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USA 1988
Originaltitel:Die Hard
Alternativtitel:Nice Day To Die
aka. Piège de cristal
Länge:126:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John McTiernan
Buch:Jeb Stuart, Steven E.de Souza
Kamera:Jan de Bont
Musik:Michael Kamen
Darsteller:Bruce Willis, Alan Rickman, Bonnie Bedelia, Reginald VelJohnson, Alexander Godunov, Paul Gleason, De'voreaux White, William Atherton, Hart Bochner, James Shigeta, Robert Davi, Grand L. Bush, Clarence Gilyard Jr., Bruno Doyon, Andreas Wisniewski, Joey Plewa, Lorenzo Caccialanza
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Englisch, Deutsch
Verpackung:Steelbook
DVD-Start:27.12.2006 (Kauf)
Specials:
Film-DVD
  • Audiokommentar mit Regisseur John McTiernan & Produktions-Dsigner Jackson DeGovia
  • Szenenspezifischer Kommentar von Richard Edlund (Supervisor für visuelle Effekte)
  • Verlängerte Alternativ-Version (127:51 Min.)
  • Text-Kommentare von Cast & Crew
Bonus-DVD
  • Aus dem Archiv:
    • Outtakes:
      • Zum Archiv (5:59 Min.)
      • Abschalten des Storms (3:13 Min.)
    • Nachrichtensendungen (7:41 Min)
    • Zeitungsartikel:
      • American Cinematrographer
      • Cinefex
  • Schneideraum:
    • Szenenschnitt-Workshop
    • Multi-Kamera-Aufnahme
    • Tonmischung
    • Warum Letterbox-Format? (3:17 Min.)
    • Glossar
  • Interaktive Diashow
  • Werbung:
    • Trailer A (1:30 Min.)
    • Trailer B (2:28 Min.)
    • Trailer C (0:30 Min.)
    • Featurette (6:59 Min.)
  • Drehbuch
Detective John McClane hat einen schlechten Tag: Er muss zu seiner von ihm getrennt lebenden Frau nach L.A. fliegen, um mit ihr und seinen Kindern Weihnachten zu feiern. Schon alleine die Tatsache des Fliegens stimmt den notorisch flugängstlichen McClane missmutig.
Von Kopfschmerzen geplagt muss er schließlich auch noch feststellen, dass seine Frau wieder ihren Mädchennamen angenommen hat und ihre Ehe mit ihm so öffentlich verleugnet. Zu allem Überdruss nehmen auch noch deutsche Terroristen den Nakatomi-Plaza in Beschlag, den Arbeitsplatz seiner Frau, wo an diesem Abend die Betriebsweihnachtsfeier stattfindet.
Der Einzige, der ihnen entkommen kann, ist ausgerechnet der schlecht gelaunte McClane. Doch er muss nicht nur gegen die Terroristen kämpfen, nein er muss einen Zweifrontenkrieg führen - auch gegen das LAPD, das McClanes Eigenmächtigkeiten am liebsten abstellen würde. Sein einziger Verbündeter ist der schwarze Streifenpolizist Al Powell, mit dem er über ein den Terroristen entwendetes Funkgerät in Kontakt steht ...
"Stirb Langsam" ist für das Actiongenre das, was man allgemein einen Meilenstein nennt. John McTiernans Hochspannungs-Actioner aus dem Jahr 1988 bildet einen Knotenpunkt auf dem Zeitstrahl der Actionfilmgeschichte, denn er beendet eine vorhergehende Ära durch die Einführung neuer Elemente und dient für die nachfolgende Generation immer wieder als unumgehbarer Bezugspunkt. Als John Woo 1992 Interner Link"Hard Boiled" herausbrachte und seinem Star Chow Yun-Fat zum Weltruhm verhalf, wurde nicht umsonst von Presse und Publikum ständig der Bezug zum großen Bruder aus dem Westen gesucht. Die Empire tönte gar "More exciting than a dozen Die Hard's" - und das tat sie, weil sie wusste, dass McTiernan das Nonplusultra des Actionfilms geschaffen hatte.



