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FR 2008
Originaltitel:Unfailing
Alternativtitel:Wanted, The
Länge:102:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Davy Sihali
Buch:Davy Sihali
Kamera:Cedric Desbonnet
Musik:Matteo Lovadina
SFX:Vincent Aron
Darsteller:Frank Truong, Emilie De La Perriere, Pier Gaudin, Laetitia Lopez, Olivier Ho Hio Hen, Marie Botti, Aurelia Breal, Michael Hamel, Lena Huang, Zahir Sihali, Celine Coutin, Thomas Larget, Tony Nguyen, Jean-Baptiste Marlot, Pascal Montelmacher, Elodie Marquet, Catarina Correia-Baudet, Cecile Wanaverbecq, Remy Deloume
Vertrieb:Movie Power / KNM
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:2,00:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (Dt., Fr.)
Sprache:Deutsch, Französisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:28.09.2010 (Verleih) / 19.10.2010 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (2:09 Min.)
  • Trailershow:
    • Special Force HK 1 (1:52 Min.)
    • Special Force HK 2 (1:55 Min.)
    • Chechenia Warrior 2 (2:33 Min.)
    • Into The Gangland (1:35 Min.)
    • Death Warrior (2:08 Min.)
    • Death Box (2:12 Min.)
    • Menace (0:46 Min.)
    • Ghetto Dogz (2:02 Min.)
    • Streets of Brooklyn (4:04 Min.)
Mr. Takamura, der Kopf einer streng geheimen, aber äußerst mächtigen kriminellen Vereinigung, sucht nach dem perfekten Killer – wie in jedem Jahr. Und so wird erneut ein Wettkampf ausgerufen, an dem zehn junge Menschen, die nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen haben, teilnehmen. Sie akzeptieren die Regeln des Wettkampfs, doch um das Schauspiel noch aufregender zu gestalten, wird unter die Kandidaten auch Silex, die rechte Hand von Takamura und Gewinner der letzten fünf Jahre, eingeschleust. Das Spiel beginnt, Freundschaften zerbrechen, Rivalitäten kommen ans Tageslicht und einer nach dem anderen scheidet aus. Denn um dieses Spiel zu überleben müssen alle anderen sterben!
Mit einer Mixtur aus Interner Link"Battle Royale", Interner Link"Saw" und Ego-Shooter kommt der Franzose Davy Sihali daher, der seinem Erstling auf oberflächlicher Ebene alle notwendigen Zutaten beimengt, im Detail hingegen Präzision vermissen lässt.
Immerhin: Die simple Grundidee der Dezimierung einer Gruppe auf relativ engem Raum vermag bis zum Showdown zu unterhalten, auch wenn etwaige Überraschungen ein wenig aus der Luft gegriffen scheinen.



Wie auch immer er sie hat ausfindig machen und für sein Projekt begeistern können: Takamura, der Kopf eines hochkriminellen Rings, lässt zehn skrupellose Auftragskiller in einem Wettkampf gegeneinander antreten. Der Sieger von insgesamt fünf Aufgaben soll am Ende belohnt werden, doch bereits in der ersten Runde gehen einige Teilnehmer an ihre Grenzen, während sich der Rest der Gruppe fragt, hinter welchem Kontrahenten Flint steckt, der rechten Hand Takamuras und ungeschlagener Sieger jener alljährlichen Veranstaltung ...

Das Prinzip ist allseits bekannt, denn unzählige Male gab es in den letzten Jahren Inhalte, bei denen einander Fremde zu egoistischen Rivalen wurden und bis zum letzten Teilnehmer kämpfen mussten.
Die interessante Voraussetzung ist in diesem Fall, dass sich kampfstarke Individuen zusammen gefunden haben, die ihrerseits ohne jede Regung töten und nun ihr berufliches Talent und ihren Überlebenswillen unter Beweis stellen müssen. Die erste Mission steht unter dem Motto: Fügt einem Opfer typische Merkmale eures markanten Auftretens zu - entsprechend sieht die Leiche im Anschluss auch aus, während die Leiterin der Veranstaltung eine Blitzobduktion vornimmt und tatsächlich jedem Teilnehmer die entsprechende Handschrift zuweisen kann.



Unter jenen Mitstreitern, denen Pseudonyme in Form von Edelsteinen, von Amethyst bis Quarz zugewiesen wurden, befinden sich jeweils fünf Frauen und fünf Männer unterschiedlicher Herkunft. Es mischen einige Asiaten mit, zwei hübsche Französinnen, ein Dunkelhäutiger und ein paar unauffällige Europäer, zumindest dem Aussehen nach zu urteilen. Sie bringen mannigfaltige Fähigkeiten mit, die noch während des gemeinsamen Aufenthalts kontinuierlich trainiert werden, wobei Einheiten vom Schießtraining genauso dabei sind, wie Messertechniken, Boxen, Martial Arts und Kraftübungen. Leider gelingt es Sihali nicht, den Figureneinführungen Tiefe zu verleihen, so dass im Zusammenspiel mit der etwas wirren Collage-Technik, einschließlich einiger Fragmente aus dem Rückblendenbereich, niemand der Protagonisten sonderliche Sympathien einfährt. Zugleich sorgen die zunächst nur wenigen Dialoge dafür, dass die Distanz nicht überbrückt wird und der Zugang zum Kern der Geschichte nicht gerade erleichtert wird.

