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USA 1997
Originaltitel:Journey: Absolution, The
Alternativtitel:Absolution - The Journey
aka. Horrortrip ins All
Länge:90:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David DeCoteau
Buch:Chris Chaffin
Kamera:Howard Wexler
Musik:Marco Marinangeli
SFX:Eric Beauchamp
Darsteller:Mario López, Jaime Pressly, Richard Grieco, Greg Serano, Justin Walker, Nick Spano, Damon Sharpe, Charles Mattocks, Steve Wilder, Hollie L. Hummel, Peter Kerr
Vertrieb:epiX
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (dt., engl.), Dolby Digital 5.1 Upmix (dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:16.04.2010 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow:
    • Saat des Bösen (1:23 Min.)
    • Invasion (1:09 Min.)
    • How To Sell A Titt Wonder (1:58 Min.)
    • Blutige Hochzeit (1:26 Min.)
    • John Carpenter - Fürst der Dunkelheit (1:41 Min.)
    • The Big Empty (1:13 Min.)
    • Praying Mantis (1:29 Min.)
    • Hautnah (1:41 Min.)
    • UFO (0:55 Min.)
30 Jahre nach einer Umweltkatastrophe. Kadett Ryan Murphy trifft auf der Fullerman Militär-Akademie ein. Er hat sich dort angemeldet, um das spurlose Verschwinden seines besten Freundes Liles zu untersuchen.
Die Akademie, die sich im ewigen Eis der Arktis befindet, wird von dem skrupellosen und eiskalten Kommandanten Bradley geleitet. Er ist auch der Führer der geheimnisvollen Elite-Truppe "Z-Team". Murphy versucht mit allen Mitteln herauszufinden, was sich hinter dem Z-Team verbirgt. Er findet heraus, dass Kommandant Bradley auf einen "Tag der Rückeroberung" zuarbeitet. Er entdeckt eine geheimnisvolle Maschine und stellt voller Erschrecken fest: Kommandant Bradley ist kein Mensch ...
Es gibt Filme, die sind so schlecht, dass sie schon wieder Spaß machen - und es gibt Filme, die einfach nur schlecht sind ... "Absolution: The Journey" ist solch ein Fall, ein cineastischer Totalausfall in allen Belangen.


30 Jahre nachdem ein Asteroid eine neue Eiszeit ausgelöst hat, trifft Kadett Murphy (Mario Lopez) an der "Fullerman"-Militärakademie im ewigen Eis ein, wo er das Verschwinden eines Freundes untersuchen will. Der Leiter der Institution, Sgt. Bradley (Richard Grieco), führt sein Regiment brutal und skrupellos, wobei er ebenfalls eine Elitetruppe namens "Zero-Team" ausbildet, um welche sich mysteriöse Gerüchte ranken. Natürlich stößt Murphy bei seinen Untersuchungen auf eine Verbindung - Bradley redet ständig von einem "Tag der Rückeroberung" und verbirgt eine geheimnisvolle Maschine im Sicherheitsbereich "Fac-14" (eine Art Sparversion von "Area-51"). Es stellt sich heraus, dass Bradley in Wirklichkeit ein Alien (!) ist und einen Transporter zu seinem Heimatplaneten gebaut hat (quasi ein Mini-"Stargate"), welcher von dem "Zero-Team" beschützt wird - jene Männer bekommen zudem noch Steroide verabreicht, welche aus Bradleys Blut gewonnen werden und ihnen besondere Kräfte verleihen ...


Wo soll ich nur mit der Kritik beginnen? Die Story ist haarsträubend, voller Klischees (Rivalität unter den Stubenkameraden, militärische "Code Reds" etc.), Logiklöcher und dümmlichen Zufällen - beispielsweise wird Murphy am Ende in eine Zelle gesperrt, in welcher man passenderweise auch seinen vermissten Freund untergebracht hat ... oder es gibt zwei Mädchen (eine von ihnen wird von Jaime Pressly dargestellt), welche problemlos "unerkannt/unbehelligt" in der Militärbasis ein- und ausgehen, um sich mit den Jungs zu amüsieren oder ihnen am Ende beim Kampf gegen "die Bösen" auszuhelfen.


