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USA 2010
Originaltitel:Mega Piranha
Länge:88:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Eric Forsberg
Buch:Eric Forsberg
Kamera:Bryan Olinger
Musik:Chris Ridenhour
Darsteller:Paul Logan, Tiffany, Barry Williams, David Labiosa, Jude Gerard Prest, Jesse Daly, Cooper Harris, William Morse, Clint Browning, Matt Lagan, Jonathan Nation, Jesel Ortloff, Lola Forsberg
Vertrieb:Great Movies
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (Engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:14.10.2010 (Kauf)
Specials:
  • Making Of (11:08 Min.)
  • Outtakes (2:59 Min.)
  • Originaltrailer (1:20 Min.)
  • Bildergalerie (2:20 Min.)
  • Trailershow:
    • Airline Disaster (1:25 Min.)
    • 2012 Supernova (1:15 Min.)
    • Sherlock Holmes (1:31 Min.)
    • Princess Of Mars (0:52 Min.)
    • Legion Of The Dead (1:06 Min.)
    • Meteor Apocalypse (1:38 Min.)
    • The 7 Adventures Of Sinbad (1:39 Min.)
Übergroße, prähistorische Mega Piranhas gelten bereits seit Millionen von Jahren als ausgestorben. Eine kleine Gruppe von ihnen hat jedoch in einem abgelegenen Nebenarm des Orinoco bis heute überlebt. Durch menschliche Eingriffe in die lokale Umwelt werden die Urzeitwesen aus ihrer Isolation befreit und begeben sich auf den Weg nach Florida - gerade rechtzeitig zum Höhepunkt der dortigen Touristen- und Badesaison. Ein Einsatzteam, welches unter anderem aus Special Agent Fitch und der Wissenschaftlerin Sarah Monroe besteht, arbeitet mit Nachdruck daran, die Mega Piranhas zurück nach Venezuela zu drängen. Aber schon bei der Grenzüberquerung geraten sie in Schwierigkeiten mit den dortigen Behörden. Als Agent Fitch feststellt, dass er hier mit diplomatischen Verhandlungen nicht ans Ziel kommt, beginnt zwischen ihm und der Militärtruppe um Oberst Antonio Diaz eine rasante Verfolgungsjagd durch den Dschungel. In der Zwischenzeit wachsen die mörderischen Fische stetig weiter und ihre Fressattacken hinterlassen immer verheerendere Schäden ...
Auf der Suche nach ultimativen Steigerungen im Tierhorrorbereich kennen die Typen von Syfy ja keine Grenzen, auch wenn demgegenüber die technische Seite fast durchgehend unterirdisch ausfällt. Wenn man sich dann noch einen Regisseur wie Eric Forsberg (Interner Link"Night of the Dead") an Land zieht, kann das Projekt eigentlich nur zum Scheitern verurteilt sein; doch der Mann beweist in diesem Fall ein erstaunlich sicheres Händchen für aberwitzigen Trash.



Ohne Frage stehen mutierte Piranhas im Mittelpunkt des Geschehens, die schnell als Schuldige für den Unfalltod des US-Botschafters in Venezuela ausgemacht werden. Der Spezialagent Fitch wird beauftragt, im Namen der US-Regierung Genaueres herauszufinden, als er einerseits vom hiesigen Colonel Diaz unter Druck gesetzt wird und andererseits von Mitarbeitern eines Geheimlabors erfährt, dass die mutierten Fische ihr Körpervolumen innerhalb kürzester Zeit vervielfachen und schon bald Florida plätten könnten, wenn man nicht butz etwas unternimmt ...

Von vornherein legt der Streifen ein unglaublich hohes Tempo vor, unterstützt durch unzählige "whooshs" bei Szenenwechsel und einem fast dauerhaft treibenden Score. Forsberg knallt dabei alles ins Geschehen, was dem Treiben in irgendeiner Form Drive verleiht, auch wenn einige Szenen weitab vom eigentlichen Tierhorror spielen.



Held Fitch erscheint dabei steif wie ein Mercenary, wie ein Orang-Utan in Menschengestalt, dessen verkniffene Gesichtszüge kaum eine Regung zulassen, weil er so sehr bemüht ist, die breiten Schultern in die Kamera zu halten und dabei gleichermaßen versucht, noch möglichst agil zu erscheinen.
Aber er hat Potential, was sich im Umgang mit den mutierten Piranhas immer wieder bestätigt, denn wer vermag einen solchen schon mit einem Messer beim Tauchgang zu töten und gleich mehrere im Liegen einfach gezielt wegzutreten? Der Kerl hat was drauf - den Dritten Weltkrieg (der von seinem Vorgesetzten ein wenig befürchtet wird), dürfte Fitch mindestens im Alleingang vereiteln können.

Ihm zur Seite steht die leitende Wissenschaftlerin Monroe, welche tatsächlich von der einstigen Sängerin Tiffany (!) ("I think we're alone now", 1987) verkörpert wird. Dazu kommt der finstere Gegenspieler Diaz, der irgendwo im venezolanischen Dschungel ein paar Leichen vergraben haben dürfte, Fitchs stoischer Auftraggeber Grady, sowie ein paar weitere Wissenschaftler, welche jedoch eher als Kanonenfutter durchgehen.
Figurentechnisch gibt es zwar nur Ansätze vom Reißbrett, zu denen passen die grenzdebilen Dialoge und die größtenteils unbedarfte Synchro jedoch hundertprozentig.



