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JP 2004
Originaltitel:Nichijô kyôfu gekijô: Omohi no tama nenju
Alternativtitel:Omoinotama
Länge:88:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:25.05.2007 (Kauf)
Specials:
  • Trailer (1:31 Min.)
  • Trailershow:
    • Black Kiss (1:27 Min.)
    • Ghost (1:36 Min.)
    • Ghost Train (1:59 Min.)
    • Catch A Virgin Ghost (1:02 Min.)
    • Naina (2:28 Min.)
    • Shinobi (2:00 Min.)
    • Survive Style (1:36 Min.)
    • The Heirloom (1:34 Min.)
  • Weblink
Echoes (29:28 Min.)
Ein altes Ehepaar sucht eigenmächtig nach den Mördern ihrer Enkelin. Dabei müssen sie erkennen, dass unsere moderne Welt viele perfide Gründe bereithält, die zu einem Mord führen können. Ein Abstieg in die Hölle unserer sogenannten Zivilisation.


Cat's Paw (29:26 Min.)
Ist Nyanta, eine Comic-Figur aus einem E-Mail-Anhang wirklich ein lebendiges Wesen? Und ist es wahr, dass diese Figur, wenn man sie denn erhält, jeden Wunsch erfüllen kann? Ein Junge findet es heraus. Allerdings auf äußerst drastische Weise, denn man sollte immer genau überlegen, was man sich wünscht ...

Apartement (30:04 Min.)
In der finalen Episode finden die Geschichten ihren gemeinsamen Höhepunkt in einem Apartement. Dort lebt eine Familie, bei denen der Vater mit strenger Hand seine "Liebsten" terrorisiert. Aber abgerechnet wird zum Schluss, denn die Familie hat einen finsteren Plan, um ihren Peiniger zu beseitigen ...
Während "Eddie", die letzte Folge der zweiten DVD, eine sehr naive, vordergründig auf leichte Unterhaltung ausgelegte Folge war, wird es in "Echoes" wieder etwas leiser, aber ebenso obskur. Eigentlich ist es eine jener Folgen, bei der die Geschichte sich nur langsam zusammensetzt, man am Ende eine große Überraschung erwartet, diese aber nur teilweise eingelöst wird. Vielmehr ist die Art, wie an die Kurzgeschichte herangegangen wird, sehr interessant.


"Echoes" ist ein stilles, oftmals statisches Stück Film, welches sich um den Tod einer jungen Frau dreht, die offensichtlich ermordet wurde. Der Zuschauer beginnt zu verstehen, dass er sich in einer ansatzweise surrealen Welt befindet, wenn ein kleiner Junge beim Fischen einen abgeschlagenen Arm findet und diesen selbstverständlich zu seinen Fängen steckt. Es gibt keinen Menschenauflauf oder eine polizeiliche Ermittlung, denn die verschwiegenen Großeltern der Toten sind durch eine Vision bereits zum Fluss und dem Jungen geleitet wurden, um den Arm und den Zettel, der zwischen den Fingern steckt, in Empfang zu nehmen. Auf diesem ist die Rede vom Mörder und dass dieser ein Tattoo auf dem Arm trägt. Seelenruhig begibt sich also der Alte auf den Weg in die Stadt, um den Mörder seiner Enkelin aufzuspüren, wobei er fortan in gedanklichen Kontakt zu dieser tritt.
Interessant ist vor allem, dass der ältere Herr eine sehr gemäßigte Erscheinung besitzt, man als Zuschauer aber förmlich die Gefahr spürt, die sich hinter seiner ruhigen, freundlichen Fassade sammelt. So sind die Szenen, als schließlich der Mörder (eigentlich sind es zwei) aufgefunden wird, auch wie ein Psycho-Thriller inszeniert und mit insgesamt zwei netten Splatter-Momenten versehen. Spannend ist zudem, dass sich die Zwillingsschwester der Ermordeten in die Höhle des Löwen begibt, um den Täter, der ein gar schreckliches Vorhaben im Schilde führt, aus der Reserve zu locken. Auch sie hat übersinnliche Kräfte, was den Film umso spannender macht.
Nun könnte man gegen das Werk argumentieren, weil die Fähigkeiten der alten Leute und ihrer Enkelinnen nicht weiter ausgebaut wird und eine Erklärung (sind es Götter oder Wesen von einem fremden Planeten oder einfach nur medial Begabte?) letztlich ausbleibt. Das passt aber durchaus zum Mysterium und dem Wesen eines Kurzfilms, der "Echoes" ja zweifelsohne ist.


