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USA 2007
Originaltitel:Zombies! Zombies! Zombies!
Alternativtitel:Strippers VS Crack Whore Zombies!
aka. Zombies Zombies Zombies
Länge:82:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Jason Murphy
Buch:Anthony Steven Giordano, Zack Kennedy
Kamera:Kenny Beaumont
Musik:Chris Lott
SFX:Rick Gonzales, Ron Keller, James T Clement, Brian Wolfe, Nick Wolfe
Darsteller:Lyanna Tumaneng, Jessica Barton, Hollie Winnard, Sean Harriman, Anthony Headen, Valensky Sylvain, Juliet Reeves, Landon Ashworth, Stephanie Miller, Krystal Davis, Rob Calvert, Josh Kelley, Michael Clinkenbeard, Michael Cooper, Krystal Fontanez, Christina Daoust, Jaime Jessup, Christina DeFabrizio
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (En), Dolby Digital 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:10.10.2008 (Verleih) / 14.11.2008 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar mit Regisseur Jason Murphy und Autor Anthony Steven Giordano
  • Trailer englisch (1:47 Min.)
  • Trailer deutsch (1:47 Min.)
  • Bloopers (6:46 Min.)
  • Making Of (15:55 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Frontier(s) (2:01 Min.)
    • Eden Log (1:41 Min.)
    • Driftwood (1:24 Min.)
    • Monster Village (1:29 Min.)
    • Fight Night (1:05 Min.)
    • Fighting Beat (2:06 Min.)
    • Termination Point (1:20 Min.)
Die Experimente eines genialverrückten Wissenschaftlers geraten außer Kontrolle. Anstatt der Menschheit zu helfen, erschafft Dr. Stewart eine Legion von Fleisch fressenden Zombies, die nach Blut gieren und über die Stadt herfallen. Die Polizei ist machtlos, alle Hoffnung scheint verloren. Doch nicht ganz, denn eine Gruppe von Stripperinnen stellt sich den Zombies entgegen. Sie verschanzen sich in ihrem Stripclub und bieten den Menschenfressern Paroli. Die Zeit der Lapdances ist vorbei, die längste Nacht hat begonnen.
Das Sub-Genre des Zombiefilms ist übersättigt mit kleinen Produktionen aus dem B-Bereich, die es gegenüber Blockbustern wie Interner Link"28 Days Later" grundlegend schwer haben. Noch in den Achtzigern konnte jeder zweitklassige Pizzabäcker mit einem drittklassigen Produktionsteam seinen Zombiefilm drehen, schließlich war die Nachfrage vorhanden. Natürlich entstehen auch heute noch eine Menge Streifen über das Treiben Untoter, doch mittlerweile macht's die Mischung: Ohne den Stoff mit einem deutlichen Augenzwinkern zu versehen, ist fast jeder Nischenbeitrag dem Misserfolg geweiht.
"Strippers vs. Zombies" bietet diesbezüglich gute humorvolle Ansätze. Um vollständig zu überzeugen, hakt es jedoch an anderer Stelle.



Man könnte der Geschichte fast einen metaphorischen Ansatz unterstellen, denn hier werden Crack-Huren auf eine Stufe mit Zombies gestellt, dem Titel gemäß. Schuld an der Seuche ist das Serum eines Wissenschaftlers, der an einem Wirkstoff gegen Krebs arbeitete. Über einen Junkie wurde der Stoff jedoch mit Crack vermengt und von einer Prostituierten eingenommen, die innerhalb kürzester Zeit zu einer blutrünstigen Bestie mutiert und durch Biss die Infizierung verbreitet. Daraufhin verbarrikadiert sich eine Handvoll Leute in einem Strip-Club.

Das willkommene Augenzwinkern durchzieht den kompletten Streifen. Bereits zu Beginn, als Tiffany Shepis gegen eine Horde Untoter kämpft, sich diese Szenerie als TV-Film herausstellt und der vermeintliche Held mit "Wer dreht solchen Müll?" kommentiert, ist die Marschrichtung klar. Allerdings vergehen ziemlich genau 31 Minuten, bis tatsächlich die ersten Anzeichen für Zombiefizierung auftreten - zuviel für einen Film von gerade mal 82 Minuten. Einige Szenen im Strip-Club hätten ebenso gestrafft werden können, z.B. das bewusst klischeebeladene Auftreten eines Zuhälters. Die Philosophie einer Stripperin mit Einschätzung ihrer Kunden trifft allerdings den Nagel auf den Kopf.



Was letztlich folgt, ist der Ablauf bewährter Muster ohne große Überraschungen. Außerhalb des Clubs breitet sich die Seuche aus, Unbeteiligte werden gebissen, wie ein Freier im Auto, der gleich sein bestes Stück abgebissen bekommt (im Off), während die Verbarrikadierten ein wenig streiten und zwei davon sich aufmachen, dem Professor einen Besuch abzustatten (nicht ohne einen Zombie unterm Auto mitzunehmen). Ungewöhnlich ist final die Bekämpfung der Zombies, allerdings auch ungewöhnlich schlecht in der Umsetzung, da die laienhaften CGI in jeder Hinsicht versagen, hier aber reihenweise im Vordergrund stehen.

