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USA 1992
Originaltitel:Sidekicks
Länge:96:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Aaron Norris
Buch:Lou Illar, Galen Thompson
Kamera:João Fernandes
Musik:Alan Silvestri
Darsteller:Beau Bridges, Jonathan Brandis, Mako, Chuck Norris, Joe Piscopo, Julia Nickson-Soul, Danica McKellar, John Buchanan, Richard Moll, Gerrit Graham, Dennis Burkley, Eric Norris
Vertrieb:Voulez Vous Film / Intergroove
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Surround
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:26.03.2010 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (2:11 Min.)
  • Trailer: "Forest Warrior" (1:47 Min.)
  • Trailer: "Top Dog" (1:27 Min.)
  • Kampftraining Teil 3 (43:00 Min.)
Barry (Jonathan Brandis) ist Teenager, Asthmatiker und nicht besonders angesehen. Also schlechte Voraussetzungen, ein hübsches Mädchen wie Lauren (Danica McKellar) kennenzulernen. Also vertieft er sich in Traumwelten, wo er mit seinem Idol Chuck Norris den Bösen Saures gibt. Doch dann lernt er Mr. Lee (Mako) kennen, der ihm Karate beibringt und ihn seine Träume vergessen lässt, denn ein großes Turnier steht als Herausforderung bevor. Eine gute Gelegenheit, Norris mal persönlich kennenzulernen ...
Warum neue Ideen aufgreifen, wenn man mit Altbekanntem auch schnell ein paar Dollar verdienen kann? Die waren besonders für den ehemaligen Actionstar Chuck Norris bitter nötig, denn nachdem das Filmstudio Cannon pleite ging (welches für zahlreiche Norris-Hits verantwortlich war), schien auch für Norris die Zeit des Ruhms endgültig vorbei zu sein. Ein neuer Markt musste also her, um den alternden Star wieder eine neue Chance zu geben und zeitgleich einem neuen, jüngeren Publikum bekannter zu machen. Der erste Film dieser neuen Norris-Ära wurde "Sidekicks", eine Mischung aus Interner Link"Karate Tiger" und "Karate Kid", die Jahre zuvor beide einen enormen Erfolg an den Kinokassen hatten. Die Storyelemente mit der typischen Verlierer-Geschichte sollte die Leute wieder ins Kino locken, doch ganz so wie angedacht schien die Selbstdarstellung des einst großen Chuck Norris dem Publikum nicht zu schmecken. Zu sehr wurde mit Klischees gearbeitet, die die bekannte Geschichte minimal variierten und dem Star zu wenig Leinwandpräsenz verholfen.



Außenseiter Barry ist asthmakrank und der absolute Verlierer in seiner Schule. Keine Freunde und auch das weibliche Geschlecht kann nicht wirklich etwas mit ihm anfangen. Klar, dass er zur Zielscheibe wird, auch weil er sich in Tagträumen wieder findet, in denen er mit seinem Idol Chuck Norris coole Abenteuer besteht. In diesen Träumen ist er der Held und kann alles, was ihm im richtigen Leben misslingt. Sein Vater - ebenfalls ein Verlierer, der lieber seiner Arbeit als Computerprogrammierer nachgeht als Zeit mit seinem Sohn zu verbringen - möchte schließlich nach einem Gespräch mit Barrys Lehrerin seinen Sohn in einer Karateschule anmelden. Doch der Trainer entpuppt sich als fieses Muskelpaket, das eine Abneigung gegen Chuck Norris hegt, was dafür sorgt, dass Barry nicht Mitglied dieser Sportschule wird. Zufällig ist der Vater von Barrys Lehrerin ebenfalls ein Karatemeister, der sich des Jungen annimmt und damit beginnt, ihn zu unterrichten. Im Laufe der Zeit kann sich Barry immer mehr Respekt verschaffen und plötzlich scheint es auch mit den Mädchen zu klappen. Alles läuft auf ein großes Karateturnier hinaus, in dem Barry beweisen kann, dass er alles andere als ein Verlierer ist ...

Weil mit dem Namen Chuck Norris ordentlich geworben wird, darf man davon ausgehen, dass zuerst die alten Fans als Zielgruppe angesprochen werden sollten. Die werden aber gerade in der ersten Hälfte von "Sidekicks" deutlich zu kurz kommen. Mehr als in ein paar kurzen Auftritten ist Norris nämlich nicht zu sehen. Die sind aber gelungen und sorgen augenzwinkernd für nostalgischen Spaß, was daran liegt, dass man versuchte, die Originalkulissen von Norris-Klassikern wie Interner Link"Missing in Action" und "Hitman" wiederzubeleben. Selbst an die jeweiligen Outfits wurde gedacht. Dennoch sind diese Szenen zu wenig und so wurde kurzerhand der fiktive Norris noch in eine reale Rolle in die Geschichte eingebunden: Beim abschließenden Karateturnier tritt er Barrys Team bei, da dort noch ein Teilnehmer fehlte. Damit aber nicht genug, darf er noch einmal den fiesen Karatelehrer zeigen, wie hart seine Faust sein kann. Allerdings ist dieser Kampf von minderer Qualität, da zu deutlich auf ein junges Publikum Rücksicht genommen wurde und die Choreografie sehr lahm bzw. teilweise komödiantisch wirkt.



