Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1991
Originaltitel:Golden Years
Alternativtitel:Schöne neue Zeit
aka. Labor der Schreckens
aka. Stephen King's Golden Years
aka. Stephen King's Labor des Schreckens
aka. Stephen Kings Golden Years - Der Film
aka. Stephen Kings Schöne neue Zeit
Länge:374:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Allen Coulter, Kenneth Fink, Mitchell Galin, Stephen Tolkin, Michael Gornick
Buch:Josef Anderson, Stephen King
Kamera:Alex Nepomniaschy
Musik:Joe Taylor
SFX:Steven Kirshoff, Carl Fullerton
Darsteller:Keith Szarabajka, Felicity Huffman, Ed Lauter, R.D. Call, Bill Raymond, Frances Sternhagen, Matt Malloy, Adam Redfield, Jeff Williams, Peter McRobbie, Sarah Melici, Lili Bernard, Stephen King
Vertrieb:CBS DVD / Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:03.07.2014 (Kauf)
Specials:-
In einem Versuchslabor wird der Wächter Williams durch eine Explosion, durch geheimnisvolle Chemikalien verseucht. Die Regierung möchte unbedingt mehr über das, was mit Harlan geschehen ist, erfahren. Gleichzeitig wird Harlan von einem Killeragenten gejagt. Doch Harlan verändert sich in einer Art und Weise, wie es die Welt bis jetzt noch nie gesehen hat, oder aber auch nie erträumen konnte. Es kommt für alle zu einem erstaunlichen Ende.
Na, wenn das mal nichts ist! Durch eine bestimmte Chemikalie kann man jünger werden. Zwar nur ganz langsam, aber beständig. Wer, im besten Alter, wünscht sich das nicht ab und an mal? Harlan Williams, die Hauptfigur aus dem TV-Mini "Golden Years" hat durch einen Unfall dieses Glück(?)! Doch welche Tücken das Ganze mit sich bringt, erzählt dieser Film im typischen King-Format. Trotzdem bleibt das Treiben weit hinter anderen Kings wie "Haus der Verdammnis" oder Interner Link"The Stand" zurück. Denn hauptsächlich ist der Film eins: Viel zu lang!

Golden TalesGolden TalesGolden Tales

Die Geschichte ist auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht. Kein Wunder, entspringt sie doch der Fantasie des Horror-Königs überhaupt: Stephen King. Es gibt gut durchdachte Figuren, mysteriöse Geschehnisse und einiges an Action. Und Spannung blitzt natürlich auch ab und an durch. Auf den zweiten Blick fehlt es dann aber an einigem. Vor allem Logik und viele gewünschte Erklärungen bleiben auf der Strecke. Vieles passiert, ohne dass man es richtig nachvollziehen kann. Zum Beispiel kommt es zweimal vor, dass Harlem mit grün blinkenden Augen ein Erdbeben fabriziert. Doch warum dies geschieht und vor allem wie das möglich ist, wird nicht erklärt. Außerdem gibt es immer wieder Stellen, bei denen man das Gefühl hat, das irgendetwas fehlt. Nachdem Harlem z. B. eins dieser Erdbeben verursacht hat, ist er in der nächsten Szene gleich wieder putzmunter an einem vollkommen anderen Ort, so als wäre überhaupt nichts passiert. Zudem bleibt der Film eine Erklärung für den Verjüngungsprozess Harlems schuldig. Vieles hängt bis zum Schluss am losen Faden.

Golden TalesGolden TalesGolden Tales

Aber nicht nur diese Unlogik und Erklärungsnöte sind es, die dem Zuschauer das Filmerlebnis vermiesen. Auch die heftigen Längen tun ihr Übriges. Mag sein, dass es in der normalen Version nicht ganz so schlimm ist, doch die vorliegende, sechsstündige TV-Version wirkt an vielen Stellen arg in die Länge gezogen. Mit belanglosen und drögen Dialogen zieht sich eine Szene nach der anderen wie Kaugummi. Man merkt einfach zu deutlich, dass es den Machern des Films oft nicht gelungen ist, die Story interessant voran zu treiben und mit so viel Inhalt zu füllen, dass es für 6 Stunden ausreicht. Schade!

