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USA 2009
Originaltitel:Hills Run Red, The
Länge:77:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:SPIO/JK: strafrechtlich unbedenklich
Regie:Dave Parker
Buch:John Carchietta, John Dombrow, David J. Schow
Kamera:Ilan Rosenberg
Musik:Frederik Wiedmann
SFX:Yana Stoyanova
Darsteller:Janet Montgomery, Tad Hilgenbrink, Sophie Monk, Alex Wyndham, Ewan Bailey, Mike Straub, William Sadler
Vertrieb:Warner Home
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,40:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:16.10.2009 (Verleih) / 16.10.2009 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar von Dave Parker; David J. Schow und Robert Meyer Burnett
  • It's not real until you shoot him: Making of ... (28:15 Min.)
Eine Gruppe junger Filmemacher möchte das Mysterium um eine Produktion mit dem Namen "The Hills Run Red" und dessen Regisseur auflösen. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, wenden sie sich an den einzigen überlebenden Darsteller des Films. Der führt die Gruppe zum Drehort tief in den Wäldern. Dort angekommen muss die Clique feststellen, dass alle in "The Hills Run Red" gezeigten Geschehnisse der Realität entsprechen! Doch der Schrecken hat noch längst kein Ende: Es soll eine Fortsetzung des Gemetzels gedreht werden - mit ihnen als Darstellerriege ...
Wir haben endlos viele Slasher wie die Reihe um Interner Link"Freitag der 13.", wir haben seit ein paar Jahren reine Folterfilme wie Interner Link"Hostel" und fast noch mehr Schrott, der beide Subgenres zu verbinden versucht. Dass der Titel der Name des Films im Film ist und damit ein wenig mehr Raum für explizite Goreszenen bietet, ist nur ein leichter Vorteil gegenüber der klischeebeladenen Handlung, die zu keiner Zeit Überraschungen serviert.



"Hills Run Red" soll anno 1982 in wenigen Kinos gelaufen sein, seither gilt er als verschollen. Tyler macht Alexa, die Tochter des Regisseurs ausfindig und gemeinsam mit zwei Freunden gehen sie auf Erkundungstour zu Originalschauplätzen. Doch Babyface, der Killer des gesuchten Streifens, scheint nach wie vor in den Wäldern umzugehen ...

Schon doof, wenn eine Figur während der Anreise in wenigen Sätzen die Strickmuster eines Slashers auf den Punkt bringt, es dieser Streifen in seiner Vorgehensweise jedoch keinen Deut besser macht und ohne Augenzwinkern nahezu alle Verlaufsmuster erfüllt. Ein paar obligatorische Nacktszenen, das Rascheln im Unterholz und das Huschen eines Schattens, Babyface bei Sichtung des aufgezeichneten Camcorder-Materials und schließlich ein paar Rednecks, die vor dem eigentlichen Killer Unannehmlichkeiten bereiten. Dazu kommen flache Charakterzeichnungen und ein müder Vorlauf ohne Esprit.



Hin und wieder gibt es ein paar Sequenzen aus Camcorder-Sicht, dann wieder alte Filmschnipsel in Form kurzer Inserts und letztlich, nachdem der Killer zur Hälfte der Laufzeit in Erscheinung tritt, die wohlbekannten Abläufe vom Verstecken, Hatz durch den Wald und Foltereinlagen in einer Waldhütte. Dass dabei trotz derber Einlagen offenbar dennoch, die Schere angesetzt wurde, um in Amerika ein R-Rated zu bekommen, stört weniger, als der unumgängliche Plot Twist, den man bereits zu Beginn erahnen konnte - auch hier kann der Genrefreund nicht in Ansätzen überrascht werden.

So agieren mittelmäßige Darsteller in wenig fesselnder Atmosphäre, da weder der austauschbare Wald, noch die Hütte mit einigen Folterinstrumenten Spannung schüren können. Einzig ein paar härtere Gewalteffekte durchbrechen die Eintönigkeit - jene beruhen jedoch fast ausschließlich auf "Ausschnitten" des alten Films, da wird schon mal jemand zwischen Bäumen zerteilt, oftmals Axt und Hammer geschwungen und so manches Körperglied durchbohrt.
Lediglich im letzten Drittel, als man vom Slasher aufs Foltergenre umspringt, kommt es zu wenigen, aber gut gemachten Splattereinlagen.