Dreh- und Angelpunkt ist die legendäre Figur des John McClane, die für den Schauspieler Bruce Willis bis heute prägend blieb, versuchte er doch zuletzt, Abstand vom Action-Genre zu nehmen und auf Faust- und Waffengewalt zu verzichten. Aber nicht nur für Willis, der seinerzeit vermutlich nicht einmal das immense Eigenleben der Figur im mindesten erahnen konnte, wurde John McClane zu einem Monstrum, sondern für alles und jeden, was auch nur im entferntesten mit dem Genre zu tun hatte. Die Zeiten der gestählten Muskelmaschinen, der frauenverachtenden Machos und der humorlosen Kampfkolosse waren vorbei. Geboren war eine neue Art von Held, ein grundsätzlicher Verlierertyp, der sich mit seiner Frau auseinandergelebt hat, der seine Kinder schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat und dem das Pech am sprichwörtlichen Schuh klebt. Gefragt war plötzlich ein persönlicher Hintergrund, ein Scherbenhaufen aus einem früheren Leben. Damit wurden Emotionen zurückgebracht, die im klassischen No-Brainer stets fehlten. Die Ikonen der frühen Achtziger spielten meist Einzeller, stets aber "Eindimensionäre", denen eine menschliche Komponente fremd war. Am stärksten neigten noch Rache-Actioner (Interner Link"The Punisher" folgte ein Jahr später) zu einer emotionalen Komponente, doch fiel diese meist derart plump aus, dass sie für die Identifikation mit dem Held quasi ohne Bedeutung blieb. Tatsächlich bietet sich der Archetyp des Actionhelden überhaupt nicht zur Identifikation an, weil er ein unerreichbarer Idealtypus bleibt - halt wie Superman.


Und genau dies ist das Revolutionäre an John McClane: Er behält die Coolness des klassischen Actionhelden bei, übertrifft sie sogar bisweilen - und doch fühlt sich der Zuschauer in diesen Kerl hineinversetzt. Die Figur begibt sich in eine Zweispurigkeit.
Daran hat nicht zuletzt Bruce Willis Anteil, ein Schauspieler, der bis dato einzig und allein aus einer TV-Serie (Interner Link"Das Model und der Schnüffler", 1985) und aus einer Romantik-Komödie ("Blind Date", 1987) bekannt war. Willis, ein eher schmächtiger, wenn auch sehniger und robuster Kerl mit einer sanften Stimme (die Amis kennen keinen Manfred Lehmann) - nicht gerade prädestiniert dafür, in die Fußstapfen von Arnie und Sly zu treten. Sein Gesicht jedoch zeugt von einer Hartnäckigkeit mit stoischem Zynismus. Diese eröffnete dem Zuschauer dann auch den Zugang zum Charakter, denn die leicht ironische Herangehensweise an den Film wirkt wie ein Eisbrecher.

