Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
D 2006
Originaltitel:7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug
Alternativtitel:Sieben Zwerge - Der Wald ist nicht genug
Länge:91:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersfreigabe
Regie:Sven Unterwaldt Jr.
Buch:Joja Wendt
Kamera:Peter von Haller
Musik:Joja Wendt
SFX:Lucien Stephenson
Darsteller:Otto Waalkes, Nina Hagen, Mirco Nontschew, Boris Aljinovic, Markus Majowski, Heinz Hoenig, Udo Lindenberg, Ralf Schmitz, Rudi Carrell, Cosma Shiva Hagen, Martin Schneider, Norbert Heisterkamp, Rüdiger Hoffmann, Hans Werner Olm, Atze Schröder, Helge Schneider
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:KeepCase im Schuber
DVD-Start:29.03.2007 (Verleih) / 29.03.2007 (Kauf)
Specials:
  • 8seitiges Booklet: "Das Zwergen-ABC"
Film-DVD
  • Alternatives Ende (2:07 Min.)
  • Märchenquiz mit Belohnung: "Helge Schneider über seine Rolle (3:57 Min.)
  • Musik & Karaoke:
    • Musikvideo "Steh auf, wenn du auf Zwerge stehst" (6:46 Min.)
    • Karaoke für Anfänger "Steh auf, wenn du auf Zwerge stehst" (6:46 Min.)
    • Karaoke für Fortgeschrittene "Steh auf, wenn du auf Zwerge stehst" (6:46 Min.)
  • Die Kinokampagne:
    • Teaser: "7 Mützen" (0:49 Min.)
    • Teaser: "Er ist Blond (0:40 Min.)
    • Teaser: "Eiszeit" (0:49 Min.)
    • Original-Kinotrailer (1:39 Min.)
  • Programmvorschau:
    • 7 Zwerge - Männer allein im Wald (2:35 Min.)
    • Liebe braucht keine Ferien (2:38 Min.)
    • Eine zauberhafte Nanny (2:19 Min.)
    • ch, du und der Andere (1:52 Min.)
    • Mr. Bean macht Ferien (1:25 Min.)
Bonus-DVD
  • Entfallene Szenen (5:36 Min.)
  • Verpatzte Szenen (6:04 Min.)
  • Die andere Märchenstunde:
    • Das tapfere Aufschneiderlein
    • Das Maschenputtel
    • Von der Frau und ihrem Fischer
    • Hans mein Igel und der Teufel mit den drei goldenen Haaren
    • Der falsche Froschkönig
    • Hänsel und Gretel XXL
    • Die Original Bremer Stadtmusikanten
  • Interviews:
    • Otto Walkes (3:51 Min.)
    • Mirco Nontschew (1:58 Min.)
    • Boris Aljinovic (4:16 Min.)
    • Ralf Schmitz (4:44 Min.)
    • Martin Schneider (1:52 Min.)
    • Gustav Peter Wöhler (2:32 Min.)
    • Norbert Heisterkamp (2:47 Min.)
    • Axel Neumann (1:39 Min.)
    • Nina Hagen (3:20 Min.)
    • Cosma Shiva Hagen (1:28 Min.)
    • Hans Werner Olm (1:40 Min.)
    • Rüdiger Hoffmann (0:44 Min.)
    • Heinz Hoenig (0:49 Min.)
    • Sven Unterwaldt (5:50 Min.)
    • Bernd Eilert (2:05 Min.)
    • Douglas Welbat (3:02 Min.)
  • Hinter dem Unterwald:
    • Making Of (16:43 Min.)
    • Nicolei Valuev - Der 8. Zwerg? (2:13 Min.)
    • Tricks & Zauberei (8:38 Min.)
  • "Hau den Zwerg"-Spiel (DVD-ROM für PC)
Im Märchenland hat es märchenhafte Veränderungen gegeben: Die eitle Königin ist gestürzt und muss im Knusperhaus Vergessen suchen, denn im Schloss lebt jetzt Schneewittchen mit ihrem Sohn. Doch der kleine Prinz ist in höchster Gefahr: An seinem ersten Geburtstag wird ihn Rumpelstilzchen holen - es sei denn, jemand fände rechtzeitig dessen Namen heraus. Doch wer könnte das sein?
2004 war das Jahr der deutschen Comedy-Erfolge im Kino. Gleich drei Big-Budget-Produktionen konnten in diesem Jahr punkten. Angefangen bei Interner Link"Der Wixxer", Oliver Kalkofes scharfzüngige Edgar Wallace-Verarsche, die mit über einer Million Zuschauer schon recht ordentlich besucht wurde. Dann Bullys "(T)Raumschiff Surprise", mit über 9 Millionen Zuschauern logischerweise der erfolgreichste Film von allen, der bei seinen Fans ebenfalls einschlug wie eine Bombe. Und als Letztes sollte dann noch Ottos Rückkehr ins Kino mit "7 Zwerge - Männer allein im Wald" gefeiert werden, der zwar größtenteils bei der Kritik durchfiel, aber auch seine Fans finden konnte und mit fast 7 Millionen Zuschauern ebenfalls äußerst erfolgreich war. Logisch also, dass es auch davon eine Forstsetzung geben muss und während uns Kalki mit seinem Interner Link"Neues vom Wixxer" noch bis 2007 warten lies, kamen die Zwerge bereits 2006 wieder ins Kino und nun auch auf DVD. Zu bieten haben sie mit "Der Wald ist nicht genug" dabei einen Streifen, der seinem Vorgänger eigentlich in nichts nachsteht, weder im Positiven noch im Negativen.