Genrefreunde geht es selbstredend um die Piranhas und diese erinnern zu Beginn doch stark an starre 2D-Objekte aus frühen Computerspielen, als sie noch etwa handgroß sind und in Scharen über ihre wenigen Opfer herfallen. Splattertechnisch spielen sich dabei sämtliche Szenen im Off ab, gleichzusetzend damit, dass an der Wasseroberfläche geschrien wird, während sich darunter alles rot verfärbt.
Schön skurril wird es allerdings, als die Angriffsziele immer flächendeckender werden und die Fische aus unerfindlichen Gründen aus dem Wasser direkt in Hochhäuser springen oder binnen weniger Momente eine Flotte zum Kentern bringen. Animationstechnisch sieht die Sache bis zuletzt nicht sonderlich ausgearbeitet aus, doch die unvermittelten Angriffe erzielen mit fast jeder Szene einen Schmunzeleffekt.

Storytechnisch ist die Angelegenheit ohnehin zwischen wild zusammengewürfelt und den üblichen Genrekonventionen dienend einzuordnen: hier und da mal eine Flucht durch den Dschungel, ein Duell zwischen Helikoptern, einige Tauchgänge mit entsprechenden Waffen und dazwischen die fiebrige Suche nach einer vernichtenden Waffe. Wem da final die rettende Idee kommt, dürfte bereits nach einer Viertelstunde klar sein.



"Mega Piranha" bietet eingefleischten Trash-Fans zwei überzeugende Komponenten: Das konstant hohe Tempo ohne auch nur einen Augenblick an zwischenmenschlichen Ballast zu verschwenden und die humorigen Szenen, die aus den brachialen Momenten mit den riesigen Piranhas entstehen.
Nicht gut getrickst, überwiegend schlecht performt, bietet der Streifen weniger Stoff fürs seriöse Tierhorror-Fach, denn für Betrachter, die am geballten Unvermögen in rascher Abfolge ihren Spaß haben können.

Spaß macht auch die Bildqualität. Auffällig sind die starken Farbfilter, welche Orange, Braun und Grün dominieren lassen und somit einen sehr warmen Eindruck vermitteln. Das passt zwar zum Handlungsort Venezuelas, hat aber auch den Nachteil, dass nicht der kleinste Hauch von Natürlichkeit übrig bleibt. Gleichzeitig ist der Kontrast zu steil und der Schwarzwert nur gut bis mittelprächtig, was in dunklen Szenen für enorme Detailverluste sorgt. Die allgemeine Schärfe bewegt sich über die gesamte Laufzeit auf gutem Niveau, denn Nahaufnahmen sehen gut aus und die Durchzeichnung gelingt dank vieler Feinheiten, auch wenn es gelegentlich zu einer minimalen Abstufung, meist bei Einsatz der CGIs, kommt. Sehr überzeugend werden Panaromaaufnahmen der Kulisse wiedergegeben, die dank einer hohen Schärfe sogar etwas Plastizität besitzen. In einigen dunklen Szenen ist ein deutliches Rauschen erkennbar, wirkt sich aber nicht negativ auf das Bild aus. Alles in allem ist der Transfer für eine Billigproduktion sehr gelungen und erhält damit knapp 4,5 Punkte.


Der Ton kann das Niveau des Bildes nicht halten, denn für Dolby Digital 5.1 wird in der deutschen Synchronfassung einfach zu wenig geboten. Die ist Über weite Strecken zu frontlastig und unspektakulär ausgefallen. Zwar werden gelungene Stereoeffekte geboten, die hinteren Boxen bleiben allerdings die meiste Zeit über stumm. Ihre Integration beschränkt sich auf Halleffekte in Räumen, die dafür sorgen, dass die Stimmen etwas in den hinteren Bereich gebracht werden. Direktionale Effekte sind nicht vorhanden und von Räumlichkeit kann daher nicht die Rede sein, was angesichts der Möglichkeiten des Films schade ist. Einzig der Subwoofer vermittelt an einigen Stellen etwas Druck, der allerdings unpräzise zum Einsatz kommt. Die Dialoge kommen zumindest stets klar verständlich rüber. Etwas besser gefällt die englische 2.0-Surroundspur, die zwar weniger Kraft als das bereits flache deutsche Pendant besitzt, dafür aber die Musik auch auf die hinteren Boxen verteilt. Dies sorgt für eine etwas bessere Klangkulisse. Auch in dieser Tonspur ist die Dialoge unproblematisch. Auf Untertitel wurde verzichtet.

Der Bonusbereich fällt nicht besonders vielfältig aus. Den Anfang macht ein kurzes Making of, das ein paar Informationen zum Film bereithält. So richtig fesseln vermögen die Aussagen nicht, da allzu oft der enorme Werbecharakter zum Vorschein tritt. Das Fehlen deutscher Untertitel stört da nicht weiter. Abschließend gibt es ein paar unwitzige Outtakes sowie den Originaltrailer und eine Bildergalerie zu sehen. Dafür macht die sehr sehenswerte Trailershow mit weiteren Mockumentaries unheimlich Spaß.

Mit "Mega Piranha" antwortet The Asylum im Auftrag des amerikanischen Syfy-Kanals auf die Kinoproduktion Interner Link"Piranhas 3-D". Wie üblich mit wenig Budget aber einer enormen Menge Elan gibt es nahezu perfekte Unterhaltung für Trash-Fans. Der Bildtransfer zeigt sich auf der Höhe der Zeit und bietet in Anbetracht eines Billigfilms kaum Anlass zur Kritik. Vom Ton hätte man sich gerade bei der deutschen Fassung mehr erhofft und auch das Bonusmaterial ist kaum der Rede wert. Desweiteren wird die DVD ohne Wendecover ausgeliefert, weswegen das gelungene Artwork mit dem FSK-Flatschen verunstaltet bleiben muss.


Film++++--
Bild++++/-
Ton+++/--
Bonus+-----


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