Episode zwei namens "Cat's Paw" ("Katzenpfote") wird wieder etwas kindlicher. Es geht um einen Verlierertypen, der sowohl in der Schule von zwei Mitschülern täglich vermöbelt wird, als auch zu Hause nicht gerade herzlich empfangen wird. Als er nach einem ziemlich verkorksten Tag wieder nach Hause kommt, hat er eine eMail von einem Unbekannten, die ihn zu einer Webseite. Dort erwartet ihn eine Zeichentrickepisode einer Katze mit Superkräften, die einem Jungen namens Shota hilft, sich gegen seine Erzfeinde zu erwehren. Seltsamerweise heißt der Junge im Computer genau wie der Protagonist des Films und auch die Hergänge sind wie aus dessen Leben abgezeichnet. Ob den realen Shota vielleicht jemand beobachtet?
"Cat's Paw" ist eigentlich kein Horror, höchstens Fantasy oder Mystery mit einem Schuss Grusel zum Schluss. Sonst aber überwiegt in dieser Episode der Spaßfaktor. Der dürfte für Anime-Fans am größten sein, denn die Animationen stehen ganz im Zeichen der japanischen Zeichenkunst, beinhalten also die etwas trägen, aber kunterbunten Bewegungen und Regungen. Selbst die Katzensuperheldin (anhand der Stimme kann man nur erahnen, dass es eine Sie ist) kommt einem irgendwie bekannt vor, als ob man sie irgendwo im RTL2-Kinderprogramm schon mal gesehen hätte.


Die Geschichte dahinter ist etwas ernster und hat ihre Ursprünge möglicherweise in Goethes "Faust", denn dem Jungen werden Wünsche erfüllt, die er im Anschluss teuer bezahlen muss. So wird der große Schlägertyp in ein Puzzle umgewandelt und in einer witzigen Sequenz zerlegt und wieder zusammengesetzt. Das hat aber auch Auswirkungen auf die Realität und die sind bei weitem nicht so unblutig wie im sonnigen, leichten Anime. Eigentlich gibt es nichts weiter zu erzählen, denn diese Handlungssequenz wird in kurzer Abfolge zweifach gezeigt (und leicht variiert) und bei der dritten fiktiven, letztlich aber furchtbar realen Folge des Internet-Animes fordert die sonst so liebe Katze ihren Lohn ein. Auch hier wird nur angedeutet, aber es bleibt unterhaltsam.
"Cat's Paw" ist nicht unbedingt etwas für Erwachsene, aber Kinder dürften einen gehörigen Schrecken davontragen und können vielleicht sogar eine Lehre aus der fabelhaften Erzählung mitnehmen. Leider (oder für Ältere: glücklicherweise) dürften ein paar Effekte dafür sorgen, dass das jüngere Publikum draußen bleiben muss.


Mit "Apartment", dem Abschluss der Serie, für den man sich etwas Besonderes ausgedacht hat, bin ich dagegen nicht ganz zufrieden. Es geht um eine Familie, in der der Segen sichtlich schief hängt. Der Herr im Hause ist ein selbstsüchtiger, tyrannischer Familienvater, der seinen beiden Kindern und seiner unterwürfigen Ehefrau kaum die Möglichkeit gibt, sich gegen ihn zur Wehr zu setzen. Leider ergießen sich diese Szene, die allesamt im Wohnraum mit angrenzender Küche stattfinden, in einer Unmenge an Klischees. Zumindest gelingt die zunehmende Spannung, die den Zuschauer merken lässt, dass die Stimmung kurz vorm Explodieren steht. Die Bildcollagen und die angespannten Gesichter der vier Personen, die auf engem Raum zusammenwohnen und die Grenze dessen erreicht haben, was auszuhalten ist, machen eine tolle Atmosphäre aus. Leider fällt diese Episode überraschend kurz aus und schließt ab mit einer etwas unerwarteten und nicht ganz einfach zu deutenden Wendung.