Das Turnier soll der eigentliche Höhepunkt von "Sidekicks" sein, weil der restliche Film - abgesehen von den Tagträumen - lediglich die Barrys Probleme behandelt. Letztendlich hat man es aber wieder mit einem der vielen "Karate Kid"-Variationen zu tun. Hier darf der "Traum"-Chuck Norris in Anlehnung an Interner Link"Karate Tiger" (dort war es der Geist von Bruce Lee) die Vorbildfunktion übernehmen und dem übermütigen Gegner den Hochmut stutzen. Nichts Neues also bei "Sidekicks". Jonathan Brandis ist auch nicht unbedingt eine Idealbesetzung für Barry. Den Verlierertyp nimmt man ihm zwar ab, doch wenn es heißt, sich beim Turnier durch mehrere Ziegelsteine zu schlagen, ist das unglaubwürdig bis belustigend. Zumindest kann man diesem Klon diverser Karatefilme einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen, da die Chose, auch wenn alles schon einmal gesehen hat, irgendwie Spaß macht. Sei es nur, um Chuck Norris in der Rolle des Chuck Norris zu begutachten.

Auf der Rückseite des Covers steht relativ dick, dass das Bild digital aufbereitet wurde. Beim Ansehen kommt dann hingegen die Ernüchterung. Zwar wird ein solides Bild geboten, doch von Aufbereitung kann nicht die Rede sein. Die Schärfe bewegt sich zwar auf passablem Niveau und bietet noch ein paar Details, ansonsten wird die Vorlage dem Medium allerdings nicht gerecht. Farben haben an Intensität eingebüßt und der Kontrast wurde stellenweise zu hart gewählt, was sich besonders in hellen Bereichen widerspiegelt, wo es zu Überstrahlungen kommt. Hin und wieder sind einige Kratzer sowie analoge Defekte auszumachen und zudem sorgt die Kompression für Blockrauschen. Man kann mit der Bildqualität prinzipiell zufrieden sein, wenn man keine allzu hohen Ansprüche stellt, doch hatte man von der "Restauration" mehr erwarten können. Wer schon die alte Auflage von Screen Power besitzt, der muss des Bildes wegen keinen Neukauf in Erwägung ziehen.


Anders sieht es beim Ton aus, denn anders als bei der Screen Power-Veröffentlichung wird auch der englische Originalton angeboten. Deutsche Untertitel sind nicht vorhanden, aber wer im Original schaut, wird mit der Sprache wohl gut zurecht kommen. Vom angegebenen Surround kann hingegen keine Rede sein, weder im Original als auch bei der deutschen Synchronfassung. Lediglich ein Stereoeffekt kommt zustande. Im Vergleich schneidet die Originalfassung etwas besser ab, doch grundsätzlich bleiben beide Tonspuren hinter den Erwatungen. Dialoge werden in beiden Fassungen stets gut verständlich wiedergegeben, der Mix wirkt im Original durchaus homogener und nicht so aufgesetzt. Auch besitzt diese Tonspur eine angenehme Dynamik, wovon in der deutschen Version kaum etwas vorhanden ist. Die Tonspur klingt meist sehr dünn, aber noch in Ordnung.

Neben dem Originaltrailer befinden sich noch zwei weitere Trailer zu Chuck Norris-Filmen, sowie der 3. Teil des von Norris geleiteten Kampftrainings auf der DVD. Bei diesem darf man sich einem rund 40minütigen Workout unterziehen und ein paar Kickboxübungen durchführen. So bekommt man neben dem Hauptfilm noch als Zugabe ein Fitnessvideo, das sogar über einen deutschen Sprecher verfügt.


"Sidekicks" ist familiengerechte Unterhaltung mit Actionikone Chuck Norris. Fans seiner alten Filme sollten sich womöglich mehrmals überlegen, ob sie diesem Werk eine Chance geben, denn an Norris alten Zeiten kann "Sidekicks" nicht anknüpfen. Lässt man sich aber darauf ein oder möchte jüngeren Familienmitglieder oder auch Freunden die Möglichkeit bieten, einen Film mit Chuck Norris zu sehen, dürfte "Sidekicks" die richtige Wahl sein.
Wer schon im Besitz der Screen Power-Auflage ist und auf den englischen Originalton, etwas Bonusmaterial und das deutlich hübschere Cover verzichten kann, braucht keinen Neukauf in Erwägung ziehen. Die Unterschiede sind ansonsten nämlich sehr gering.


Film+++/--
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+-----


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Sidekicks
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