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USA 1998
Originaltitel:Catcher, The
Länge:76:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Guy Crawford, Yvette Hoffman
Buch:Guy Crawford
Kamera:Paul DeGruccio
Musik:Paul Amorosi
SFX:Brenda d'Seaux, Reena Dutt
Darsteller:David Heavener, Monique Parent, Joe Estevez, Sean J. Dillingham, Leslie Garret, Paul Moncrief, James Patterson, Harley Harkins, Jeff Sorenson, Mike Kepple, Fred Meyers, Wendy Crawford, Nick Moore, Denice Ramage, Stephen T. Vanderbeck
Vertrieb:HDMV
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:16.11.2009 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow:
    • Boogeyman 2 (1:01 Min.)
    • Boogeyman 3 (Dt.) (0:24 Min.)
    • Boogeyman 3 (Engl.) (3:49 Min.)
    • Blutweihe (0:47 Min.)
    • Brainscan (1:56 Min.)
    • Graveyard of the Living Dead (1:18 Min.)
  • Wendecover
Nachdem Jonny MacIntosh als Teenager seinen Vater mit einem Baseballschläger erschlägt, wird der Junge in eine Nervenklinik gesperrt. Als er nach 17 Jahren die Klinik verlässt, beschäftigt ihn nur ein Gedanke: ein letztes Baseballspiel ...
Völlig von Sinnen durch die ständigen Erinnerungen an seinen Vater und seiner begangenen Tat, macht er sich wie vom Ehrgeiz getrieben auf dem Weg zum nahegelegenen Stadion. Doch seine Ansichten von einem normalen Baseballspiel sind nicht mehr die eines gesunden Menschen und so kommt es auf dem Feld zu einem mörderischen Match ...
Wer kann den irren Catcher stoppen bevor er alle umbringt?
Für Unbedarfte sind die Regeln von Baseball nicht immer komplett zu durchschauen. Die einfache Variante, die hierzulande im Schulsport als Brennball bezeichnet wird, ist vielen dann doch eher vertraut. Für diesen einfach gestrickten Slasher ist es ohnehin bedeutungslos, was Pitcher, Umpire oder Force Out sind, denn zum Mitdenken wurde diese lieblose Fließband-Produktion gewiss nicht heruntergekurbelt.



Als einigermaßen geübter Genre-Fan reicht die Einleitung aus, um zu wissen was im Weiteren folgen wird. 1981 drillt ein strenger Vater (einer der vielen Estevez, der jüngere Bruder von Martin Sheen, Joe) seinen untalentierten Sprössling im Baseball-Training. Als es dem Bengel zuviel wird, drischt er mit dem Schläger auf ihn ein und landet kurz darauf in der Nervenklinik. Sprung in die Jetztzeit, kurz nach dem letzten Spiel der Saison, im Umfeld des Stadions ...

Das eindimensionale Drehbuch tut wirklich alles dafür, den zum Sündenbock mutierten Spieler David als potentiellen Täter darzustellen, der aufgrund der ganzen Ablehnung während der Saison alle erdenklichen Motive hätte und von überhaupt niemanden mehr unterstützt wird. Bleibt also nur die Frage: Ist er es wirklich oder wird am Ende ein Unbekannter aus dem Ärmel gezaubert?

Nach Interesse weckendem Einstieg dauert es recht lange, bis ein wenig Bewegung ins Spiel kommt, wobei damit nicht Baseball an sich gemeint ist, da schließlich Nacht ist und sich dafür noch erstaunlich viele Figuren im Stadion herumtreiben. Nein, sie werden schön der Reihe nach geholt vom Spieler mit der Catcher-Maske, ohne Gegenwehr und ohne sonderlich abwechslungsreiches Blutvergießen.

Denn mit dem Salz an der Slasher-Suppe spart man gewaltig. Der erste Kill wird lediglich mit Blutspritzern an der Wand angedeutet, beim zweiten kann man nur einen rektal eingeführten Schläger vermuten (roter Stiel und recht eindeutige Position des Opfers) und später stirbt bereits jemand durch das Beschießen aus der Ballkanone, vielleicht weil ein Ball direkt im Mund landet. Träge und uninspirierte Ableben bis zum Schluss.



