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USA 1976
Originaltitel:Massacre at Central High
Alternativtitel:Blackboard Massacre
Länge:83:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Rene Daalder
Buch:Rene Daalder
Kamera:Bertram van Munster
Musik:Tommy Leonetti
SFX:Roger George
Darsteller:Derrel Maury, Andrew Stevens, Robert Carradine, Kimberly Beck, Ray Underwood, Steve Bond, Rex Steven Sikes, Lani O'Grady, Damon Douglas, Dennis Kort, Cheryl Smith, Jeffrey Winner, Tom Logan
Vertrieb:X-Rated
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:Hartbox
DVD-Start:28.11.2003 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow 1:
    • Amulett des Bösen (1:44 Min.)
    • Blutmond (1:39 Min.)
    • Caligula (1:04 Min.)
    • Creepozoids (1:11 Min.)
    • Dark Forest (2:13 Min.)
    • Das Schreckenshaus des Dr. Orloff (1:18 Min.)
    • Demonic Toys (1:27 Min.)
    • Der Nonnenspiegel (1:52 Min.)
    • Der Tod wartet in Venedig (1:26 Min.)
    • Die Frau vom heißen Fluss (0:50 Min.)
    • Die Nonne von Monza (2:05 Min.)
    • Die Nonne von Verona (1:20 Min.)
    • Die Rache der lebenden Toten (1:03 Min.)
    • Django - Leck Staub... (1:46 Min.)
    • Draculas Braut (1:36 Min.)
    • Emanuelle Nera (1:03 Min.)
    • Eugenie de Sade (1:04 Min.)
    • Evil Dead Trap (1:39 Min.)
    • Flavia (2:51 Min.)
    • Fluss der Mörderkrokodile (2:14 Min.)
    • Frauengefängnis 2 (1:22 Min.)
    • Fünf blutige Stricke (2:07 Min.)
    • Ghosthouse 2 (1:16 Min.)
  • Trailershow 2:
    • Hideki - The Killer (2:55 Min.)
    • Insel der Dämonen (1:08 Min.)
    • Jungfrau in den Krallen von Zombies (1:37 Min.)
    • Killing Birds Raptors (2:30 Min.)
    • Knochenbrecher im Wilden Westen (5:41 Min.)
    • Netz der Vergangenheit (1:55 Min.)
    • Nonnen von Clichy (2:07 Min.)
    • Oase der geschändeten Frauen (1:34 Min.)
    • Orgasmo Nero 1 (1:36 Min.)
    • Orgasmo Nero 3 (2:40 Min.)
    • Paganini Horror (1:54 Min.)
    • Papaya (2:14 Min.)
    • Per Sempre (2:11 Min.)
    • Puppetmaster 3 (1:21 Min.)
    • Rossa Venezia (2:15 Min.)
    • Sartana - noch warm... (2:57 Min.)
    • Stimme des Todes (1:35 Min.)
    • Sumpf der lebenden Toten (1:51 Min.)
    • Terror House (1:17 Min.)
    • Torso (1:44 Min.)
    • Tourist Trap (1:52 Min.)
    • Vampire Sex (1:08 Min.)
    • Vegetarierinnen - Part 2 (1:19 Min.)
Psychoterror, Vergewaltigunge und Brutalität gehören zum Zeitvertreib der Gang der Klasse 13. Das ganze ändert sich ein wenig, als David, der neue Schüler, in die Klasse kommt. Als er sich gegen die Gang auflehnt, wird er von ihnen zum Krüppel gemacht. Doch auf dem Stundenplan der Klasse 13 steht ab sofort ein neues Fach: Mord! Brutale und heimtückische Morde bestimmen von nun an das Geschehen der Highschool. Wer ist der Mörder? Kann man ihn stoppen?
So interessant sich der Titel "Massaker in Klasse 13" auch anhören mag, die Ernüchterung stellt sich während des Anschauens sehr zügig ein, denn von einem Massaker kann nun wirklich nicht die Rede sein.

