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USA 2009
Originaltitel:Land That Time Forgot, The
Alternativtitel:Edgar Rice Burroughs' The Land That Time Forgot
Länge:84:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:C. Thomas Howell
Buch:Edgar Rice Burroughs, Darren Dalton
Kamera:Mark Atkins
Musik:Chris Cano, Chris Ridenhour
SFX:Joseph Cornell, Corinne Dutra
Darsteller:C. Thomas Howell, Timothy Bottoms, Lindsey McKeon, Darren Dalton, Stephen Blackehart, Christopher Showerman, Patrick Gorman, Scott Subiono, Anya Benton, David Stevens, Christian Stoehr, Lew Knopp
Vertrieb:HMH
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 Surround (En)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:08.04.2010 (Kauf)
Specials:
  • Making of (4:10 Min.)
  • Outtakes (4:55 Min.)
  • Originaltrailer (0:47 Min.)
  • Slidehow (19 Bilder)
  • Trailershow:
    • Princess of Mars (0:52 Min.)
    • 2012: Supernova (1:07 Min.)
    • Countdown: Jerusalem (0:43 Min.)
    • 2012: Doomsday (0:59 Min.)
    • 100 Million B.C. (0:52 Min.)
Zwei frischverheiratete Paare chartern ein Boot um eine Vergnügungsreise durch die Karibik zu genießen. Nach einem verheerenden Sturm auf dem Meer stranden sie an der Küste der mysteriösen Insel Caprona. Die Insel befindet sich im Bermuda Dreieck, und hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Zu den Inselbewohnern zählen neben der Mannschaft eines gestrandeten deutschen U-Bootes monströse Dinosaurier und andere Urzeitwesen. Die Jungverheiraten und der Charter-Bootskapitän müssen zusammen mit der U-Boots-Besatzung mit einer Vielfalt von Hindernissen kämpfen, um der Insel zu entkommen, um in die Gegenwart zurückzugelangen. Ein spannendes und gefährliches Unterfangen, welches den Beteiligten alles abverlangt!
Nach Vorlagen des Tarzan-Erfinders Edgar Rice Burroghs entstanden Mitte der Siebziger einige Filme, die in ein unentdecktes, von Sauriern bevölkertes Land führten, manchmal auch zum Innern der Erde. Einer dieser Streifen war Interner Link"Caprona – Das vergessene Land" und dieser hier bildet quasi die Neuauflage des angestaubten Dinosaurier-Streifens.



Die Erklärung für die Reise durch die Zeitschleuse lässt nicht lange auf sich warten: Das Bermuda-Dreieck. So strandet Frost Michaels (C. Thomas Howell, gleichzeitig Regisseur des Streifens), nebst Frau, Kapitän und einem weiteren Paar auf der scheinbar unbewohnten Insel, bis ein Flugsaurier aufkreuzt und den ersten wegschnappt. Neben weiteren Sauriern bildet das nicht die einzige Gefahr, denn ein paar Deutsche leben seit dem Krieg (welchem?) hier (und sind seither nicht gealtert) und schnappen sich alsbald die Frau des Helden ...

Das Original war bereits Trash und auch hierfür sollte der geneigte Zuschauer ein Faible für solch hanebüchene Abenteuerfilme mitbringen, um überhaupt ein wenig Freude an der Chose zu haben. Denn die Dino-Action wird aufs letzte Drittel verlagert, während die Einbindung von weiteren Urzeitwesen leider Mangelware ist. Das dürfte in erster Linie an den minderwertigen CGI liegen, denn beim genaueren Hinsehen fallen die Texturen, Schattierungen und detailgetreuen Ausarbeitungen doch sehr primitiv aus. Zuweilen werfen die Viecher noch nicht einmal einen Schatten und die Integration in die an sich malerische Landschaft gelingt nur stellenweise.



Dafür hat man sich eine nette und größtenteils sogar sympathische Crew zusammengebastelt, denn neben dem zauseligen Kapitän und einem Bruchpiloten aus den Fünfzigern sorgen vor allem die klischeebeladenen Deutschen, nicht zuletzt aufgrund ihrer völlig depperten Synchronisation für einige Schmunzler.
Dazu gesellen sich haarsträubende Dialoge und so richtig behämmerte Verhaltensweisen, denn die Deutschen sind zwar zu blöd, den Motor für ihr U-Boot flott zu machen, bekommen aber einen kleine Generator in Gang, um alte Strauß-Platten zu hören. Zwar muss man sich final zu einer deutsch-amerikanischen Freundschaft zusammenraufen, doch auch dieses Zusammenspiel bleibt nicht ohne komische Momente: So muss man Erdöl zu Diesel umbrennen, den einen oder anderen Dino weglocken, auf die Flut warten, nicht jedem trauen und versuchen, regelmäßig an Trinkwasser zu kommen. Stellt sich nur die Frage, wie die an sich dummen Deutschen über Jahrzehnte mit ihrer Munition ausgekommen sind, wenn diese alle Nase lang auf umherstrolchende Dinos abgefeuert wurde.

