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USA 2009
Originaltitel:Perkins' 14
Länge:91:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Craig Singer
Buch:Lane Shadgett
Kamera:John Sosenko
Musik:Konstantinos Christides
SFX:Adrian Popescu
Darsteller:Patrick O'Kane, Shayla Beesley, Mihaela Mihut, Michale Graves, Gregory O'Connor, Katherine Pawlak, Richard Brake, Trey Farley, Craig Robert Young, Josh Davidson, C.J. Singer, Sean Farragher
Vertrieb:Savoy Film / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Dt., Engl.), Dolby Digital 2.0 Surround (Dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase im FSK-Wendecover
DVD-Start:09.04.2010 (Verleih) / 07.05.2010 (Kauf)
Specials:
  • Webisodes 1-10 (42:19 Min.)
  • Originaltrailer (1:43 Min.)
  • Trailershow:
    • Island of the Condemned (2:14 Min.)
    • Phantom Commando (2:03 Min.)
    • Twin Daggers (1:29 Min.)
    • Russian Transporter (1:48 Min.)
    • The Burrowers (2:08 Min.)
Vor zehn Jahren sind in der kleinen Stadt Stone Cove 14 Kinder auf mysteriöse Weise verschwunden, darunter auch der Sohn des Sheriffs Dwayne Hooper. Hooper findet heraus, dass die 14 Kinder die ganzen Jahre lang vom Psychiater Perkins unter unmenschlichen Bedingungen in seinem Haus in einem Kellerverlies gefangen gehalten wurden. Durch barbarische Experimente und Gehirnwäsche sind sie zu grausamen Kannibalen und rasenden zombiegleichen Raubtieren verkommen. Bei der Untersuchung des Hauses werden unbeabsichtigt die Käfige geöffnet und über die Kleinstadt bricht die Hölle auf Erden herein.
Bestimmte Muster einiger Genreklassiker wird man immer wieder vorfinden. Manche Drehbuchautoren nehmen teilweise nur minimale Veränderungen vor und verkaufen uns das als ihre eigene Geschichte, woraufhin in den vergangenen Jahren einige Pendants zu Interner Link"Schweigen der Lämmer" oder Interner Link"Sieben" entstanden. Selten aber steigt ein Streifen so ein, als befände man sich bereits mitten im letzten Drittel oben erwähnter Streifen, um dann unvermittelt in handfesten Kannibalenterror umzuschlagen.


Es ist das Örtchen Stone Cove: Vierzehn Kinder wurden in den vergangenen zehn Jahren ohne ersichtlichen Zusammenhang entführt und blieben seither verschwunden. Cop Dwayne Hopper, dessen eigener Sohn zu den gekidnappten Kindern zählt, kommt über Umstände auf die Spur des Täters, doch bevor er dessen Haus inspizieren kann, sind die Kinder frei, welche aufgrund grausamer Experimente und Dauerbehandlung von Medikamenten zu wilden Kannibalen mutiert sind und den Ort in Panik versetzen ...


Der etwas eigenwillige Storyaufbau lässt zunächst nichts Positives vermuten und man wähnt sich eher in einem Psychoduell zwischen Gut und Böse, als es zwischen Cop Dwayne und dem zurückhaltenden, titelgebenden Perkins zum Zwiegespräch im Gefängnis kommt. All dies geschieht bereits innerhalb der ersten zwanzig Minuten - Dwayne ist als Hauptfigur aufgrund Familientraumas, der Eigenschaft als knallharter, auch mal aneckender Cop rasch als Sympathieträger etabliert, doch wenn der Schuldige gefunden ist, was bleibt für die weiteren zwei Drittel?


Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten, als der Sheriffgehilfe im Haus von Perkins auf die im Käfig gehaltenen Kreaturen stößt. So wird es bereits nach einer knappen halben Stunde erstmals richtig spannend, als das makabre Interieur des Schlächters inspiziert wird und der Gehilfe per Funk mit Dwayne kommuniziert, während Perkins diesen Vorgang und dessen Konsequenzen genauso geplant hat, was auf ein weiteres Trauma aus Kindheitstagen zurückzuführen ist.
Die Kannibalen sind frei, Hintergründe derer bleiben zwar weitgehend im Dunkel und auch Dwaynes eigensinniges Verhalten erscheint nicht immer nachvollziehbar, doch dafür bekommen ausgemachte Splatterfans im letzten Drittel ein paar ordentlich deftige Szenen geboten.

Denn hier hält sich die grundsolide Effektkunst nicht zurück und bringt handgemachte Gewaltszenen, die sich in jeder Hinsicht sehen lassen können, wobei die breite Palette von Ausweidung über abgetrennte Beine, das Zermanschen eines Schädels per Flaschenboden bis zum Kopfschuss reicht. Das Explizite fällt allenfalls der etwas hektischen Schnittfolge mit Freeze Frames und zackigen Schwenks zum Opfer, aber insgesamt spritzt das Blut ganz ordentlich.