Die Story handelt von David, der an eine neue Schule kommt. Hier trifft er auf seinen alten Kumpel Mark, der sich jedoch völlig verändert hat und Mitglied einer Bande von Halbstarken ist, die die ganze Schule terrorisiert. Durch Marks guten Zuspruch soll auch David aufgenommen werden, doch dieser möchte mit den Machenschaften nichts zu tun haben. Bei einer Auseinandersetzung wird David versehentlich zum Krüppel geschlagen, woraufhin er nun seinen persönlichen Rachefeldzug gegen die Bande startet, was allerdings ungeahnten Folgen hat ...



Wer nun eine Story im Stil von Interner Link"Die Klasse von 1984" erwartet, wird herb enttäuscht werden, auch wenn immer wieder in diversen Texten zum Film Bezug auf jenen Klassiker genommen wird. Zwischen beiden Filmen liegen Welten, denn sie sind von der Machart her völlig unterschiedlich. Auserkoren als Horror-Thriller entpuppt sich "Massaker in Klasse 13" als ein kleines Schüler-Drama mit dezenten Anleihen ans Thriller-Genre. Die Idee selbst besitzt Potential, aber am Drehbuch und der Umsetzung hapert es gewaltig: Angefangen bei der Bande krimineller Schüler, die aus ganzen vier Personen besteht. Wären die nur halb so gewalttätig wie es die Gruppe bei Interner Link"Die Klasse von 1984" ist, dann wäre es dem Film zuträglich. Leider ist dem nicht so und man muss sich mit vier milchgesichtigen Schnöseln in Rollkragenpullis abfinden. Auch sind die Taten der Vier nicht so erschreckend, wie man es erwarten möchte: Einem Schüler wird sein Auto geschrottet, einem anderen werden Bücher durcheinander gebracht und lediglich die versuchte Vergewaltigung sticht in dem Treiben etwas heraus. Die Mitschüler selbst wehren sich kaum gegen die Übergriffe und der einzige nennenswerte Versuch, einen Aufstand zu proben, ist die glorreiche Idee, ein Hakenkreuz auf den Spind eines der Täter zu malen. David, als Schulneuling, ist mit all diesen Dingen nicht einverstanden und versucht im Alleingang für etwas Recht und Ordnung zu sorgen. Daher wirkt sein Vorgehen ebenso lächerlich wie die restlichen Geschehnisse an der Schule. Es kommt sogar so weit, dass er noch unsympathischer rüberkommt als die restlichen Schüler. Eigentlich hätte man die Rolle eines Bandenmitgliedes Derrel Maury geben sollen - das wäre glaubhafter gewesen als ihn in der Rolle des "Anti"-Helden David zu verwursten.

Weiterhin fällt die Unterrichtsgestaltung dieser Schule auf. Besonders wenn ein Film zum Großteil in einer Schule spielt, sollte man doch versuchen, zumindest auf diesem Gebiet realistische Töne anzuschlagen. Doch weit gefehlt, denn scheinbar findet nie Unterricht statt, denn wenn die Schüler nicht gerade sinnlos im Flur ihre Zeit verbringen, lungern sie auf dem Parkplatz oder auf einer Wiese vor der Schule herum. Lehrer kommen ebenfalls nicht zur Geltung, als ob die Morde überhaupt nicht registriert würden. Erst am Schluss während des Abschlussballs bekommt man ein paar Lehrer zu Gesicht, doch allerdings bereits derart alt sind, dass man befürchten müsste, das erste Pausenklingeln könnte ihnen tägliche Herzattacken verschaffen.



Ein weiteres Problem stellt die bescheuerte Wendung nach dem Tod der Bande dar. Denn statt endlich Ruhe in der Schule einkehren zu lassen, was nach gut 50 Minuten der Fall ist, nutzt Regisseur Renee Daalder die noch fehlenden 40 Minuten (um auf Spielfilmlänge von 90 Minuten zu kommen), um die sowieso schon unglaubwürdige Story noch unglaubwürdiger erscheinen zu lassen: Kaum werden die Gehänselten in Ruhe gelassen, sorgen eben diese für die nächste Unruhe, indem an der Schule plötzlich Anarchie herrscht. So gibt es wieder Schlägereien und "bösartige" Essenschlachten. David kommt auch mit dieser Situation nicht zurecht und schickt abermals einen nach dem anderen in die jenseitige Welt, um schlussendlich gleich die ganze Schule in die Luft zu sprengen. Wirklich unglaublich, was sich Daalder da hat einfallen lassen! Eine versteckte Botschaft hoffentlich nicht, denn diese würde wohl heißen: Spar dir die Zeit mit morden, spreng gleich alles in die Luft! Ebenso verworren wie die Gesamthandlung ist auch die Entwicklung der Hauptperson David, der vom Schüler zum Massenmörder mutiert. Hier wäre eine Charakterisierung nicht unbedingt schlecht gewesen, denn am Ende ist man genau so schlau wie zu Beginn des Filmes. Sollte man noch erwähnen, dass der Film zu keinem Zeitpunkt so etwas wie Spannung besitzt: Die Fronten sind mit Filmbeginn geklärt und die Personen in die richtige Schublade sortiert. Der angesprochene Storytwist kommt zwar ein wenig überraschend, ist aber aufgrund des weiteren Vorgehens des Drehbuchs ebenso belanglos wie unglaubwürdig.

