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AUS 2008
Originaltitel:I Know How Many Runs You Scored Last Summer
Alternativtitel:Ich weiß mal wieder was du letzten Sommer getan hast
Länge:78:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Stacey Edmonds, Doug Turner
Buch:Doug Turner
Kamera:Doug Turner
Musik:Dallas Johnson
Darsteller:Jai Koutrae, Stacey Edmonds, Az Jackson, David Gambin, Ben Paul Owens, Aaron Scully, Alex Sideratos, James Winter, Otto Heutling, Brendan Arlington, Jeff Bye, Tomas Avins
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (dt.), Dolby Digital 2.0 Stereo (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:20.08.2010 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar mit Stacey Edmonds, Doug Turner und David Michael Brown
  • Making Runs (14:30 Min.)
  • Bloody FX (6:16 Min.)
  • Canteen Scene Grade (1:46 Min.)
  • Ungeschnittene Duschszene (3:20 Min.)
  • Fragen und Antworten (7:56 Min.)
  • Joadja Tagebuch (4:34 Min.)
  • Audio Mix Tagebuch (4:11 Min.)
  • Hell City Glamours - Musikvideo (3:23 Min.)
  • Trailer (1:46 Min.)
  • Trailershow:
    • Kategorie C (1:11 Min.)
    • Starhunter (1:48 Min.)
    • King of B-Movies (1:04 Min.)
    • Henry 2 (1:18 Min.)
    • Legion der Vampire (1:46 Min.)
    • The Stepfather (1:56 Min.)
    • Cubling (1:28 Min.)
    • UFO (0:55 Min.)
    • Ich, Claudius (1:43 Min.)
Während eines heißen australischen Sommers wird ein junger Cricketspieler von seinen Kameraden krankenhausreif geprügelt. Zwanzig Jahre später kehrt er, auf blutige Rache sinnend, zurück. Nachdem ihm mehrere Teammitglieder zum Opfer gefallen sind, kommt die Polizei ihm auf die Schliche und verfrachtet die Überlebenden ins vermeintlich sichere Outback. Bewaffnet mit allerhand angespitztem Sportgerät begibt der Killer sich auf die Fährte seiner Beute ...
Die Reihe um Interner Link"Ich weiß ... Sommer ..." musste ja irgendwann zwangsläufig ins Parodistische abdriften, doch leider schaffen es die Australier Edmonds/Turner nicht, humorvolle Momente in ihrem Slasher einzubauen, obgleich das Werk als Horror-Komödie angepriesen wird. Wer dachte, die Talsohle sei mit dem Interner Linkzweiten Sequel bereits erreicht gewesen, wird sich wundern, wie ein solch niedriges Niveau noch unterboten werden kann. In Australien spielt man gerne Cricket, eine Ballsportart, vergleichbar mit Baseball.
Vor rund zwanzig Jahren kam es innerhalb einer Jugendmannschaft zu einem Tumult, als alle Mitspieler auf einen einzelnen losgingen. Nun rächt sich dieser an seinen ehemaligen Peinigern, denen ein abseits gelegenes Camp fürs Zeugenschutzprogramm herzlich wenig hilft ...


Schon mal keine günstige Vorraussetzung, wenn einem die Identifikationsfigur des Cops Gary Chance durch und durch unsympathisch erscheint, weil der Kerl schmierige Verhaltensweisen an den Tag legt und meint, er könne bei seiner neuen Kollegin von Scottland Yard Eindruck mit billigen Anmachsprüchen schinden.
Gleichermaßen unvorteilhaft zum späteren Mitfiebern ist es, wenn einem die potentiellen Opfer, also die Zeugen im Schutzprogramm herzlich egal sind, da einem stereotype Abziehbilder vom Hair-Stylisten, über den Bibelfanatiker bis hin zum eisernen Reservisten präsentiert werden, die im Übrigen, einschließlich der drei anwesenden Sicherheitskräfte kein markantes Erscheinungsbild aufweisen.


Bleibt also die vage Hoffnung (der billige Troma-Look und die austauschbaren Kulissen minimieren diese von vornherein), dass wenigstens der Killer einiges hermacht und ordentlich innovativ und blutig zuschlägt. Doch ebenfalls Fehlanzeige. Der Schlächter mit seinem weißen Sommerhut wirkt trotz erheblicher Körpergröße kaum Furcht einflößend, er bewegt sich schlaksig und kommt eher wie ein unbeholfener Platzwart daher, dem jeder tödliche Schlag eher zufällig zu gelingen scheint (was dennoch nicht witzig rüberkommt). Die Ableben halten sich in Sachen Originalität in Grenzen und auch der Blutgehalt impliziert keine expliziten Darstellungen. Die meisten Opfer werden durchbohrt, einer erwürgt, dazu ein Kehlenschnitt und heraus fallende Gedärme (ohne sichtbare Verletzung) - lediglich der umfunktionierte Ball mit Nägeln gespickt ist für ein paar flotter inszenierte Morde brauchbar.


