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USA 2008
Originaltitel:Fringe
Länge:999:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Brad Anderson, Fred Toye, Paul A. Edwards, Joe Chappelle, Akiva Goldsman
Buch:J.J. Abrams, Alex Kurtzman, Roberto Orci, Jeff Pinkner, David Herschel Goodman, Julia Cho, Brad Kane, Zack Whedon, Robert Chiappetta, Akiva Goldsman
Kamera:Tom Yatsko, David Moxness, Fred Murphy, Michael Sl
Musik:Michael Giacchino, Chris Tilton
SFX:Rocket Science VFX
Darsteller:Anna Torv, Joshua Jackson, Lance Reddick, Kirk Acevedo, Blair Brown, Jasika Nicole, John Noble, Michael Cerveris, Mark Valley, Jacqueline Beaulieu, Ari Graynor, Lily Pilblad, Chance Kelly, Jared Harris, Darby Lynn Totten, Michael Gaston, Kevin Corrigan, Ash Roeca, Leonard Nimoy, Matthew Martin, Meghan Markle, Kenneth Tigar, Trini Alvarado
Vertrieb:Warner Home
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Engl.), Dolby Surround 2.0 (Dt., Fr.)
Sprache:Englisch, Deutsch, Französisch
Untertitel:Holländisch, Französisch, Portugisisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Verpackung:AlphaCase im Schuber
DVD-Start:23.10.2009 (Kauf)
Specials:
  • 16seitiges Booklet
DVD 1:
  • Roberto Orcis Produktionstagebuch (12:34 Min.)
  • Evolution: Die Entstehung von Fringe (8:45 Min.)
  • Folge 1:
    • Audiokommentar von Alex Kurtzman, Roberto Orci und J.J. Abrams
    • Making of: Gewaltiges Unterfangen (11:42 Min.)
    • Entschlüsselung der Szenen (2:17 Min.)
  • Folge 2:
    • Entschlüsselung der Szenen (1:50 Min.)
DVD 2:
  • Das Casting von Fringe (8:59 Min.)
  • Folge 3:
    • Audiokommentar von J.R. Orci, David Goodman und Byron Burk
    • Making of: Gewaltiges Unterfangen (2:05 Min.)
    • Entschlüsselung einer Szene (1:44 Min.)
    • Geöffnete Akte (1:55 Min.)
  • Folge 4:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:53 Min.)
    • Geöffnete Akte (0:39 Min.)
  • Folge 5:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:31 Min.)
    • Geöffnete Akte (2:09 Min.)
DVD 3:
  • Folge 6:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:33 Min.)
  • Folge 7:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:33 Min.)
  • Folge 8:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:49 Min.)
    • Geöffnete Akte (2:06 Min.)
DVD 4:
  • Gene, die Kuh (2:46 Min.)
  • Folge 9:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:58 Min.)
  • Folge 10:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:40 Min.)
  • Folge 11:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:47 Min.)
DVD 5:
  • Folge 12:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:38 Min.)
  • Folge 13:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:44 Min.)
    • Making of: Gewaltiges Unterfangen (2:37 Min.)
  • Folge 14:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:44 Min.)
    • Geöffnete Akte (2:54 Min.)
DVD 6:
  • Die wissenschaftlichen Fakten zu Fringe (10:03 Min.)
  • Ungewöhnliche Nebenwirkungen: Verpatze Szenen (4:32 Min.)
  • Folge 15:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:31 Min.)
  • Folge 16:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:56 Min.)
  • Folge 17:
    • Audiokommentar von Akiva Goldsman und Jeff Pinker
    • Entschlüsselung einer Szene (2:11 Min.)
DVD 7:
  • Die visuellen Effekte bei Fringe (14:39 Min.)
  • Folge 18:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:48 Min.)
  • Folge 19:
    • Entschlüsselung einer Szene (1:39 Min.)
  • Folge 20:
    • Making of: Gewaltiges Unterfangen (3:11 Min.)
    • Entschlüsselung einer Szene (1:37 Min.)
    • Entschlüsselung einer Szene (1:44 Min.)
Teleportation. Gedankenkontroll. Unsichtbarkeit. Astralprojektion. Mutation. Kaum ein Phänomenen, das es nicht gibt.

