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USA 2007
Originaltitel:Headless Horseman
Länge:88:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Anthony C. Ferrante
Buch:Zachary Weintraub, Anthony C. Ferrante
Kamera:David Worth
Musik:Alan Howarth
SFX:Alexander Dimov
Darsteller:Billy Aaron Brown, Rebecca Mozo, Richard Moll, Arianne Fraser, M. Steven Felty, Trish Coren, Elizabeth Prestel, Brent Lydic, Joe Hartzler, Elvin Dandel, Vasile Albinet, Greg Atkins
Vertrieb:3L / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:22.10.2009 (Kauf)
Specials:
  • Trailer bei DVD-Start:
    • [Rec.] (1:53 Min.)
    • Buried Alive (2:21 Min.)
  • The Making of "Headless Horseman" (32:42 Min.)
  • Bildergalerie (52 Bilder)
  • Originaltrailer (1:46 Min.)
  • Trailershow:
    • [Rec.] (1:53 Min.)
    • Buried Alive (2:21 Min.)
    • Cleaner (1:57 Min.)
    • Hero Wanted (1:47 Min.)
    • Day of the Dead (1:39 Min.)
    • Living Hell (2:15 Min.)
    • The Call 3 - Final (0:41 Min.)
    • Desperados (2:13 Min.)
Sieben Teenager möchten an Halloween eine große Party in einer entfernten Großstadt besuchen. Eine Abkürzung führt sie in das abgelegene Städtchen Wormwood und ein geplatzter Reifen zu einem unfreiwilligen Aufenthalt. Zu spät erkennen sie, dass hier etwas nicht stimmt. Die Warnungen der Bewohner scheinen blutige Früchte zu tragen, denn der kopflose Reiter ist schon unterwegs, um sich einen nach dem anderen zu holen.
Die Legende des kopflosen Reiters findet sich schon recht früh in deutschen Sagen, in denen meistens über Widergänger berichtet wird, die im Untotenreich wandeln und Todgeweihte nur mit der Hand berühren müssen, um ihnen die Lebensgeister auszusaugen. Erst später gelangte diese Legende zu filmischem Ruhm durch Tim Burtons Interner Link"Sleepy Hollow", während cineastische Nachzügler meistens unbeachtet blieben. Wird diesem wohl auch so ergehen, denn von Nu Image ist eben nicht mehr zu erwarten als brauchbare Unterhaltung für Zwischendurch.


Die Exposition greift gleich ein wenig amerikanische Geschichte auf, als zwei Soldaten während des Sezessionskrieges einen Feind im verlassenen Wald hinter einer Brücke vermuten und dem Titelgebenden zum Opfer fallen. Ab dann gibt es natürlich keine Überraschungen mehr, denn was folgt ist: Eine Gruppe von Teens, die sich im Wald verfahren, eine Panne haben und im Verlauf um Leib und Leben fürchten müssen, da der kopflose Reiter - so kurz vor Halloween - natürlich neue Opfer verlangt.
Mal abgesehen von den ersten fünf Minuten wandelt der Streifen sogleich auf den platt gelatschten Pfaden des Slashers. Rund sieben Jugendliche sind es hier, darunter ein Einzelgänger, der sich in eine Trulli verguckt hat, während den übrigen Pappnasen so gut wie überhaupt kein Charakterprofil angedeiht wird. Eine ist mehr mit ihrem Äußeren beschäftigt, der andere stänkert etwas mehr, aber die meisten fallen überhaupt nicht auf und auch das Heldenpaar kristallisiert sich erst recht spät heraus. Auch die Handlungsstationen sprechen für Klischees: Autopanne, Handys ohne Netz und der Eintritt in eine ausgemachte Redneck-Welt.