Erst im letzten Drittel wird ein wenig am Erzähltempo gedoktert, die durch die Bank schwachen Darsteller, ausgestattet mit nur wenigen, aber in der üblen Synchro dämlich klingenden Dialogen, können bis dahin kein Interesse für sich gewinnen. Auch nicht die potentielle Survivor-Frau, die Managerin des Clubs, die viel zu unnahbar und unsympathisch rüberkommt, um ihr ein Überleben zu wünschen. Immerhin müht man sich während des Showdowns noch, die psychopathische Sicht des Killers mit der Realität zu vermengen, woraufhin ein etwas einseitig ablaufendes Spiel entsteht - einerseits mit Anfeuerungsgesten des ermordeten Vaters zu Beginn, andererseits mit den letzten möglichen Opfern in einer Arena mit öffentlichem Publikum, in der sich der Killer gerne sehen würde.

Inszenatorisch auf allen Ebenen schwachbrüstig, steht diese seelenlose Produktion unter keinem guten Stern. Zwar bietet die Kulisse des leeren Stadions bei Nacht ein wenig Abwechslung, doch den mutlos dargestellten Morden und der finalen, überraschungsfreien Hatz kommt das zu wenig entgegen. Der 1998 erschienene Streifen könnte sogar ein Überbleibsel der frühen Achtziger sein, so angestaubt bieder wirkt er im Gesamtbild und mehr als drei Strikes sind tatsächlich nicht drin ...


Für die Neuauflage von "The Catcher" konnte HDMV ein neues Bildmaster nutzen, das eine deutliche Verbesserung zur alten Auflage von Eagle Entertainment aufweist. Dennoch ist das Bild für einen Film von 1998 immer noch nicht als gut anzusehen, was am verwendeten Equipment dieser Low Budget-Produktion liegen dürfte. So unterstreicht die Bilduqlität auch den filmischen Inhalt und lässt "The Catcher" wie einen 80er Jahre-Slasher auf Videokassette aussehen. Gerade die mangelnde Schärfe lässt den Vollbildtransfer sehr weich erscheinen, da kaum Details auszumachen sind. Allgemein ist das Bild auch etwas zu dunkel, wodurch der ohnehin steile Kontrast besonders in dunklen Szenen Probleme verursacht. Die Farbgebung geht hingegen in Ordnung und auch die Kompression gibt, abgesehen von dezenten Unruhen innerhalb homogener Flächen, keinen Anlass zur Kritik. Zwar nicht unbedingt störend, dafür aber ein unschöner Effekt sind die in schnellen Bewegungen auftauchenden Ghostings, was vermutlich einer nicht perfekten Normwandlung entspringt. Grundsätzlich ein passables, wenn auch nicht gutes Bild.


Beim Ton hat ganz klar die deutsche Tonspur die Nase vorn, denn das Original ist deutlich leiser und weist einen etwas unnatürlichen Klang in den Dialogen auf, was zu Verständlichkeitsproblemen führen könnte. Der deutsche Ton hat diese Problematik nicht und überzeugt mit einer natürlichen Sprachwiedergabe und einem homogenen Mix, der Musik und Geräusche gut integriert. Rauschen oder andere Störgeräusche sind nicht auszumachen. Wer "The Catcher" unbedingt im Original sehen möchte, denn HDMV bringt den Film erstmalig auch mit O-Ton heraus, erhält die Möglichkeit deutsche Untertitel hinzuzuschalten.

Bonusmaterial konnte nicht ausfindig gemacht werden, wodurch der noch übrige Platz auf der DVD für eine kleine Trailershow genutzt wurde. Als kleine Zugabe ist allerdings noch ein Wendecover vorhanden, dessen Artworks jedoch nur bedingt überzeugen, da die Farbtöne etwas zu grell gewählt wurden.

Wer an trashige Slasher-Filme Gefallen findet, die weder Sinn ergeben, noch den Verstand fordern, und sich auch nicht durch ein Mini-Budget abschrecken lässt, der dürfte bei "The Catcher" gut aufgehoben sein. Erwarten sollte man dennoch nicht allzu viel, auch wenn der Hintergrund eines sportlichen Horrorfilms aufgrund der noch nicht abgenutzten Idee einen gewissen Reiz versprüht. Neben der Veröffentlichung im KeepCase brachte HDMV den Film noch zusätzlich in einer auf 111 Stück limitierten Hartbox für Sammler heraus.


Film+++---
Bild+++---
Ton++----
Bonus/-----


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