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USA 2011
Originaltitel:Quarantine 2: Terminal
Länge:82:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Pogue
Buch:John Pogue, John Erick Dowdle, Drew Dowdle, Jaume Balagueró, Luiso Berdejo, Paco Plaza
Kamera:Matthew Irving
SFX:Almost Human
Darsteller:Mercedes Masöhn, Josh Cooke, Mattie Liptak, Ignacio Serricchio, Bre Blair, Noree Victoria, Lamar Stewart, George Back, Phillip DeVona, Julie Gribble, Erin Aine Smith, Lynn Cole, Tom Thon, Sandra Ellis Lafferty, Tyler Kunkle, John Curran, Andrew Benator
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2,4
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Holländisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Hindi, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:02.08.2011 (Verleih) / 11.08.2011 (Kauf)
Specials:-
In einem heruntergekommenen Mietshaus in Los Angeles ist eine bizarre Seuche ausgebrochen, die niemand überlebte. Außer der Seuche selbst. Nun zeigen sich auch an Bord des Fluges 318 erste Symptome. Plötzlich verwandelt die sich ausbreitende Infektion harmlose Passagiere in furchterregende, blutrünstige Killer. Gezwungen, in einem isolierten Terminal notzulanden und umstellt von bewaffneten Regierungstruppen, werden Crew und Passagiere zunehmend verzweifelter. Die einzige Frage lautet nun: Wie weit werden sie gehen, um das eigene Leben zu retten?
Von der totalen Hilflosigkeit über den Wolken, wo die Freiheit plötzlich nicht mehr grenzenlos ist, hin zum Terminal, der von der Außenwelt isoliert ist und unter der titelgebenden Quarantäne steht. Die Fortsetzung des Interner LinkRemakes hat zwar nichts mehr mit der spanischen Wurzel Interner Link"Rec" zu tun, beweist in diesem Fall jedoch genug Eigenständigkeit, um über die volle Distanz zu unterhalten.



Der Flug TSR 318 beginnt wie jeder andere, doch plötzlich überkommen einem Fluggast Krämpfe, er hat Schaum vor Mund, rote Klüsen und will die übrigen Passagiere beißen. Doch nach der Notlandung am nahe gelegenen Airport ist der Spuk noch längst nicht vorbei, wie die Gruppe um Stewardess Jenny feststellen muss ...

Autor und Regiedebütant John Pogue hat seine Story insofern geschickt aufgezogen, als dass die Einführung der Protagonisten der eines typischen Katastrophenfilms ähnelt. Die illustren Fluggäste werden mit kurzen Gesprächen prägnant in Szene gerückt, während die beiden Stewardessen routinemäßig alle Hände voll zu tun haben. Als der Dickleibige wie von Tollwut geschüttelt brüllend auf die Leute losgeht, ist man mittendrin im Zombietreiben, eigentlich dem einzigen Aspekt, der neben den isolierten Räumlichkeiten ans Original erinnert.



Besonders die Situation im Flieger beschwört eine recht spannende und klaustrophobische Wirkung herauf, denn etwaige Fluchtmöglichkeiten halten sich arg in Grenzen und auch Maßnahmen zur Gegenwehr sind recht überschaubar. Als man zu den Terminals gelangt, welche alsbald von einer Spezialeinheit abgeriegelt werden, lockert sich diese Atmosphäre ein wenig, wird aber auf der Tempoebene durch die vermehrt entstehenden Mutierten verschärft, die von einem Moment zum nächsten attackieren können.

Leider bleibt die Wurzel des Übels nicht im Dunkel und erfährt gar eine fadenscheinige Erklärung in Sachen Bio-Terrorismus, was der Geschichte ein wenig das Mysteriöse raubt und zum Finale hin in zu konventionellen Pfaden eines Psycho-Thrillers abdriftet. Ansonsten kommt es zu einer Reihe spannender Abläufe, denn wichtige Gepäckstücke müssen noch aus dem Laderaum gefischt werden, Ratten zeigen sich angriffslustig, eine Katze ist auch nicht ohne und dazwischen greifen immer wieder Infizierte oder Gebissene an, die aus dunklen Winkeln empor schnellen und blitzartig angreifen. Der unübersichtliche Schauplatz mit vielen Rollbändern, Metallgittern und engen Schächten bietet ein effektives Feld für solche Konfrontationen, welche auch mal blutige Szenen wie Bisswunden oder einen mächtigen Hieb auf einen Schädel implizieren.



Am ehesten punktet die Erzählung also aufgrund seiner simplen, aber sorgfältig inszenierten Zombieproblematik und der Dezimierung der Flugpassagiere als auch dem Personal. Die durchweg soliden Mimen verkörpern teilweise schlicht gezeichnete Sympathieträger, die ein Mitfiebern unterstützen, was gleichermaßen für das ansonsten sorgfältige Handwerk gilt, welches ein ordentliches Tempo und viel Bewegung einbindet. Auch die wackelige Handkamera bleibt einem erspart, denn erst zum Showdown kommt die Sicht durch eine Wärmebildkamera ins Spiel, die bei einer Konfrontation ein paar spannende und leicht gruselige Momente zutage fördert. Die Verzweiflung der Figuren wird zwar nicht so effizient transportiert wie beim spanischen Original, doch dafür entschädigen Suspense, Drive und ein paar blutige Einschübe. Für ein Regiedebüt respektabel, für einen durchschnittlichen und schnörkellos auf den Punkt gebrachten Zombiefilm zumindest kurzweilig genug, um Genrefreunden für eine lockere Sichtung zwischendurch empfohlen zu werden.



Für einen Film, der größtenteils im Dunklen spielt, ist die Optik sehr gut gelungen. Das Schwarz ist zwar nicht immer komplett deckend und der Kontrast sorgt für ein paar verdeckende Momente, die Schärfe bleibt aber mindestens gut. In hellen Szenen wird sogar eine sehr hohe Plastizität für eine DVD erreicht. Das geringe Rauschen macht auch in dunklen Aufnahmen kaum etwas aus und die Farben bleiben vergleichsweise strahlend erhalten. Die Kompression bleibt unauffällig, aber das ist bei einem 15 Jahre altem Medium auch nicht anders zu erwarten.

Der Beginn des Films ist sehr verhalten, denn die schwer Center basierte, gut verständliche Dialogwiedergabe gerät kaum auf die Stereolautsprecher. Das macht den Klang nahezu langweilig, vor allem weil kaum Dynamik entsteht. Erst Actionszenen lassen die hinteren Lautsprecher ins Geschehen eingreifen. Dann bekommt man einige nette Surround-Effekte geboten, die beispielsweise einen Hubschrauber um den Hörer kreisen lassen oder das Getümmel im Außenbereich des Terminals darstellen. Nach diesen Szenen sind es nur wieder ein paar sphärische, leise Klänge, die die hinteren Lautsprecher bevölkern und nicht unbedingt für viel Getöse sorgen. Insgesamt bleibt der Klang - und das ist in allen Sprachen ähnlich - etwas verhalten. Erst im Englischen hört man die Hintergründe weitaus deutlicher heraus, das Klangbild wird lebendiger. Trotzdem nichts, was vom Hocker reißt. Weil die Schockmomente sitzen, sind es aber doch noch 4 Punkte. Untertitel sind in allen gängigen Sprachen vorhanden.


"Quarantäne 2" ist bislang nur als DVD erschienen und besitzt keinerlei Bonusmaterial.


Film++++--
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus------


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[REC]³ Génesis
News"Quarantine 2: Terminal" im August von Sony
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