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USA 2006
Originaltitel:Open Season
Länge:82:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:Roger Allers, Jill Culton, Anthony Stacchi
Buch:Steve Bencich, Ron J. Friedman, Sam Harper
Musik:Ramin Djawadi
SFX:Toby Rosen
Darsteller:(Sprecher) Martin Lawrence, Ashton Kutcher, Gary Sinise, Debra Messing, Billy Connolly, Georgia Engel
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Türkisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:13.03.2007 (Verleih) / 13.03.2007 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar mit den Machern
  • Kurzfilm: Boogs & Elliots nächtlicher Raubzug (4:20 Min.)
  • Filmdokumentationen:
    • Wie wurde "Jagdfieber" gemacht? (15:14 Min.)
    • Wer steckt hinter den Stimmen der tierischen Stars (U.S.-Version, 7:35 Min.)
  • Entfallene Szenen:
    • Waldlehre (0:38 Min.)
    • Zeckenalarm (1:25 Min.)
  • Musikvideo "I Wanna Lose Control (Uh Oh)" von Deathtray (2:18 Min.)
  • König der Wellen:
    • Exklusive Vorschau (1:41 Min.)
    • Trailer (2:09 Min.)
    • Die Filmstars - Bildergalerie (8 Bilder)
  • Spiel mit! (Interaktive Games):
    • Sprachen-Spiel
    • Glücksrad
    • Wie entstand die Filmszene "Der Biberdamm bricht"? (3:12 Min.)
  • Ringtales (Handy Videos):
    • Hasenball (0:18 Min.)
    • Überwachungskamera (0:19 Min.)
    • Camouflage (0:17 Min.)
  • Bildergalerien:
    • Die Umgebung (16 Bilder)
    • Die Figuren (36 Bilder)
    • Szenenbilder (8 Bilder)
  • Trailer zu weiteren Filmen:
    • Zoom (1:30 Min.)
    • Das Streben nach Glück (2:05 Min.)
  • Deutsche Besetzung & Special Song (Texttafel)
Der 900 Pfund schwere, handzahme Grizzly Boog und der schmächtige Hirsch Elliott verirren sich ausgerechnet zum Beginn der Jagdsaison im Wald. In der Not beschließt das ungleiche Duo, gemeinsame Sache zu machen. Denn nur zusammen sind sie stark! Mit Hilfe anderer tierischer Waldbewohner wollen sie nun versuchen, den Wald von den Jägern zurückzuerobern.
"The Season is Changing."

Dass Filme der Computeranimationskunst schon lange keine Besonderheit im Kino sind, dürfte mittlerweile wirklich jeder Blinde mit nem Krückstock mitbekommen haben. Handgemalte Zeichentrickfilme sind (so gut wie) ausgestorben. Es leben die animierten 3D-Figuren aus dem Rechner. Wo es am Anfang noch eine Besonderheit war, Filme wie z.B. "Toy Story" mit großem Staunen zu beobachten, ist es heutzutage allerdings eher eine Besonderheit überhaupt noch einem computeranimierten Film große Beachtung zu schenken, denn die meisten Filme von heute bieten zwar durchaus noch gute Unterhaltung, sind aber eben absolut nichts Besonderes mehr. Dennoch entdecken immer mehr Studios den Goldesel "Computeranimation", so auch Sony Pictures, die mit "Jagdfieber" nun ihren ersten rein computeranimierten Film auf die Leinwand bringen, nachdem sie bereits mit dem Motion-Capture-Projekt Interner Link"Monster House" soweit ganz erfolgreich waren. Herausgekommen ist dabei allerdings ein weiterer Vertreter der Marke "nichts besonderes", auch wenn sich der Unterhaltungsgrad zeigen lassen kann.



Dabei ist das Ganze in seiner Geschichte nun wirklich nicht unbedingt etwas Einzigartiges. Es geht um den großen Kuschelbären Boog, der viel lieber bei seiner Pflegerin in der Garage lebt als in der Wildnis. Eines Tages rettet er allerdings den tapsigen Hirsch Elliot vor dem sicheren Tod, welcher ihm daraufhin nicht mehr von der Seite weicht. Bis die Beiden, durch ein böses Missverständnis heraus, in die Wildnis ausgesetzt werden und man sich von nun an daran gewöhnen muss, ohne Pflegerin oder ähnlichem zu überleben. Für Elliot kein Problem, doch für Boog wird es eine regelrechte Tour de Force ...
Nette Figuren in witziger Umgebung, mehr hat "Jagdfieber" mit seiner Geschichte nicht zu bieten. Alles läuft schön so ab, wie man es von einem Film dieser Art erwartet, inklusive schön schluchzendem Happy End. Die Freundschaft zwischen Boog und Elliot ist mal gut, mal weniger zu gebrauchen, es gibt allerhand Feinde im Wald, aber auch genauso viele Freunde. Alles wurde zwar sauber, aber ohne viel Aufwand in ein Drehbuch gefasst, was für so einen Film durchaus zu gebrauchen ist, aber eben kaum Überraschungen bietet. Kinder dürften damit deshalb nicht überfordert sein, Erwachsene kommen aber auch nicht drum herum, sich hier und da mal unterfordert zu fühlen. Deshalb sollte man die Geschichte einfach auf leichte Art genießen und sich an den Jokes erfreuen, denn die haben es durchaus in sich.