Wobei diese fürs Erste phasenweise Freude bereitet, da man sich zunächst Hilfe von einer naiv erscheinenden Zopf-Maus erwartet, die direkt in die nächste Autowerkstatt führt, woraufhin die auftauchenden Gestalten durchaus bizarre Züge annehmen. Kauzige, alte Zausel, Kleinwüchsige und starr drein blickende Cops verschaffen durchaus Abwechslung und auch die kleine Geisterstadt kann sich von der Gestaltung her sehen lassen.
Der restliche Verlauf lebt dann eher so leidlich von einigen wenigen Splattereffekten und der Tatsache, dass das Tempo ordentlich hoch ist, da sich die Überlebenden fast pausenlos in Bewegung befinden. In Bezug auf diverse Enthauptungen hat man sich sogar kleine Kettenreaktionen einfallen lassen und die handgemachten Effekte sehen ohnedies absolut brauchbar aus. Die CGI hinterlassen hingegen einen zwiespältigen Eindruck, da beispielsweise die Verwandlungsszenen des kopflosen Reiters, etwa aus zähflüssiger, schwarzer Gülle zu einem menschlichen Etwas, durchaus gelungen sind, während die Gewaltszenen deutlich hinterher hinken, zumal sie phasenweise schlicht unglaubwürdig aussehen.


Inhaltlich kommt der Stoff ohne große Überraschungen aus - ein wenig gräbt man noch in der Geschichte des Reiters, gräbt alte Legenden aus, zettelt minimale Twists gegen Finale an, doch selbst der Showdown, der gar das sagenumwobene Schwert König Arthurs beinhaltet, lässt allenfalls auf Sparflamme mitfiebern, da einem die Figuren nicht sonderlich am Herzen liegen und die Spannung im letzten Drittel nicht merklich gesteigert werden kann. Was bleibt, ist ein austauschbarer Streifen, der seine Qualitäten aus dem handwerklich Soliden bezieht und der Tatsache, dass man sich selten mit Belanglosem aufhält.
Auf der anderen Seite mangelt es an guten Darstellern, einer ordentlichen Synchro und markanten Splattereinlagen, so dass dem Werk am Ende etwas recht Beliebiges anhaftet, welches der Genrefreund wahrscheinlich nicht mit mehr als einem unbeeindruckten Achselzucken quittieren dürfte.


Mit dem Vermerk "ungeschnittene Fassung" veröffentlicht 3L den Horrorstreifen ohne Zensur auf DVD. Mehr als der Film überzeugt hier das lupenreine Bild. Anamorph abgetastet zeigt es sich extrem scharf und sehr detailliert. In Bewegungen lässt die Schärfe allerdings etwas nach, was den Sehgenuss aber niemals trübt. Kontrast und Farbgebung sind auf einem sehr hohen Niveau und wir bekommen einen guten bis sehr guten Schwarzwert geboten, der dem überwiegend nachts spielenden Film keine Details beraubt. Lediglich leichtes Bildrauschen ist auszumachen. Defekte oder Schmutz gibt es allerdings nicht und die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund.
Beide Tonspuren klingen leider sehr frontlastig und die Effektkanäle werden nur sehr selten genutzt. Für etwas Räumlichkeit sorgt der Score, wobei auch dieser sich nur bedingt von der Front löst. Dafür bekommt man eine gut aufgelöste Front zu hören und zumindest in den Schockmomente werden die Kanäle und auch der Subwoofer gut ins Geschehen mit einbezogen. Die Sprachverständlichkeit der englischsprachigen Fassung ist leider nur mittelmäßig ausgefallen, also punktet in diesem Bereich der deutsche 5.1-Mix. Stimmen klingen bei diesem viel sauberer und nicht einmal so stark nach Studio, wie man es sonst sehr oft erleben muss. Auf deutsche Untertitel muss der Zuschauer leider verzichten.


Als Bonus gibt es neben einer Trailershow, einer filmbezogenen Bildergalerie und einem Trailer zum Film noch ein 32minütiges Making of. Diese kratzt zwar nur an der Oberfläche, gewährt uns aber einen netten Blick hinter die Kulissen und zeigt verschiedene Aspekte der Produktionsphase auf. Das sorgt zumindest für kurzweilige Unterhaltung, wobei die Interviews mit Cast & Crew zu stark in den Fokus gerückt werden und neben Filmausschnitten in den 32 Minuten deutlich zu wenig "Hinter den Kulissen"-Material vorhanden ist. Deutsche Untertitel gibt es auch hier nicht.


Kurzweiliger Horror für Zwischendurch. Wer mehr erwartet als dümmliche Dialoge und mäßige Effekt, sollte lieber zu Burtons Interner LinkVersion greifen. Die DVD wurde leider ohne FSK-Wendecover veröffentlicht.


Film+++---
Bild+++++-
Ton+++/--
Bonus++----


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