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USA 2008
Originaltitel:Burrowers, The
Länge:92:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:J.T. Petty
Buch:J.T. Petty
Kamera:Phil Parmet
Musik:Joseph LoDuca
SFX:Robert Hall
Darsteller:Karl Geary, Clancy Brown, Doug Hutchison, Laura Leighton, William Mapother, Sean Patrick Thomas, David Busse, Tatanka Means, Jocelin Donahue, David Midthunder, Christopher Hagen
Vertrieb:Savoy Film / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Dt., Engl.), Dolby Digital 2.0 Surround (Dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:25.03.2010 (Verleih) / 22.04.2010 (Kauf)
Specials:
  • Making a Horror Western (5:56 Min.)
  • "Digging up the Burrowers" (4:49 Min.)
  • Originaltrailer (2:08 Min.)
  • Audiokommentar mit J.T. Petty und Karl Geary
  • Trailershow:
    • 20 Years After (2:03 Min.)
    • Autumn of the living Dead (1:40 Min.)
    • Dying God (1:45 Min.)
    • Embodyment of Evil (1:23 Min.)
    • The Disappeard (2:23 Min.)
    • Freebird (1:37 Min.)
    • How to be (1:51 Min.)
    • Plasterhead (1:03 Min.)
    • Russian Transporter (1:48 Min.)
    • Die Vollchaoten (1:36 Min.)
    • Phantom Commando (2:03 Min.)
    • Twin Daggers (2:06 Min.)
Die Dakota-Gebiete 1879, nur eine handvoll mutiger Siedler ist bisher soweit in den unwirtlichen Westen vorgedrungen. Als eine Familie bei einem brutalen nächtlichen Angriff verschleppt wird, fällt der Verdacht auf die feindlichen Indianer. Ein Suchtrupp wird zusammengestellt und nimmt die Jagd auf. Doch schon bald muss die Gruppe auf blutige Weise lernen, dass ihre Beute grauenvoller ist, als jeder menschliche Gegner, und ihnen ein grausameres Schicksal als der Tod selber droht.
Ein Genre-Mix erscheint immer dann interessant, wenn ein vertrautes Thema wie modern gestalteter Monsterhorror auf ein scheinbar angestaubtes Interieur trifft, wie in diesem Fall, dem klassischen Wilden Westen aus der Pionierzeit des späten 19. Jahrhunderts. Wer hierbei jedoch auf eine Mischung aus "Der mit dem Wolf tanzt" und Interner Link"The Descent" hofft, muss letztlich doch in einigen Bereichen Abstriche machen.



Es ist das Jahr 1879: Zwei einsam lebende Pionierfamilien werden eines Nachts überfallen, an Ort und Stelle getötet oder entführt. Eine Truppe um Coffey (der seine Fast-Ehefrau vermisst), schließt sich einer Armee-Einheit an, die den vermeintlich schuldigen Indianern nachgehen, ohne zu wissen, dass eine dritte Instanz des Nächtens aktiv wird ...

Die Rollenverteilung mag teilweise ein wenig überspitzt sein, doch sie gestaltet die Protagonisten interessant und lässt gleichermaßen reichlich Sozialkritik einfließen, die phasenweise stark ins Sarkastische abdriftet. So ist der leitende Offizier der Armee durch und durch ein Fiesemöp, für den es keine anderen Feinde außer Indianer zu geben scheint und auch der dunkelhäutige Koch macht mit dem Iren Coffey einige Witze, die den Charakteren eine ordentliche Portion Selbstironie verleihen.



Mit dem Erscheinen der Kreaturen lässt man sich hingegen viel Zeit und spielt zunächst mit einigen Andeutungen wie verdächtigen Geräuschen während der Nachtwache am Camp. Lange Zeit wirkt die Auseinandersetzung zwischen den Weißen und den phasenweise auftauchenden Indianern wie ein langer Vorlauf zu einer bissigen Pointe und damit liegt man im Grunde auch nicht verkehrt, denn in diesem Streifen sind viele Aspekte auf Ironie aufgebaut.

Leider mangelt es besonders im Mittelteil an Action. Zwar erscheint die Kulisse durchweg stimmig, die Ausstattung solide, der Score angemessen und die Kamera ansatzweise variabel, doch außer der vertraut erscheinenden Western-Atmosphäre mutet die Stimmung nicht allzu düster an und phasenweise könnte es auch durchaus das eine oder andere Opfer mehr geben. Denn sonderlich gewalttätig geht es, bis auf eine angedeutete Folter-Sequenz nicht zu, die "Wühler" werden halt für einen unbekannten Indianerstamm gehalten, wobei auch hier wieder jede Menge Ironie mitschwingt. Nur die eigentliche Bedrohung bekommt erst für den Finalakt etwas mehr Präsenz zugesprochen, wobei die Viecher (Mischung aus Alien und Wildschwein auf Tranquilizer) recht ansehnlich gestaltet wurden.



