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IE 2008
Originaltitel:Legend of the Bog
Alternativtitel:Assault of Darkness
aka. Bog Bodies
Länge:87:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Brendan Foley
Buch:Joe Condren, Brendan Foley, John Sheridan
Kamera:Stephen Murphy
Musik:Graham Slack
SFX:Kevin Byrne, Kevin Nolan
Darsteller:Vinnie Jones, Jason Barry, Nora-Jane Noone, Adam Fogerty, Gavin Kelty, Amy Huberman, Shelly Goldstein, Olga Wehrly, Michael Collins, Paul Valentine, Glen Barry, Charlene Gleeson
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Englisch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:15.04.2010 (Kauf)
Specials:
  • US-Trailer (1:18 Min.)
  • Internationaler Trailer (1:25 Min.)
  • Bildergalerie (23 Bilder / 2:00 Min.)
  • Trailershow:
    • Alexander der Kreuzritter (1:52 Min.)
    • Earthsea (1:49 Min.)
    • Angus - Voll Cool (2:02 Min.)
    • Only The Brave (2:16 Min.)
    • Live Evil (1:50 Min.)
    • Mask of the Ninja (1:19 Min.)
    • Mysterious Island (2:00 Min.)
    • Nobel Son (2:21 Min.)
    • The Beauty and the Beast (1:45 Min.)
Sogenannte "Bog Bodies" sind Körper von Menschen, die überall im Norden Europas, aber vorwiegend an den Grenzen zu Irland und Dänemark, vergraben wurden. Diese Menschen lebten vor über 2.000 Jahren und waren meist Opfer von Verbrechern, die sie auf diese Weise einfach in der Wildnis beseitigt haben. Eine Legende besagt, dass diese Körper nie Ruhe gefunden haben und weder in den Himmel noch in die Hölle kommen konnten. Man sollte daher ihren temporären Frieden lieber nicht stören, es sei denn, man möchte ihren Zorn auf sich bringen.

2009.
Bei Bauarbeiten an der irländischen Grenze wird ein uralter Körper gefunden, der von der Besitzerin des Grundstücks der Einfachheit halber ein paar Meter weiter ins Wasser geworfen wird. Der ruhelose Körper erwacht und bahnt sich daraufhin einen Weg durch die Wälder. In der Zwischenzeit hat sich eine bunt zusammen gemischte sechsköpfige Gruppe von Menschen, die sich alle aus unterschiedlichen Gründen verirrt haben, in einer anscheinend einsamen Hütte mitten im Waldinneren zusammengefunden. Sie ahnen nicht in welcher Gefahr sie schweben, doch ein erfahrener Jäger namens Hunter, der Besitzer der Hütte, ist nicht fern. Er wird die Gruppe schon retten können, oder etwa nicht?
Die Iren sind schon ein merkwürdiges Volk. Sie sitzen im Auto auf der falschen Seite, verfügen über keine Postleitzahlen und glauben an den Leprechaun. Neuerdings scheinen auch lebendig gewordene Moorleichen ein Thema zu sein, zumindest in diesem Quatschfilm, der nur für Freunde zwischen Trash und Creature Feature erträglich sein dürfte.



Selbstverständlich verlagert man das Geschehen in die irische Einöde, damit wenigstens die gefälligen Naturlandschaften ein wenig zur Geltung kommen, was im Zusammenhang mit etwas Irish Folk auch durchaus Laune macht. Ansonsten müssen sich lediglich sechs Leute, einschließlich eines Jägers (Vinnie Jones) dem seit Hunderten von Jahren unter dem Moor gelegenen Typen entgegenstellen, der niemandem freundlich gesinnt ist ...

Diesen Muskelmann darf man sich nun wahrlich nicht wie einen Zombie vorstellen, denn dafür hat das Make-up augenscheinlich nicht gereicht. Eher wie einen Neandertaler, der außer einem leicht knirschigen "Wasser" kein verständliches Wort herausbringt, entsprechende Fellkleidung trägt und latent grimmig dreinschaut. Haare hat er keine. Wie dieser Knilch zum Laden um die Ecke kommt und in eine Plastikflasche mit Wasser beißt, während der Ladenbesitzer an einen vom nahe gastierenden Zirkus denkt, ist schon bezeichnend für die Versuche, ein wenig Humor einfließen zu lassen, was phasenweise dennoch gelingt. Leider gibt es auch noch potentielle Opfer und deren Zusammenspiel ist eher lahm.

