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USA 1991
Originaltitel:Puppet Master III: Toulon's Revenge
Alternativtitel:Puppetmaster 3 - Die Rache des André Toulon
aka. Toulon's Rache
aka. Toulon's Revenge
Länge:78:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:David DeCoteau
Buch:Charles Band, C. Courtney Joyner, David Schmoeller
Kamera:Adolfo Bartoli
Musik:Richard Band
SFX:Modus EFX, David Allen Productions
Darsteller:Guy Rolfe, Richard Lynch, Ian Abercrombie, Kristopher Logan, Aron Eisenberg, Walter Gotell, Sarah Douglas, Matthew Faison, Michelle Bauer, John Regis
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:kleine Buchbox
DVD-Start:24.09.2010 (Kauf)
Specials:
  • Originalteaser (1:40 Min.)
  • Originaltrailer (2:13 Min.)
  • Dt. Trailer (1:50 Min.)
  • Behind The Scenes (12:14 Min.)
  • Trailer zu:
    • Puppet Master (1:37 Min.)
    • Puppet Master 2 (2:14 Min.)
Berlin 1941: Die Nazis arbeiten erfolglos an einem Experiment zur Reanimation toter Soldaten. Zur gleichen Zeit begeistert der Puppenspieler André Toulon sein staunendes Publikum. Seine Puppen scheinen tatsächlich zu leben, denn sie bewegen sich ohne Schnüre. Daher gerät er schnell in den Fokus der Gestapo, denen Toulons politische Satire ohnehin bereits ein Dorn im Auge ist. Bei der Verhaftung Toulons wird dessen Frau Elsa erschossen. Auf dem Weg ins Gestapo-Hauptquartier gelingt ihm jedoch mit Hilfe seiner Puppen die Flucht. Er findet in einer alten Ruine Unterschlupf. Dort schmiedet er einen blutigen Racheplan, um den Tod seiner geliebten Frau zu rächen ...
Während an der Front die deutsche Armee Verluste einfährt, wächst die Angst, den Krieg zu verlieren. Nicht nur, dass arme Kindersoldaten sinnlos verheizt werden, auch bestialische Experimente - u.a. durch den perversen Dr. Mengele - werden durchgeführt. Aber auch okkultes Gedankengut lässt die Nazis nicht ruhen: Der "Supersoldat" soll geschaffen werden, frei von Schmerzen und ungebremst die Feindeslinien durchbrechend ...



An einem derartigen Soldaten feilt auch Dr. Hess, dessen Experimente allerdings alles andere als erfolgreich sind. Doch der Führer will Fortschritte sehen. Die Befehlskette reicht in "Puppet Master 3" von General Mueller über Major Kraus bis hin zum schleimigen Lt. Stein. Alle haben nur das eine im Sinn: Ergebnisse, bedingungslose Treue und rücksichtslose Durchsetzung ihrer Pläne, um ihr Ziel, die Erschaffung des Dritten Reichen, zu erreichen.
Doch tapfere Menschen kämpfen im Untergrund gegen das Schreckensregime. So auch Andre Toulon samt seiner Frau Elsa. Die beiden betreiben ein Puppentheater, in dem vorwiegend "satirische" Stücke geboten werden, z.B. Hitler als Kasperfigur. Als Lt. Stein inkognito das Treiben Toulons besucht und die lachenden Kindermassen sieht, konfrontiert er den Puppenspieler nach dessen Vorstellung mit der politischen Brisanz des Stücks. Weil er selbst Puppenspieler ist, möchte er gern mehr über die sich wie magisch bewegenden Puppen erfahren. Von Toulon wird er abgewiesen, er bleibt aber hartnäckig. Zufällig bekommt Stein im Anschluss mit, dass Toulons Puppen, die seltsamerweise nicht per Fäden bewegt werden, mittels eines grünen Serums "leben" und sogar auf Sprache reagieren. Wenn das mal nichts für Dr. Hess und seinen Supersoldaten ist ...
Als der Trupp Nazis dann Toulon einen Besuch abstattet, um zu sehen, was wirklich dran ist, erschießt Major Kraus Toulons Ehefrau. Damit begeht er einen großen Fehler, denn Toulon kann während des Abtransportes samt seinen Puppen fliehen und beginnt im Untergrund lauernd einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen die Nazis. Ihm zur Seite stehen seine Puppen, deren mannigfaltige Folterwerkzeuge genug Platz lassen, um es den Peinigern brutal heimzuzahlen ...