Mangelndes Tempo und das eindeutige Herauskristallisieren eines Sympathieträgers sind im Gesamtbild jedoch Punkte, die dem Unterhaltungswert nur wenige Einbußen bescheren. Das Zusammenspiel der zum Teil überspitzt dargestellten Figuren kann das Interesse über weite Teile aufrechterhalten, die Mystik hinter den nächtlich aktiven Kreaturen bleibt glücklicherweise lange im Unklaren, nur wer auf derbe Gewalteffekte steht, bekommt kaum mehr als Andeutungen präsentiert.

Die Bildqualität von "The Burrowers" ist dank der guten Kantenschärfe und der überzeugenden Detailwiedergabe auf hohem Niveau. Das wird zwar nicht durchgängig geboten, weil in Totalen einige Unschärfen entstehen, dennoch ist die Detailwiedergabe im Großteil des Films absolut gelungen. Die Farbwiedergabe überzeugt mit kräftigen Tönungen, die mittels Filter in den typischen Western-Look überführt wurden, dabei aber nichts an Natürlichkeit einbüßen. Der Kontrast wurde gut zwischen hellen und dunklen Bereichen ausbalanciert. Leider wirkt der Schwarzwert wechselhaft, wodurch dunkle Szenen nicht immer optimal aussehen. Die Kompression verursacht in einige Szenen stehende Rauschmuster, was besonders in den Szenen mit Detailverlusten auffällt.


Anders als in der Wirklichkeit ist die Wüstenlandschaft in "The Burrowers" kein ruhiger Ort. Zwar entfaltet der Dolby Digital-Mix in Deutsch und Englisch nicht sein volles Potential, aber wenn es zu Feuergefechten kommt, rummst es ordentlich. Abseits dessen bieten beide Tonspuren zwar nur wenige direktionale Effekte, aber der Score verteilt sich sauber auf die hinteren Lautsprecher und besitzt eine ansprechende Dynamik. Allgemein sind die Tonspuren ein wenig zu frontlastig ausgefallen. Dialoge klingen jedoch sehr sauber und wurden in der deutschen Fassung nahezu perfekt in den Mix integriert ohne dass es zu Überlagerungen kommt. Wie in den meisten Fällen hat in punkto Natürlichkeit der O-Ton dezent die Nase vorn. Wer kein Equipment für die Wiedergabe von Dolby Digital 5.1 besitzt, bekommt als Alternative auch einen Stereomix geboten, der qualitativ ebenfalls überzeugt.

In Zeiten, in denen Anbieter Blu-rays mit zusätzlichem Bonusmaterial bestücken, um dieses neue Medium zu pushen, ist es erstaunlich, dass es auch welche gibt, die genau anders herum denken: Während die Blu-ray-Ausgabe von "The Burrowers" nämlich ohne Extras auskommen muss, befinden sich diese zumindest auf der DVD. Üppig ausgefallen sind sie zwar nicht, allerdings auch nicht uninteressant. Den Anfang macht ein Audiokommentar mit J.T. Petty und Karl Geary. Dieser beinhaltet viele wissenswerte Informationen zum Film und den Produktionsumständen. Beide gehen sorgfältig auf Szenen ein und erklären so manchen Effekt oder Hintergrüne über die Entstehung gewisser Szenen. Das positive daran ist, dass man beiden Sprechern gern zuhört, da sie mit hörbarer Freude den Film kommentieren. Wirklich gefallen kann das Feature "Digging up the Burrowers", in dem auf die Kreaturen eingegangen wird. An Modellen und menschlichen Darstellern wird gezeigt, wie die Viecher das Laufen lernen. Das zweite Feature trägt den Titel "Making a Horror Western" und ist ein kleines Werbe-Making of mit B-Roll-Aufnahmen und kurzen Statements der Crew. Leider alles ohne deutsche Untertitel. Abschließend gibt es noch den Originaltrailer sowie eine Trailershow.


"The Burrowers" ist eine Genre-Mixtur, die im Bereich Western eine Menge Potential entfaltet, auf der Ebene Horror für eingefleischte Fans womöglich etwas blutleer und lahm erscheinen könnte.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+-----


Druckbare Version
Burrowers, The - Das Böse unter der Erde
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