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UK 2008
Originaltitel:Hush
Länge:87:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mark Tonderai
Buch:Mark Tonderai
Kamera:Philipp Blaubach
Musik:Theo Green
SFX:Atomic Arts, Filmgate
Darsteller:William Ash, Christine Bottomley, Andreas Wisniewski, Claire Keelan, Stuart McQuarrie, Robbie Gee, Peter Wyatt, Sheila Reid, Shaun Dingwall, Rupert Procter, Carol Allen, Harry Mondryk
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:10.09.2009 (Verleih) / 22.10.2009 (Kauf)
Specials:
  • Trailer bei DVD-Start: "The Firm" (1:53 Min.)
  • Originaltrailer (2:01 Min.)
  • Making Of (37:31 Min.)
  • Interviews:
    • William Ash (7:12 Min.)
    • Christine Bottomley (4:28 Min.)
    • Claire Keelan (5:05 Min.)
    • Robbie Gee (2:59 Min.)
    • Stuart McQuarrie (3:53 Min.)
    • Mark Tonderai (7:57 Min.)
  • Beim Dreh (21:34 Min.)
  • Trailershow:
    • Tenderness - Auf der Spur des Killers (2:16 Min.)
    • Frozen (1:56 Min.)
    • Franklyn (1:38 Min.)
    • 50 Dead Man Walking - Der Spitzel (1:42 Min.)
    • Der Schrei der Eule (1:47 Min.)
Es herrscht bereits finstere Nacht als Zakes (Will Ash) und seine Freundin Beth (Christine Bottomley) noch auf der Autobahn unterwegs sind. Es regnet stark und die Sicht ist schlecht. Plötzlich öffnet sich für den Bruchteil einer Sekunde die Ladeklappe des vor ihnen fahrenden LKWs. Der junge Mann bekommt eine grauenhafte Vision dargeboten: ein splitternacktes Mädchen, gefangen in einem Käfig, schreit um ihr Leben. Beth drängt Zakes etwas zu unternehmen, aber er will das lieber der Polizei überlassen. Es kommt zum Streit. Als Beth jedoch an der nächsten Raststätte plötzlich verschwindet und er dort den unheimlichen Lastwagen wieder entdeckt, macht er sich auf die Verfolgung. Es folgt ein blutiges Katz-und-Maus Spiel - ein Wettlauf mit einem zu allem entschlossenen Killer, bei dem es kein Pardon gibt. Für Zakes beginnt sein schlimmster Alptraum ...
Dann lasst uns doch mal über Trucker herziehen: Sie liefern sich Elefantenrennen auf zweispurigen Autobahnen, pennen bereits nach 16 Stunden Fahrt ohne Pause ein, verfolgen Provokateure mit Tötungsabsicht und entführen neuerdings auch junge Frauen, um ... nun ja, das bleibt uns die Geschichte schuldig, was sie jedoch nicht minder spannend gestaltet.



Zakes (William Ash) ist schon ein armes Würstchen, denn eigentlich will er sich als Schriftsteller einen Namen machen, muss aber an Autobahnraststätten Plakate kleben und ist auf dem besten Weg, von seiner Freundin und Begleitung Beth (Christine Bottomley) verlassen zu werden, denn auch in der Beziehung scheint die Luft raus zu sein.
Als er in regennasser Nacht in einem LKW vor ihnen eine nackte Frau in einem Käfig wähnt, bringt der Notruf bei der Polizei zunächst wenig, als kurz darauf Beth verschwunden ist, muss Zakes auf eigene Faust handeln ...

So ein Verfolgungs-/Entführungsthriller zwischen "Duell", "Joyride" oder jüngst Interner Link"Shuttle" ist eine wunderbare Sache, sofern sie sich auf das Wesentliche konzentriert und flottes Tempo mit spannenden Momenten vereinen kann. Das ist hier durchaus der Fall, da es nach zehn Minuten bereits zur vermeintlichen Sichtung der Entführten kommt, wodurch die Erzählung erst so richtig in Gang gesetzt wird. Dabei klebt die Handkamera recht nah an den Figuren, was zuweilen zwar etwas anstrengend zu verfolgen ist, anderweitig aber maximale Nähe zum Sympathieträger Zakes aufbaut, dessen Handlungen man mit viel Adrenalin verfolgt.



Beginnend an einer Raststätte, als Beth sich von ihm trennt, er den verdächtigen LKW wieder sieht und kurz darauf Beth vergeblich sucht, jedoch ihre Halskette auf dem Parkplatz findet, sich kurzerhand ein Fahrzeug stibitzt und die Verfolgung aufnimmt, bis hin zu einem Versteckspiel zwischen LKW-Containern, dem Hilfegesuch bei einem alten Ehepaar und dem kurzen Gastspiel in einem Polizeiwagen, ist von Anfang bis Ende Dampf dahinter und die minimale Story wird mit simplen Mitteln und ohne Schnörkel effektiv erzählt.