Denn wie schon der Vorgänger, so ist auch der zweite Zwergenfilm wieder eine recht sympathische aber mitunter auch sehr naive Angelegenheit. Die Geschichte wurde dabei recht passend weitergesponnen und bietet wieder märchenhafte Unterhaltung mit Comedyfaktor. Diesmal ist der Hauptbösewicht nicht die böse Hexe, sondern Rumpelstilzchen, welches der Prinzessin ihr Kind stehlen möchte, dies aber unterlässt, wenn diese den Namen des Ungetüm errät. Kurzum bittet sie ihre alten Freunde aus dem Unterwald, die sieben Zwerge, um Hilfe bei der Suche nach dem Namen. Und diese führt die Zipfelmützenträger sogar bis in die reale Welt hinaus ...
Ja, in Sachen Filmstory hat man sich wieder einmal eine recht nett gestaltete Erzählung einfallen lassen, die sowohl dem Märchentouch, als auch dem Comedyfaktor gute Dienste leisten kann. Es werden alle möglichen Märchen, wie eben Schneewittchen oder Rumpelstilzchen durch den Kakao gezogen, aber auch Filme wie Interner Link"Der Herr der Ringe" oder Interner Link"Harry Potter" müssen wieder einmal daran glauben. Kinder dürften von der Geschichte dabei noch mehr halten als die Erwachsenen, die mit der naiven Erzählweise erst einmal wieder klar kommen müssen. Doch alles in allem dürften auch sie damit keine allzu großen Probleme bekommen.



Und was am Ende zählt, ist ja sowieso der Comedyfaktor und dieser schwankt, wie schon beim Vorgänger, zwischen einigen allzu naiven Blindgängern, zum Beispiel wird das dämliche Zwergen-Halma-Spiel mit dem Brett über dem Kopf und "Schach"-Rufen auch hier wieder genüsslich zelebriert, mindestens genauso vielen Brüllern, man denke nur an Ralf Schmitz' unvergleichliche Pantomime im Fischgeschäft, und sehr viel Schmunzelware. Am stärksten ist das Team dabei immer noch einzeln, sprich wenn jeder Comedian die Komik bringen darf, mit der er auch hauptsächlich sein Geld verdient. So stolpert Otto natürlich wieder hübsch kindisch durch die Gegend, Mirko Nontschew lässt als Rattenfänger die hyperaktive Sau raus und Maddin Schneider beweist sich als schnellste, pardon langsamste Feuerwehr aller Zeiten. Und jeder kann dabei seine Brüller bestens für sich ernten, während sie im Team doch meist unterzugehen scheinen.



