung der Effekte wünschen, soweit passt das aber. Die Synchro ist auch ein Stück besser als der Film und der Klang leistet sich keine Aussetzer. Ganz im Gegenteil, denn der Klang ist klar und die Dialoge in beiden Sprachen sehr gut abgemischt. Nur Untertitel fehlen.
Beim Bonusmaterial bricht der Eindruck leider ein, denn weder enthält die DVD solches, noch kann das Booklet überzeugen. Darin befindet sich lediglich eine Kapitelübersicht, das Filmcover auf der Frontseite und zwei weitere Seiten mit Ankündigungen weiterer Highlight-DVDs.

"Crocodile 2: Death Swamp" ist ordentlicher Tierhorror, der ausnahmsweise mal nicht alle Konventionen abklappert, sondern seinen Star erst nach einer Stunde und dann richtig fleißig präsentiert. Der vorherige Überfall und die kurze Flugzeugentführung sind unterhaltsam, aber leider nerven die schwachen Schauspieler. Naja, zur Strafe werden die ja auch später alle weggeputzt. Was bleibt ist ein überraschend gut inszenierter, mit ordentlichen Effekten ausgestatteter Krokoreißer, der mit ordentlich Drive den B-Fan begeistern kann - alle anderen werden sowieso dankend abwinken.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus/-----


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Crocodile
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