Das Produktionsdesign ist extrem billig - vor allem ein dünnes Dachfenster (man bedenke, dass der Film im ewigen Eis spielt), das Trainingsgelände (eine Turn- oder Lagerhalle mit Baugerüsten und Pappmauern, bei der man zusätzlich die Wände mit Tarnnetzen abgehängt hat) sowie die grauenhaften F/X am Ende haben mich mehr als einmal zum Kopfschütteln sowie Schmunzeln veranlasst. Ferner sind mal wieder die von Regisseur David DeCoteau bekannten homo-erotischen Untertöne (viele Aufnahmen von Männern beim Schwitzen, Umziehen etc.) unübersehbar.


Kommen wir nun zu den "Darstellern": Mensch, Richard Griecos Karriere fing doch in Form von "21 Jump Street" mitsamt des Spin-Offs "Booker" so gut an, seine ersten Filme ("Teen Agent" und "Mobsters") waren ebenfalls einigermaßen ansehnlich und machten Laune - doch was er hier bietet, sollte ihm eigentlich ein Berufsverbot einbringen, denn er chargiert auf ganzer Linie als "knallharter Ausbilder" (da hilft auch die Tatsache nicht, dass er in Wirklichkeit ein Alien sein soll) ... quasi "over-acting" ohne den "acting"-Teil. Selten habe ich eine solch schlechte und lächerliche Leistung gesehen. Mario Lopez (der Typ aus der TV-Serie mit den Cops in Shorts auf Fahrrädern) ist ebenfalls mies, was jedoch durch Griecos noch schlimmere Leistung etwas übertüncht wird. Man kann in diesem Fall getrost verallgemeinern und sagen, dass sich im gesamten Film keine annehmbare schauspielerische Leistung entdecken lässt.


Gibt es positive Aspekte? Eigentlich wäre da nur Jaime Pressly ("Poison Ivy 3") zu erwähnen, die wirklich blendend hübsch aussieht und eine heiße Erotikszene abliefert, jedoch einen extrem schwach konzipierten Charakter verkörpert - und selbst das nicht sonderlich gut. Um es noch einmal klar herauszustellen: Der Film ist konsequent spannungslos, die Dialoge unterirdisch, Inhalt und Umsetzung lächerlich. Trotz einiger Überlegungen ist mir kein einziger Punkt in den Sinn gekommen, welcher eine bessere Bewertung als das absolute Minimum rechtfertigt.


Die Nummer 10 der epiX Twillight Classics muss abermals ohne deutsche Untertitel auskommen und als Bonus gibt es nur eine Trailershow. Neben der englischen und deutschen Stereospur enthält die Disc noch einen 5.1-Upmix, der als solcher auch sehr schnell erkannt wird und hin und wieder sogar Dialoge aus den Effektlautsprechern hallen lässt, was zum Glück sehr selten auffällt. Insgesamt ein unspekatakuläres Ergebnis, das stark frontlastig ausfällt und sich kaum vom Stereo-Pendant abhebt. Dieser bietet eine saubere und gut verständliche Front, von welcher der Score ohne wirkliche Mängel wiedergegeben wird und mit den Nebengeräuschen für einen ordentlichen Stereo-Mix sorgt. Gute Dialogverständlichkeit bietet auch der englische Stereo-Track, der insgesamt aber deutlich leiser klingt als die deutsche Synchronisation.
Beim Bild darf man von einem zufriedenstellenden Ergebnis sprechen, denn der anamorphe Transfer erweist sich als angenehm scharf mit einer guten Detailwiedergabe, die selbst auf großflächigen Bildschirmen nicht zusammenbricht. Der Kontrast zeigt sich etwas überhöht und steil, wodurch helle Flächen überstrahlen. Dafür werden die Konturen sehr sauber gezeichnet und der Schwarzwert darf sich ebenfalls sehen lassen, auch wenn hin und wieder feine Details in dunklen Bildbereichen absaufen. Hinzu kommt ein sehr starkes Bildrauschen, wodurch das Bild sehr grobkörnig wirkt. Die Kompression arbeitet weitgehend sauber und Defekte sind auch nicht großartig auszumachen. Die Farbgebung erweist sich ebenfalls als sehr natürlich und kräftig. Für Low Budget gar nicht mal so schlecht, was epiX seinem Publikum bietet.


Regie-Niete DeCoteau, der ebenfalls für "Knaller" wie Interner Link"Killer Eye" oder "Voodoo Academy" verantwortlich zeichnet, hat mit "Absolution" - trotz der drei in B-Film-Kreisen bekannten Hauptdarsteller - einen auf ganzer Linie kompromisslos schlechten Film abgeliefert.


Film+-----
Bild+++/--
Ton++/---
Bonus------


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