Willis alleine kann natürlich keine Figur zum Mythos machen, dafür bedarf es dann auch der richtigen Plattform. Und die schafft John McTiernan mit seiner nachvollziehbaren und doch kompromisslosen Regie. Ausgehend von einem Drehbuch von Jeb Stuart und Steven E. de Souza wird "Stirb Langsam" durch seine in sich geschlossene und von der Restwelt abgetrennte Location im Nakatomi-Plaza in L.A. zu einem klaustrophobischen Katz- und Maus-Spiel mit Hochspannungsgarantie. Ein kleinerer Vorlauf ist zu sehen, in dem die Verhältnisse geklärt werden. Der New Yorker Cop McClane kommt nach L.A., trifft im Taxi mit Argyle (De'voreaux White) auf ein letztes Relikt der Achtziger (die ansonsten im gesamten Filmverlauf eher gedämpft zur Geltung kommen, was den Film eine gewisse Zeitlosigkeit verleiht), bevor er im Nakatomi Plaza eintrifft. In einem Dialog mit seiner Frau erfahren wir von den Umständen seines Besuches, merken, dass es deutliche Probleme zu verzeichnen gibt, die aber zunächst unterbrochen werden, indem seine Frau Holly (Bonnie Bedelia) zur Menge gerufen wird, um eine Rede zu halten.
Und dann geht es halt ganz schnell: Die Terroristen um Hans Gruber (Alan Rickman) treffen ein und machen mit ihrer Maschinengewehr-Begrüßung der festlichen Stimmung ein jähes Ende, die im Vorspann noch mit dem festlichen "Let it snow"-Weihnachtssong begonnen wurde. Auch jene aufgesetzte Weihnachtsstimmung inmitten einer Betonhölle, die in warmen Farben gezeigt wird (man könnte fast meinen, der Film spiele in Miami), kann man als Zynismus auslegen, der dem Hauptdarsteller von Beginn an ins Gesicht geschrieben steht. Damit ist es dann aber durch das Eintreffen der deutschstämmigen Bad Boys vorbei, denn es findet ein radikaler Schnitt statt, was die Handlungsbereiche aller Beteiligten betrifft.
Ab hier wird das Nakatomi-Gebäude zur Mausefalle und entfaltet seine eigentümliche Ausstrahlung. Die marmorierten und auf Hochglanz polierten Böden und Wände bieten ein ähnlich unwirtliches Interaktionsgelände wie die Wälder für Interner Link"Rambo" und der Dschungel für den Interner Link"Predator"; im Gegensatz zu diesen Handlungsorten ist das Hochhaus jedoch ein künstlicher, von Menschenhand abgeriegelter Schauplatz. Das hat zur Folge, dass unser Held wider Willen in eine Situation gezogen wird, der er viel lieber entgehen würde, während sich Rambo und Major Dutch ihre Konfrontationsorte selbst ausgesucht haben.



Die Spannung geht von der Maulwurfsituation aus. Das zahlenmäßige Missverhältnis von den Terroristen zu McClane hebt sich auf mit dem Vorteil des NY-Cops, der weiß, wo sich die Terroristen befinden, aber nicht umgekehrt. Aufzüge und Räume werden benutzt, Schächte und Winkel, um Vorteile zu erhaschen, welche seine Gegner versuchen, durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit wettzumachen. Stück für Stück werden die Gegner dezimiert, und je mehr Opfer auf McClanes Kappe gehen, desto ernster wird er von Gruber genommen. Dabei gehen auch mal Brüder von anderen Terroristen drauf, die dann in ihrer rasenden, persönlichen Wut alles daran geben, den Mistkerl auszuschalten, der irgendwo in den Gedärmen des Hochhauses herumkriecht.

Die klaustrophobische Atmosphäre, wenn McClane durch die Schächte robbt oder sich mit blutenden Fußstümpfen ins Badezimmer zerrt, tut ihr Übriges, damit der wechselseitige Gegenschlag funktioniert. McTiernan spielt geschickt mit den verschiedene Ebenen des Gebäudes, wechselt von der Lobby auf das Gebäudedach und in die Zwischenpassagen, wo stets leere Zimmer auf denjenigen warten, der neu hinzukommt. Kameratricks inbegriffen: Wenn wir sehen, wie McClane durchs Fenster schaut, hinter sich das Geräusch des Aufzuges vernimmt, die Kamera auf jenen Aufzug schwenkt und ein Gangster heraustritt und in McClanes Richtung schaut, bekommen wir Herzflattern - bis wir merken, dass sich McClane längst aus dem Staub gemacht hat. Eine elektrische Kreissäge dient als Zeitmesser - wenn das Sägegeräusch leiser wird, wissen wir, dass McClane sich von ihr entfernt hat, und während sich der Baddie der Säge nähert, spekulieren wir, wo sich McClane inzwischen aufhält. Das Spiel mit Zeit und Raum ist geschickt, wechselt spielerisch zwischen Suspense und Surprise und nimmt sich auch Zeit für ruhige, aber umso intensivere Sequenzen.


