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USA 2011
Originaltitel:Underground
Alternativtitel:Under Ground - Tödliche Bestien
Länge:83:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Rafael Eisenman
Buch:Charles Morris Jr.
Kamera:Zoran Popovic
Musik:Robert Folk
SFX:Ana Preciado, Mark Villalobos
Darsteller:Eric Abercrombie, Mira Antonova, Joseph Canales, Jeff D'Agostino, Christine Evangelista, Megan Hensley, Jenna Hughes, Steve Janousek, Hayley Knight, Inbar Lavi, Adam Meirick, Sofia Pernas
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (Dt.,Engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:26.01.2012 (Verleih) / 23.02.2012 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (2:10 Min.)
  • Trailershow:
    • Basement (2:01 Min.)
    • Noise (2:12 Min.)
    • Miss Nobody (1:34 Min.)
    • Gunblast Vodka (1:17 Min.)
    • Shadow Heart (2:47 Min.)
    • Removal (2:15 Min.)
    • Frankenstein Syndrome (1:42 Min.)
    • Last Day of Summer (1:51 Min.)
    • Driller Killer (0:29 Min.)
Wo das Licht verschwindet, dort gedeiht das Böse. Ein solcher Ort ist eine verlassene Militärbasis, in der ein Ex-Soldat und seine Freunde die Heimkehr von Veteranen aus dem Irak-Krieg mit einer ordentlichen Rave-Party feiern wollen. Doch in den dunklen Winkeln der Basis, in ihrem Untergrund, lebt etwas, das einst als ultimative Waffe erschaffen wurde. Eine Spezies wilder Kreaturen, die in der Finsternis existiert und nur eine Nahrungsquelle hat, um zu überdauern: Unvorsichtige Menschen, die sich auf das Terrain wagen. Obschon Matt und seine Freunde erfahrene Soldaten sind und in zahllosen Gefechten dabei waren, haben sie keine Ahnung, was wahre Furcht wirklich ist. Tief unter der Erde finden sie es heraus!
Dass sich im Untergrund tödliche Bestien tummeln können, wissen wir natürlich nicht erst seit Interner Link"Creep", spätestens aber seit Interner Link"The Descent". Beide Streifen standen hier augenscheinlich Pate und selbst der Kiemenmann aus "Schrecken vom Amazonas" diente zumindest den Maskenbildnern als vages Vorbild.

Der Marine Matt und Freundin Mira stoßen auf einer Rave zu ihren alten Freunden und legen sich zum Ende des Abends mit einer Gang an. Bei der Flucht landet man in einem ehemaligen Militärbunker und muss schon bald feststellen, dass hier noch etwas anderes zu hausen scheint...



Meistens schadet es dem Spannungsbogen, die Kreaturen vorzeitig ins rechte Licht zu rücken, doch in diesem Fall macht die Exposition mit einer Spezialeinheit im Bunker durchaus Lust auf mehr. Nach dem viel zu ausgiebigen Tanzen, Trinken und Kiffen folgt die durchaus spannende Auseinandersetzung mit den Rowdys, doch danach offenbart sich einmal mehr, dass ehemalige toughe Soldaten ihren Kommando-Ton nur schwer ablegen können, während hübsche Frauen eher dazu neigen, bei leisesten Geräuschen in Panik zu verfallen.
Die Figurenzeichnungen könnten demnach kaum eindimensionaler ausfallen. Glücklicherweise lassen die Trogs, wie sie später genannt werden, nicht lange auf sich warten und so reduzieren die flinken Biester die Gruppe innerhalb kurzer Zeit. Leider ist die Ausleuchtung der ohnehin schon düsteren Kulissen oftmals unzureichend - da ist man bereits froh über den Generator, der eine Weile für halbwegs angemessene Beleuchtung sorgt. Allerdings kaschiert das trübe Licht auch einige nicht so gelungene Effekte, denn während das Make-up der Kreaturen prinzipiell recht sauber ausgefallen ist und auch phasenweise bedrohlich wirkt, sehen einige Aktionen der genmanipulierten Viecher eher plump getrickst aus, besonders bei akrobatischen Einlagen. Demgegenüber punkten die wenigen Splattereffekte, wie ein zerfetztes Gesicht, ein abgetrennter Unterkörper, eine Enthauptung und entfernte Augäpfel.


