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UK 2010
Originaltitel:Sherlock
Alternativtitel:Sherlock - Eine Legende kehrt zurück!
aka. Sherlock: A Study in Pink
aka. Sherlock: Ein Fall von Pink
aka. Sherlock: The Blind Banker
aka. Sherlock: Der blinde Banker
aka. Sherlock: The Great Game
aka. Sherlock: Das große Spiel
Länge:265:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Paul McGuigan, Toby Haynes
Buch:Steven Moffat, Mark Gatiss, Sir Arthur Conan Doyle
Kamera:Steve Lawes
Musik:David Arnold, Michael Price
SFX:Danny Hargreaves
Darsteller:Benedict Cumerbatch, Martin Freeman, Una Stubbs, Rupert Graves, Mark Gatiss, Louise Brealey, Zoe Telford, Andrew Scott
Vertrieb:Polyband
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Englisch
Verpackung:KeepCase mit Schuber
DVD-Start:08.08.2011 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar zu "Ein Fall von Pink" von Mark Gattis, Steven Moffat und Sue Vertue
  • Audiokommentar zu "Das große Spiel" von Benedict Cumberbatch, Martin Freeman und Mark Gattis
  • Exklusiver Pilotfilm "Sherlock - A study in Pink" (55:15 Min.)
  • Making Of "Unlocking Sherlock" (32:38 Min.)
  • 16-seitiges Booklet mit Hintergrundinfos
Sherlock Holmes (Benedict Cumerbatch) meldet sich zurück und ist jünger, zynischer und energetischer denn je! In der ebenso originellen wie spannenden Neuauflage des klassischen Stoffes nach Sir Arthur Conan Doyle begibt sich Holmes mit Smartphone und Notebook bewaffnet auf große Verbrecherjagd im London des 21. Jahrhunderts. Unterstützung erfährt er in Dr. John H. Watson (Martin Freeman), einem posttraumatisierten Kriegsveteranen, der Holmes bei dessen Ermittlungen nicht von der Seite weicht.
Was bleibt mir anderes übrig, als mich demütig vor der Brillanz dieser Serie zu verneigen. Mit welcher Leichtigkeit es den Briten derzeit gelingt, eine gute Serie nach der nächsten zu präsentieren ist beeindruckend, aber was ihnen hier gelungen ist, ist aus meiner Sicht nahezu unglaublich!



Erdacht von den Autoren Steven Moffat und Mark Gatiss, welche beide schon für ihre Arbeit an Interner Link"Doctor Who" von den Fans kultisch verehrt werden, jedoch letztendlich angetrieben von Moffats Ehefrau, der Fernsehproduzentin Sue Vertue, war es von beiden eigentlich als ein eher privates Vergnügen gedacht. Da beide Liebhaber der Werke des im Jahr 1886 von Sir Arthur Conan Doyle erdachten Detektives Sherlock Holmes und seines Freundes Dr. John Watson waren, kam man auf die Idee, diese schon oft mehr oder minder erfolgreich verfilmten Geschichten in die Gegenwart zu transportieren, entsprechend anzupassen, dabei aber absolut werkgetreu zu interpretieren. Anfänglich schrieb und drehte man einen einstündigen Piloten, der von BBC nicht unbedingt enthusiastisch aufgenommen wurde. Man erkannte jedoch das vorhandene Potential und bat um entsprechende Verfeinerungen.

Dadurch angespornt wurde weiter an der Geschichte gefeilt, und es entstand ein abendfüllender Spielfilm, der den Grundstein legen sollte: "Ein Fall von Pink"! Behutsam wird der Zuschauer an die Figuren herangeführt, man ist Zeuge der ersten Begegnungen der Protagonisten und gerät quasi nebenbei in ihren ersten Fall. Schon hier wird dem interessierten und wachsamen Zuschauer deutlich, wie geschickt man sich der Werke des Autors bediente. Eine kleine Anspielung hier, ein Begriff dort, oder gar der Aufdruck auf einem Pappbecher sind hinweise auf die literarische Vorlage und Anspielung auf andere Fälle. Was es aber so perfekt macht, ist die Kunst, sowohl den fanatischen Holmes-Fan zu beglücken, als auch den "normalen" Zuschauer, der sich einfach nur gut, spannend und intelligent unterhalten lassen möchte, zu bedienen. Scharfzüngige Dialoge, geschliffener Wortwitz, eine emotionale Geschichte, die aber auch humorvoll-sarkastische Seitenhiebe verteilt, und über Allem die grandiosen Darsteller. Benedict Cumberbatch als Sherlock und Martin Freeman als John Watson sind ein echter Glücksgriff! Von der ersten Minute an liefern beide ein wunderbar harmonisierendes, perfekt aufeinander abgestimmtes Spiel, welches konstant auf einem hohen Niveau bleibt.