"Puppet Master 3" ist zweifelsfrei einer der besten und zugleich härtesten Filme der inzwischen auf 7 Teile angewachsenen Serie um Andre Toulon und dessen mordenden Puppen.
Anders als z.B. in den Ilsa-Filmen ist die historische Kulisse nicht nur Mittel zum Zweck, sondern passt gut zur Hintergrundgeschichte. Natürlich ist es nicht grad taktvoll, im grausamen Nazideutschland des zweiten Weltkriegs einen reinen Unterhaltungsfilm zu platzieren, aber seien wir ehrlich: Kann es im Film größere Schrecken und mehr Horror geben als in der damaligen Realität?
Deswegen passt die Geschichte um menschliche Experimente (welche glücklicherweise nicht plakativ ausgewalzt wird) und das Thema Wiederbelebung auch so gut. Denn Toulons Puppen sind nichts weiter als Menschen, die nach ihrem Tod weiterleben dürfen, wenn auch in anderer Form. Möglicherweise der Thematik wegen wurde auf Humor verzichtet, so dass vor allem die tragische Seite Toulons hervorgehoben wird. Man erfährt einiges von der Entstehung der Puppen und Toulons Leben. Die Puppen sind zwar nicht so gut wie Chucky animiert, haben in diesem Teil aber mit die besten Effekte und können sich in Animationen und Aussehen behaupten. Teilweise merkt man ihnen allerdings ihre Stop-Motion-Herkunft an, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt, weil Detailliebe und Charme im Vordergrund stehen. Manche der hölzernen Charaktere gewinnt man sogar richtig lieb, z.B. den Harlekin Jester.



Aber auch die menschlichen "Puppen" machen ihre Arbeit gut. Die Nazis sind nicht so übergroß dargestellt, wie man es von einem leicht trashigen Film erwarten würde, sondern wurden gut, weil ernsthaft besetzt. Dem Darsteller von Lt. Stein beispielsweise möchte man im richtigen Leben nicht über den Weg laufen, denn wenn er dort nur halb so ein Kotzbrocken ist wie im Film, könnte er ziemlich unausstehlich sein. Die Show stielt ihm Richard Lynch als aufbrausender Major, der wegen seiner Boshaftigkeit zum Schluss eine ganz besondere Behandlung erfahren darf.
Am besten jedoch ist Toulon, diesmal verkörpert von Guy Rolfe, der bereits in Interner Link"Dolls" den herzlichen Puppenonkel spielen durfte. Der Verlust seiner Frau und der darauf in ihm hochkochende Hass macht aus ihm eine sehr interessante Figur, die in die Offensive geht, aber trotzdem herzlich bleibt.

Die Rache der Puppen ist dafür diesmal härter und unbarmherziger als sonst. Zwar sind die Effekte größtenteils einfach und durchschaubar, aber ebenso vielfältig und passen sich gut in den Film ein. U.a. erfahren die Protagonisten ein wenig Genugtuung, wenn ganz im Stil von Interner Link"Hellraiser" Haken in den Körper ihres Opfers geschlagen werden oder Mrs. Leech ihre Blutegel auskotzt.
Das alte Berlin ist viel Kulisse und die Uniformen etc. sehen "vernünftig" aus. Einzig ein immer wiederkehrendes Bild von zerbombten Häusern (aus Pappe?) passt absolut nicht zur Szenerie. Eine historisch genaue Rekonstruktion ist bei solch einer Low Budget-Produktion aber auch alles andere als machbar bzw. sogar völlig unnötig.



