Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2008
Originaltitel:Open Door, The
Länge:93:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe (Hauptfilm ab 16 Jahre)
Regie:Doc Duhame
Buch:Doc Duhame
Kamera:Gregory Hobson
Musik:Robert Irving
SFX:Shaun Paul Piccinino
Darsteller:Catherine Munden, Sarah Christine Smith, Ryan Doom, Daniel Booko, Mike Dunay, Guy Wilson, Jacob Head, Ian Kitzmiller, Jessica Anne Osekowsky, Kate Enggren, Clint Carmichael, David Alan Graf
Vertrieb:Artgore / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:14.01.2011 (Kauf)
Specials:
  • Trailer bei DVD-Start:
    • Albino Farm (1:31 Min.)
    • Fear Asylum (1:12 Min.)
  • Trailer (1:50 Min.)
  • Trailershow:
    • Albino Farm (1:31 Min.)
    • Fear Asylum (1:12 Min.)
    • Bloody Reunion (1:42 Min.)
    • Brush With Death (1:51 Min.)
    • Banshee (1:49 Min.)
    • Final Day (1:37 Min.)
    • Halloween - Left For Dead (1:25 Min.)
    • Street Warrior (1:35 Min.)
Für die junge Angelica ist der Abend vollends ruiniert. Ausgerechnet in der Nacht, in der die größte Party des Jahres an ihrer Highschool stattfindet, muss sie zu Hause bleiben. Schlechte Voraussetzungen, um bei ihrem Love-Interest Brad zu landen und auch keine gute Ausgangslage, um von ihren Kommilitonen endlich anerkannt zu werden. Als sie frustriert das Radio einschaltet, findet sie dort einen neuen Sender: The Open Door. Diese Radiostation soll nur alle 29 Tage an Vollmond auf Empfang gehen und seinen Hörern ihre Herzenswünsche erfüllen können. Angelica zögert nicht eine Sekunde, ruft den Sender an und formuliert in ihrer Frustration eine ganze Breitseite an bösen Wünschen, die allesamt ihren Eltern und ihren Schulkameraden gelten. Doch man sollte sich immer genau überlegen, was man sich wünscht, denn nun geraten die Dinge in dieser Nacht völlig aus dem Ruder ...
Anno 1996 gab es "Der Hexenclub" und ein Jahr später Interner Link"Wishmaster": In beiden Streifen ging es um Wünsche, die sich mithilfe übersinnlicher Zutaten ins perfide Gegenteil umkehrten und einige Opfer mit sich brachten. Dieser Streifen fährt im Grunde dieselbe Schiene, bleibt mit Ausführung seiner Taten jedoch erschreckend unoriginell, flach und witzlos.
Die Wünsche werden von einem Piratensender entgegen genommen, der jeden Monat zur Vollmondnacht auf Sendung geht und sich "The Open Door" nennt. Als sich Angelica zum entscheidenden Telefonat beim "Orakel" des Senders entschließt, hat sich bereits einiges angehäuft: Nervig strenge Eltern, eine linke "beste" Freundin, ein Herzbube auf Abwegen und nervige Angeber, die ihre Adjutanten permanent erniedrigen. Angelica wünscht sich Abstand von allem und natürlich die volle Aufmerksamkeit ihres Love Interests ...


Die ersten Minuten lassen bereits wenig Essenz vermuten, denn bei den Figuren handelt es sich um austauschbare Gesichter voller Klischee-Eigenschaften, die nichts weiter veranstalten, als Oberflächlichkeiten zu bedienen und selbst bei alltäglichen Dingen kaum überzeugend wirken. Auch Angelica ist nicht gerade als Heldin prädestiniert, wenn diese sich von ihrer pissigen Mutter zum schlichten Hausarrest verdonnern lässt, obgleich eine Party stattfindet und die Eltern ohnehin außer Haus sind. In jenem durch und durch austauschbaren Elternhaus spielt sich letztlich auch der Hauptteil der Handlung ab, die einige Zeit benötigt, um überhaupt so etwas wie Spannung erkennen zu lassen. Bis dahin herrschen lediglich Intrigen, Spinnereien, Prahlerei und Angeberei, Machtgehabe und Neid, wobei niemand der Nebenfiguren auch nur ansatzweise Sympathien einfahren kann.
Nachdem Angelica ihren emotional aufgewühlten Anruf beim Sender getätigt hat, folgen die üblichen kleinen Geisterbahn-Effekte, angefangen vom Poltern auf dem Dach bis hin zum unsichtbaren Sog auf dem Flur. Was das Böse genau ausmacht, wird nicht näher erläutert, nur die Egoperspektive wird mit schneller Fahrt auf die jeweiligen Opfer visualisiert, welche im Folgenden weiße Klüsen und einen starren Blick aufweisen, während die Todgeweihten wie ferngesteuert handeln.