Die Atmosphäre bleibt dabei weiterhin angenehm dicht, obgleich die Kulisse des Polizeireviers für das letzte Drittel, als auch den Showdown nicht allzu viel Abwechslung birgt. Auch vom Verlauf her sind kaum mehr Überraschungen zu erwarten, doch das konstant hohe Erzähltempo, die variable Kamera und nicht zuletzt die durchweg brauchbaren Darsteller können die eine oder andere Schwäche kaschieren und über kleinere Kontinuitätslücken hinwegtäuschen.

Im Endeffekt bleibt sogar noch Zeit für die Probleme der Familie um Dwayne, welche in letzter Konsequenz alle Fäden zusammenführt und eventuell auch das Schicksal der kannibalistischen Entführten besiegeln könnte. So steht am Ende nicht nur ein hohler Terrorstreifen mit Anleihen an einen Serienkillerstoff, sondern brauchbare Charaktere, deren Verbleib einem nicht unbedingt egal ist und welche stärker im Fokus der Geschichte stehen, als die fast beliebig konstruierte Einleitung uns glauben machen will. Ein insgesamt spannender Streifen, zwischenzeitlich gar ein wenig verstörend, dicht inszeniert, nur die obligatorischen Plot Twists sollte man nicht zu sehr herbeisehnen - denn die bleiben weitgehend aus.


Das anamorphe Bild hält sich stilbedingt etwas zurück, was besonders bei der Farbgebung deutlich wird, die mit kalten und matten Tönen die Atmosphäre des Films unterstützt. Dadurch geht etwas Natürlichkeit verloren, was jedoch unproblematisch ist. Leider fällt das Bildrauschen in einigen Szenen überdeutlich aus, wodurch auch die Detailschärfe etwas in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Schärfe kann dennoch als gut bezeichnet werden, denn es gibt immer noch viele Details zu sehen und selbst eine ordentliche Tiefenwirkung kommt in einigen Szenen zustande. Der Kontrast hätte in dunklen Szenen besser ausbalanciert sein dürfen, da einige Detailverluste vorkommen. Auch der Schwarzwert ist nicht unbedingt optimal. Wie es sich für eine aktuelle Produktion gehört sind keine Defekte auszumachen und auch die Kompression hinterlässt einen ordentlichen Eindruck. So kann das Bild der kleinen Produktion in weiten Teilen überzeugen.
Dies gilt auch für die Akustik, die in drei Tonspuren auf der DVD vorhanen ist. Bis auf eine etwas natürlichere Dialogwiedergabe besitzt die englische Originalfassung keine nennenswerten Verbesserung gegenüber dem deutschen Ton. Beide können mit einem homogenen Klangbild überzeugen und besitzen eine brauchbare Dynamik, die in entsprechenden Szenen auch den Subwoofer gut ins Geschehen einbezieht und für etwas Druck sorgt. Anzulasten wäre den Tonspuren lediglich eine etwas zu dominante Front, die nicht völlig auf die Möglichkeiten eines Raumklangs zurückgreift. Gerade in der actionlastigen zweiten Hälfte des Films vermisst man den Einsatz direktionaler Effekte. Dies ist etwas schade, weil Potenzial verschenkt wird. Der deutsche 2.0-Mix kann ebenfalls überzeugen, dürfte aber die zweite Wahl darstellen, wenn entsprechendes 5.1-Equipment vorhanden ist.


Das Bonusmaterial besteht aus dem Originaltrailer sowie 10 Webisoden, die den Entstehungsprozess von "Perkins' 14" näher beleuchten. Hierbei handelt es sich um knapp 4minütige Featurettes, die teilweise sehr werbelastig ausgefallen sind. Dennoch sind auch interessante Fakten vorhanden: Angefangen bei der Auswahl der Darsteller gibt es einen Einblick in die Effekte als auch typische Profile der dargestellten Figuren. Leider sind keine deutschen Untertitel vorhanden. Weitere Trailer beenden die Bonussektion.

"Perkins' 14" sollte man gesehen haben. Auch wenn der Film mit typischen Klischees des Genres arbeitet, gelingt es Craig Singer durchgehend eine interessante Geschichte abzuliefern, welche die Laufzeit zu einem kurzweiligen Horrortrip werden lässt. Technisch wird eine ordenliche Umsetzung geboten, die gerade im Independensektor zu überzeugen weiß. Eine Wendecover für den FSK-Flatschen ist vorhanden. Leider gibt es keine deutschen Untertitel für das Bonusmaterial.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++/-
Bonus++----


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