Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
D, IT, YU, AT 1968
Originaltitel:Kommissar X - In den Klauen des goldenen Drachen
Alternativtitel:Agent Joe Walker: Operation Far East
aka. Agente Joe Walker: Operazione Extremo Oriente
aka. So darling, so deadly
Länge:90:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Gianfranco Parolini (als Frank Kramer)
Buch:Gianfranco Parolini, Stefan Gommermann, Theo Maria Werner
Kamera:Francesco Izzarelli
Musik:Mladen Gutesa
Darsteller:Tony Kendall, Brad Harris, Barbara Frey, Luisa Rivelli, Ernst Fritz Fürbringer, John F. Littlewords, Gisela Hahn, Giuseppe Mattei, Jaques Bezard, Carlo Tamberlani, Nikola Popovic, Frank Littlewood
Vertrieb:Anolis / Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,66:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:30.01.2013 (Kauf)
Specials:
  • 12seitiges Booklet
  • Original-Kinotrailer (3:31 Min.)
  • Italienischer Kinotrailer (3:33 Min.)
  • Filmografie Gianfranco Parolini (47 Texttafeln)
  • Filmprogramm (4:21 Min.)
  • Werberatschlag (4:21 Min.)
  • Bildergalerie (1:45 Min.)
Nach jahrelanger harter Forschungsarbeit ist Professor Akron ein überwältigendes Resultat gelungen. Mit Hilfe seiner Erfindung kann die Wirkung von Laserstrahlen ins Unendliche verstärkt werden. In den Händen von Verbrechern ist diese Errungenschaft jedoch eine tödliche Waffe und eine Bedrohung für die ganze Welt. Jo Walker alias Kommissar X und Tom Rowland eilen nach Singapur, um den Forscher vor den "Klauen des goldenen Drachen" zu schützen. Dieser Geheimbund will sich der Erfindung des Professors bemächtigen und schreckt für die Durchsetzung seiner kriminellen Ziele weder vor Erpressung, Entführung noch Mord zurück.
An den Erfolg der "Kommissar X"-Reihe hat wohl niemand geglaubt. Auch Brad Harris ging damals von einer Einzelverfilmung aus und war überrascht, welche Eigendynamik die Serie entwickelte. Nach dem großen Erfolg von Interner Link"Kommissar X – Jagd auf Unbekannt" und dessen Fortsetzung Interner Link"Kommissar X – Drei gelbe Katzen" folgte äußerst schnell das dritte Abenteuer um die X-Männer Kendall und Harris.



Diesmal entführt man den Zuschauer nach Singapur: In bester James Bond-Manier sorgt ein Laser in den Händen des Geheimbundes "Klauen des goldenen Drachen" für Angst und Schrecken. Aber da haben die Verbrecher nicht mit den beiden X-Männern gerechnet, die natürlich all ihren Charme und ihre Muskeln spielen lassen, um die Welt zu retten.



Auf den Regiestuhl nahm erneut Gianfranco Parolini unter dem Pseudonym Frank Kramer platz. Diesen Künstlername erhielt der Regisseur bereits 1964 als Second-Unit-Regisseur in dem Westernspektakel "Die Flusspiraten vom Mississipi". Produzent Wolf C. Hartwig machte aus Parolini kurzerhand Frank Kramer, den er fortan als Pseudonym nutzte. Zu diesem Zeitpunkt entstand eine Freundschaft für die Ewigkeit zwischen Parolini, Kendall und Harris.
Noch bevor 1966 der erste "Kommissar X"-Film startete, hatten sich die Wege der drei bereits des Öfteren gekreuzt. Brad Harris stand für mehrere Peplum/Sandalen-Filme ("Herkules im Netz der Cleopatra", "Samson - Befreier der Versklavten") für Gianfranco Parolini vor der Kamera, sowie für den Abenteuerstreifen "Die Diamantenhölle am Mekong" (1964). Brad und Tony trafen in der Westernproduktion "Die schwazen Adler von Santa Fe" erstmals aufeinander. Aber auch während und nach der Zeit von "Kommissar X" gab es immer wieder gemeinsame Projekte wie z.B. der wahnwitzige "Drei Supermänner räumen auf", eine comichafte Superhelden-Verfilmung aus dem Jahre 1967. Parolini führte in mehr als 30 Filmen Regie und betätigte sich als erfolgreicher Drehbuchautor. Zu seinen Werken gehören auch die beachtlichen Sabata-Streifen mit Lee Van Cleef ("Sabata", "Sabata kehrt zurück") und Yul Brynner ("Adios Sabata"), der lediglich in der deutschen Fassung zu Sabata wurde.



Zudem tritt Parolini in "Kommissar X – In den Klauen des goldenen Drachen" auch selbst vor die Kamera: Er liefert sich mit Harris Charakter Captain Rowland direkt zu Beginn des Films eine handfeste Prügelei und bereitet als schmieriger Handlager des goldenen Drachen dem Duo immer wieder Schwierigkeiten. Mittlerweile über 85 Jahre, denkt Parolini aber keineswegs daran in Rente zu gehen, sondern versucht seit einigen Jahren in China den Film "Gladiator / Gladiatrix" zu verwirklichen, mit dem er, wie er selbst sagte, ein wahren Kassenschlager hinlegen wird. Dann drücken wir ihm mal die Daumen, dass es noch was mit dem Film wird, schließlich sprach er bereits 2009 beim Buio Omega Event von seinen Plänen.