Das ändert sich spätestens mit der zweiten Aufgabe, bei der man das Terrain verlassen und mindestens eine unbeteiligte Person töten und dieses per Fotobeweis dokumentieren soll. Dabei schießen einige deutlich über den Auftrag hinaus, andere erledigen hingegen nur den Pflichtteil. Innerhalb dieser Sequenzen kommt jedoch erstmals ein ordentliches Tempo mit einigen netten Action-Einlagen ins Spiel, welches etliche Kopfschüsse, einige Schläge und die Benutzung von Hieb- und Stichwaffen beinhaltet. Einige weitere Missionen stehen dann stärker im Zeichen von Interner Link"Saw" und Konsorten, als es zu kleinen Foltereinlagen kommt und die psychische Belastbarkeit der letzten Verbliebenen auf eine äußerst harte Probe gestellt wird.



Bei alledem wird zwar zu keiner Zeit deutlich, warum Takamura jene Spielchen recht akribisch durchführen lässt, noch warum die Teilnehmer mitwirken oder sich auf merkwürdige Bedingungen einlassen, doch das Ratespiel um die doppelte Identität und einem möglichen Falschspieler, als auch einer eher unerwarteten Motivation können das Interesse aufrecht erhalten. Die Charaktere sind zudem markant besetzt, meistens körperlich überzeugend bei der Sache und darstellerisch im Schnitt zumindest passabel.

Mit etwas weniger bruchstückhaften Inserts und deutlicher Feindseligkeit unter den Kontrahenten hätte natürlich mehr Brisanz ins Spiel gebracht werden können und auch die Bewegungsarmut im ersten Drittel macht sich ein wenig negativ bemerkbar. Auf der anderen Seite können einige Auseinandersetzungen Eindruck schinden, die Härte ist entsprechend angemessen, aber nie vordergründig, auch wenn man lange nicht mehr so viele Tote durch gezielten Kopfschuss verzeichnen konnte.

Sicher nicht immer straight auf den Punkt gebracht, im Visuellen einige Male neben der Spur als auch erzählerisch manchmal etwas ausufernd, bringt die Grundidee einmal mehr eine Menge Potential mit, welches besonders im letzten Drittel einige spannende Szenen zutage fördert.
Handwerklich noch deutlich steigerungsfähig, liefert der Franzose Sihali ein im Gesamtbild ansprechendes Debüt, das aufgrund ausbleibender Sympathieträger zwar nie zum Mitfiebern einlädt, jedoch genügend unterhält, um Freunden von Dezimierungsspielchen eine vorsichtige Sichtung ans Herz zu legen.



Bildtechnisch fällt die DVD aus dem Hause Movie Power völlig aus dem Rahmen, was aber nicht am Label liegt, sondern dem verwendeten Equipment des Indie-Films. Es ist nun mal so, dass bei geringem Budget an allem gespart werden muss, u.a. an entsprechenden Kameras, was sich wiederum negativ auf das Bild niederschlägt. Da kann man schon froh sein, wenn zumindest eine anamorphe Kodierung vorhanden ist. Zudem wurden Stilmittel eingesetzt, welche die ohnehin schon bescheidene Qualität nochmals negativ beeinträchtigen. Regisseur Davy Sihali wird sich sicherlich dabei etwas gedacht haben, für den Konsumenten ist es aber eher unverständlich: Gerade wenn die Schärfe schon kaum eine ordentliche Detailzeichnung besitzt, noch einige Szenen mit einem Weichzeichner zu bearbeiten, geht gar nicht. Zudem wurde der Kontrast sehr hart gewählt und überzeugt weder in hellen noch in dunklen Bereichen. In dunklen Szenen kommt noch ein deutliches Rauschen hinzu und auch die Farbgebung wirkt in vielen Szenen unnatürlich. Einzig die Kompression sorgt für keine weitere Kritik.
Der Ton liegt in deutscher und in französischer Sprache jeweils in Dolby Digital 2.0 vor. Wie beim Bild gilt auch hier, dass man die Ansprüche herunterschrauben muss, um dem Film technisch etwas abgewinnen zu können. Der Ton klingt in beiden Sprachfassungen eher verhalten und flach, wobei der französische Originalton wohl direkt am Set aufgenommen wurde, was die Schwankungen erklären würde. Die Dialoge sind, anders als beim deutschen Pendant, nicht immer gut zu verstehen und daher sollte man auch der deutschen Tonspur den Vorzug geben, weil sie technisch sauberer abgemischt wurde. Die Stimmen klingen weitestgehend natürlich. Verzerrungen und Rauschen sind nicht vorhanden. Letztendlich ist der Ton aber völlig unspektakulär und besitzt kaum dynamische Eigenschaften. Besonders während der zahlreichen Feuergefechte ist das schade, weil die Schüsse aus Pistole oder Maschinengewehr überhaupt nicht zur Geltung kommen. Die ebenfalls vorhandene deutsche 5.1-Spur ist lediglich etwas lauter abgemischt. Auch hier kommt nur selten so etwas wie Volumen auf und von Raumklang kann zudem keine Rede sein, auch wenn sich die Musikstücke in diesem Mix ein wenig auf die hinteren Boxen verteilen. Selbst von einer Low Budget-Produktion hätte man bei einem Produktionsalter von 2008 mehr erwartet.
Bis auf den Originaltrailer und weiteren Werbetrailern des Anbieters befinden sich keine Extras auf der Scheibe.

"Unfailing – The Tournament of Killers" bietet eine interessante Verquickung diverser Genres. Gerade Fans von Filmen wie Interner Link"Battle Royale" sollten bei diesem französischen Film auf ihre Kosten kommen. Bild und Ton sind hingegen nicht sonderlich überzeugend. Man sollte sich auch im Vorfeld im Klaren darüber sein, dass der Film sehr günstig produziert wurde und daher auch inhaltliche Schwächen im Bereich der Effekte vorliegen. Dafür ist die Fassung, wie das Cover schon richtig anmerkt, völlig ungekürzt.


Film++++--
Bild++----
Ton+++---
Bonus/-----


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