Hinzu kommt dann natürlich auch wieder die Hülle und Fülle an Gaststars, die ebenfalls wunderbar breit gefächert wurden. Da hätten wir wieder Rüdiger Hoffmann als Spiegel, Helge Schneider gibt einmal mehr den weis(s)en Helge, der dieses mal in einer Fischbude arbeitet, sowie Auftritte von Oliver Pocher als böser Spiegel, Axel Stein als Würstchenverkäufer, Udo Lindenberg als Hippie, Olli Dietrich als wortgewandter Pinocchio und Herr Holm (selbstverständlich) als brüllend komischer Wachtmeister. Und natürlich dürfen auch Christian Tramitz als gelangweilter Oberförster und Hans-Werner Olm als Spliss nicht fehlen, letzterer sogar kurz in der Rolle seines Alter Ego Luise Koschinski. Kurzum, in diesem Punkt ist der Streifen mitunter wirklich wunderbar.


Etwas einbrechen muss der neue Zwergen-Streifen allerdings immer dann, wenn es um die beiden neuen Zwerge im Bunde geht. Da ja Heinz Hoenig mittlerweile König ist und somit als Zwerg ausscheidet, kommt nun Norbert Heisterkamp mit in die Zwergenriege, der allerdings kaum zu überzeugen vermag, was allerdings auch an der viel zu kurzen Screen-Time liegt, die man ihm hier gegeben hat. Und als Cookie neu dabei ist Gustav-Peter Wöhler, der seinem Vorgänger Markus Majowski leider ebenfalls nicht das Wasser reichen kann. Während Majowski damals noch irgendwie hübsch charmant in seiner Rolle daherkam, wirkt Wöhler doch eher plump und unpassend. Schade eigentlich!

Sieht man dann einmal über die Comedians hinweg, so kann man zudem entdecken, dass man sich auch in puncto Inszenierung wieder einmal sehr viel Mühe gegeben hat. Der Märchenwald wurde wieder recht fantasie- und detailreich umgesetzt und wenn es die Zwerge dann später in die Großstadt verschlägt, wird ebenfalls recht ansprechbar mit den Mitteln eines Films gespielt. Dazu ein passender Soundtrack, einige nette Effekte und vieles mehr. Es ist doch spürbar, dass auch in den Kassen des deutschen Films keine Ebbe herrscht.


Ansonsten seien zum Abschluss noch die Schauspieler erwähnt, die jetzt nicht unbedingt als Comedians gelten, aber ebenfalls recht überzeugend sind. Zum einen Mutter und Tochter Hagen, als Schneewitchen und böse Königin, bei denen aber Hagen Jr. ihre Rolle mal wieder, selbst für so einen Film, etwas zu naiv darstellt, während Hagen Sr. dagegen wieder all ihre bekannten Facetten einsetzt, um der bösen Königin ein Gesicht zu geben und dabei weit weniger nervig wirkt, als noch im Vorgänger. Als Rumpelstilzchen gibt sich der sowieso schon recht zwielichtig wirkende Axel Neumann die Ehre, der in seinem Part ebenfalls aufzugehen scheint. Und Heinz Hoenig bekommt dann ganz zum Schluss auch noch einmal ein paar Szenen aufgesetzt, was auch gut so ist, da man ihn eigentlich den ganzen Film über irgendwie vermisst hat. Gut so!


Um den märchenhaften Look des Filmes hinzubekommen, arbeitet man mit vielen Farbfiltern und vor allem mit einem sehr hohen Kontrast, der in hellen Flächen sehr stark überstrahlt und das Bild sehr grell und steil erscheinen lässt. Die Farben sind dabei stets sehr kräftig und satt, tendieren immer mal wieder zu warmen, erdigen Tönen. Leider geht das alles zu Lasten der Schärfe. Der Transfer wirkt sehr weich und zeigt leider eine nur mittelmäßige Detailschärfe. Selbst die Konturen sind überwiegend sehr weich und bieten nur selten die nötige Plastizität, um von einem knackigen Transfer sprechen zu können. Bildrauschen ist bis auf wenige Ausnahmen nicht auszumachen und auch die Kompressionen arbeiten sehr sauber und zeigen nur geringfügiges Blockrauschen im Hintergrund, was man aber schon mit der Lupe suchen muss. Dass der Transfer sauber und frei von Defekten ist, sollte bei solch einer aktuellen Produktion Pflicht sein und wir werden nicht enttäuscht. Schade, dass man sich in puncto Detailschärfe so zurückgehalten hat.
Der Dolby Digital 5.1-Mix weiß da schon eher zu gefallen, vor allem da wir es hier mit einer Komödie zu tun haben. Auch wenn das Klangbild, wie nicht anders erwartet, sehr dominant aus dem Frontkanal hallt, werden immer wieder kleinere Effekte eingestreut, welche für die passende Räumlichkeit sorgen. Auch der Score darf sich sauber und kraftvoll auf alle Kanäle verteilen und die gut platzierten Umgebungsgeräusche unterstützen die sehr sauber und dynamisch klingende Abmischung. Die gutverständlichen Dialoge überzeugen genauso wie die hin und wieder auftauchende Effekte, welche sich in den Frontkanälen ausbreiten und dann auf die Rears wandern. Das klingt für eine deutsche Produktion wirklich sehr überzeugend und selbst der Bass darf in einigen Sequenzen reichlich Druck ausüben. Optional lassen sich dann noch deutsche und englische Untertitel hinzuschalten.