So dümpelt das Geschehen die meiste Zeit im Haus vor sich hin; es dauert rund eine halbe Stunde bis zum ersten Einsatz des Killers und währenddessen häufen sich eklatante Logiklöcher. Drei Cops, ein Campleiter und die dazugehörige Überwachungskamera bekommen nicht mit, wie die fünf Zeugen nach und nach verschwinden und in Sachen möglicher Gegenwehr fängt man in der jeweiligen Situation, trotz vieler herumliegender Gegenstände und der Langsamkeit des Killers besser nicht an, über Details nachzudenken.


Zwischenzeitlich bekommt man zwar ein wenig nackte Haut geboten, doch die Duschszene mit Momenten des Einseifens wurde so merkwürdig separiert gefilmt, dass man bei der Dame schon eher auf ein Body Double schließen könnte, zumal es sich bei der Darstellerin um einen Part des Regieteams handelt.
Jenes unterlegt den Streifen zwar mit passablen Sounds und zumeist brauchbarem Score, doch just zum Finale meint man, dass ausgerechnet ein Heavy Metal-Song als spannungsfördernde Untermalung beim Zweikampf beitragen würde. Der Showdown wird letztlich von zwei kleinen Wendungen aufgewertet, die aus dem sehr schlechten Streifen noch einen schlechten machen.


Denn insgesamt betrachtet bietet dieser Slasher durchgehend unteres Niveau: Seien es die spannungsarm inszenierten Morde, die unterirdischen Darstellerleistungen, die manchmal etwas hilflose Kamera oder auch nur die kläglichen Versuche, etwas Humor einzubinden, die während der kurzen Laufzeit von 78 Minuten maximal zwei kleine Schmunzler zutage fördern. Folglich hat dieser Streifen mit dem Interner LinkOriginal nichts gemein, außer demselben Subgenre und der Grundidee der späten Rache. Unter solchen Umständen wird man schnell vergessen, was man sich diesen Sommer angesehen hat…


Bei "Ich weiß mal wieder, was du letzten Sommer getan hast" handelt es sich um einen kostengünstig produzierten Independent-Film, der in Sachen Schärfe durchaus überzeugen kann. Lediglich im Detailbereich lässt das anamorph kodierte Bild zu wünschen übrig. In Bewegungen fällt der Schärfegrad deutlich ab und sorgt für sichtbare Bewegungsunschärfen. In ruhigen Nahaufnahmen wird das Bild meist etwas detaillierter und die Farbgebung fällt sehr natürlich aus, zumindest wenn nicht gerade mit Stilmitteln gespielt wird. Jedoch sieht man auch hier sehr deutlich, dass es sich um einen Indie handelt. Der Kontrast ist ein wenig steil ausgefallen, wodurch helle Bildbereiche überstrahlen und in dunklen Sequenzen Details absaufen. Zudem rauscht das Bild sehr deutlich, inbesonders in dunkleren Bildbereichen. Dafür arbeitet die Kompression weitgehend sauber und ruhig.
Die deutsche Synchronfassung liegt in Dolby Digital 5.1 vor, bietet aber keinen wirklichen Raumklang. Die Rears werden lediglich für die Musik genutzt und auch dies geschieht nur sehr selten. Auf richtige Effekte müssen wir leider komplett verzichten. Die Dialoge wurden gut abgemischt, passen sich gut dem restlichen Klangbild an, pappen aber deutlich im Frontbereich.
Der englische Dolby Digital 2.0-Mix klingt deutlich lauter, aber natürlicher und die Mischung aus Dialogen, Umgebungsgeräuschen und Musik klingt etwas differenzierter als bei der deutschen Version.


Auf deutsche Untertitel müssen wir nicht nur beim englischen Ton verzichten, sondern auch das Bonusmaterial muss komplett ohne Untertitelung auskommen. Der Audiokommentar mit Stacey Edmonds und Doug Turner wird moderiert von David Michael Brown und wartet mit viel Leerlauf auf, bietet dann aber ein paar nette Hintergrundinformationen rund um die Produktion. Weiter geht es mit verschiedenen kleinen Featurettes, angefangen mit "Making Runs, einem 14minütigen "Making of", welches uns kurze Einblicke in die Dreharbeiten gewährt und dabei die Macher und Darsteller zu Wort kommen lässt. In "Bloody FX" widmet man sich den blutigen Effekten im Film, während in "Canteen Scene Grade" auf die optische Nachbearbeitung des Bildes anhand von Beispielen eingegangen wird. Die ungeschnittene Duschszene zeigt in 3 Minuten all das an nackter Haut, was für den Film zu viel war.
Unter Frage und Antworten sprechen die Macher nochmals über den Film und beantworten Fragen, während "Joadja Tagebuch" und "Audio Mix Tagebuch" noch ein paar Einblicke in die Produktion gewähren. Zum Schluss gibt es noch einen Trailer, ein Musikvideo und eine Trailershow weiterer Epix-Titel.
Die DVD wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert und erscheint komplett ungekürzt. Der Gang zur Videothek sollte aber erst einmal reichen, denn "Ich weiß mal wieder, was du letzten Sommer getan hast" wird nicht jedermanns Sache sein.


Film+/----
Bild+++---
Ton++++--
Bonus+++---


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