So wird im letzten Drittel die gestrandete Partygruppe in Angelicas Haus reihum dezimiert, wobei erst in den finalen Minuten ein wenig Spannung trotz aller Vorhersehbarkeit aufkommt. Weder die Ableben mit Hammer auf dem Kopf (im Off) oder Kehlenschnitten (harmlos und kaum blutend) weisen spektakuläre Effekte auf und auch die wenigen CGI sind kaum berauschend ausgefallen. Auf atmosphärischer Ebene punktet am ehesten der Zeitraum, in dem Angelica verunsichert auf Dachboden, im Haus und Garten herum tappt und kleinere Geräusche aufschrecken lassen, während nachfolgende Schockmomente kaum effektiv eingesetzt werden. Demnach mangelt es dem kompletten Geschehen an Originalität, die Figuren bilden langweilige Abziehbilder stereotyper Schüler und als bedrohlich gestaltet sich das Unbekannte beileibe nicht. Die Idee mit Frequenz 99.9 letztlich so einfallsreich wie der Plan der Schüler, die Hauptfigur zu erschrecken, um sich im Nachhinein als Helden darzustellen. Wünsche gehen nach hinten los - dieser Streifen leider auch ...


Das Indie-Label Artgore veröffentlicht "The Open Door" ungeschnitten auf DVD. Der Film wurde von der FSK ab 16 Jahre eingestuft, aufgrund einiger Trailer im DVD-Bonussektor hat die gesamte Veröffentlichung allerdings eine Freigabe ab 18 Jahren bekommen.
Das Bild der Low Budget-Produktion ist sehr körnig und zeigt deutliche Unruhen im Hintergrund. Diese fallen bei ausreichendem Sichtabstand weniger auf. Wer jedoch eine Leinwand hat oder bei einem Abstand von 3 Metern auf über 50 Zoll schaut, wird in den Genuss des grobkörnigen Bildes kommen. Die Farben wirken weitgehend satt und natürlich. Selbst die Schärfe ist überraschend gut ausgefallen, wobei die Konturen deutlich zu hart wirken, teilweise störend überstrahlen und auf Nachschärfung schließen lassen. Der Detailbereich geht in Ordnung und kann, mit wenigen Ausnahmen, selbst in Totalen noch mit einer ordentlich Detailwiedergabe aufwarten. Der Kontrastumfang wurde ein wenig hart gewählt, wodurch das Bild stellenweise ein wenig zu dunkel ist und in dunkleren Bildbereichen Details verschluckt.
Insgesamt ein solider bis guter Transfer, zumindest für einen Film dieser Budgetklasse. Die Kompression arbeitet ruhig im Hintergrund und Defekte oder Schmutz gibt es auch nicht.


Die deutsche Synchronisation ist eher mäßiger Natur und wertet die ohnehin schon sehr kostengünstige Produktion nicht gerade auf. Die Abmischung selbst ist weitgehend frontlastig und Musik und Nebengeräuschen werden lediglich sehr dezent aus dem Effektbereich wiedergegeben. An einigen Stellen sind sogar Dialoge gezielt aus den Rears zu hören, was passend zur jeweiligen Szene für einen guten Effekt sorgt. Der Frontbereich kann in den actionlastigen Momenten mit kräftigen Klängen aufwarten. Besonders zum Ende hin wirkt der 5.1-Mix angenehm kräftig und bietet einen ordentlichen Subwooder-Einsatz. Dialoge sind stets sauber und klar zu verstehen und werden niemals vom restlichen Klanggeschehen verschluckt. Direktional wird dem Zuschauer zwar nichts geboten, doch für einen Horrorfilm wie "The Open Door" ist der Soundmix schon in Ordnung. Es wäre nur schön gewesen, hätte man etwas motiviertere Sprecher genommen. Hier sollte man lieber den englischen Originalton hinzuschalten. Der Unterschied ist extrem.
Der Mix ist dynamischer, voluminöser und spielt seine Stärken vorallem im direktionalen Bereich aus. Es wird sehr viel mit den Kanälen gespielt, die Rears kommen regelmäßig zum Einsatz und gerade zum Ende hin überzeugt der Mix mit einem satten Basseinsatz und einer Vielzahl direktionaler Effekte, die für einen Horrorfilm alles andere als gewöhnlich sind. Dialoge passen sich besser den Nebengeräuschen an und klingen frisch und klar, im Gegensatz zur sterilen deutschen Synchronisation. Leider gibt es keine deutschen Untertitel.


"The Open Door" ist kein großer Griff, dafür solide Horrorfilm-Kost, die man schnell wieder vergessen wird. Wer ein Blick riskieren will, sollte sich den Film auf englisch anschauen, großen Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich. Dafür hat man einen knackigen und satten Sound. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Als Bonus gibt es nur einen Trailer zum Film und eine Trailershow.


Film++----
Bild++++--
Ton+++---
Bonus------


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.