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USA 1992
Originaltitel:Doctor Mordrid
Alternativtitel:Rexosaurus
aka. Jeffrey Combs ist Dr. Mordrid
aka. Jeffrey Combs ist Doctor Mordrid
Länge:71:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft (Hauptfilm ab 16 Jahre)
Regie:Albert Band, Charles Band
Buch:Charles Band, C. Courtney Joyner
Kamera:Adolfo Bartoli
Musik:Richard Band
SFX:Daniel Owen
Darsteller:Jeffrey Combs, Yvette Nipar, Jay Acovone, Keith Coulouris, Ritch Brinkley, Brian Thompson, Pearl Shear, Murray Rubin, Jeff Austin, John Apicella, Julie Michaels, Mark Phelan
Vertrieb:Eightyfour Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:Große Hartbox / Kleine Hartbox / Mediabook
DVD-Start:07.02.2013 (Kauf)
Specials:
  • Mediabook exklusiv: 16seitiges Booklet
  • Behind the Scencs: "Doctor Mordrid" (8:41 Min.)
  • Deutscher Trailer (1:03 Min.)
  • Englischer Trailer (2:06 Min.)
Unserer Wirklichkeit sind die Orte der Finsternis verborgen. Dimensionen, wo Gut und Böse sich seit Urzeiten bekriegen. Es gibt nur einen, der den Schlüssel zur Dimension der Finsternis hat: Doktor Mordrid. In einem unauffindbaren Schlupfwinkel mitten in New York widmet er sich der schwarzen Magie. Da passiert es: Psykrom, der Quell des Bösen, kommt frei. Der bestialische Geist versucht den Sprung in unsere Wirklichkeit und entfesselt dazu die entsetzlichsten Dämonen. Psykroms Ziel: Die Unterwerfung der Welt unter das Böse. Einziges Hindernis ist Doktor Mordrid. Mit einer Reihe grausamster Verbrechen versucht Psykrom Mordrid auszuschalten. Doch Mordrid kennt die Gesetze der Finsternis. Die Jagd durch die hochtechnisierte Welt New Yorks kann nur einer Dimension den Sieg bringen ...
"Nur er kann die Menschheit vor dem Bösen bewahren!"

Anfang bis Mitte der 1990er Jahre sanken die Verkaufszahlen von Marvel Comics erheblich, und man sah sich nach neuen Konzepten und Sanierungsmöglichkeiten um. Eine Option war die Unterlizenzierung ihrer Comic-Charaktere für Kino- und Videoauswertungen, wodurch Full Moon bzw. kein geringerer als Charles Band (Interner Link"Dollman vs. Demonic Toys"), die Möglichkeit erhielt, einen "Dr. Strange"-Film zu inszenieren.


Seit 1963 gilt "Dr. Strange" als "Sorcerer Supreme" und Hauptbeschützer der Erde vor feindlichen mystischen Kräften, wie Dämonen, bösen Zauberern und anderen fiesen Gestalten und wurde später sogar Mitglied der "New Avengers". Dass die Band-Familie mit viel Enthusiasmus an das Projekt heranging, muss nicht extra erwähnt werden. Doch sobald es bei Marvel um die Finanzen ging, nahm man die Beine in die Hand und ließ Full Moon im Regen stehen. Blöd nur, dass die Dreharbeiten bereits begonnen hatten.

Nun hatte Full Moon weder das Budget, noch die Lizenz, einen "Dr. Strange"-Film im großen Umfang umzusetzen, was Charles Band und seinen Vater Albert nicht davon abhielt, die bereits gestartete Produktion mit einem Budget von mickrigen 2 Millionen US-Dollar und einer Überarbeitung des Drehbuches fortzusetzen. Im Grunde wurden nur ein paar Namen geändert, und so wurde u. a. aus Stephen Strange ein Anton Mordrid, während ein Großteil des Originalskripts unangetastet blieb. Man darf aber davon ausgehen, dass gerade Effekte und Action betreffend eine Menge gestrichen wurde, denn viel passiert in "Doctor Mordrid" nicht.