Zwar braucht das ganze Treiben erst einmal eine ganze Weile um in Fahrt zu kommen, doch dann prasseln die Gags im Sekundentakt auf den Zuschauer hernieder und bieten dabei durchaus eine wohlige Mischung aus naiven Witzen für die Kleinen und manch abgebrühten Joke für die Größeren. So ist z.B. das Schattenspiel, welches Elliot und Boog aus versehen hinter einem beleuchteten Vorhang abspielen, schon recht heftig geraten. Es sieht beispielsweise einmal so aus, als würde Boog dem Hirsch die Gedärme entreißen, wobei er eigentlich nur einen Strick aufhebt, der hinter Elliot liegt. An anderer Stelle stolpern den Viechern schon manchmal einige arg schlüpfrige Worte aus dem Mund, z.B. als Elliot einige Eichhörnchen daran erinnert, dass sie an ihre Nüsse denken sollen, denn diese hätten sie sich ja sowieso schon lange genug geschaukelt. Oder als ein Touristenehepaar vor ihrem Hund gewarnt wird, da dieser sie wohl ohne Probleme von Hinten erstechen könnte und die Frau daraufhin erwidert "Das ist unmöglich, er ist doch kastriert!". Genau diese Stellen sind es dann, wo sich die Eltern auf die Schenkel klopfen, während die Kiddies sich fragen, was denn nun gerade so witzig war. Und genau solche Szenen dürften so manch einer bei den letzten Animationsfilmen schmerzlich vermisst haben.


Doch um das Wohl der kleinen Kinogänger muss man sich dennoch keine Sorgen machen, denn trotz dieser schlüpfrigen Gags bleibt das Spektakel durchgehend Familien freundlich. Manchmal drückt es sogar etwas auf die Tränendrüse, wenn z.B. Elliot und Boog sich verstreiten, oder später dann der finale Abschied bevorsteht. Und auch auf Gesang wird nicht verzichtet, "leider" muss man allerdings sagen, denn die Lieder sind hier doch mitunter etwas arg schwülstig geraten. Doch sobald Boog seinen Kumpel fragt, wo man denn im Wald am besten auf Toilette gehen kann, und Elliott daraufhin mal so mir nichts, dir nichts vor der Kamera in den Wald scheißt, kommt man schon wieder ins Brüllen und jeder Schwulst ist vergessen.

In Sachen Animationen muss man allerdings sagen, dass Sony Pictures mit ihrem ersten, rein am Computer entstandenen Film noch nicht wirklich etwas geschaffen haben, was an Dreamworks und vor allem an Pixar heranreicht. Alles sieht hier doch noch nicht sonderlich detailreich aus, die Lebhaftigkeit und die Detailverliebtheit eines Pixars scheint noch in allzu weiter Ferne zu sein. Dafür wurden aber die Figuren soweit ganz lebendig in Szene gesetzt und wirken sympathisch auf den Zuschauer. Dennoch, für einen Animations-Oscar müsste hier noch einiges an Übung und Feinschliff reingesteckt werden.
Und auch die Synchronisation ist dieses mal nicht ganz so gelungen. Jürgen Vogel, Thomas Heinze und Alexandra Neldel, mit denen ja groß auf allen Plakaten geworben wird, geben sich zwar durchaus Mühe, an viel zu vielen Stellen wirkt ihre Synchro aber bemüht. Vor allem Neldel als Boogs Pflegerin ist nicht wirklich gut. Die US-Synchronisation kann dagegen auch mit einigen großen Namen protzen: So standen u.a. Martin Lawrence, Ashton Kutcher oder auch Gary Sinise am Mikro. Die machen ihre Sachen dann ebenfalls recht gut, können aber auch nicht durchweg überzeugen. Ingesamt sollten die Erwachsenen aber die englische Tonspur vorziehen.