Die Doppel-DVD-Edition, auch "Zauberspiegel-Edition" genannt, ist eine Amaray mit glänzendem Cover und einem Schuber, welcher in der Mitte offen ist, um einen Spiegel darzustellen. In der Amaray finden wir dann ein 8seitiges Booklet mit dem "Zwergen-ABC", sowie ein DIN A3-Poster. Die restlichen Extras dieser "Zauberspiegel-Edition" lesen sich besser als sie es eigentlich sind. Auf der ersten DVD befinden sich neben dem Musik-Video zum Film, sowie zwei Karaoke-Versionen, noch vier Teaser Trailer und der Original-Kinotrailer. Zudem können wir uns noch ein alternatives Ende anschauen, sowie an einem Märchenquiz teilnehmen, bei dem man sich ein Interview mit Helge Schneider freispielen kann. Eine typische Trailershow darf dabei natürlich nicht fehlen.
Auf der zweiten DVD gibt es knapp zwölf Minuten an entfallenen und verpatze Szenen, sowie 16 Interviews mit Cast & Crew, wobei diese kaum wirklich Informationen außer dem typischen Werbegelabere zu bieten haben. Unter "die andere Märchenstunde" dürfen wir 7 Märchen Probehören bzw. -Lesen. Dabei handelt es sich um bekannte Märchen im neuen Gewand und solche Titel wie z.B. "Hänsel und Gretel XXL", "Das tapfere Aufschneiderlein", oder "Hans, mein Igel und der Teufel mit den drei goldenen Haaren", die bereits anhand der Namensgebung erahnen lassen, was hier auf uns zukommt. Leider werden wir schnell damit abgespeist, dass wir uns die Geschichten in jeder gut sortierten Buchhandlung kaufen können.
Das 16minütige Making of ist leider sehr werbelastig und bietet den typischen Output an Behind the Scenes-Material und Interview-Clips. Das 2minütige Mini-Featurette über Nicolei Valuev ist rechtlangweilig, dafür ist das 8 Minuten lange Feature "Tricks & Zauberei" sehr interessant und zeigt uns anhand von Beispielen, wie die Special und Visual Effects im Film entstanden sind. Zum Schluss kann man im DVD-ROM Part das "Hau den Zwerg"-Game spielen. Einzige Vorrausetzung: Ihr müsst einen PC mit DVD-Laufwerk haben.



Genauso naiv und genauso komisch wie der Vorgänger. "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug" vereint einmal mehr eine hübsche Märchenatmosphäre mit naiver Comedy, die mal mehr und mal weniger zündet. Vor allem wenn die Comedians alleine agieren können sie ihre vollen Stärken ausspielen, im Team gelingt ihnen das aber nur ab und an. Äußerst positiv wirkt sich dafür wieder die Fülle an Gastcomedians aus, sowie die liebevolle und aufwändige Inszenierung des Ganzen. Wer am Vorgänger Gefallen finden konnte, der dürfte somit auch mit diesem zweiten Teil soweit zufrieden sein, alle anderen sollten aber einen großen Bogen machen. Eben ein recht naiver, aber verdaulicher Comedy-Happen für zwischendurch, ganz genauso wie Teil eins.
Die DVD kränkelt vor allem beim Bild, welches stark unter den eingesetzten Filtern zu leiden hat. Der Ton hingegen ist überraschend gut ausgefallen und bei den Extras sollte man sich nicht blenden lassen. Die sehen nach deutlich mehr aus, als sie uns schlussendlich bieten. Hier sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob ihm die Einzel-Disc reicht, oder ob er die "Zauberspiegel-Edition" sein Eigen nennen möchte.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.