Dass "Stirb Langsam" letztendlich aber den Ruf einer Action- und keiner Thrillerikone weg hat, wird immer dann deutlich, wenn es zu dem unvermeidlichen Treffen zwischen Hase und Igel kommt. Die Actionsequenzen gehören zum Allerfeinsten und sind vor allem in ihrer Kompromisslosigkeit bemerkenswert. Niemals selbstzweckhaft, sondern immer die Intensität bemühend, werden deutlich Schusswunden durch Beine, Korpus und Kopf gezeigt. Die Quälerei durch die Glasscherben mit nackten Füßen schmerzt beim Ansehen, und mit der Zeit zollt die äußere Erscheinung des McClane Tribut an seine Erschöpfung. Das Gesicht rußverschmiert, die Füße blutige Klumpen, das einstmals weiße Unterhemd ergraut und blutverschmiert, die freiliegenden Arme schwitzend und mit blauen Flecken übersät. Dieses Bild machte schließlich seine Runden durch die Welt und galt als "Snapshot" für den Antihelden, Underdog - halt für die Fliege im Honig, für den Tritt in des Terroristen Arsch. McClane war ein Trotzkopf, sein legendäres "Yippiekayay, Schweinebacke!" ein Ausdruck seiner Scheiß-Drauf-Mentalität.
Das alles wäre überhaupt nichts wert ohne einen ebenbürtigen Gegenspieler. Und Alan Rickman spielt vielleicht die Rolle seines Lebens. Mehr intelligent als wahnsinnig bildet er ein eigenes charakteristisches Profil. Die eiskalte Berechnung, mit der er auf die Geiseln schießt, gestaltet sich um so erschreckender, wenn man sieht, wie vernünftig er sich gegenüber Holly McClane verhält, wenn sie Kompromissvorschläge zur Haltung der Geiseln macht. Das Aufeinandertreffen zwischen McClane und Gruber in den Heizungskellern gestaltet sich genau deswegen so intensiv; natürlich in erster Linie wegen der Konstellation, aber die Wirkung ist so enorm wegen Alan Rickman, der seinen Gruber so anlegt, dass er sich in kürzester Zeit in einen hilflosen Mann verwandeln kann - und dazu bedarf es einer Bösewichter-Interpretation, die sehr lebensnah ist.



Wenn man der Spannungsmine Nakatomi Schwächen ankreiden will, dann gelingt das bezeichnenderweise immer dann, wenn Kontakt zur Außenwelt aufgenommen wird. Traurigerweise ist der von Paul Gelason gespielte Polizeichef so dermaßen klischeehaft, dass er in jedem Lundgren-Film bestens aufgehoben wäre, hier aber so sauer aufstößt wie Zitronenkonzentrat. Seine Mutmaßungen bezüglich der Vorgänge im Inneren des Gebäudes sind schlichtweg schwachsinnig und mit gutem Willen höchstens noch auf persönliche Probleme zurückzuführen. So bringt er selbst den ansonsten sehr souveränen Reginald Veljohnson ("Alle unter einem Dach") dazu, sich schwachsinnige Rechtfertigungen aus der Nase zu ziehen und den Einzelkämpfer total übertrieben zu verteidigen. Ansonsten erweist sich Veljohnsons Figur nämlich als gelungene Kraft von außen, die mehr denn je den einsamen Posten verdeutlicht, auf dem McClane steht. Dem Drehbuch hätte es besser getan, wären die Ereignisse im Gebäude nur Al Powell (Veljohnson) zu Ohren gekommen und auch er selbst sei irgendwie von der Außenwelt, aber auch von McClane und den Terroristen isoliert worden, damit der Rest der Polizei überhaupt nichts davon erfährt. Als nämlich später auch noch das FBI dazukommt und ein bürokratischer Kindergartenstreit losgeht, ist die Hoffnung ganz verloren, dass von außen noch etwas Sinnvolles zur Story beigetragen wird.
Ansonsten ist McTiernans Werk nämlich ein makelloses Gemälde, das zu Recht den Titel "Meilenstein" trägt. Ein innovativer und trotzdem übercooler Antiheld, ein grandioser Fiesling mit interessanten Handlangern, ein denkwürdiger Schauplatz, eine unvergleichbare Atmosphäre, ein konsequentes Actionfeuerwerk und ein unvergessener Showdown sorgen dafür, dass "Stirb Langsam" ein Platz in so ziemlich allen Bestenlisten gebührt und gerne immer dann genannt wird, wenn es um den besten Actionfilm der Achtziger Jahre geht.