Diese gehört zum zweiten Teil der Episode, bei der die Macher sich vermutlich dachten, dass es doch schön wäre, alle vorangegangenen Episoden noch einmal auf irgendeine Weise Revue passieren zu lassen. Also packt man in den gesamten Trubel den Reporter aus der Folge "Eddie", der verschiedenste, bekannte Charaktere interviewt. Gleichzeitig sorgt ein geisterhafter Zwischenfall eines im Einsatz befindlichen Hubschraubers für weiteres Chaos, das einer ebenfalls bekannten Figur in die Schuhe geschoben wird. Das ist zwar keine schlechte Idee, funktioniert aber nicht so gut, wie man sich das vielleicht gedacht hatte. Man erwartet ein etwas abgeschlosseneres System als diese Nummernrevue.


Da sich die erste und zweite DVD sehr ähnlich waren, ist bei der dritten DVD im technischen Bereich keine große Abweichung zu erwarten. So ist es, denn man kann übergangslos mit dem Schauen der letzten drei Episoden fortsetzen, ohne einen qualitativen Unterschied zu erkennen. Vorteilhaft ist definitiv, dass das Ghosting sich auf fast nicht merkliche Maße beschränkt, so dass nunmehr in Bewegungen keine Unstetigkeiten auftreten. Abermals bleibt das Bild im Letterbox-Format (dieses Format sieht stellenweise etwas künstlich gedeckt aus) aber hinter den Erwartungen zurück. Zu Bedenken ist, dass die einzelnen Folgen mit wenig Budget erarbeitet, vermutlich auf Digital Video gedreht und lediglich für eine Ausstrahlung im japanischen TV vorbereitet wurden. Trotzdem will keine rechte Freude aufkommen, denn Farben, Kontrast und Schärfe vermiesen das Filmergebnis erneut ein wenig. Es gelingt eigentlich nie, eine natürliche oder zumindest annehmbare Farbgebung auf das Bild zu projizieren. Die reduzierten, sehr tristen Töne lassen zwar Grün- und Brauntöne durch, damit erschöpfen sich die künstlerischen Ansätze (falls es denn welche sind) aber sehr schnell. Das liegt an dem wesentlich zu dunklen, kontrastarmen Bild, welches in düsteren Szenen schnell in ein kaum mehr erkennbares Schwarz umkippt. Da ist man natürlich froh, dass beispielsweise die erste Episode der DVD fast nur am Tag spielt. Auch die Schärfe zeigt sich unterdurchschnittlich und sollte nicht unbedingt von Letterbox auf bildschirmfüllende 16:9-Größe hochgezoomt werden, da der weiche, detailarme Bildaufbau dann noch deutlicher wird.


Ein etwas besseres Gesamtergebnis erzielt da schon die Umsetzung des Tons, die zu Recht in beiden Sprachen jeweils in Dolby Digital 5.1 vorliegt. Abermals erfreut der Vorspann durch seine hohe Auflösung und Effektdichte. Die einzelnen Folgen sind dann natürlich nicht ganz so effektreich ausgestattet, weisen aber wesentlich mehr Futter für die Rears auf als man sich das vielleicht vorstellen würde. Diese sind zwar nicht brachial, weil oft auch einfach der Lärm bzw. die Umgebungsgeräusche der jeweiligen Szenen dort Verwendung finden, aber für diese Art von Produktion ist das Ergebnis erfreulich. So sind es immer wieder auch mal herausstechende Einspielungen, die eine Szene verstärken. Außerdem ist der Score auf hohem Qualitätsniveau. Lediglich der geringe Basseinsatz und die zurückhaltende Dynamik (was weniger stört) trennen "Cycle Of Fear" von einer richtigen Filmproduktion ab. Weniger erfreulich fällt die deutsche Synchronisation aus. Zwar wird sinngemäß alles richtig wiedergegeben, was man anhand der deutschen Untertitel verfolgen können, aber einige Formulierungen klingen noch etwas ungelenk und die Sprecher sind in Ausnahmefällen sogar nervig. Ein kleiner Junge beispielsweise klingt kaum noch wie ein menschliches Wesen, sondern wie eine Comic-Figur und einige andere Sprecher haben Mühe, dem Sprachrhythmus des japanischen Originals eine deutsche Entsprechung zu verleihen.

DVD 3 schließt mit den gleichen technischen Werten die Reihe ab und besitzt drei Episoden, die im Überblick zwar nicht ganz so stark erscheinen wie jene der vorangegangenen DVD, dafür aber jede für sich sehenswert sind.


Film+++---
Bild++/---
Ton+++/--
Bonus/-----


Druckbare Version
Cycle Of Fear - Mushroom Hunting
Cycle Of Fear - Prayer Beads
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