Auf drei parallel ablaufenden Handlungsebenen werden die jeweiligen Paare eingeführt: Ein junger Archäologieprofessor mit keifiger Studentin, eine ebenfalls keifige Baugesellschaftsmanagerin (oder so was) mit Taxifahrer und zwei nicht keifende Freundinnen. Wie kommen die nun in der urigen Waldhütte des mysteriösen Jägers zusammen? Benzin alle – Fußmarsch, im Schlamm stecken geblieben – Fußmarsch, eine Kuh übergemöllert – Fußmarsch, - natürlich stranden alle zur gleichen Zeit am späteren Hauptschauplatz.



Jetzt könnte es fein abgehen - aber Flötepiepen. Der Koloss ist bis zum letzten Drittel eher damit beschäftigt, ziellos umherzulaufen und die Leute in der Hütte erzählen sich Geheimnisse aus ihrem eher ödem Dasein. Immerhin hat letztlich nahezu jeder der Anwesenden eine Leiche im Keller, womit minimale Plot Twists den fühlbaren Leerlauf ein wenig erträglicher gestalten.
Erschreckend ist bis dato die Blutarmut einiger Szenen, denn bis auf ein Resultat (Spitze eines Hockeyschlägers in der Schnute) spielt sich alles im Off ab und auch im letzten Drittel, als das Geschehen zumindest mit Konfrontationen zwischen Gut und Böse aufwarten kann, ist die einzige Gewaltaufnahme, die eines abgetrennten Kopfes und die sieht auch noch so mies aus, als hätten das ein paar Kinder im Bastelunterricht mit Leim und Mümmes zusammengeschustert.

Neben den erhofften Splattereinlagen fehlt ohnehin einiges: Gute Darsteller, Erklärungen für das Erwachen der Moorleiche, Spannung, Atmosphäre, eine annehmbare Synchro und ein brauchbarer roter Faden. Das Ergebnis ist leidlich passabel für Freunde äußerst geringer Ansprüche, die auf eine Mischung aus Monsterfilm und Slasher abfahren. Alle anderen stehen sich besser mit einem Spaziergang durchs Hücker Moor und irischer Folklore auf dem Ei-Pott.


Der anamorphe Transfer mit einem Seitenverhältnis von 1,78:1 ist im Fall von "Legend of the Bog" etwas zwiespältig. Das geht besonders auf die zahlreichen Veränderungen im Farbbereich zurück, die ein unnatürliches Bild kreieren. Das gewollte, aber dennoch merkwürdige Farbverhalten lässt die irische Landschaft etwas seltsam aussehen. Die Grundschärfe geht völlig in Ordnung und wird von angesprochenem Rauschen nicht beeinträchtigt, was besonders in Nahaufnahmen zu einer guten Detailwiedergabe führt. Dennoch kommt kein plastischer Eindruck zustande, was auch an den genutzten Stilelementen liegen mag. Wirklich überzeugend ist dafür der Kontrast, der sowohl in hellen als auch dunklen Bereich keine Details unkenntlich werden lässt und gut ausbalanciert wurde. Prinzipiell kann man mit dem Bild wirklich zufrieden sein, man muss sich nur mit den Stilmittel und dem damit verbundenen, unnatürlichen Eindruck zufrieden geben.
Sowohl die deutsche als auch die englischsprachige Fassung nutzen kaum die Möglichkeiten einer 5.1-Abmischung aus. Meist spielt sich das Geschehen auf der Front ab, wirkt dabei aber zumindest etwas dynamisch. Nur selten verirren sich ein paar direktionale Effekte auf die hinteren Boxen, was gerade mal in der zweiten Hälfte des Films ein wenig Stimmung aufkommt. Das ist etwas schade, weil die Kulisse (die Wälder) genug Möglichkeiten bieten, um einen angenehmen Raumklang zu schaffen. Nennenswerte Unterschiede zwischen den beiden Tonspuren sind nicht auszumachen, lediglich die Natürlichkeit kommt im Original besser rüber. Störfaktor der deutschen Fassung ist die Synchronisation, weil einige Sprecher unpassend besetzt wurden. Abhilfe durch deutsche Untertitel gibt es leider nicht, lediglich englische Untertitel können zugeschaltet werden.

Zwei Trailervarianten zum Hauptfilm und eine Bildergalerie sind Bestandteil der Extras. Weiterhin befinden sich einige Trailer zu weiteren Titeln des Anbieters auf der DVD.

Das Cover zu "Legend of the Bog" verspricht mehr als sich hinter dem Film verbirgt. Die Idee ist an und für sich gar nicht mal schlecht, doch wird zu wenig geboten, um dem Film interessant zu machen. Irgendwie wird der Eindruck geweckt, die Macher wussten auch noch nicht so genau, wie sie die Geschichte ordentlich vom Drehbuch auf Film zu bannen hatten. Die DVD von WGF ist hingegen technisch solide umgesetzt und wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.


Film++----
Bild++++--
Ton+++/--
Bonus/-----


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