"Metallischer Trend: Oder, aus alt mach neu ... verpackt!"

2006 war das Jahr der Special Deluxe Superduper-Editionen, Box-Sets und der Neuauflage, die eigentlich keine sind. Letztere nennt man einfach Re-Packs: DVDs, welche bereits zu einem früheren Zeitpunkt erschienen sind und jetzt nur noch einmal in einer anderen Verpackung unter das zahlende Volk geworfen werden. Änderungen gibt es bei den Auflagen keine, denn es sind die gleichen Rohlinge wie bisher; also Restbestände, welche meist in "limitierter" Auflage eine andere Umverpackung erhalten haben. Die kleinen Labels machten es vor und die Majors lassen sich ebenfalls nicht lumpen und hauen ihre Ware raus, als gäbe es kein morgen mehr.
Auch 20th Century Fox war diesbezüglich fleißig und bescherte uns 2006 so einige Titel im neuen Gewand, ohne dem Kunden wirklich etwas Neues zu bieten. Dazu gehört auch die uns vorliegende "2-Disc Special Steelbook Edition" des Filmes "Stirb langsam", bei der Fox nichts anderes gemacht hat, als ihre alten Überbleibsel der bereits vor vier Jahren erschienen DVDs in ein Steelbook zu packen und damit die Fans dieser "Heavy Metal"-Verpackung zum Kauf anzuregen. Nun, dass diese Auflagen ihre Kunden finden, beweißt der gute Absatz und darunter finden wir nicht nur Kunden, welche bisher noch keine Auflage von ihrem jeweiligen Lieblingsfilm besitzen. Die alten DVDs gehen ab nach eBay und nur wegen dem Steelbook wird der gleiche Film wieder neu gekauft. "Wir" Fans sind schon ein komisches Völkchen ...

