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D, IT 1968
Originaltitel:Kommissar X - Drei goldene Schlangen
Alternativtitel:Island of Lost Girls
aka. Tiger Bande, Die
aka. Tigerbande, Die
Länge:85:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Roberto Mauri
Buch:Jameson Brewer, Manfred R. Köhler, Gianfranco Parolini (als Robert F. Atkinson)
Kamera:Francesco Izzarelli
Musik:Francesco De Masi, Roberto Pregadio
Darsteller:Tony Kendall, Brad Harris, Monica Pardo, Loni Heuser, Hansi Linder, Herbert Fux, Giuseppe Mattei, Walter Brandi, Rotraut de Nève, Carlos de Castro, Vilaiwan Vatanapanich
Vertrieb:Anolis / Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,66:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:30.01.2013 (Kauf)
Specials:
  • 12seitiges Booklet
  • Original Kinotrailer (3:25 Min.)
  • Super-8-Fassung (17:34 Min.)
  • "Kiss Kiss, Kill Kill - Captain Rowland erzählt" (43:12 Min.)
  • Werberatschlag (3:51 Min.)
  • Bildergalerie (1:38 Min.)
Während eines Urlaubstrips durch Bangkok wird die junge, hübsche Phyllis Leighton (Hansi Linder) entführt. Ihre schwerreiche Mami Maud (Loni Heuser) hat vorher Captain Tom Rowland (Brad Harris) vom New Yorker Morddezernat auf dem Hinflug getroffen, und wendet sie sich nun hilfesuchend an ihn. Dieser informiert seinen Freund Jo Walker (Tony Kendall), der seiner Berufung als Privatdetektiv folgt und ebenso am Ort eintrifft. Bereits beschattet von der attraktiven Kathin Russell (Monica Pardo), die ihn verführen und vergiften soll ...
Teil 6 der Reihe bestätigt den vorher schon festgestellten Fortschritt; kann dieses langsame, aber stetige Emporklimmen in die Ruhmeshalle filmischer Kunst auch unter neuer Regie fortsetzen. Der - mit Rudolf Zehetgruber - vorherige Regisseur Gianfranco Parolini bleibt aber zumindest der Schreibarbeit treu.
Verlegt diesmal in das Venedig des Fernen Ostens wird der Exotenbonus erfolgreich ausgespielt, ohne die ständigen Locationwechsel vom Bond zu verschwenden. Einzig Walkers Heimstätte New York City wird anfangs kurz einbezogen: Man zeigt einfach eine Standaufnahme der Stadt und ihn dann typischerweise mit einer Mieze im Bett. Davon bekommt er auch in Thailand einige ab. Der asiatische Cast bleibt aber überschaubar und bezieht sich zumeist auf einige barbusige Masseusen. Die Gegend selber wird gut eingebunden und zeugt von gutem Produktionsinstinkt.



Auch das Skript beschreitet den Weg eines Reiseführers und verlässt sich auf seine verschiedenen Standorte, die in der ersten Hälfte nacheinander für eine rasche Folge von Actionszenen genutzt werden. Die Prämisse steht kaum, da häufen sich die Attentate auf sowohl Walker als auch Rowland einzeln und zusammen, dass es eine wahre Freude ist. Eine ähnlich wirksame Methode des Überspielens von narrativen Entbehrungen hat man auch im zweiten Teil Interner Link"Kommissar X - Drei Gelbe Katzen" versucht; hierbei funktioniert es vergleichbar gut, auch wenn sich etwas mehr mit einheimischen Kampfsportarten hätte beschäftigen können. Wenn man schon vor Ort ist und mit Rowland ebenfalls einen propagierten Experten an Bord hat. Stattdessen wird mit Flammenwerfern, Pistolen, amokfahrenden Lieferwagen, Motorbootjagden sowie vor allem Giftanschlägen um sich geworfen und so die Laufzeit angenehm verkürzt.



Die Geschichte unter dem Sammelpseudonym Bert F. Island ist ansonsten nämlich wieder die gleiche wie sonst auch immer: die im Dreifingersystem geschriebene Mär von der ominösen Geheimbande, die sich mit drei farbigen Tieren im Titel schmückt und sonst nur Böses im Schilde führt. Hierbei werden junge Damen entführt, unter Drogen willenlos gemacht und auf einer mysteriösen Insel zahlenden Kunden feilgeboten. Die Hintermänner sind dann auch hier entweder offen oder versteckt augenfällig. Die beiden Recken erkennen die Gefahr auch irgendwann und schreiten dann ein.
Ausgetragen wird auch vermehrt mit Kalauern. Anfangs sogar richtig guten - Rowland hat eine großartige Slapsticksequenz gegen Beginn, in deren Verlauf er sich auch von einem Zwerg verprügeln lassen muss - später geht da etwas die Luft aus und die Sprüche fangen an zu nerven. Sowieso ist die zweite Hälfte gegenüber dem Einstieg abfallend und macht das nicht einmal im Showdown wieder gut. Der großangelegte Absprung von Fallschirmjägern auf das Hauptquartier der Insel der 1000 Lotusblüten verläuft nämlich soweit harmlos, außer dass einige Schergen in den Schlamm geboxt werden. Unpassend auch der plärrende "Jo Walker"-Song, der diesmal gleich zu zwei Prügeleien untermalt wird.



