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D, FR, IT, CAN 1967
Originaltitel:Kommissar X - Drei blaue Panther
Alternativtitel:Gangsters per un Massacro
Länge:85:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Gianfranco Parolini (als Frank Kramer)
Buch:Gianfranco Parolini (als Robert F. Atkinson), Günter Rudorf, Giovanni Simonelli, Paul Alfred Müller (als Bert F. Island)
Kamera:Francesco Izzarelli, Rolf Kästel
Musik:Marcello Giombini
SFX:Richard Richtsfeld
Darsteller:Tony Kendall, Corny Collins, Siegfried Rauch, Brad Harris, Hannelore Auer, Erika Blanc, Franco Fantasia, Frank Littlewood, Erwin Strahl, Frank Valentin, Carlos de Castro, Laci von Ronay
Vertrieb:Anolis / Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,66:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:20.12.2012 (Kauf)
Specials:
  • 12seitiges Booklet
  • Original Kinotrailer (3:24 Min.)
  • Super-8-Fassung Teil 1 (16:09 Min.)
  • Super-8-Fassung Teil 2 (16:06 Min.)
  • Werberatschlag (3:30 Min.)
  • Filmprogramme (4:32 Min.)
  • Filmografie Tony Kendall (55 Seiten)
  • Bildergalerie (1:55 Min.)
  • Hidden Feature
Arthur Hillary, der Kopf einer Diebesbande, wird während eines Gefangentransports von seinen früheren Komplizen befreit. Die Bande hatte einst Juwelen im Wert von 3 Millionen Dollar geklaut. Die Edelsteine übergab Arthur seinem Bruder Robert, damit dieser sie, während Arthur im Gefängnis sitzt, für ihn aufbewahrt. Nun wollen die Gangster die Beute zurück. Als Robert sich weigert, wird er von seinem Bruder auf der EXPO in Montreal erschossen. Die Ermittlungen in diesem Mordfall übernimmt Captain Tom Rowland. Dessen Freund Jo Walker alias Kommissar X wird von der Versicherungsgesellschaft beauftragt, die gestohlenen Juwelen wieder zu finden, was ihm auch gelingt. Die Verbrecher sehen nur noch eine Chance an ihre Beute zu bekommen: Sie drohen, Roberts Witwe Elizabeth zu ermorden, wenn man ihnen die Edelsteine nicht übergibt ...
Das fünfte Abenteuer von Kommissar X und seinem Kumpel Captain Rowland wurde 1967 erneut von Gianfranco Parolini unter seinem Pseudonym Frank Kramer inszeniert. Zudem arbeitete der schrullige, sympathische Italiener unter dem Namen Robert F. Atkinson am Drehbuch mit und stand erneut vor der Kamera. Als Ganove Smoky und mit geschmacklos kariertem Sakko macht er den beiden Hauptdarstellern mit seinen fiesen Machenschaften ordentlich das Leben schwer. Auch der spätere Traumschiff-Kapitän Siegfried Rauch ist wieder mit von der Partie und spielt erneut die Rolle des Schurken Anthony, der ein durchaus hinterhältiger und gefährlicher Gegenspieler für Kommissar X und Captain Rowland darstellt und mit seinem sehr charismatischen Spiel überzeugt.



Etwas kurios geht es beim Beginn von "Drei blaue Panther" zu: Dieser enthält Insert-Material aus dem Jerry-Cotton-Film "Dynamit in grüner Seide". Zudem soll laut Credits ein gewisser Giombini Marcello für die Musik verantwortlich gewesen sein. Hier ist den Machern wohl ein kleiner Fehler unterlaufen, richtiger ist Marcello Giombini, der unter anderem für eine ganze Reihe von Italo-Western verantwortlich (z.B. die Parolini-Klassiker "Sabata" und "Sabata kehrt zurück"). Unter seinem Pseudonym Pluto Kennedy werden einige seine Klänge aus den Filmen Interner Link"Man-Eater – Der Menschenfresser" und Interner Link"In der Gewalt der Zombies" erkennen. Aus zuverlässigen Quellen weiß man mittlerweile aber, dass Giombini nicht der einzige Komponist an diesem "Kommissar X"-Streifen war. Der italienische Maestro Francesco de Masi hat ebenfalls ein paar Stücke zum Film beigetragen, die man unverkennlich in der zweiten Hälfe des Films heraushört. Welcher der beiden Komponisten allerdings welches Stück komponierte, ist nicht mehr nachvollziehbar, zumal Masi bis heute nicht als Komponist geführt wird.



Bei der Titelgebung bediente man sich erneut der Tierwelt, wobei es die beiden Helden diesmal nicht mit einer Verbrecherorganisation zu tun bekommen, die sich einen Tiernamen gibt. Diesmal geht es um eine geheimnisvolle indianische Skulptur, die "drei blauen Panther", die der Schlüssel zu einem Juwelenraub im Werte von 3 Millionen Dollar ist. Die Reise führt Kommissar X und Tom Rowland in westkanadische Calgary und nach Montreal, wo sie den Gangsterboss Arthur Hillary (Franco Fantasia) und seinen Komplizen Anthony (Siegfried Rauch und Smoky (Gianfranco Parolini) auf der Spur sind. Franco Fantasia spielt eine Doppelrolle als Hillarys Bruder Robert, der Arthur unwillentlich ermordet, zumindest mag man dies zu Beginn vermuten. Der Fall wird für die beiden Helden immer verzwickter und geheimnisvoller, zudem werden immer mehr Unschuldige in den Sog des Verbrechens gezogen. So auch die bezaubernde Witwe Hillarys, welche von Erika Blanc gespielt wird und an der Tom Rowland nicht nur dienstliches Interesse hegt. Je weiter das Geschehen vorangetrieben wird, umso verworrener und undurchsichtiger wird das Netz aus Intrigen und Mord und findet ein durchaus überraschendes Ende.


