Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2009
Originaltitel:Skeptic, The
Länge:85:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tennyson Bardwell
Buch:Tennyson Bardwell
Kamera:Claudio Rocha
Musik:Brett Rosenberg
SFX:Meg Savage
Darsteller:Tim Daly, Tom Arnold, Zoe Saldana, Andrea Roth, Edward Herrmann, Robert Prosky, Bruce Altman, Christina Rouner, Lea Coco, James DiSalvatore, Sara Weaver, Steve Fletcher
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Dt., Engl.), Dolby Digital 2.0 (Engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:14.04.2011 (Verleih) / 12.05.2011 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (2:22 Min.)
  • Trailershow:
    • Forget Me Not (2:27 Min.)
    • Groupie (1:41 Min.)
    • Paradox (1:35 Min.)
    • Bled (2:45 Min.)
    • Hyenas (1:53 Min.)
    • Audie und der Wolf (1:45 Min.)
    • Glenn 3948 (0:44 Min.)
    • Newsmaker (0:47 Min.)
Die alte Tante des Anwalts Bryan Becket stirbt. Die Berichte über das verwunschene Haus, in dem sie lebte, ignoriert er. Er zieht in das Haus ein, womit er seiner Frau die Gelegenheit geben will, ihrer beider Beziehung zu überdenken. Zugleich will er alles für den Verkauf vorbereiten. Doch schon bald wird Becket von Visionen heimgesucht. Er hört Stimmen und entdeckt Hinweise auf ein mysteriöses Geheimnis. Ein Geheimnis, das stark mit seiner eigenen Vergangenheit verwurzelt ist. Um diesem auf den Grund zu gehen, wendet er sich an ein Medium, das erkennt, dass in diesem Haus das Böse präsent ist - und sich im Geist seines Bewohners manifestiert.
Viele zeitgenössische Spukhausfilme steigen damit ein, dass eine Familie mit zwei Kindern und einem Hund ins frisch erstandene Heim zieht, Mom übersinnliche Ereignisse wahrnimmt, Dad keinen Sinn dafür hat und plötzlich ist der Hund tot. Hier hingegen konzentriert sich das Geschehen nahezu einzig auf einen Anwalt, der das große Haus der Tante bewohnt und sich dabei mit Ereignissen aus der eigenen Vergangenheit auseinandersetzen muss - eine Geschichte, die gerade aufgrund der ruhigen Gangart ein paar effektive Schreckmomente zutage fördert.



Bryan Becket (Tim Daly) hatte seit Jahren keinen Kontakt zu seiner verstorbenen Tante, deren großes Anwesen er womöglich geerbt hat. Doch es taucht ein Testament auf, in dem das Gebäude einem Institut vermacht wird, welches sich neben Schlafstörungen auch mit ESP beschäftigt. Bryan sucht daraufhin den Leiter, Dr. Warren Koven (Bruce Altman) auf, den er nicht das letzte Mal besucht haben wird, denn neben Flüsterstimmen, nimmt er auch eine Gestalt am Fuße der Treppe wahr ...

Es ist eine taktisch gute Entscheidung, nur wenige Protagonisten ins Geschehen einzubinden und den Fokus auf einen Man und das leere Haus zu richten. Bryan bezeichnet sich selbst als emotionslos und ist als Anwalt nicht nur ein wenig arrogant, sondern auch der titelgebenden Skepsis verbunden, als er erstmals von den Experimenten im Schlaflabor hört. Im Haus selbst, mutterseelenallein, bröckelt jedoch rasch seine Fassade, wobei es anfänglich noch amüsant anmutet, wie sich scheinbar übersinnliche Ereignisse wie ein lautes Poltern von der oberen Etage oder eine von selbst schließende Tür gleich darauf durch rationale Aspekte erklärt werden.

Bryans Umfeld beschränkt sich auf seine von ihm getrennt lebende Frau und den Sohn, seinen Kanzleipartner, einen alten Priester, einen Psychologen und einen wissenschaftlichen Leiter. Eine etwas antreibende Rolle, damit noch etwas mehr Spuk im Spiel ist, erhält das junge Medium Cassie (Zoe Zaldana), welche sich selbst zu Bryan einlädt und schnell herausfindet, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Haus und Bryans Mutter zu geben scheint. Sie ist letztlich auch der Schlüssel, der Bryan auf den richtigen Weg der Nachforschungen lenkt.



