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UK 2008
Originaltitel:Children, The
Alternativtitel:Day, The
Länge:80:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Tom Shankland
Buch:Paul Andrew Williams, Tom Shankland
Kamera:Nanu Segal
Musik:Stephen Hilton
SFX:Elektrofilm Postproduction Facilities
Darsteller:Eva Birthistle, Stephen Campbell Moore, Jeremy Sheffield, Rachel Shelley, Hannah Tointon, Rafiella Brooks, Jake Hathaway, William Howes, Eva Sayer
Vertrieb:Pandastorm
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:12.11.2009 (Verleih) / 18.03.2010 (Kauf)
Specials:
  • Trailer:
    • Must Love Death (1:26 Min.)
    • 10-Gebote-Movie (2:29 Min.)
    • Molly Hartley (2:26 Min.)
    • Tage des Ruhms (1:51 Min.)
    • Three Burials (1:53 Min.)
    • Bruno / Borat / Ali G (0:57 Min.)
    • A Little Trip To Heaven (2:04 Min.)
Die Weihnachtsfeiertage. Die Familien von Elaine und Cloe feiern ein friedvolles Familienfest mit Schlittenfahren, Kinderlachen und heißem Kakao in einem abgeschiedenen Landhaus. Doch die Harmonie wird gestört als die Kinder eines nach dem anderen auf mysteriöse Weise krank werden. Die Symptome sind Husten, Übelkeit und eine gesteigerte Bösartigkeit der Kinder. Teenagerin Casey erkennt die Gefahr, doch die Eltern wollen ihr nicht glauben. Ein verzweifelter Kampf ums Überleben beginnt ...
Blut im Schnee macht sich immer gut, das wissen wir bereits seit Schneewittchen. Dabei haben wir es hier sogar auch mit Zwergen zu tun, allerdings in Form von Kindern, die von einem geheimnisvollen Virus heimgesucht werden und unter ungeahnten Aggressionen ihre Eltern attackieren. Der britische Regisseur Tom Shankland hat das Thema mit simplen Mitteln recht effektiv auf den Punkt gebracht.



Es ist kurz nach Weihnachten, als Elaine mit ihrer fünfköpfigen Familie im abgelegenen Landhaus ihrer Schwester Chloe eintrifft. Paulie, der Jüngste, wirkt etwas krank und die pubertierende Casey würde viel lieber mit Freunden feiern gehen, doch ansonsten herrscht ausgelassene Laune. Bis ein scheinbarer Unfall beim Schlittenfahren die Stimmung schlagartig kippen lässt ...

Deutlich inspiriert von Interner Link"Ein Kind zu töten" steigt man ein wenig unvorteilhaft ein, indem man eine ganze Weile den beiden Familien beiwohnt, ohne dass eine sorgfältige Charakterisierung stattfindet. Eine Menge sinnfreies Blabla und kreischend nervige Kinder zeigen die banale Alltäglichkeit. Was sich wiederum als Pluspunkt herausstellt, denn wenn aus der Routine, dem Vertrauten der Horror erwächst, gestaltet er sich oftmals intensiver.



So wird glücklicherweise gar nicht erklärt, was für ein Virus ausschließlich unter den Kindern grassiert. Er äußert sich mit Erbrechen und kurzzeitigen Aggressionen, die auch rasch spielerische Züge annehmen, so dass lediglich Casey ein wenig die Distanz zu wahren weiß, während vor allem die beiden Mütter verständlicherweise ein wenig naiv handeln und somit zum Teil in ihr Verderben laufen.

Allerdings fragt sich auch niemand, was genau vor sich geht und kann letztlich nur noch reagieren, wenn beispielsweise das eigene Kind mit einem Messer auf einen losgeht. Auf der anderen Seite bleibt auch keine Zeit zum Hinterfragen, da sich die Ereignisse im letzten Drittel fast schon überstürzen. Einige durchblicken die Situation, manche benötigen etwas länger, andere verziehen sich und schließen damit ihr sicheres Todesurteil ab - zumindest wenn sie die Tochter mitnehmen.