Was dem Treiben, trotz aller Vorhersehbarkeit und mangelnder Spitzfindigkeiten zugute kommt, ist das latent hohe Tempo, welches gegen Ende mit passabler Action angereichert wird, denn die Bestien entpuppen sich mal wieder als militärisches Experiment, bei dem der irre Wissenschaftler natürlich nicht weit ist. So kommt es zu einigen bewaffneten und unbewaffneten Fights, dazwischen werden Leute aus dem Bild gezogen und im Off weiterverarbeitet, Verletzte wollen zurückgelassen werden mit dem obligatorisch dazugehörigen "Ohne mich habt ihr vielleicht eine Chance" und am Ende versucht man die Plagegeister mit Feuer zu bekämpfen.



Teilweise vermag die klaustrophobische Atmosphäre zu punkten und auch der sauber abgestimmte Score geht in Ordnung. Darstellerisch sind keine Totalausfälle zu vermelden, jedoch auch niemand mit einer herausragenden Performance, da die oberflächlichen Charakterzeichnungen ein deutliches Manko der Geschichte darstellen. Somit ist, trotz des flüssigen Erzähltempos, zu selten ein Mitfiebern gegeben und auch spannende Einlagen summieren sich erst zum Finale. Der halbwegs fiese Abschluss kann noch einen positiven Akzent setzen, doch insgesamt ergibt sich aufgrund mangelnder Abwechslung und ausbleibender Überraschungen nur ein Streifen, dessen Unterhaltungswert gerade so leicht überdurchschnittlich ausfällt.


Trotz der vielen dunklen Szenen kann die DVD bildtechnisch überzeugen. Der Transfer bietet eine gute Schärfe, was dazu führt, dass besonders in Nahaufnahmen ein detailreiches Bild entsteht. Der dunklen Kulisse passend geben Farbgebung und Kontrast keinen Anlass zur Kritik und vermitteln einen etwas unterkühlten, jedoch natürlichen und detailreichen Eindruck. Einziges Problem ist das mal mehr, mal weniger intensive Bildrauschen, das je nach Ausleuchtung der jeweiligen Szenen in Erscheinung tritt und dann den guten Eindruck schmälert. Die Kompression ist dagegen kaum zu erkennen.



Die deutsche Sprachfassung bietet eine Abmischung in Dolby Digital 5.1, bei welcher Dialoge jederzeit problemlos zu verstehen sind. Die Musik als auch Soundeffekte wurden sauber in den Mix integriert und übertönen die Stimmen zu keinem Zeitpunkt. Nicht ganz so gelungen ist die räumliche Kanaltrennung, da die Abmischung in beiden Sprachfassungen sehr frontlastig ausfällt und ein räumliches Klangbild nur selten entstehen kann. Besonders in Schockmomenten hat man sich doch etwas mehr erhofft, um die klaustrophobische Kulisse zu unterstützen. Entschädigt wird man zumindest durch einen recht ordentlichen Bassanteil, der dem Subwoofer entlockt wird. Hintergrundrauschen und andere Störgeräusche treten nicht auf. Insgesamt ist diese Tonspur zufriedenstellen, bleibt allerdings etwas hinter den Erwartungen zurück. Alternativ gibt es in Stereo neben einem deutschen Mix auch die englischsprachige Originalfassung. Diese unterscheiden sich nur in einem reduzierten Bassanteil und einer etwas geringeren Lautstärke vom 5.1-Mix. Deutsche Untertitel sind vorhanden.

Bonusmaterial ist mit dem Originaltrailer sehr spärlich ausgefallen. Zwar bietet die DVD noch weitere Trailer zum Programm des Anbieters, doch reicht dies nicht für eine höhere Wertung. Ein kleiner Fehler hat sich bei der Trailershow eingeschlichen; der Trailer zu Interner Link"Psalm 21" ist nicht vorhanden, stattdessen gibt es den Trailer zu "Driller Killer" zweimal.


Die DVD-Veröffentlichung von "Underground" überzeugt, abgesehen vom Bildrauschen, dank guter Bildqualität. Auch ein zufriedenstellender Klang wird in beiden Sprachfassungen geboten. Das Bonusmaterial fällt jedoch sehr mager aus. Wer demnach den Untergrund nach diversen vorangegangenen Ausflügen abermals betreten möchte, kann dies mit "Underground – Tödliche Bestien" gern in Erwägung ziehen. Neues sucht man zwar vergebens, aber immerhin wird kurzweilig Unterhaltung geboten.


Film+++/--
Bild++++--
Ton++++/-
Bonus/-----


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