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BG, USA 2009
Originaltitel:Lightning Strikes
Alternativtitel:Relámpago infernal
Länge:84:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Gary Jones
Buch:Rafael Jordan
Kamera:Martin Chichov
Musik:Nathan Furst
SFX:Georgi Petkov
Darsteller:Kevin Sorbo, David Schofield, Annabel Wright, Robyn Addison, Kolin Smialek, John Laskowski, Todd Jensen, Jarrett Crippen, Erbi Ago, Jeff Harding, VJ Kewl, Itai Diakov
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:18.11.2010 (Verleih) / 09.12.2010 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (1:41 Min.)
  • Trailershow:
    • Nine Dead (1:33 Min.)
    • The Final (2:08 Min.)
    • Groupie (1:41 Min.)
    • No Reason (1:56 Min.)
    • Mirage Man (1:12 Min.)
    • Audie und der Wolf (1:45 Min.)
    • Fragment (2:02 Min.)
    • Madness (2:20 Min.)
Roscoe, eine Kleinstadt in North Carolina, wird von einem mächtigen Gewitter mit übernatürlichen Blitzen beherrscht. Keiner kann raus, niemand rein, denn die elektrostatischen Entladungen der Blitze haben die Stromversorgung lahm gelegt. Was niemand weiß, hinter diesem Gewitter versteckt sich etwas. Etwas sehr altes, etwas sehr böses ...
Seit Anbeginn der Zeit hat dieses Wesen schon Jagd gemacht, getarnt hinter Blitzen, die es kontrolliert und gezielt einsetzt. Der Sheriff ahnt, dass etwas nicht stimmt, jedoch nimmt ihn und seine Warnungen niemand ernst. Aber die Menschen sterben, getroffen von Blitzen. Der Gesetzeshüter erkennt System hinter den Morden, er will Roscoe evakuieren. Doch als man ihm endlich glaubt, ist es fast zu spät ...
Alljährlich ist man mehreren Gewittern ausgesetzt, besonders im Hochsommer. Da wägt man schon ab, ob der Rasen noch komplett gemäht werden sollte, oder es nicht sinnvoller wäre, etwaige Ampeln in Sicherheit zu bringen, damit diese nicht noch einmal von einer Windböe zu Boden geschleudert werden. Die Ausmaße der Blitze in diesem Syfy-Beitrag nehmen natürlich ganz andere Dimensionen an, denn da steckt das Böse gewissermaßen im Detail.



Als Nancy mit ihrem Sohn auf der einsamen Landstraße unterwegs ist, scheinen mehrere heftige Blitze ihr Auto zu verfolgen. Als dieses quasi der Länge nach geteilt wird, kommen beide zunächst unversehrt davon, bis man in den Wald flieht und Nancy mit ansehen muss, wie ihr Sohn gegrillt wird. Tage später soll in der nahe gelegenen Ortschaft das Kürbisfest mit Anreise wesentlicher Investoren stattfinden, doch Sheriff Ted (Kevin Sorbo) als auch ein meteorologisches Forscherteam geben die höchste Warnstufe für ein herannahendes Gewitter aus ...

Der Einstieg macht schon mal Lust auf mehr, denn nach einigen grellen Blitzen auf dem Asphalt (und nicht auf dem Feld daneben) deuten sich ein paar hanebüchene Aspekte an, welche bis zum Ende recht skurrile Ausmaße annehmen. Natürlich wird das Treiben von klischeebeladenen, größtenteils überzeichneten Figuren begleitet, welche vom gutmütigen Sheriff über den tuntigen Bürgermeister und den netten Barbetreiber bis hin zum Forscherteam und einen einsamen Rächer reichen, der das Böse in den Blitzen mit einer Konstruktion einfangen will. Trotz aller Oberflächlichkeit wird man mit den meisten Figuren schnell warm, zumal einige von merklichem Augenzwinkern begleitet werden.



Actiontechnisch muss man hingegen eine Menge Geduld mitbringen, da zwischen dem ordentlichen Einstieg und einem weiteren Blitzausläufer einige Zeit verstreicht, in der die Figuren etabliert werden, aber trotz einiger paralleler Handlungsstränge ein wenig Bewegungsmangel vorherrscht.