Bis aber es aber soweit ist, wird uns ein überraschend guter "Kommissar X" geboten. Er enthält weniger Klamauk, dafür rasante Actionszenen, die Gianfranco Parolini erneut mit Hilfe von Tom Rowland-Darsteller Brad Harris in Szene gesetzt hat, und wirkt deutlich bodenständiger als der Vorgängerfilm Interner Link"Drei grüne Hunde", der zu einer der schlechtesten Beiträge der Reihe zählt. Auch wenn das Gezeigte immer noch äußerst trivial ist und man als Zuschauer ein Faible für die naiv-charmante Filmreihe haben muss, wird man gut unterhalten. Es sollte damals auch nicht lange dauern, bis ein weiterer "Kommissar X"-Film in die deutschen Kino kam.


"Kommissar X – Drei blaue Panther" ist ein actionreiches, spaßiges Unterfangen und weist mit Tony Kendall und Brad Harris ein eingespieltes Duo in Bestform auf, welchem man gerne zuschaut. Die Gegenspieler könnten diabolischer kaum sein und fürs Auge bekommt der Zuschauer mit Darstellerinnen wie Erika Blanc (Interner Link"Die toten Augen des Dr. Dracula", "Hexen – Geschändet und zu Tode gequält") und Hannelore Auer, die später noch im Folgefilm Interner Link"Drei goldene Schlangen" als sexbombige Assistentin Betty an der Seite von Kommissar X zu sehen sein wird und heute als Frau von Heino bekannt sein dürfte, ebenfalls einiges geboten.


Die Nummer 5 der "Kommisar X"-Reihe aus dem Hause Anolis Entertainment und Koch Media wartet erneut mit einem FSK-Wendeocover und einem 12seitigen Booklet mit reichlich Hintergrundinformationen auf. Im Bonusmaterial findet der Zuschauer neben ein paar netten Easter Eggs eine umfangreiche Bildergalerie, Filmprogramme, Werberatschläge, sowie eine Filmografie von Tony Kendall. Desweiteren befindet sich eine zweiteilige deutsche Super-8-Fassung auf der Disc und der Original-Kinotrailer. Hier wären vielleicht noch aktuellere Interviews interessant und sicherlich möglich gewesen.


Der anamorphe Transfer erscheint im Format von 1,66:1, wodurch der Zuschauer links und recht schwarze Balken auf dem Bildschirm sieht. Die Farben sind sehr knallig und satt, wirken teilweise aber etwas übersättigt und tendieren teilweise ins Rotstichige, was sehr gut bei Gesichtern ersichtlich wird. Der Kontrast arbeitet sauber ohne zu überstrahlen. Der Schwarzwert ist tief, lässt in dunklen Szenen aber häufig Details absaufen und übermäßig plastisch wirkt das Bild auch nur in dunkleren Sequenzen. Dafür neigt das Bild nicht zu Doppelkonturen, was darauf schließen lässt, dass auf eine unnötige Nachschärfung des Material verzichtet wurde bzw. diese nur sehr dezent vorgenommen wurde. Die Schärfe befindet sich auf einem durchaus guten Niveau, obwohl das Bild Szenen bedingt mal etwas unschärfer und schwammiger wirkt. Insgesamt ist das Ergebnis aber positiv zu bewerten und der Detailbereich ist für einen Film aus den späten 1960er Jahren ganz gut ausgefallen. Eine etwas konstantere Kontrast- und Farbdarstellung und man hätte durchweg zufrieden sein können. Die Kompression arbeitet ruhig im Hintergrund. Bildrauschen hält sich dezent im Hintergrund und selbst Schmutzpartikel und Defekte sind nur dezent wahrzunehmen.


Die deutsche Monospur klingt sehr kratzig und übersteuert extrem im Hochtonbereich, wodurch die Stimmen stark zischen. Dennoch sind die Dialoge klar und deutlich zu verstehen und der deutsche Mix klingt weder muffig noch dumpf. Dafür ist im Hintergrund ein deutliches Rauschen zu hören. Der englische Mix hingegen klingt dumpf, kratzig und lässt ein deutliches Rauschen aufkommen. Hier ist mal wieder die deutsche Tonspur vorzuziehen, die im Vergleich zur englische Synchronisation so klingt, als würde man sich den Schmalz aus den Ohren saugen lassen. Da liegen Welten dazwischen.

Wie gehabt sehr schöne Veröffentlichung aus dem Hause Anolis. Das Wendecover ist auf dem DVD-Rücken nummeriert und bebildert und fügt sich somit sehr schön ins Gesamtbild der anderen "Kommissar X"-Titel ein.


Film+++/--
Bild+++---
Ton++/---
Bonus++----


Druckbare Version
Kommissar X - Jagd auf Unbekannt (#1)
Kommissar X - Drei grüne Hunde (#4)
Kommissar X - Drei gelbe Katzen (#2)
Kommissar X - Drei goldene Schlangen (#6)
Kommissar X - In den Klauen des goldenen Drachen (#3)
Kommissar X - Drei blaue Panther (#5)
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