Woran es ergo mangelt, sind gutgemachte Splattereffekte, auch wenn hier und da mal ein Schädel durchbohrt oder von einer Axt gespalten wird, die gute alte Kettensäge zum Einsatz kommt oder blutige Einschüsse zu verzeichnen sind. Gegen die Menge der Effekte ist nichts einzuwenden, doch die Qualität liegt bei manchen Szenen arg unterm Durchschnitt. Das macht sich besonders während des Showdowns bemerkbar, handgemachte Effekte bleiben da völlig aus.



Alles kann die latent lockere Stimmung folglich nicht ausgleichen. Höhepunkte, wie das Andeuten einer heldenhaften Aktion in Zeitlupe, deren Wirkung im Nichts verpufft, sind gern gesehen, erfolgen aber zu selten. Dabei taugen die durchschnittlich agierenden Darsteller durchaus für mimische Situationskomik und kurze Sprüche, doch das brauchbare Erzähltempo wird immer mal wieder von völlig unnötigen Szenen unterbrochen, auch zulasten fehlender Konfrontationen.

Dennoch überwiegt am Ende ein positiver Eindruck. Einige Figuren wurden recht markant in Szene gesetzt, manche, wie den übergewichtigen, aber stets treudoofen Hausmeister des Clubs mag man einfach, ebenso wie die unbedarfte Stripperin an ihrem ersten Arbeitstag. Nach einer halben Stunde kommt Schwung in die Sache und auch wenn handlungstechnische Überraschungen ausbleiben, ist die Stimmung doch konstant erheiternd. Und das wiederum findet sich bei vergleichbaren Zombiefilmen der Neuzeit doch eher selten, da man entweder zu sehr auf nackte Haut zählt (siehe Interner Link"Zombie Strippers") oder direkt in vorpubertären Klamauk verfällt. Insofern sollten Fans der Materie einen vorsichtigen Blick riskieren.



Die Billigproduktion bringt es auf DVD nur auf ein mittelmäßiges Bild. Die manchmal kräftigen, insgesamt aber etwas bläulich-schwachen Farben mögen die nächtliche Szenerie gut wiedergeben, erscheinen mir aber bereits während der Aufnahme etwas degradiert worden zu sein, wie auch der mäßige Schwarzwert zeigt. Die Schärfe ist nie sonderlich hoch, sondern bleibt auf billigem B-Movie-Niveau, verliert allerdings in Bewegungen stark. Das ist der Hauptgrund für die mit 3,5 Punkten gering anmutende Wertung, denn Bewegungsunschärfen und Nachzieheffekte sowie die etwas unsaubere Kompression zeugen nicht von einem guten DVD-Mastering. Für viele sind diese Einschränkungen keine, ist der Film doch ein ziemliches Trash-Werk, das auf DVD auch nicht gut aussehen muss.

Die deutsche Tonspur in 5.1 klingt ein wenig nach einem Upmix, denn außer ein wenig Musik landet kaum etwas auf den hinteren Lautsprechern. Außerdem ist der Ton sehr dialog- und damit centerlastig. Die deutsche Synchro ist ohnehin kein Gewinn für den Film - weder klanglich, noch in der Wahl der Sprecher. Allerdings gibt es auch ein paar kurze Effekte von hinten zu hören. Ob es reicht, um sich gegenüber den frischer klingenden, nur in Stereo vorliegenden Originalton durchzusetzen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die englische Version ist untertitelbar, besitzt für diese Tonart sogar einige dynamische Momente und ist gut verständlich.


Neben den Trailern in zwei Sprachen enthält die DVD einen mittelmäßigen Audiokommentar mit Regisseur Jason Murphy und Autor Anthony Steven Giordano, der manchmal lustig und interessant ist, dann wieder wegen sinnfreiem Kommentieren sehr langweilig. Es werden ein paar nette Geschichten zum Film besprochen, z.B. dass ein Interview mit Fangoria das Budget in die Höhe getrieben hat und dass der Regisseur nicht mit einem überführten Pädophilen verwechselt werden möchte. Besser ist das kurzweilige Making Of, welches vor allem aus amüsanten Momenten am Dreh und ein paar Kurzinterviews besteht. Es ist anders als der Audiokommentar deutsch untertitelbar. Auch die 6-minütigen Versprecher sind lustig anzusehen. Die stereoskopisch gedrehte Anfangssequenz mit Tiffany Shepis befindet sich leider nicht auf der Disc.

Wer Spaß an trashiger Zombie-Unterhaltung, darf bei dieser DVD gern zugreifen. Sie besitzt zwar weder Referenzbild, noch -ton, hat dafür aber ein paar interessante Extras an Bord und ist mittlerweile für einen Spottpreis zu haben.


Film++++--
Bild+++/--
Ton+++/--
Bonus+++---


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News"Strippers vs. Zombies" von Sunfilm
Stripperinnen gegen "Zombies! Zombies! Zombies!"
IMDb.com OFDb.de



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