Größtes Manko des Streifens ist demnach der Einsatz mehrerer Urzeittiere und der fast vollständige Verzicht auf eine härtere Gangart (ein Durchgebissener ist die einzige Gewaltszene). Darstellerisch brauchbar (obgleich Howell in der Hauptrolle durchweg knorrig dreinschaut), musikalisch nett untermalt, ist der Film definitiv etwas für Freunde schrottiger Abenteuer, zwar mit genügend Bewegung und dem daraus schlussfolgerndem Unterhaltungswert, doch die Action bleibt dabei eher auf der Strecke.


Im Groben und Ganzen ist die Bildqualität in Ordnung. Erst beim genaueren Hinsehen zeigt sich eine dezente Nachlässigkeit bei der Detailtreue und bei der Klarheit der Konturen. Das stört zwar nicht wesentlich, hat aber Einfluss auf den Bildeindruck. Ansonsten darf die Grundschärfe als gelungen betrachtet werden, sogar eine angenehme Plastizität entsteht. Trotz dezentem Einsatz von Farbfiltern kommen stets natürliche Töne zur Geltung und auch der Kontrast gibt bis auf leichte Überstrahlungen in hellen Bereichen keinen Anlass zur Kritik. Die Kompression zeigt sich frei von großen Fehlern, nur selten ist ein minimales Rauschen auszumachen.

Die Dialoge dominieren mit einer klaren Wiedergabe von der Front des sonst gut abstimmten, deutschen Dolby Digital 5.1-Tons. Die Möglichkeiten von Raumklang werden nicht gut genutzt, was beispielsweise in der Dschungelklangkulisse auffällt, in der mehr direktionale Effekte vorhanden sein müssten. Lediglich ein paar wenige Umgebungsgeräusche und die Begleitmusik lockern das Geschehen auf den hinteren Lautsprechern auf. Weiterhin fehlt es an einer ausgeprägten Dynamik, denn wenn die Uhrzeittiere auf die Protagonisten treffen kommt zwar ein leichter Bass zustande, doch es fehlt an Bassdruck. Beim Originalton sieht es nicht anders aus, u.a. weil dieser lediglich in Surround vorliegt und dort ebenfalls nur die Musik den Raumton wirklich unterstützt. Wie nicht anders zu erwarten klingt diese Sprachfassung natürlicher als das deutsche Pendant. Untertitel sind keine vorhanden.


Neben dem Standardprogramm mit Originaltrailer, einer Trailershow mit weiteren Hits aus der Produktionsschmiede The Asylum und einer Slideshow mit Filmszenen, gibt es noch ein paar Outtakes von verpatzten Szenen und ein kleines Making of zu sehen. Dieses entpuppt sich jedoch sehr zügig als Werbefeature und kann kaum begeistern. Zwar gibt es ein paar Statements der Beteiligten, doch Informationen sind sehr rar gesät. Das gesamte Bonusmaterial liegt nur in englischer Sprache vor, deutsche Untertitel sind leider nicht vorhanden.

Wer Interner Link"Caprona" richtig super fand, sollte einen Blick riskieren, alle anderen eher einen weiten Bogen um den Streifen machen, denn zuviel Doofheit, gepaart mit kompletter Vorhersehbarkeit könnten den einen oder anderen Zuschauer arg irritieren. Jedoch sind dies auch die Argumente, die einen guten Trashfilm ausmachen. Und wenn zu Anfang der Credits steht, dass der Film aus der Produktionsstätte The Asylum kommt, weiß jeder, der mit Trash etwas anfangen kann, dass er hier genau richtig ist.
Noch eine Anmerkung zum Cover: Es gibt den Film sowohl mit 18er als auch mit 16er Kennzeichnung. Beide Fassungen sind identisch.


Film+++---
Bild++++--
Ton+++/--
Bonus+-----


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