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PR, USA 2008
Originaltitel:10,000 A.D.: The Legend of a Black Pearl
Länge:81:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Giovanni Messner, Raul Gasteazoro
Buch:Raul Gasteazoro
Kamera:Giovanni Messner
Musik:Jed Smith
Darsteller:Julian Perez, Loukas Pappas, Edgar Feliciano, Nina Carney, Raul Gasteazoro, Lilly Husbands, Michael Johnson, Chiko Mendez, Giovanni Messner, Nevin Millan, Celina Murk, Joel Otero
Vertrieb:Mr. Banker Films / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Surround
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:12.09.2008 (Verleih) / 24.10.2008 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (2:00 Min.)
Die Welt endete in Chaos und Verderben. Doch Jahrtausende später hat sich das Königreich erhoben, bestehend aus zwei Stämmen, den Plaebianern und Huronen. Beide Stämme sind seit langen Jahren Feinde bis aufs Blut. Das Königreich ist in Gefahr, denn aus der Asche erhebt sich Sinasu, die Verkörperung des Bösen, die nun beide Stämme bedroht. Nur Kurupi, ein junger Hurone, der der Prophezeiung nach als einziger seines Stammes eine Chance gegen Sinasu hat, kann sich der Apokalypse in den Weg stellen ...
Eine imposante Heldensaga mit Steinzeit-Flair hätte durchaus etwas, gegebenenfalls auch in deutlicher Anlehnung an Emmerichs Interner Link"10.000 BC". Doch dieser C-Film bietet nichts außer durchtrainierte Typen mit weißen Röckchen und Fell-Oberteil, die durch (immerhin) malerische Landschaften latschen und ab und an gegeneinander kämpfen. Das erinnert dann doch eher an provinzielles Wald- und Wiesentheater.



Zeitlich setzt man rund 8000 Jahre nach dem dritten Weltkrieg an, die Menschen befinden sich entwicklungstechnisch nur knapp über der Stufe von Neandertalern. Die Stämme der Plaebianer und Huronen bekämpfen sich, doch Sinasu, das Böse, der Teufel in menschlicher Gestalt, macht das Land unsicher und arbeitet auf eine neue Apokalypse hin. Nur Kurupi, ein auserwählter Krieger, sei imstande das Böse zu besiegen, sofern er fünf besondere Steine sammelt und daraufhin die schwarze Perle erhält.

Zunächst einmal sollte man sich nicht vom Cover in die Irre führen lassen - Monster und Mutationen kommen hier nicht ein einziges Mal zum Vorschein - zwei, drei Tiere stehen allenfalls im Wald, haben mit der Handlung aber gar nichts zu tun. In der dreht sich alles ums Kämpfen, um Macht und die Reinheit der Stämme. Doch wer hier gut choreographierte Fights erwartet, wird bitter enttäuscht, denn mit unruhiger Kamera und hektischen Schnitten bleibt nichts außer Herumwuselei mit Armen und Beinen, aber kaum sichtbare Schläge, die den jeweiligen Kontrahenten wirklich treffen. Die Figuren sind einem zudem völlig egal, auch wenn sich die weibliche Off-Stimme müht, ein paar Hintergrundinformationen einfließen zu lassen, später jedoch mit der Moralkeule knüppelt. Ob da Kurupi einer Liebe nachtrauert, dessen Lehrer ebenfalls den Tod seiner Geliebten beklagt oder ein junger Krieger noch das Geheimnis seiner Wurzeln aufdeckt: Die Darsteller agieren durch die Bank ausdruckslos und offenbaren null Emotionen. Insofern ist einem spätestens zur Halbzeit egal, ob Kurupi den Dämon aufhält oder es jemand anders für ihn erledigt.


Zwar sind einige Landschaftsaufnahmen des Indian Summer in Weitwinkel nett anzuschauen, doch dazu passt rein gar nicht so ein karibischer Strand, der offenbar gleich um die Ecke sein soll und der als Schauplatz für Austausch zwischen Lehrer und Schüler steht. Eingebettet in esoterische Klänge bieten so Szenen, wie zwei auf einer felsige Anhöhe sitzen jedoch die verträglichsten, da zumindest die Wahl der Schauplätze und das solide Ablichten solcher noch ein wenig Atmosphäre verbreiten kann.

Ansonsten bietet der Streifen eine lachhaft grottige Inszenierung mit einer komplett spannungsarmen Geschichte, unübersichtlichen, völlig unspektakulären Kämpfen und einigen Längen trotz der kurzen Laufzeit von 82 Minuten. Zumal schlicht zu wenige Statisten mitwirken, um dem Ganzen etwas Authentisches zu verleihen - wer preiswert heruntergekurbelten Fantasy-Schrott wie Interner Link"Xena" schon billig fand, wird hierdurch klar eines Besseren belehrt.


Wirkt der Film schon sehr billig, trifft dies auch auf das anamorphe Bild zu. Auffallendster Schwachpunkt ist die Schärfe, die kaum Details bietet und das Bild sehr weich erscheinen lässt. Rauschen ist nur in geringem Ausmaß vorhanden, dafür sind deutliche Bewegungsunschärfen zu erkennen sowie stellenweise Ghostings. Die Farbgebung gibt sich zurückhaltend und etwas nachbearbeitet, wirkt über weite Strecken allerdings natürlich. Der Kontrast geht in Ordnung, die Kompression etwas weniger, da sie Artefaktbildungen entstehen lässt. Alles in allem ein noch soldes Bild, das deutlich unter der Aufnahmetechnik zu leiden hat.

Auch der Ton hinterlässt einen eher zweispältigen Eindruck. Zum einen mag die Synchronisation mit ihren Sprechern nicht gefallen, da viele Sprechrollen unpassend besetzt wurden und zudem kaum Worte betont werden. Auf der anderen Seite stellt sich die Dolby Digital 5.1-Abmischung als Upmix der Surround-Spur heraus, was nur mäßig gelungen ist. Das liegt vor allem daran, dass die hinteren Boxen lediglich leiser die vorderen Surround-Boxen spiegeln und so keinen Raumklang entstehen lassen. Dafür ist zumindest die Verständlichkeit der Dialoge in Ordnung, was auch für die angesprochene Surround-Spur gilt, die aber kaum entsprechende Effekte zu bieten hat und eher nach Stereo klingt. Hinzu kommt, dass die Dialoge sehr aufgesetzt wirken, was der Natürlichkeit schadet. Der Originalton hat bedingt durch die Produktionsumstände etwas mit der Verständlichkeit zu kämpfen, klingt dafür aber nicht so gekünstelt wie die deutschsprachige Ausgabe. Störende Nebengeräusche sind in keiner der Tonspuren vorhanden. Wem die deutschen Sprecher auf die Nerven gehen, der hat die Möglichkeit, den Film im Original mit deutschen Untertiteln anzusehen.


Als Bonus gibt es lediglich den Originaltrailer. Auf weitere Extras oder Trailer wurde verzichtet.

"10.000 A.D. – Black Pearl" ist ein seltsamer Film, der irgendwie ein Experiment darstellt, denn die Mixtur aus Esoterik und Kampfsport war bis Dato in dieser Form noch nicht zu sehen. Trotzdem darf man nicht wirklich etwas erwarten, denn alles wirkt verworren und unausgereift.


Film++/---
Bild+++---
Ton+++---
Bonus/-----


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