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USA 2011
Originaltitel:Hit List, The
Länge:86:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:William Kaufman
Buch:Chad Law, Evan Law
Kamera:Mark Rutledge
Musik:Deane Ogden
SFX:Josh Hakian
Darsteller:Cuba Gooding Jr., Cole Hauser, Jonathan LaPaglia, Ginny Weirick, Sean Cook, Drew Waters, Michael Papajohn, Brandon O'Neill, J.P. O'Shaughnessy, David Andriole, Daniel Brockley, Rich Cowan
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:22.06.2011 (Verleih) / 22.06.2011 (Kauf)
Specials:
  • Trailer bei Disc-Start: (5:53 Min.)
    • Faster
    • Green Hornet
    • Der Zoowärter
    • Die Schlümpfe
    • World Invasion: Battle Los Angeles
Haben Sie sich schon einmal gewünscht, es Ihrem Chef heimzuzahlen, der Sie übergangen hat ... Ihrer Ehefrau, die Sie betrogen hat ... oder einem Freund, der Sie im Stich gelassen hat? Allan Campbell (Cole Hauser) begegnet eines Abends einem mysteriösen Fremden, Jonas Arbor (Cuba Gooding Jr.), der behauptet, ein Auftragskiller zu sein. Jonas bietet ihm an, kostenlos fünf Opfer auszuschalten. Allan, der das für einen schlechten Scherz hält, notiert daraufhin seine ganz private Abschussliste. Am nächsten Tag werden einige der aufgelisteten Personen tot aufgefunden und alle Indizien belasten Allan. Von der Polizei gejagt und von Schuldgefühlen geplagt, beginnt für Allan ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem er versucht, die Mordserie zu stoppen, die er in Gang gesetzt hat. Rache hat in dieser Welt jedoch immer einen hohen Preis.
Profi-Killer leben einsam, geben sich meistens wortkarg und sind in der Regel menschenscheu. Wenn man so einem in einer Bar, nach einigen Gläsern Whiskey sein Herz ausschüttet, weil man mit einigen Leuten noch eine Rechnung offen hat, sollte man besser keine Namen nennen oder sie gar auf einer Serviette notieren - der Fremde könnte den lockeren Worten Taten folgen lassen ...
Und so gerät der Büroangestellte Allan Campbell (Cole Hauser) in arge Bedrängnis, nachdem er Jonas (Cuba Gooding Jr.) in der Bar traf und nur so aus Jux fünf Namen notierte. Doch am nächsten Tag ist bereits die Nr. 5, Allans Chef tot. Und da der Zorn über das vermeintliche Fremdgehen seiner Frau tief sitzt, ist sie die Nr. 1 auf der "Hit List" ...




Die erste halbe Stunde lässt sich ein wenig Zeit, um die Beziehung zwischen den einander fremden Männern aufzubauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Von Jonas erfahren wir aufgrund des Hustens, dass der Kerl arg angeschlagen ist und gedient hat, wie wir später erkennen, unter Einsatz von Uran-Munition. Allan hingegen hat eine Pechsträhne: Ein Veilchen, weil er falschen Leuten Geld schuldet, eine ausbleibende Beförderung, die stattdessen sein schleimiger Kollege einheimst und schließlich die Ehefrau, die Allan (natürlich) mit seinem besten Freund erwischt. Ein naiver Prellbock, der alles schluckt und keine Gegeninitiative zeigt, wie Jonas richtig erkennt.




Nach dem ersten Drittel baut der Streifen ordentlich Spannung auf, denn es folgt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit und einen in jeder Hinsicht überlegenen Killer, der selbst einem Großaufgebot der Polizei locker trotzt und sämtlichen Verfolgern immer einen Schritt voraus ist. Gooding mimt den Gentleman mit absoluter Präzision und balanciert immer am Rande des leichten Overactings, denn die Figur des Übermenschen lädt ein wenig dazu ein. Dankbarer fällt die Figur des gepeinigten Büroangestellten für Hauser aus, der einen ordentlichen Job erledigt und besonders während des ersten Drittels für kleine Schmunzler sorgt. Im Verlauf wandelt sich sein Charakter ein wenig vom tumben Angestellten zum entschlossenen Typen, wobei dieser Schritt im Zuge der äußeren Umstände durchaus glaubhaft erscheint.