Full Moon kurbelte ihren "Sorcerer"-Film ziemlich schnell runter und konnte auf einige im B-Movie-Genre sehr bekannte und beliebte Schauspieler zurückgreifen. Die Hauptrolle des Anton Mordrid übernimmt Interner Link"Re-Animator"- und Interner Link"From Beyond"-Star Jeffrey Combs, der den sympathischen Beschützer der Erde mimen durfte. Sein Gegenspieler ist Brian Thompson, der mit seinem markanten Gesicht bereits in Interner Link"Die City Cobra" und Interner Link"Mein Nachbar der Vampir - Fright Night 2" für Angst und Schrecken sorgte. Als Love-Interest sorgt Yvette Nipar ("21 Jump Street") für die weibliche Note im Film, während ansonsten nicht viele bekannte Gesichter in dieser kleinen Produktion mitwirken.


Leider merkt man "Doctor Mordrid" sein geringes Budget in jeder Minute an. Der gerade mal 72minütigen Produktion fehlt es an Tiefe und ausreichend Action, wobei es ein paar schöne Stop-Motion-Effekte am Ende des Films zu bewundern gibt, die den Charme eines Ray Harryhausen versprühen lassen. Ansonsten gibt es ein paar Blitz-Effekte und viele Lichtspielereien, um die Illusion eines Kampfes der Magier auf Leben und Tod aufkommen zu lassen. Leider beschränkt sich dieser auf wenige Minuten am Ende des Films und wirkt für Dr. Mordrid niemals wirklich bedrohlich. Der Rest fällt leider sehr dialoglastig aus und wirkt zudem herrlich naiv. Das Kostümdesign von Combs ist dezent peinlich, wenn er mit seiner blauen Faltenhose und einem Umhang versucht, die Dimension zu wechseln. Doch insgesamt versprüht die Produktion durchweg den Charme einer waschechten Full Moon-Produktion, und in Anbetracht der Produktionsumstände, ist der in Deutschland als "Rexosaurus" vermarktete Film sogar durchweg unterhaltsam. Wer sich etwas mit dem Marvel-Universum auskennt, wird schnell ein paar kleine Details erkennen und sich über die noch vorhandenen Parallelen zur Comic-Vorlage freuen.


Gerne hätte man mehr über Albert Mordrid erfahren, doch Combs, der sehr sympathisch und routiniert spielt, bekommt leider nicht die Zeit, seine Rolle wirklich zu verinnerlichen, weshalb die lahme Gangart auch das Todesurteil des Filmes ist. Es wird weder Spannung aufgebaut, noch wird mit rasanter Sorcerer-Action aufgewartet. Interessant ist "Dr. Mordrid" allemal, denn man merkt, in welche Richtung die Produktion gegangen wäre, hätte Marvel nicht kurz vorher den Schwanz eingezogen. Kein Highlight des Studios, dafür ein kleiner, ungeachteter B-Film, der nach heutigen Maßstäben locker mit einer Freigabe ab 12 Jahren im deutschen Nachmittagsprogramm laufen könnte, schließlich gibt es, bis auf eine Nacktszene und eine harmlose Todesszene, nichts Blutiges zu sehen.


Bislang gab es "Doctor Mordrid" nicht in Deutschland auf DVD, weshalb sich Full Moon-Fans über diese DVD-Premiere freuen dürfen. Das Bild liegt im Original-Vollbildformat von 1,33:1 vor. Die Qualität ist produktionsbedingt unterdurchschnittlich, was man gerade von den alten Full Moon-Produktionen gewohnt ist und den nostalgischen Charme der Direct-to-Video-Produktionen unterstreicht. Aber machen wir uns nichts vor: Wer zu Full Moon greift, der erwartet keine Home-Cinema-High-End-Qualität, oder doch?