Was hingegen positiv auffällt, auch wenn es den Film letztendlich nicht retten kann, sind diverse Tötungsarten, die David sich für seine ungeliebten Mitkameraden ausgedacht hat: Drachenfliegen in einen Strommast, Salto in einen Pool ohne Wasser oder ein tödlicher Walkman sind nur einige der interessanten Beispiele. Die Effekte wurden ganz passabel in Szene gesetzt, wenngleich sie nicht sonderlich blutig ausfallen. Zumindest hatte es in Deutschland für eine Indizierung gereicht. Die Darsteller wurden zwar teils fehlbesetzt, kommen aber in ihren Rollen ordentlich rüber. Und für das debile Drehbuch können sie schließlich auch nichts.


Bildtechnisch überzeugt diese DVD nur bedingt, denn besonders Schärfe ist kaum vorhanden und zudem sind über die gesamte Laufzeit verstärkt Bildrauschen und stehende Rauschmuster zu erkennen. Die Farben wechseln im Verlauf des Films immer wieder ihre Intensität, so dass einige Szenen kräftig und mit natürlichen Tönen ausgestattet sind, während in anderen die Farben blass und ausgewaschen aussehen. Dem Schwarzwert fehlt es an Sättigung und der Kontrast wurde zu steil gewählt. Besonders in dunklen Szenen fehlt eine ordentliche Durchzeichnung, was Details verschluckt. Aber auch Szenen bei Tageslicht werden nicht optimal dargestellt, denn immer wieder treten leichte Überstrahlungen auf. Scheinbar wurde das Bild auch nachgeschärft, womit sich die Doppelkonturen erklären ließen. Letztendlich sorgt auch die Kompression für deutliche Unruhen und die zahlreichen Defekte und Verschmutzungen geben dem Transfer schließlich den Rest.
Die deutsche Monospur kann mit einem rauscharmen und gut verständlichen Klang überzeugen. Die Dialoge sind altersbedingt etwas dumpf, doch stört dies nicht weiter, da der Mix ein homogenes und über weite Strecken natürliches Klangbild besitzt. Anders sieht es beim ebenfalls in Mono vorhandenen O-Ton aus, der mit einem deutlichen Hintergrundrauschen, Verzerrungen und Defekten zu kämpfen hat. Zwar ist die Verständlichkeit auch hier gegeben, doch toll klingt die Tonspur nicht. Untertitel sind keine vorhanden.
Auch filmbezogene Extras gibt es bei der X-Rated-Ausgabe nicht. Dafür wird man mit einer 90minütigen Trailershow überrascht, die wahrlich viele unterschlagene Schätze bereithält. Dafür gibt's ausnahmsweise einen Extrapunkt, denn im Normalfall werden Werbetrailer nicht bewertet.


"Massaker in Klasse 13" ist ein Film bei dem man sich nicht vom reißerischen Cover oder den Werbezeilen blenden lassen sollte. Bis auf ideenreiche Tötungsarten und passable, aber teils fehlbesetzte Darsteller hat der Film nicht viel zu bieten. Selbst unter der Rubrik "Trash" will der Funke nicht überspringen. "Massaker in Klasse 13" ist zwar davon entfernt ein Totalausfall zu sein, doch viel fehlt auch wieder nicht.


Film++----
Bild++----
Ton++----
Bonus+-----


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Massaker in Klasse 13
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