Erst zum Showdown kommt das Mega-Gewitter ins Spiel, welches letztlich das gemütliche Örtchen und die feiernden Bewohner heimsucht und dabei einigen Schaden in Form von Einschlägen, Bränden und Explosionen anrichtet. Die Palette der qualitativ nicht gerade einheitlichen CGI reicht von annehmbar bis katastrophal, etwa, als eine Kreatur in den Blitzen erscheint oder ein Motorrad auf dem Highway Feuer fängt. Positiv ist in diesem Kontext allerdings das Make-up hervorzuheben, denn die verbrannten Gesichter wurden glaubwürdig gestaltet und auch kleinere Brandwunden sehen relativ authentisch aus.


"Lightning Strikes" ist so eine typische Fernsehproduktion mit sympathischen Eigenheiten, einigen überzogenen Figuren und etwas wenig Unwetter. Final driften die Erklärungen für die extremen Ausmaße ohnehin ins völlig Groteske ab, aber wer sich auf eine solche Geschichte einlässt, in der der Bürgermeister wie das amerikanische Pendant eines FDP-Vorsitzenden auf Speed umher stolziert, weiß spätestens nach einer halben Stunde, worauf er sich einlässt: Billig, charmant und im Gesamtbild einigermaßen unterhaltsam.

Auf Bonusmaterial wurde, vom Originaltrailer und weiteren Filmtipps einmal abgesehen, verzichtet.
Dafür kann der anamorphe Transfer punkten. Sicherlich merkt man dem fürs amerikanische Fernsehen produzierten Film seine digitale Herkunft an, an der Technik wurde allerdings nicht gespart. Über einen Großteil seiner Laufzeit überzeugt "Lightning Strikes" mit einer guten Schärfe. Vereinzelte Aufnahmen können den sonst hohen Detailgrad nicht ganz halten, doch darf dies der Seltenheit wegen unberücksichtigt werden. Hinzu kommt eine realistische Farbgebung, die stets mit kräftigen und dynamischen Tönen arbeitet. Auch der Kontrast kann vor allem in hellen bzw. gut ausgeleuchteten Szenen überzeugen. In dunkleren Passagen tritt allerdings ein doch deutliches Rauschen auf. Details werden dann beeinflusst und auch dem Schwarzwert hätte ruhig etwas Sättigung vertragen können. Davon abgesehen ist das Bild allerdings sehr rauscharm. Die Kompression passt sich dem guten Gesamteindruck an, wenngleich dezente Unruhen auftreten.
Beim Ton hat sich zumindest in der deutschen Synchronfassung ein kleiner Fehler eingeschlichen, denn es wurde nach der 38. Filmminute vergessen, einen Satz zu übersetzen. Dies betrifft sowohl die Stereospur als auch den 5.1-Mix. Abgesehen von diesem Schönheitsfehler wird eine solide bis gute Abmischung geboten, die kaum nennenswerte Unterschiede zur Originalfassung besitzt. Der einzige Unterschied zwischen O-Ton und Eindeutschung sind die sich etwas natürlicher einfügenden Stimmen im Original. Grundsätzlich klingen beide Dolby Digital 5.1-Spuren ein wenig zu frontlastig, weil es den Soundeffekten an Direktionalität, Differenzierung und Volumina fehlt. Besonders die Blitzeinschläge würde ich mir weitaus räumlicher abgemischt wünschen, was sich positiv auf die Atmosphäre ausgewirkt hätte. Die Rears werden zwar immer wieder angesprochen, meist aber nur zur Unterstützung der Musik, die sich sehr dynamisch und voluminös auf die Boxen verteilt. Die Dialoge sind stets klar herauszuhören und sauber. Dies gilt auch für die beiden Stereospuren in Deutsch und Englisch, welche aber nicht die kräftigen Eigenschaften der 5.1-Spuren besitzen. Optional werden deutsche Untertitel geboten.

"Lightning Strikes" wird als nette TV-Horror-Kost nicht ewig im Gedächtnis haften bleiben, ist aber kurzweilig und damit unterhaltsam genug, um ihn sich anzuschauen. Wer eine Phobie gegenüber Gewitter oder Blitzen hat, dürfte bei diesem Film genau richtig sein.


Film+++---
Bild++++/-
Ton+++/--
Bonus/-----


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