Am schlimmsten ist aber das Ende geworden, das so enttäuschend ist wie schon lange nicht mehr. Nachdem man fast 360 lange Filmminuten hinter sich gebracht hat, wird man mit einem Schluss gestraft, der bitter enttäuscht. Viel zu kurz, viel zu billig und absolut blödsinnig, da einem auch dieses Vorkommnis nicht erklärt wird. Es passiert einfach, und alles ist in bester Ordnung. So kann man seine Zuschauer wirklich verärgern. Dennoch hat der Film seine Momente, und einige Details sind auch gelungen. Es gelingt, die Hauptfiguren äußerst sympathisch zu gestalten. Vor allem Harlem und seine Frau wachsen schnell ans Herz, und man fiebert doch mit ihnen mit, dass alles auch wirklich gut ausgeht. Dazu kommt Agent Andrews, der herrlich fies und bösartig geraten ist und den perfekten Gegenpol bildet. Was die Inszenierung angeht, ist ebenfalls alles in Butter. Wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um einen TV- bzw. Videofilm handelt, kann man sogar mehr als zufrieden sein. Die Action ist knackig geworden und kann mit guter Ausarbeitung protzen. Die Special Effects passen und sind für einen Fernsehfilm alles andere als schlecht. Dazu gibt es eine gute Kameraarbeit und eine straffe Regie. Man merkt doch deutlich, dass versucht wurde, aus dem schwachen Drehbuch noch einiges raus zu holen. So darf man zumindest auch mit diesem Punkt zufrieden sein.

Golden TalesGolden TalesGolden Tales

Als letztes sollten auch noch die Schauspieler erwähnt werden, die ebenfalls allesamt auf gutem und glaubwürdigem Niveau spielen. Keith Szarabajka stellt den immer jünger werdenden Harlem gekonnt in Szene, genauso wie R. D. Call als Ober-Bösewicht Andrews überzeugt. Am besten von allen ist aber Frances Sternhagen, die man schon in anderen King-Adaptionen wie "Misery" schätzen gelernt hat. Ihre Rolle als liebevolle Ehefrau, die nicht so recht weiß, wie sie mit ihrem immer veränderten Mann umgehen soll, macht sie einfach sensationell gut. Und Stephen King vergisst seinen Cameo-Auftritt natürlich auch nicht.

Golden TalesGolden TalesGolden Tales

Paramount wertet seit Jahren immer wieder sein Backprogramm aus, worunter sich auch einige Stephen King-Adaptionen befinden. Diese werden mit mäßigen Artworks und ohne FSK-Wendecover auf den Markt geworfen, und im Fall von "Golden Years" gab es nicht einmal eine brauchbare Vorlage. Die 6-Stunden-Fassung liegt qualitativ leider auf VHS-Niveau und kann mit wenigen Worten beschrieben werden: Das extrem unscharfe Vollbildformat bietet in keinem Moment so etwas wie Detailschärfe und erweist sich durch die Bank weg als schwammig mit enormen Bewegungsunschärfen, was auf eine schlechte Normwandlung schließen lässt. Hinzu kommen stehende Rauschmuster sowie massive Blockbildung und ein mäßiger Kontrast. Die Farben sind ausgewaschen, aber noch das Natürlichste am gesamten Bild. "Golden Tales" sollte man nicht auf einer großen Betrachtungsfläche anschauen. Auf kleinen Endgeräten und Monitoren mit einem hohen Sichtabstand ist das Gezeigte noch erträglich.

Beide Stereo-Tonspuren erweisen sich als solide und gut verständlich. Es gibt kein Rauschen oder auffällige Störungen. Natürlich klingt der deutsche Ton im Bereich der Stimmen etwas steril und blechern, allerdings ohne dass die Dialoge großartig verzerren oder Nebengeräusche bzw. Musik sich negativ auf das Klangbild auswirken. Der Originalton bietet kaum einen Unterschied zur deutschen Fassung. Lediglich die Stimmen können sich etwas natürlicher in den Mix integrieren. Es handelt sich hierbei im Übrigen um die deutlich bessere deutsche TV-Synchronisation. Einige Szenen bleiben allerdings im Original. Optional gibt es deutsche und englische Untertitel. Bonusmaterial gibt es nicht.

Golden TalesGolden TalesGolden Tales

Eigentlich ein recht interessantes und spannendes Sci-Fi-Thriller-Drama, das aber durch die vielen Logiklöcher, fehlenden Erklärungen und Längen eine Menge vom anfänglichen Reiz einbüßt. Wären da nicht die höchst sympathischen Figuren und die flotte und gekonnte Inszenierung, dann hätte man sich diese missglückte Mini-Serie sparen können. Somit kann man sich "Golden Years" durchaus antun, wobei der 6-Stünder für einige sicherlich eine Einschlafhilfe sein könnte. Technisch ist das 2-Disc-Set auf VHS-Niveau, bietet keine Extras, ein langweiliges Artwork, und Paramount verzichtet auf ein FSK-Wendecover.


Film+++---
Bild+/----
Ton+++---
Bonus------


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.