So gibt es eine Verfolgungsjagd durch die Stadt, ein Auto explodiert, ein Agent mischt am Rande mit, die potentiellen Opfer müssen rasch aus der Schusszone gebracht werden und am Ende wagt sich Jonas in die Höhle des Löwen, ins Polizeirevier, um seinen vermeintlichen Auftrag zu Ende zu bringen. Mit dem ersten Ableben steigt das Tempo, die simple Prämisse lädt zum Mitfiebern ein und auch wenn einige Unwahrscheinlichkeiten bezüglich des Killers überzogen sind (er weiß nur aufgrund der Namen, wo sich die Leute zu welcher Zeit aufhalten), sorgen die souveränen Mimen für kurze, aber durchdachte Dialoge.
Im Grunde ist der Realitätsgehalt der Geschichte gleich Null, denn wer begegnet schon einem Profikiller in einer einsamen Bar, der sich letztlich als solcher zu erkennen gibt. Wenn man sich dann aber überlegt, wie schnell sich möglicherweise eine solche Todesliste unter Einfluss hochprozentiger Flüssigkeiten erstellen lässt, die man am nächsten Tag, nachdem der erste Name tatsächlich Opfer eines Verbrechens geworden ist, zum Teufel wünscht und alles am liebsten wieder rückgängig machen würde, fängt die Sache an spannend zu werden.




Sony Pictures veröffentlicht "The Hit List" lediglich auf DVD und ohne Bonusmaterial. Die Trailershow vor dem eigentlichen DVD-Menü wird nicht mitgezählt, denn sie nervt gewaltig. Bildtechnisch muss sich die DVD nicht hinter Blockbuster-Produktionen verstecken. Ganz im Gegenteil, der anamorphe Transfer zeigt sich gerade in Nahaufnahmen und Halbtotalen extrem scharf und sehr detailliert. Die Schärfe überzeugt selbst auf große Betrachtungsflächen und nur äußerst selten wirkt das Bild etwas schwammig, was meist in Totalen der Fall ist. Die Konturen werden zudem sauber gezeichnet und überstrahlen nur selten etwas. Hinzu kommen satte und kräftige Farben und ein gut ausbalancierter Kontrastwert. Der Schwarzwert fällt dabei extrem hoch aus, wobei in einigen Sequenzen dunkle Bildbereiche etwas absaufen. Die Kompression arbeitet ruhig im Hintergrund und zeigt nur geringfügige Blockbildungen auf homogenen Flächen. Die stört aber kaum und fällt auch nur sehr selten auf. Insgesamt ein guter Transfer mit kleinen Mängeln.
Klanglich gibt es kaum Unterschiede zwischen den beiden Sprachfassungen. Beide überzeugen mit einer sehr guten Sprachverständlichkeit und einem sehr kräftigen Score, der einen sehr dynamischen Eindruck hinterlässt. Während sich der Mix weitgehend im Frontbereich abspielt, greift der Score immer wieder in die Rears ein. Zudem gibt es immer wieder gut platzierte Effekte, die für eine angenehme Räumlichkeit sorgen. Optional gibt es deutsche Untertitel.


"The Hit List" ist beileibe kein Überflieger und gestaltet sich abseits des Sujets auch nicht sonderlich überraschend. Er bietet jedoch ein ordentliches Tempo, passable Action-Einlagen und überzeugende Darsteller, was zu einem kurzweiligen Vergnügen führt. Die DVD bietet eine überraschend gute Bild -und Tonqualität. Das Fehlen der Extras ist schade, dafür gibt es aber ein FSK-Wendecover.


Bild+++++-
Ton++++/-
Bonus------


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