Selbstverständlich sind Flüsterstimmen und kurzfristig im Halbdunkel erscheinende Figuren keine Neuheiten auf diesem Terrain, doch die wenigen Gruselmomente sitzen aufgrund ihres Timings und der unvorhersehbaren Momente, während Schnitt und Kamera entsprechend versiert herangehen. Hinzu kommt die Ausstattung der Räume - rustikal, ein wenig altmodisch, aber auch etwas unheimlich mit den langen Fluren, mehreren Treppen mit Teppich belegt, einem Weinkeller und einem speziellen Raum, der mit Kruzifixen und Bibelpassagen gefüllt ist. Der Score hält sich bewusst im Hintergrund, damit die erdrückende Stille besser zur Geltung kommt und mit ihr die plötzlich eintretenden Geräusche.

Darstellerisch kann Tim Daly die Chose locker im Alleingang austragen, obgleich er eine breite Palette an Emotionen verkörpern muss, was zu Beginn kaum erahnbar ist. Ihm zur Seite steht kurzfristig die hübsche Zoe Zaldana, die eine quirlige, aber gleichermaßen einfühlsame Rolle bekleidet. Ferner liefern auch Tom Arnold als Freund und Geschäftspartner und Robert Prosky als alter Priester sympathische Leistungen ab.

Letztlich liefert "The Skeptic" keine Offenbarung in Sachen Spukhausfilm, bietet jedoch phasenweise stimmungsvolle Unterhaltung auf handwerklich solidem Niveau. Gut besetzt, ordentlich performt, hält er sich mit Effekten oder gar Blutvergießen zurück und setzt mehr auf das Schicksal der Hauptfigur. Einzig der Ausgang ist etwas fragwürdig bzw. frei interpretierbar. Ansonsten ein grundsolider Beitrag, der zu keiner Zeit Leerlauf oder Langeweile entstehen lässt.


Die Bildqualität vermittelt einen guten Eindruck, der lediglich durch einen schwachen Schwarzwert etwas geschmälert wird. Gelegentlich tendiert dieser ins Gräuliche, wodurch der Kontrast besonders in dunklen Bereichen nicht optimal ausbalanciert erscheint und die Detailzeichnung deutlich reduziert wird. Positiv ist dagegen die gute Schärfe, die letztendlich dafür auch sorgt, dass die durch den Kontrast verursachten Probleme aufgefangen werden und einen immer noch scharfen Eindruck in diesen Momenten vermitteln. In hellen Szenen hingegen gibt es überhaupt keinen Anlass zur Kritik, da sowohl Schärfe, Farbgebung als auch Kontrast gut abgestimmt sind. Rauschen ist nur sehr wenig vorhanden und auch die Kompression erlaubt sich keine groben Schnitzer.
Die deutsche Dolby Digital 5.1-Spur hinterlässt einen durchweg guten Eindruck. Wie es sich für einen Film über ein Spukhaus gehört, gibt es immer wieder akustisch untermalte Schreckmomente, die für wohlige Schauer sorgen. Dennoch hätte man sich etwas mehr Präzision gewünscht, weil der Subwoofer nicht besonders kraftvoll in das Geschehen einbezogen wird. Ansonsten gibt sich das Klangspektrum sehr frontlastig, was allerdings hauptsächlich an der ruhigen Art des Films liegt und demnach auch etwas zurückhaltender klingt. Innerhalb der Front wird ein ausgewogener Klang geboten, der keine Wünsche offen lässt. Für die englischsprachige 5.1-Spur gilt grundsätzlich das Gleiche, auch wenn das Original leiser abgemischt wurde. Alternativ wird der O-Ton noch in Dolby Digital 2.0 angeboten und bietet auch für dieses Format einen guten Klang. Deutsche Untertitel gibt es auch noch.
Leider gibt es außer dem Originaltrailer und weiteren Filmtipps kein Bonusmaterial.


"The Skeptic" hat kaum Überraschung zu bieten, ist aber dank interessanter Geschichte und der Rückkehr zum psychologischen Schrecken ein spannender Beitrag, der sich von der breiten Masse des Gruselfilmchen, gezeichnet von asiatischen Standardproduktionen, abzuheben vermag. Zwar besitzt der Film auch einige Schwächen, doch kann man über diese wegen der guten Inszenierung hinwegsehen. Auch technisch vermittelt die DVD aus dem Hause WGF einen guten Eindruck.


Film++++--
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus/-----


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.