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USA 1996
Originaltitel:Christmas Every Day
Alternativtitel:Natal todos os dias
aka. Ricomincio da natale
Länge:89:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Larry Peerce
Buch:Stephen Alix, Nancey Silvers
Kamera:Gideon Porath
Musik:Billy Goldenberg
SFX:Robert Vazquez
Darsteller:Robert Hays, Erik von Detten, Bess Armstrong, Yvonne Zima, Robert Curtis Brown, Robin Riker, Julia Whelan, Tyler Mason Buckalew, Terrence Currier, Kara Woods, Lindsay Austin Hough, George Allen
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:07.10.2010 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow:
    • Wundervolles Weihnachten (1:40 Min.)
    • Der Weihnachtswunsch (2:25 Min.)
    • Klassische Kurzfilme (7:19 Min.)
Billy hat ein miserables Weihnachten, er muss im Familiengeschäft mithelfen und kommt deshalb zu spät zu einem wichtigen Basketballspiel. Außerdem wird er vor dem hübschesten Mädchen der Stadt lächerlich gemacht. Dann taucht auch noch ein reicher Onkel auf, der Billys Familie aus dem Geschäft drängen will. Am nächsten Morgen erwacht Billy - es ist wieder der 25. Dezember. Die Chance, alles anders zu machen!
Was wäre wenn ...? Was wäre, wenn man ein und den selben Tag immer und immer wieder erleben würde? Diese genauso faszinierende wie grausame Vorstellung durchlebte bereits Bill Murray in Interner Link"Und täglich grüßt das Murmeltier", immer noch einer der besten Komödien aller Zeiten. Und aus dieser Idee heraus resultierten auch schon einige weitere Filme, wie der gelungene TV-Thriller "12:01". Aber auch die Weihnachtsvariante "Und täglich grüßt der Weihnachtsmann" kann sich sehen lassen.



"Christmas Every Day" setzt den Traum eines jeden Kindes, nämlich, dass jeden Tag Weihnachten ist, in die Realität um. Es geht um den sympathischen, aber nicht sonderlich beliebten Kleinstadtjungen Billy Jackson, der es sowohl mit seinen Familienverhältnissen, als auch mit seinen Mitschülern nicht besonders leicht hat. Nachdem auch der Weihnachtstag eines Jahres völlig ins Wasser fällt und er von seiner kleinen Schwester dazu genötigt wird, sich zu wünschen, dass jeden Tag Weihnachten ist, wird der Wunsch ungewollt wahr. Als Billy am nächsten Morgen erwacht ist schon wieder Weihnachten und nun muss Billy zusehen, wie er aus der Zeitschleife wieder herauskommt ...

Ganz frech und fast vollkommen ohne sonderlich eigenständige Ideen, könnte man diesen Film wirklich als die Weihnachtsvariante des Murmeltier-Spaßes bezeichnen. Auch wenn es hier kein Murmeltier gibt und der Protagonist kein ekliger Wettermann, sondern ein vom Pech verfolgter 14jähriger ist, ähnelt sich der Ablauf doch sehr. Wie beim Murmeltierfilm, lebt Billy seine Situation erst einmal vollkommen aus, in dem er sich z.B. ganz ungeniert an die Freundin seines ärgsten Feindes heranmacht oder den ungeliebten Onkel mit allerhand Schabernack aus dem Haus vertreibt, um danach zu erkennen, dass der einzige Weg aus dem Dillema, der perfekte, harmonische Weihnachtstag darstellt. Logik und Tiefgang haben dabei natürlich nichts zu suchen, sondern der (familienfreie) Spaß ist es der zählt.


Und so kann "Christmas Every Day" auch weitgehendst mit einem netten Potpourri aus allerhand witzigen Jokes aufwarten, sowie weitgehend brauchbaren Einfällen. Wirklich bissige Gags darf man dabei nicht erwarten, ist ja schließlich ein X-Mas-Filmchen für die ganze Familie geworden. Doch wenn Billy mit seinen angeblichen Fähigkeiten protzt, dass er beispielsweise das Ende eines Basketball-Spieles voraussehen kann, wenn er seinem schmierigen Onkel ein ums andere Mal über den Mund fährt, oder auch seinen verfeindeten Mitschüler zu einem Duell in der Cafeteria herausfordert, dann ist Schmunzeln weitgehend garantiert.