Den wahren Eyecatcher hat man schon vorher gefilmt; wieder ein horrend gemütskranker Stunt, der den Ausführenden wahrscheinlich mehr als nur leichtes Herzklopfen beschert hat: Der Lieferwagen kracht nach seinem missglückten Hit in den Hafen, wobei die beiden Fahrenden hinten rauszuspringen versuchen. Der Zweite erwischt den Absprung zu spät und kommt nicht wirklich aus dem fallenden Wagen heraus, um dann noch das Problem zu haben, dass das Teil hinten wieder runterkracht.
Der Rest bleibt weniger aufregend, aber hübsch abwechslungsreich und mit einer dem Sujet entsprechend knappen Ausbreitung gesegnet. Ist man einmal in der Reihe drin, kann sogar ein kleiner Suchtfaktor gegeben sein - wer hätte das gedacht.



Die sechste und leider letzte Veröffentlichung der "Kommissar X"-Reihe von Anolis Entertainment (man konnte sich die Rechte an den siebten und letzten Teil "Kommissar X – jagt die roten Tiger" nicht sichern) liegt im Format von 1,66:1 vor und wurde anamorph kodiert. Bildtechnisch steht "Drei goldene Schlagen" seinen Vorgängern in nichts nach. Das Bildformat ist lässt den Film zwar nicht so episch erscheinen, wie er es vielleicht verdient hat, dafür überzeugt es mit einer durchweg soliden bis guten Schärfe und zeigt sich sogar immer wieder sehr detailliert. Je nach Sequenz kann das variieren und auch der Kontrast ist nicht durchweg auf hohem Niveau, schafft es aber meist helle und dunkle Bildbereiche ordentlich auszubalancieren. Der Schwarzwert könnte etwas konstanter arbeiten und fällt leider nicht immer so satt und kräftig aus wie erhofft, wobei es immer wieder schön plastische und knackige Sequenzen gibt, jedoch auch genug davon, die etwas ins Gräuliche tendieren und somit eine ordentliche Durchzeichnung vermissen lassen. Konturen werden sauber dargestellt, Überstrahlungen gibt es nur selten. Auch der Rauschfaktor ist hält sich angenehm zurück. Defekte und Schmutzpartikel sind kaum wahrzunehmen und die Kompression arbeitet ruhig im Hintergrund. Bleibt eigentlich nur noch die natürliche Farbdarstellung zu bewerten, die zwar nicht immer sonderlich kräftig ausfällt, weitgehend aber gute Werte abliefert.


Der deutsche Monoton gefällt wie immer am besten aus, lässt die Dialoge sauber und klar aus den Boxen hallen und neigt nur im Hochtonbereich hin und wieder zu etwas Zischeln und Kratzen. Musik und Nebengeräusche werden ebenfalls sauber wiedergegeben und für einen Monomix ist die Abmischung sehr gut gelungen, ohne muffig oder dumpf zu klingen. Der englische Mix ist diesmal nicht so kratzig ausgefallen, klingt daber etwas dumpfer und gedrungener, was man nicht nur in den Dialogen, sondern im gesamten Klangbild hört. Zudem ist Hintergrundrauschen deutlicher wahrzunehmen.

Neben dem obligatorischen Trailer, Bildergalerien und Werberatschlägen befindet sich auf der Disc noch ein 43minütiges Interview mit Brad Harris, welches Deutsch untertitelt wurde und nicht nur für Brad Harris-Fans eine schöne Zeitreise durch mehr als 50 Jahre Filmgeschichte und "Kommissar X"-Historie darstellt. Abgerundet wird das Bonusmaterial mit einer Super-8-Filmfassung von "Kommissar X - Drei goldene Schlangen", sowie einem 12seitigen Booklet mit Hintergrundinformationen.


Sehr schöne, ebenfalls auf 1200 Stück limitierte Veröffentlichung, bei der sich Anolis abermals sehr viel Mühe gegeben hat. Ausgeliefert wird die Disc mit einem FSK-Wendecover.


Film+++/--
Bild++++--
Ton++/---
Bonus+++/--


Druckbare Version
Kommissar X - Jagd auf Unbekannt (#1)
Kommissar X - Drei grüne Hunde (#4)
Kommissar X - Drei blaue Panther (#5)
Kommissar X - Drei gelbe Katzen (#2)
Kommissar X - In den Klauen des goldenen Drachen (#3)
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