Das Gesicht des Truckers ist indes nicht zu sehen, nur eine schwarze Kapuze bedeckt die robust anmutende Gestalt, die kein Wort von sich gibt und dadurch unheimlich wirkt. Zwar wird kein Hintergrund für die Entführungen geliefert (es werden definitiv mehrere Frauen gleichzeitig verschleppt), doch das verstärkt die Unberechenbarkeit der bösen "Organisation", von der man nicht weiß, wer sich auf Zakes Stationen eventuell als dazugehörig entpuppen könnte, kleine gelungene Twists inbegriffen.

Derweil wird immer wieder die Polizei angerufen, das Fahrzeug gewechselt und erstaunlich häufig funktioniert das Handy nicht und Fotos können gemacht werden, obgleich der Speicher gerade noch komplett belegt war. Weitere Unwahrscheinlichkeiten sind ein zutraulicher Hund, ein unentdeckter Container und eine Laserüberwachung, sowie die Tatsache, sich über mehrere Minuten an einen Garderobenhaken hängen zu können, um nicht entdeckt zu werden.

Dennoch, recht ereignisfreudig kommt der Erstling des Briten Mark Tonderai daher, dem es gelingt, eine stringente Geschichte packend zu erzählen, sich mit dem Showdown zwar etwas zu leicht aus der Affäre zieht, ansonsten jedoch eine Menge hochspannender Momente einbringt, die eine beklemmende und zugleich raue Atmosphäre schaffen.
Kurzweilig, konsequent und größtenteils glaubhaft.



Bei dem düsteren Setting, mit dem "Hush" aufwartet, ist es nur schwer möglich, ein durchweg überragendes Bild hinzubekommen. Dafür ist es fast ständig zu dunkel. Daraus resultiert auch die Stilisierung des Filmes, die das 2,35:1-formatige und natürlich anamorph gespeicherte Bild sehr oft in eine Palette von gelblichen bis bläulichen Tönen taucht. Für frische Farben ist also gar keine Möglichkeit gegeben, was nicht heißt, dass es nicht passen würde. Dass bei dunklen Bildern etwas mehr Rauschen auftritt, ist aufnahmebedingt. In diesem Falle stört es nicht, weil es sehr fein ist. Die Schärfe erreicht deswegen aber auch nur gute Werte, was zwar einem aktuellen Film nicht ganz ebenbürtig ist, aber auch zu den wilden Handkameraaufnahmen passt, die oftmals das Geschehen künstlich verwischen. Der Schwarzwert könnt gern noch etwas satter sein, der Kontrast arbeitet aber so ausgeglichen, dass im Dunkeln nichts für den Zuschauer verloren geht.

Der eindrucksvollste Surround-Moment bietet sich gleich zu Beginn - noch vor Filmbeginn sozusagen: Wenn die Produktionsfirma eingeblendet wird, lässt das Jingle sämtliche Boxen beben. Solche Momente vermisst man aber im Film nicht wirklich, denn dort wird vor allem auf einen satten Klang, nicht so sehr auf Surround-Einspielungen wert gelegt, die eine untergeordnete Rolle spielen. Der Bass und der Höhenklang sorgen aber immer wieder für moderat wuchtige Schübe, so dass z.B. das Motorgrollen des Trucks sehr realistisch umgesetzt wird. Die deutsche Synchronisation, die längst nicht so toll geworden ist wie das Original, dominiert etwas zu sehr die Front, mit jeder Filmminute wird aber immer weniger gesprochen, so dass sich das schnell relativiert.

Das Bonusmaterial der DVD macht vor allem deswegen einen brauchbaren Eindruck, weil das Making Of interessant gestaltet ist. Zwar geht mir das stilistische Flackern etwas auf die Nerven, dafür gibt es aber kapitelweise aneinandergereihte Einblicke ans Set und Interviews zu sehen. Ein großes Thema ist die Rückprojektionstechnik für die Autobahnszenen, aber auch der Set-Bau der Waschräume. Daneben werden die Hintergründe einiger Figuren erklärt und der Regisseur erzählt davon, wie er selbst 4 Jahre lang Poster auf Autobahnraststätten geklebt hat. Der Rest, also die Interviews und der Einblick in den Dreh, sind dann als die Quellen des eben gesehenen Making Ofs zu verstehen. Es schadet also nicht, sie sich anzugucken, die wichtigen Stellen hat man aber bereits dort gesehen. Desweiteren befinden sich mehrere Trailer auf der DVD, einen davon kann aber nur bei DVD-Start betrachten.

Die DVD hat eigentlich nur ein wirkliches, für manchen aber entscheidendes Makel: der lästige Kopierschutz. Der wird mal wieder dafür sorgen, dass einige Zuschauer keine Freude mit der Scheibe haben werden. Deswegen lieber liegen lassen oder zur baugleichen Blu-ray greifen.


Film+++++-
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


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