Aber auch in Sachen Weihnachtsstimmung kann das Treiben soweit überzeugen. Zum einen gefällt die dezente Ausstattung des Films, die fernab jedweden Weihnachtskitsches und Prunk ist, die man sonst so aus amerikanischen Filmen kennt (sieht man einmal von der Santa Claus-Szene zum Ende des Films hin ab). Das Heim und die Kleinstadt wirken gemütlich, aber nie überladen. Den verwöhnten Herrschaften aus der Großstadt wird mitunter sogar ein fieser Spiegel vorgehalten, auch wenn diese zum Schluss natürlich ebenfalls brav wie Lämmchen werden. Dazu noch eine schön dezente Musikuntermalung und der gemütliche Familienweihnachtsfilm für verregnete Weihnachtsfeiertage ist fertig.

Zu den Darstellern sei dann noch kurz gesagt, dass man die meisten Gesichter in hiesigen Gefilden nicht wirklich kennt, sieht man vielleicht mal von Robert Hays und Robert Curtis-Brown ab, was aber bei einer kleinen US-TV-Produktion auch nicht weiter verwunderlich ist. Ihre Arbeit legen sie aber allesamt ganz zufriedenstellend ab, weshalb man auch nicht wirklich etwas zu kritisieren findet. Fürs Kino müssten die Kinderdarsteller zwar noch etwas arbeiten, aber fürs Fernsehen geht's in Ordnung.



Nicht ganz so toll fällt die Bildqualität der deutschen DVD aus. Sicherlich darf man die Anforderungen an einen TV-Film im Vergleich zu einer Kinoproduktion nicht so hoch ansetzen, doch das Gebotene enttäuscht, denn es kommen im Höchstfalle durchschnittliche Werte zustande. Die Schärfe fällt noch recht positiv auf, da für TV-Verhältnisse eine passable Detailzeichnung entsteht. Obwohl der Film noch nicht zum alten Eisen gehört, wirken die Farben in ihrer Darstellung reduziert. Die Tönungen sehen zwar noch natürlich aus, aber der Film alles andere als farbenfroh. Dies dürfte auch etwas am Kontrast liegen, der gerade in dunklen Bereichen Detailverluste verursacht. Wirklich störend sind jedoch das enorme Rauschen und die unruhige Kompression. Immer wieder sind Artefaktbildungen als auch Blockrauchen erkennbar. Da fallen die gelegentlich in Erscheinung tretenden Defekte der Vorlage kaum noch auf.
Deutlich besser gestalten sich die beiden Tonspuren, wobei Freunde des O-Tons leider enttäuscht werden, da dieser nicht Bestandteil der DVD ist. Es gibt lediglich die deutsche Synchronfassung in Stereo oder als Dolby Digital 5.1-Mix. Über Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme darf man hingegen streiten, da die 5.1-Spur gegenüber der Stereospur keine wesentlichen Vorteile bietet. Zwar wurden Musik und ein paar Nebengeräusche auf die Rears gelegt, aber Direktionalität oder differenziertere Effekte darf man nicht erwarten. Die Dialoge werden in beiden Fassungen einwandfrei wiedergegeben und integrieren sich gut in den Mix, wodurch keine Überlagerungen entstehen. Positiv gestaltet sich zudem die angenehme Dynamik, die besonders der Musik des Films zu Gute kommt.
Extras sind allerdings Mangelware, was bei einem TV-Film der 1990er Jahre nachvollziehbar ist. Auch wenn das digitale Zeitalter schon anbrach, dürfte wohl niemand damit gerechnet haben, dass jede noch so kleine Produktion irgendwann einmal als Special Edition herauskommen könnte. Zumindest darf man sich noch Anregungen zu weiteren Weihnachtfilmen in einer überschaubaren Trailershow holen.


Zusammengefasst ist es ein kleiner, aber feiner Weihnachtsspaß für die ganze Familie geworden, der zwar ganz ungeniert bei einem großen Kinofilm die Vorlage geklaut hat, daraus aber doch ein paar vergnügsame und weitgehend kitschfreie, unterhaltsame X-Mas-Filmminuten zaubert. Eben ein Filmspaß für zwischendurch, den ich mir persönlich jedes Jahr immer wieder gern ansehe. Ein netter Nachmittagsspaß für die schönste Zeit des Jahres, nicht mehr und nicht weniger. Technisch hinterlässt die DVD von WGF einen etwas zwiespältigen Eindruck, denn gerade die Bildqualität enttäuscht.


Film++++--
Bild+++---
Ton+++/--
Bonus------


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