Schon der zweite Fall, "Der blinde Bankier", zeigte, wie gut die Chemie zwischen den Darstellern ist. Aufeinander eingespielt werden Dialoge auf den Zuschauer losgelassen, die ihresgleichen suchen. Aber neben der ausgefeilten Kommunikation und der unglaublichen intellektuellen Fähigkeit des Kombinationsmeisters Holmes zeigt sich hier erstmals auch sein Können in der asiatischen Kampfkunst, welches sehr ästhetisch gefilmt in die Geschichte integriert wird, in welcher die Ermittler einem chinesischen Schmugglerring auf der Spur sind.

Der dritte Fall namens "Das große Spiel", das Finale der ersten Staffel, ist aus meiner Sicht auch gleichzeitig der Höhepunkt dieser Season, wird hier doch erstmals der wohl bekannteste Gegner Holmes eingeführt: Jim Moriarty (Andrew Scott, "Dead Bodies")! Dieser Fall ist der spannendste und temporeichste Film der ersten Staffel, wird Holmes doch gezwungen, mehrere Fälle mit einer sehr engen Zeitvorgabe zu lösen. Als man dem Verbrecher jedoch eine Falle stellen möchte, zeigt sich, dass dieser ein Sherlock Holmes ebenbürtiger Gegner ist, der in der Lage ist, beinahe jede Situation zu seinem Vorteil zu drehen! Hier haben wir einen der spannendsten Cliffhanger der aktuellen Serienlandschaft ...



In Anbetracht einer TV-Serie bekommt man eine exzellente Bildqualität präsentiert. Man darf wirklich behaupten, dass "Sherlock" in diesem Bereich das absolute Nonplusultra darstellt. Die Farben werden realistisch, jedoch sehr unterkühlt dargestellt, was aber ein gewolltes Stilmittel ist. Die Schärfe ist tadellos und arbeitet selbst kleinste Details ordentlich heraus. In Verbindung mit dem perfekt ausbalancierten Kontrast sowie dem Schwarzwert ergibt sich so ein tolles, plastisches Bild. Anderweitige Probleme wie Rauschen oder kompressionsbedingte Artefaktbildungen sind nicht auszumachen.

Auch die beiden Tonspuren wissen zu überzeugen. Stets wird die Akustik klar und detailliert wiedergegeben, so dass es zu keinen Beeinträchtigungen kommt. Das Verhalten beider Tonspuren ist weitgehend identisch. Falls man sich für die englische Version entscheidet, muss man leider auf begleitende deutsche Untertitel verzichten, weil lediglich welche in englischer Sprache erstellt wurden. Der einzige Vorteil des Originaltons sind die markanten Stimmen der Darsteller. Zwar wurden auch die deutschen Sprecher sehr passend gewählt, doch gerade Benedict Cumberbatch als Sherlock besitzt eine unverwechselbare Stimme im Original. Da die Serie an für sich sehr ruhig gehalten ist, darf man auf keine wuchtigen Auswüchse hoffen. Dennoch ist die Soundkulisse stets lebendig und auch der Subwoofer darf ins Geschehen eingreifen.



An Extras wurde nicht gespart, doch entschied sich Polyband auf deutsche Untertitel zu verzichten. Schaut man darüber hinweg, bekommt man zumindest einen sehr interessanten Einblick in die Entstehungsprozesse der Serie. Begonnen wird mit zwei Audiokommentaren zur ersten und dritten Folgen, in denen Macher und Darsteller von "Sherlock" umfangreiches Hintergrundwissen zur jeweiligen Folge, der Technik als auch zum Schöpfer Sir Arthur Conan Doyle vermitteln. Des Weiteren gibt es das halbstündige Making of "Unlocking Sherlock", das besonders für denjenigen interessant ist, der keine Lust darauf hat, sich mit Audiokommentare auseinander zu setzen. Diesem gelingt es nämlich, auf kompakter Art und Weise das fundierte Wissen nochmals zu vermitteln. Höhepunkt der Veröffentlichung ist die alternative Pilotfolge, welche die Episode "Ein Fall von Pink" in mit etwas anderen Orten und Darstellern zeigt und exklusiv für die Bosse der BBC erstellt wurde, um Budgets an Land zu ziehen. Eine weitere Informationsquelle ist das Booklet mit Episodenguide, Infos zu den Machern und einem Vergleich zwischen dem alten und dem neuen Sherlock Holmes.


Von technischer Seite ist die Polyband-DVD ebenso wie die Serie selbst sehr hochwertig präsentiert. Demnach darf man bei "Sherlock" zugreifen. Das interessante Bonusmaterial und ein nettes Booklet versüßen die Kaufempfehlung zudem. Einziges Manko ist die auf dem Schuber aufgedruckte FSK-Kennzeichnung, denn an ein Wendecover wurde nicht gedacht.


Film+++++-
Bild+++++-
Ton++++/-
Bonus+++---


Druckbare Version
Sherlock (Staffel 2)
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