Full Moon bürgt zwar nicht grad für tolle Bildqualität, dieser Film aber sieht ganz ordentlich aus. Das Vollbildformat entspricht zwar nicht dem in der IMDb angegebenen Original von 1,85:1, hat aber keinen großen Einfluss auf die Bewertung. Das märchenhafte Flair wird von ausdrucksstarken Farben begleitet, die vermutlich noch etwas kräftiger sein könnten. Von der Schärfe darf man nur durchschnittliches erwarten, denn einige Szenen haben Probleme, den Detailgrad zu halten. Besonders Szenen mit Rauch und Nebel leiden etwas. Die Kompression bleibt auf Alternativcovergleichfarbigen Flächen in Form von Blockbildung zurück, es fällt allerdings nicht zu sehr ins Auge. Kratzer sind dafür eher Seltenheit.

Gegenüber der früheren Veröffentlichung von X-Rated hat man nun die Dolby Digital 5.1-Tonspur weggelassen, die ohnehin nicht sinnvoll war. Beide Tonspuren lassen ihre Stereoherkunft deutlich heraushören, für eine Aufarbeitung mit Einspielungen von den hinteren Lautsprechern würde es allerdings nicht reichen. Beide Sprachversionen besitzen klar verständliche Dialoge, aber die deutsche Synchro spielt diese etwas laut bzw. oberflächlich ein, was die sonst nette Dynamik der Musik etwas drückt. Das englische Original beinhaltet weniger Rauschen und besser in die Umgebung eingebettete Sprecher. Außerdem kann man den Sprechern im Original mehr Charisma und Natürlichkeit bescheinigen. Besonders David Lynch als oberfieser Nazi macht mit seinem gespielten deutschen Akzent im Englischen doppelt so viel Spaß wie in der Übersetzung. Etwas zuviel Halleffekt besitzen beide. Deutsche Untertitel fehlen mal wieder, aber es gibt zumindest nur leicht verständliches Englisch.


Als zusätzliche Inhalte bietet diese DVD Trailer zu den beiden Vorgängerfilmen, zu diesem Film und ein etwa 12minütiges Making Of an. Letzteres ist anfangs ein überlanger Trailer mit nur wenigen Kommentaren, wird aber im letzten Drittel noch mal interessant, wenn über die Puppen und ihre Technik gesprochen wird.

Ein Höhepunkt des Puppen-Slasher-Films mit viel Blut, charismatischen Charakteren und einem gewöhnungsbedürftigen Hintergrund. Der Schritt weg von der Neuzeit in die Historie des Puppenspielers garantiert eine fesselnde, krude Stimmung mit jeder Menge sehenswerter Momente.
Ob die CMV-Neuauflage des Films eine technische Verbesserung ist, wird sich noch in einem Vergleich zeigen. Der Film ist allerdings für Fans von Full Moon-Produktionen über alle Zweifel erhaben und die Ausstattung und technische Umsetzung in Ordnung. Beim Kauf hat man die Wahl zwischen zwei Covervarianten.


Film+++++-
Bild+++/--
Ton+++---
Bonus+/----


Druckbare Version
Puppet Master 3 - Die Rache des André Toulon
Retro Puppet Master
Puppet Master IV (Full Moon Collection 9)
Puppet Master V (Full Moon Collection 10)
Puppet Master
Puppet Master II
Puppet Master (3-Disc Limited Edition)
Puppet Master II (Limited Edition)
NewsFull Moon-Titel von MIG / Movie Power
"Puppet Master III" - CMV bringt streng limitierte Auflage auf Blu-ray
Toulon's Rache - Puppetmaster 3
IMDb.com OFDb.de



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