"Jagdfieber" ist der erste Film aus dem Hause Sony Pictures, der komplett auf digitale Animationen setzt. Dementsprechend acharf und knackig sieht der anamorphe Transfer auch aus. Das gesamte Bild wirkt sehr plastisch, zeugt von einer hervorragenden Tiefenschärfe und offenbart viele feine Details. Zudem hinterlässt der Kontrast ebenfalls einen nahezu perfekten Eindruck und die Farben sind stets kräftig, satt und brillant. Leider ist es wieder einmal der niedrigen Bitrate zu verdanken, dass wir keine Höchstnote verleihen können. Immer wieder sind kleine Artefakte im Bild auszumachen und auch Blockrauschen fällt immer wieder negativ auf. Zudem lassen teilweise ausgefranste Konturen und Kanten auf den Einsatz von Rauschfiltern schließen. Schade eigentlich, denn es wäre ein Leichtes gewesen, hier ein Referenzbild zu zaubern.
Tontechnisch hätten wir uns etwas mehr Räumlichkeit gewünscht. Meist spielt sich der komplette 5.1-Mix nur im Frontbereich ab, wobei dieser sehr sauber und klar abgemischt wurde. Die Dynamik macht einen ordentlichen Eindruck und auch die Hochtonwiedergabe ist ohne jegliche Mängel. Hin und wieder dürfen dann auch die Surroundkanäle zum Einsatz kommen, was sich dann aber meist auf dezente Umgebungsgeräusche beschränkt. Direktional wird uns leider kaum etwas geboten. Der englische Mix klingt etwas frischer, was vor allem in den Dialogen zu Geltung kommt. In puncto Räumlichkeit gibt es aber kaum hörbare Unterschiede. Optional gibt es wie immer Untertitel.


Neben einem schönen und vor allem deutsch untertitelten Audiokommentar mit den Machern von "Jagdfieber", dürfen wir uns über den 4minütigen Kurzfilm "Boogs & Elliots nächtlicher Raubzug" freuen, der nicht nur in deutscher Synchronisation vorliegt, sondern auch in einer hervorragenden Bildqualität. Weiter geht es mit zwei Dokumentationen, einmal "Wie wurde 'Jagdfieber' gemacht?", ein 15minütiges Featurette über die Entstehung des Films, das nett anzusehen, aber leider viel zu kurz geraten ist. Genauso verhält es sich mit "Wer steckt hinter den Stimmen der Tierischen". In knapp 7 Minuten wird die Synchronarbeit der US-Sprecher dokumentiert, was ebenfalls nett, aber auch viel zu kurz ist. Unter den zwei entfallenen Szenen verstecken sich unfertigen Storyboardsequenzen, welche ebenfalls in deutscher und englischer Sprache vorliegen.
Als nächstes folgt ein Musikvideo der Gruppe Deathtray, sowie ein Special zum Film "König der Wellen". Hier dürfen wir uns einen Trailer, eine exklusive Vorschau und eine kleine Bildergalerie zur neuesten Sony Pictures-Produktion anschauen. Die ersten Szenen schauen zwar gut aus, haben aber nichts mit "Jagdfieber" zu tun und gehören demzufolge auch nicht zu den Extras und schon gar nicht mit rein.
Unter "Spiele mit!" finden sich zwei lustige Spiele, unter anderem "Glücksrad". Weiterhin gibt es ein Special über die "Der Biberdamm bricht"- Sequenz, bei dem man per Multi-Angle-Taste zwischen Storyboard, sowie halbfertigen und komplettierten Szenen wechseln kann. Als nächsten können wir uns 3 Ringtales anschauen. Das sind drei kurze Handyvideos, welche hier ebenfalls in deutscher und englischer Sprache vorliegen. Zum Schluss gibt es wie immer eine Trailershow, bei dem mal wieder der "Kinotrailer" zum Film fehlt, sowie drei umfangreiche Bildergalerien und eine Besetzungsliste der deutschen Sprecher und Songs. Wer sich mit der "normalen" Edition nicht zufrieden geben will, kann sich auch die limitieren "Fahrradhupen-Edition" oder die "Mr. Dinkleman Plüschtier-Edition" kaufen, welche inhaltlich zwar identisch zur normalen Auflage sind, jedoch eine Fahrradhupe oder ein Plüschtier beiliegen haben.



Weitgehendst unterhaltsames Animationsabenteuer, das zwar mit seiner Geschichte keine wirklichen Bäume ausreißen kann, in puncto Gags aber doch mit einer ordentlichen Mischung aus naiven Witzen für die Kiddies und so manchem deftigen Gassenhauer für die Erwachsenen punkten kann. Zwar dauert die ganze Chose unterm Strich etwas, um in Fahrt zu kommen und verärgert in manchen Momenten mit etwas zuviel Kitsch und Gesang, aber alles in allem können sich alle Freunde computeranimierter Filme auch hiermit einen schicken Abend machen. Wie anfangs erwähnt nichts Besonderes, aber bisweilen doch sehr unterhaltsam und zwar für alle Generationen!
Die DVD bietet eine fast perfekte Bildqualität, hat leider Schwächen beim Soundmix vorzuweisen und kommt mit nettem, aber nicht wirklich umfangreichem Bonusmaterial daher. Für Fans von Animationsfilmen aber sicherlich keine schlechte Anschaffung.


Film++++--
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus+++---


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