Dennoch vermag das Gesamtpaket nur durchschnittlich zu überzeugen, da es von vornherein keinen Sympathieträger gibt und sämtliche Wendungen komplett vorhersehbar sind, einschließlich der finalen Einstellung, die einmal mehr schwaches darstellerisches Potential einiger Mimen erkennen lässt, denn selbst ein renommierter William Sadler liefert in diesem Fall eine ganz schwache Vorstellung ab.

Am Ende könnte man noch den treibenden Score positiv hervorheben und die Tatsache, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt ein kontinuierlich brauchbares Tempo vorherrscht. Handlungstechnisch hingegen wird man diesen Streifen bald mit vielen anderen Produktionen des Genres verwechseln, denn trotz guter Grundidee, einen gesuchten Slasher zum Bestandteil der Handlung zu machen, wurde aus dieser Prämisse zu wenig herausgeholt.
Letztlich nur ein weiterer Beitrag, der zwar im Vergleich mit ähnlich gearteten Produktionen deutlich besser abschneidet als der Einheitsbrei und nicht langweilig ist, aber eben auch nicht markant genug erscheint.



Bildtechnisch präsentiert sich "The Hills Run Red" trotz diverser Stilmittel von einer gelungenen Seite. Das Bild wurde in Rückblenden bzw. während der Film-in-Filmszenen künstlich gealtert und sehr grobkörnig gestaltet. Diese Szenen unterscheiden sich also sehr deutlich von der Haupthandlung, in der kaum Rauschen vorkommt. Die Schärfe befindet sich auf gutem Niveau, enttäuscht im Detailbereich aber etwas, denn gerade bei einer aktuellen Produktion sollte mehr möglich sein. Die Farben sehen dafür kräftig aus und geben keinen Anlass zur Kritik. Dies gilt auch für den Kontrast, der mit einem satten Schwarzwert sehr ordentlich gelang. Defekte sind in der Haupthandlung nicht vorhanden, dafür absichtlich in den fiktiven Filmszenen stilvoll integriert worden. Die Kompression arbeitet zudem ohne nennenswerte Ausfälle. Bedingt durch die nicht optimale Schärfe und den dadurch verbundenen Detailverlust erreicht das Bild nur gute 4 Punkte mit aufsteigender Tendenz.

Die Abmischung weiß im Original als auch in der deutschen Synchronfassung zu gefallen, denn in beiden Fassungen wird ein gleich bleibendes Klangbild geboten, bei dem es zu keinen Überlagerungen kommt. Vor allem der Einsatz von Umgebungsgeräuschen und Musikeffekten überzeugt. Einige direktionale Effekte sind auch vorhanden, doch sollte jetzt kein Effektgewitter erwartet werden, was wohl auch fehl am Platz wäre. Besonders die letzte Hälfte des Films hat aber trotzdem einiges zu bieten. Dialog- und Musikabmischung geben keinen Grund zur Kritik. Die Tonspuren sind zudem dank guter Integration des Subwoofer sehr dynamisch, was entsprechende Action- und Schockszenen gut unterstützt.


Das Bonusmaterial besteht aus einem sehr ausführlichen Making of, das viele Beteiligte an der Produktion zu Wort kommen lässt und viele wissenswerte Informationen bereithält. Wem das zu wenig ist, der kann sich noch über einen Audiokommentar freuen, die tiefer ins Detail geht. Deutsche Untertitel wurde allerdings nur für das Making of erstellt.

"The Hills Run Red" ist ein netter Beitrag für die Splatter- und Foltergemeinde, der zwar keine neue Aspekte bietet, jedoch bekannte Muster nutzt um gut über die Runde zu kommen. Glaubt man Regisseur Dave Parker, wird die nach seinen Aussagen deutlich härtere Unrated-Fassung wohl irgendwann auch noch ihren Weg auf das digitale Medium finden.


Film++++--
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus++----


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