Doch kommen wir jetzt zu der DVD und dem darauf befindlichen Zusatzmaterial. Hier wurden natürlich ebenfalls keinerlei Änderung zu den vorherigen Special Editions vorgenommen. Somit bekommen wir wieder das schön animierte Menü geboten, welches Fox Home speziell für die Special Edition anfertigen ließ und auf der Hauptfilm Disc finden wir einen interessanten und sogar deutsch untertitelten Audiokommentar mit Regisseur John McTiernan und Produktions-Designer Jackson DeGovia, sowie einen szenenspezifischen Kommentar von Richard Edlund (Supervisior für visuelle Effekte), der nur in gewissen Sequenzen etwas zu erzählen hat. Normalerweise sollte man an den passenden Stellen diesen Kommentar hinzuschalten können, doch leider versperrt man uns wie so oft bei Fox-DVDs diese Möglichkeit, indem man die Ton- und Untertitelspur nur im Hauptmenü umschalten kann.
Weiterhin gibt es noch einen Text-Kommentar von Cast & Crew, welcher als separate Untertitelspur eingeblendet werden kann und aus "aktuellen" Interviews zusammengetragen wurde. Zum Schluss enthält die erste Disc noch eine um knapp 2 Minuten längere Alternativ-Fassung des Films. Hier wurde aber nur eine sehr unspektakuläre und zudem unfertige Sequenz in den Film eingefügt. Unnötig und kann auf der Bonus-DVD auch einzeln angewählt werden. Weiter geht es nach Sichtung des Hauptfilms und des Kommentars mit der Bonus-Disc, welche ebenfalls ein aufwendig animiertes Menü spendiert bekommen hat. Das Archiv wurde in drei Kategorien unterteilt. Die erste nennt sich Outtakes und enthält unter "zum Archiv" knapp 6 Minuten an nicht verwendeten Aufnahmen, Patzer und Alternativtakes. Zudem finden wir hier auch noch die verlängerte "Abschalten des Stroms"-Sequenz, welche bereits auf der Hauptfilm-Disc optional im Film eingebettet war. Weiter im Archiv stehen unter Nachrichtensendungen einige Minuten an entfallenen Dialogen, Alternativtakes und weiteres ausgewähltes Material aus den Nachrichtensendungen, die während des Films zu sehen sind, zur Anwahl. Unter Zeitungsartikel finden wir dann zwei Texttafeln mit Artikeln der Cinefex und des American Cinematrographers. Beide Artikel sind in Englisch und reichlich bebildert. Mit einem Klick auf die Fotos lassen sich diese vergrößern.
Im Schneideraum erwarten uns kurze, aber dafür interessante Extras. Als erste gibt es den Szenenschnitt-Workshop. Unter einer englischen Anleitung (hier hätte man ruhig übersetzen können), dürfen wir einige Sequenzen aus dem Film so zusammenpassen, wie es uns gefällt. Das heißt, dass man uns diverse Fragmente vorlegt und wir hier die besten Kameraeinstellungen auswählen können, um eine Szene komplett zusammenzufügen. Das Resultat können wir uns danach anschauen. Unter Multi-Camera Shooting finden wir drei Szenen, welche wir uns mit der Angle-Taste in verschiedenen Perspektiven anschauen können. Weiter geht es mit dem Punkt: Tonmischung. Hier können wir anhand einer kurzen Sequenz, Dialoge, Musik und Geräusche in ihrer Lautstärke verändern. Man kann hier jeweils den Ton in den Vordergrund oder in den Hintergrund mixen. Unter "Warum Letterbox-Format?" wird uns anhand von Beispielen gezeigt, wie und warum der Film damals für die Videokassette als Letterbox-Version erschien. Zum Schluss gibt es noch ein Glossar mit einigen wichtigen technischen Begriffen und deren Bedeutung. Auch hier schien Fox Home keine Lust gehabt zu haben, die englischen Texte zu übersetzen. Als nächsten finden wir im Hauptmenü eine Interaktive Diashow. Hier könnt ihr euch eine Bildergalerie anschauen und beim Erscheinen eines Symbols gelangt ihr durch Drücken der Enter-Taste in eine weitere Galerie des jeweiligen Themas. Doch aufgepasst: Hier sind auch "geschnittene Szenen" und "Outtakes" abgelegt. Unter Werbung finden wir drei Trailer und ein knapp 7minütiges Werbe-Featurettes mit Filmausschnitten und Interviewblöcken. Zum Ende hin dürfen wir uns unter Drehbuch das Original-Skript zum Film durchlesen, leider abermals nur auf Englisch. Leider insgesamt etwas mager vom Inhalt her und es fehlt ein richtiges Making of bzw. eine Dokumentation mit Einblicke hinter die Kulissen.


Kommen wir nun zum Bild und Ton der DVD. Wir müssen euch ja nicht erzählen, dass sich hier nichts geändert hat und man uns einen soliden anamorphen Widescreen-Transfer bietet, welche deutlich besser ausgefallen ist, als die alten "gekürzten" Erstauflage aus dem Jahre 2000 und sogar besser ausschaut als einige der US-Veröffentlichungen.
Einziges Mango dürfte das wechselhafte Schärfeverhalten sein. Vor allem aus heutiger Sicht sind wir deutlich schärfere Transfers gewohnt und so wirken viele Sequenzen entweder zu weich oder stark unscharf, wobei die Details in Nahaufnahmen noch meist einen guten Wert abliefern und die Kantenschärfe ebenfalls als gut bezeichnet werden kann. Der eingesetzte Rauschfilter sorgt dafür, dass Bildrauschen so minimal wie nur möglich gehalten wird, was aber nicht durchweg klappt und so meist im Hintergrund ein dezentes Rauschen übrig bleibt. Hin und wieder verstärkt sich der Rauschfaktor deutlich, was zum Glück nur selten der Fall ist.
Die Farben wirken meist sehr natürlich und auch der Kontrast macht eine gute Figur und überzeugt mit einem satten Schwarzwert, wobei in dunklen Sequenzen nicht gänzlich alle Details zu erkennen sind. Defekte und Verschmutzungen treten nur vereinzelt auf, ansonsten gibt sich das Bild recht sauber und lediglich die Kompression, welche nicht gänzlich fehlerfrei arbeitet und ab und an Blockrauschen und leichte Artefaktebildung offenbart, setzt etwas aus. Insgesamt aber ein guter, obgleich nicht überragender Transfer, in dem noch viel Potenzial steckt, welches aber wohl erst in der HD-Variante genutzt wird.