Das Bild zeigt eine durchschnittliche Schärfe, wobei die Konturen noch recht ruhig und sauber gezeichnet werden. Eine übertriebene Nachschärfung des Materials kann nicht wahrgenommen werden. Der Detailgrad ist gerade ausreichend, und der Kontrast offenbart alle nötigen Details, wobei der Schwarzwert nicht sonderlich hoch ausfällt und helle Flächen stellenweise deutlich überstrahlen. Die Farben befinden sich auf einem angenehmen Niveau, wirken aber etwas ausgeblichen und der hohe Rauschfaktor sorgt für leichte Unruhen im Bild. Defekte und Verschmutzungen sind kaum auszumachen. Dafür arbeitet der Bildstand nicht sonderlich ruhig. Die Kompression macht zudem einen ordentlichen Eindruck und zeigt nur auf wenigen homogenen Flächen ein paar Mängel.


Der Ton überrascht schon eher: Die deutsche Stereo-Spur klingt aufgeräumt, sauber und ausgesprochen kräftig. Musik und Effekte werden mit sehr viel Druck wiedergeben, und die Dialoge klingen stets gut ausbalanciert ohne zu verzerren oder dumpf zu wirken. Hier muss ein gut erhaltenes Tonmaster zur Verfügung gestanden haben bzw. konnte aus dem vorhandenen Material das Optimum herausgeholt werden. Auch der englischsprachige Originalton überzeugt mit einer ordentlichen Sprachwiedergabe und einem guten Stereo-Mix. Nebengeräusche und Musik werden etwas natürlicher wiedergegeben, klingen insgesamt aber weniger offen als im deutschen Pendant. Untertitel gibt es nicht. Allerdings ist "Doctor Mordrid" im Originalton sehr leicht zu verstehen und eignet sich ideal für "O-Ton-Einsteiger".


Beim Bonusmaterial wird dem Käufer neben einer umfangreichen Bildergalerie noch der deutsche und englische Trailer spendiert. Mit Behind the Scenes "Doctor Mordrid" liegt zusätzlich ein altes, knapp 8minütiges Videozone-Featurette vor. Dieses ist zwar werbelastiger Natur, gewährt dem Zuschauer dennoch einen kleinen und durchaus netten Einblick hinter die Kulissen, wobei Macher und Darsteller zu Wort kommen und man uns die Effekte im Film etwas näher bringt. Leider gibt es aus dieser Zeit viel zu wenige Featurettes, weshalb man sich hierüber besonders freuen darf - auch wenn auf eine deutsche Untertitelung verzichtet wurde, was aber nicht weiter tragisch erscheint.

Mit Doctor Mordrid" schließt sich eine weitere Full Moon-Lücke, denn endlich erscheint einer der letzten, bis dato unveröffentlichten Filme mit Interner Link"Re-Animator"-Star Jeffrey Combs auf DVD. Zwar stellt Charles Bands ursprünglich als "Dr. Strange" angedachte Comicverfilmung nur einen einzigen Kompromiss dar, doch allein wegen der wirklich schönen Sets und nicht zuletzt der drei Hauptdarsteller sollte man "Doctor Mordrid" nicht einfach ignorieren.

Die DVD von '84 bietet eine gute Qualität und wird in verschieden Cover- und Verpackungsvarianten ausgeliefert. Während die drei kleinen Hartboxen auf jeweils 200 Stück limitiert sind, wurden noch drei auf jeweils 150 Stück limitierte, große Hartboxen produziert. Dabei findet jeweils der alte deutsche Videotitel "Rexosaurus", als auch der Originaltitel "Doctor Mordrid" und der Alternativtitel "Dr. Mordrid" Verwendung. Zudem gibt es ein auf 111 Stück limitiertes Mediabook mit einem 16seitigen Full Moon-Posterbooklet. Somit ist für jeden Geschmack etwas dabei.


Film+++/--
Bild+++---
Ton++++--
Bonus+/----


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NewsFull Moon-Titel von MIG / Movie Power
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