Auf atmosphärischer Ebene können vor allem die winterlichen Kulissen punkten, der verschneite Wald in bleichen Farben und das angrenzende Landhaus. Dazu gesellt sich die effektive Kamera, die mit Zoom, Weitwinkel und Vogelperspektive spannende Einsichten gewährt und immer auf Höhe des Geschehens ist. Des Weiteren überzeugen auch die jüngeren Darsteller zunächst durch ihre Natürlichkeit, später im Spiel mit der scheinbaren Besessenheit des Bösen. Und letztlich ist auch für Freunde gewalttätiger Szenen etwas dabei, einige körperliche Auseinandersetzungen sind ebenso enthalten wie ein spitzer Gegenstand im Auge, ein offener Schädel und ein fies gebrochenes Bein.

Fies ist im Übrigen der Grundtenor des Streifens, vor allem in Bezug auf den Showdown, der einigen Interpretationsfreiraum lässt, jedoch ein flaues Gefühl im Magen bereitet - zumindest ist da eine Fortsetzung möglich. Ansonsten ist es etwas schade, dass der Streifen seine Exposition ein wenig verdaddelt und am Anfang zu lange auf der Stelle tritt, da 80 Minuten Laufzeit nicht allzu ausgiebig sind. Für Freunde des kalten Psycho-Terrors auf jeden Fall eine Sichtung wert, ab dem ersten Unfall durchweg spannend und phasenweise gar nervenaufreibend. Allerdings auch ein Paradebeispiel dafür, wie Laissez-faire-Erziehung gründlich in die Hose gehen kann ...



Die oftmals in winterlich kühle Farben getauchte Landschaft macht einen sehr guten Eindruck, gelingt es der DVD doch, während der Innenaufnahmen auch satte Farben hervor zu zaubern. Auch die Schärfe ist von filigraner Beschaffenheit, während Rauschen nur in einigen Szenen und dann auch nur dezent auftritt. Kompressionsfehler oder gar Verschmutzungen verstecken sich nicht darin. Lediglich zu Beginn bekommt man den Eindruck nicht los, dass die Dunkelheit das Bild etwas zu weich gestaltet. Ein paar Kritikpunkte gibt es trotz des nahezu sehr guten Gesamteindrucks: Auch wenn es stilistisches Mittel sein könnte, ist die gelbliche Einfärbung des Bildes an vielen Stellen gewöhnungsbedürftig, denn sie führt dazu, dass Gesichter bereits sehr zeitig im Film "krank" aussehen. Außerdem fallen ein paar Szenen negativ auf, weil sich in Schatten befindliche Objekte nicht mehr so gut abheben bzw. die Schärfe deutlich einknickt.

Die deutsche Synchro bekommt einiges zu tun, wenn Kinder durcheinander reden und die erwachsenen Charaktere darüber hinweg zu sprechen versuchen. Die Verständlichkeit ist zwar auch hier noch sehr gut, die englische Synchro erlaubt es aber besser, bestimmte Laute zu selektieren. Sie ist insgesamt klarer und nicht ganz so Center verliebt wie die deutsche Version, die eine sehr brauchbare Synchro bekommen hat. Wuchtige Einsätze kommen nahezu nie vor, die hinteren Lautsprecher sind aber mit nett arrangierten, weil beweglichen Effekten dabei. Für diese Art Film ist auch die Dynamik ganz ordentlich.


Wer Bonusmaterial verlangt, sollte zur Doppel-DVD oder zur Blu-ray greifen, die beide einiges zu bieten haben. Auf dieser DVD wird man nur Trailer entdecken können. Der Film ist allerdings lohnenswert und technisch weitgehend sauber umgesetzt.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus/-----


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