Tonal spendiert man uns einen deutschen Dolby Digital 5.1-Upmix, sowie eine DTS-Spur auf die wir gut und gerne verzichtet hätten. Die Dolby-Variante überzeugt mit einer guten Dialogwiedergabe, wobei die Stimmen mitunter etwas kratzig und vielleicht sogar zu dominant im Frontbereich abgemischt wurden. Zu beginn wird uns nur wenig Räumlichkeit geboten und lediglich der Score und dezente Umgebungsgeräusche verirren sich in die Rears. Erst wenn das Nakatomi-Gebäude von den Terroristen gestürmt wird, gewinnt der Ton an Dynamik und die Rears bekommen in den Actionsequenzen einiges zu tun. Die Kugeln fliegen uns hier förmlich um die Ohren, wobei man dies natürlich nicht mit aktuellen Produktionen vergleichen sollte, welche mit deutlich mehr direktionalen Effekten aufwarten können. Dennoch ein gut abgemischter deutscher Track mit einem sich stetig steigernden Dynamikumfang und einem teilweise sehr wuchtigen Bass. Für die nötige Räumlichkeit sorgt der Score und die gut platzierten Effekteinschübe lassen das Wohnzimmer erzittern. Für einen knapp 4 Jahre alten Dolby Mix und einem deutschen Ton, der 24 Jahre auf den Buckel hat, wirklich gut. Der englische Mix bietet uns eine natürlichere Front und eine deutlich bessere Dialogwiedergabe. Ansonsten bekommen wir auch hier eine sehr räumliche Abmischung spendiert, welche hin und wieder vielleicht etwas dynamischer wirkt als der deutsche Track und im Gegensatz dazu etwas harmonischer und weiträumiger klingt. Im direkten Vergleich fährt sich die deutsche Version zu sehr im Frontbereich fest, wobei die englische Spur sämtliche Kanäle deutlich besser zu nutzen weiß. Optional gibt es natürlich noch deutsche Untertitel, welche wir aber, wie bereits oben erwähnt nur im Hauptmenü zuschalten können.


Ob sich dieses Re-Pack im edlen Steelbook letztllich lohnt, muss jeder selber wissen. Wer die DVD trotz einiger Neuauflagen immer noch nicht sein Eigen nennt, wird an diese Edition nicht vorbei kommen, andernfalls kann man in einschlägigen Auktionshäusern die normalen Editionen mittlerweile für weniger als fünf Euro ersteigern. Ein Neukauf nur wegen der Umverpackung halten wir für sinnlos, hier sollte man das Geld lieber für eine weitere Neuauflage beiseite legen, welche 2007 oder 2008 im Rahmen vom vierten "Stirb langsam"-Teil mit Sicherheit erscheinen wird. Wer weiß, vielleicht beglückt man uns dann mit einer schönen Box, in dem dann alle vier Teile samt Bonus-DVDs ihren Platz finden werden. Bis dahin: "Yippiekayay ..."


Film++++++
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


Druckbare Version
Stirb langsam 2 (2 Disc Special Steelbook Edition)
Stirb Langsam - Jetzt erst Recht (Special Edition)
Stirb langsam - Jetzt erst recht
Stirb langsam
Stirb langsam (Special Edition)
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