"Kommissar X – In den Klauen des goldenen Drachen" hat neben dem beiden bekannten Gesichtern und der fernöstlichen Kulissen auch noch eine ganze Reihe von namenhaften Schauspielern und Schauspielerinnen zu bieten. Neben Ernst Fritz Fürbringer, der auch im letzten Teil der Reihe "Kommissar X jagt die roten Tiger" mitspielte, dürfen die männlichen Zuschauer sich vor allem über die Beteiligung von Gisela Hahn freuen, die hier die Killer-Mieze "Stella" spielt. Die hübsche Darstellerin kann auf eine ganze Reihe erfolgreiche Arbeiten zurückblicken. Mit Brad Harris stand sie neben zwei "Kommissar X"-Filmen auch schon für "Mr. Dynamit - Morgen küsst euch der Tod" vor der Kamera und später waren beide in "Sie nannten in Zambo" zu sehen. Aber auch mit Bud Spencer und Terence Hill arbeitet sie in Interner Link"Die Rechte und die linke Hand des Teufels" zusammen und später nochmal mit Bud Spencer alleine in Interner Link"Banana Joe". Jess Franco zeigte sie 1980 in Interner Link"Jungfrau unter Kannibalen" und in Luigi Cozzis Alien-Knaller Interner Link"Astaron - Brut des Schreckens" war sie an der Seite von Ian MacCulloch und Siegfried Rauch zu sehen. Letztere spielte später ebenfalls in zwei "Kommissar X"-Filmen mit (Interner Link"Drei blaue Panther", Interner Link"Drei gelbe Katzen"). 1976 bereicherte sie sogar eine Ausgabe des italienischen Playboys mit ihren Körper.


Weiterhin sollte man Carlo Tamberlani erwähnen, der den zwilichten Taylor verkörperte und bis zu seinen Tod 1980 an über 130 Filmproduktionen mitwirkte. Barbara Frey spielt die Tochter des Professors und begann ihre Filmkarriere 1957 mit "Endstation Liebe" an der Seite von Horst Buchholz. Bleibt noch zu erwähnen, dass dies der einzige "Kommissar X" Film ist in dem Rainer Brandt nicht Brad Harris seine Synchronstimme lieh, sondern Horst Niendorf, was direkt zu lasten der Wortwitze ging.


Angenehm sauberer Widescreen-Transfer, der frei von Defekten ausfällt. Die wenigen Schmutzpartikel stören kein Stück und die Kompression arbeitet ebenfalls tadellos. Hinzu kommt kaum sichtbares Rauschen. Die Schärfe fällt je nach Aufnahme und Szene sehr wechselhaft aus. Insgesamt kann man aber von einem angenehmen bis guten Schärfeverhalten sprechen, sowie einer soliden Detaildarstellung. Es gibt aber immer wieder sehr weiche und teilweise extrem unscharfe Einstellungen, was beim Dreh schon schiefgelaufen sein muss. Kontrast und Farbdarstellung sind ebenfalls solide und arbeiten meist ausgewogen, wobei der Schwarzwert nicht sonderlich satt und tief ausfällt. Plastisch wirkt das Bild niemals und auch wenn man hin und wieder leichte Spuren von Nachschärfung erkennen kann, fehlt es dem Bild an der nötigen Durchzeichnung. Insgesamt also ein solides Bild, welches ohne große Höhen auskommen muss.


Die deutsche und englische Synchronisation liegt jeweils in Mono vor und bietet eine gute Sprachwiedergabe, wobei die deutschen Dialoge im Hochtonbereich leicht verzerren, dafür insgesamt aber klarer und frischer klingen als der dumpfere englische Mix. Musik und Nebengeräusche klingen sehr laut und wirken breiter als beim muffigeren englischen Mix, der aber immer noch deutlich besser klingt als bei anderen Titeln der Reihe. Fans werden aber auch hier viel eher zum deutschen Ton greifen, einfach weil die deutsche Synchronfassung schon Kultstatus hat. Auf Wunsch lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
Die Extras beschränken sich auf Bildergalerien, eine Filmografie und zwei Kinotrailer, sowie ein 12seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen.


"Kommissar X – In den Klauen des goldenen Drachen" ist weit davon entfernt der beste Teil der Reihe zu sein, dafür aber unheimlich unterhaltsam und überzeugt mit seinem aufwendigen Setting, den guten Actioneinlagen und angenehmen Slapstickeinlagen. Dass die Macher hier dreist von James Bond klauen, ist schon lange kein Geheimnis mehr, macht das Gezeigte aber umso sympathischer. Die Geschichte ist eigentlich belanglos und kaum der Rede wert. Hier geht es nur um den Unterhaltungsfaktor und der ist bei allen "Kommissar X"-Filmen sehr hoch. Die Anolis-DVD ist auf 1200 Stück limitert und wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Technisch aufgrund diverse Produktionsumstände nicht der beste Film der Reihe, aber immer noch sehr sehenswert.


Film++++--
Bild+++/--
Ton++/---
Bonus+/----


Druckbare Version
Kommissar X - Jagd auf Unbekannt (#1)
Kommissar X - Drei grüne Hunde (#4)
Kommissar X - Drei blaue Panther (#5)
Kommissar X - Drei gelbe Katzen (#2)
Kommissar X - Drei goldene Schlangen (#6)
Kommissar X - In den Klauen des goldenen Drachen (#3)
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.