Die Geschichte entspinnt sich um drei ungewöhnliche Partner - einer jungen, schönen und ehrgeizigen FBI-Agentin, einem brillianten Wissenschaftler, der die letzten 17 Jahre in einer Irrenanstalt gesessen hat, und dessen ebenso zynischen wie charmantem Sohn. Gemeinsam untersuchen sie eine Reihe von bizarrer Todes- und Unglücksfälle, bekannt als "das Schema". Der Verdacht leigt nahe, dass jemand die ganze Welt als Laboratorium benutzt. Und viele Hinweise führen zu Massive Dynamic, einem undurchsichtigen internationalen Unternehmen, das vielleicht mächtiger als jeder Staat ist.


DVD 1:

01. Flug 627 (Pilot)
Keine überlebende Passagiere. Die Crew tot. Ein Flugzeug voller skelettierter Leichen ruft die Spezialeinheit auf den Plan.

02. Das Experiment (The Same Old Story)
Ein Baby wird geboren - und stirbt eine halbe Stunde später an Altersschwäche. Der eigenartige Vorfall könnte mit einem der ungelösten Fälle von Olivia und John zusammenhängen.


DVD 2:

03. Roy (The Ghost Network)
Ein Mann sieht ein Busunglück voraus, bei dem die Opfer "wie Moskitos in Bernstein gefangen" werden.

04. Die Ankunft (The Arrival)
Eine Explosion auf einer Baustelle in New York zerstört alles - alles, bis auf einen mysteriösen Zylinder, der aus reinem Iridium besteht.


05. Unter Strom (Power Hungry)
Ein Botenjunge hat sein eigenes Hochspannungsfeld, Olivia erlebt einen emotionalen Schock und Walter nimmt sich ein paar Assistenten mit Spatzenhirnen an.

DVD 3:

06. Das Heilmittel (The Cure) Das stand nicht auf der Speisekarte. Die Gäste eines Imbisses erleben eine böse Überraschung: Eine verwirrte Frau bringt ihre Gehirne in den Schädeln zum Kochen.


07. Der geheimnivolle Mr. Jones (In Which We Meet Mr. Jones)
Olivia fliegt nach Frankfurt, um einen Wissenschaftler zur Rede zu stellen, der womöglich Schöpfer eines riesigen, genmanipulierten Parasiten ist.

08. Die Gleichung (The Equation)
Auf der Spur eines entführten Jungen kehrt Walter nach St. Claire zurück ... und kommt diesmal vielleicht nicht mehr raus.


DVD 4:

09. Schmetterlinge im Kopf (The Dreamscape)
Kurze Begegnungen: Olivia mit John, Peter mit einer Frau aus seiner Vergangenheit und Analytiker von Massive Dynamics mit Killer-Schmetterlingen.

10. Durch die Wand (Safe)
Drei Männer rauben einen Banktresor aus; zwei entkommen. Der dritte bleibt zurück, gefangen in der undurchlässigen Stahltür.


11. Das Schnupfenvirus (Bound)
Olivia entkommt ihren Verfolgern und bekommt noch mehr Ärger: mit einem alten Gegneer - und parasitären Schnecken, die ihre menschlichen Wirte töten.

DVD 5:

12. Hirnfresser (The No-Brainer)
Das Team entdeckt ein Computer-Pop-Up, das menschliche Gehirne verflüssigt. Da schaltet Olivias Nichte den PC an ...


13. Conrad (The Transformation)
Unter den Opfern eines Flugzeugabsturzes ist auch eine bizarre, stachelige Kreatur, der man eine kristalline Disc in die Hand implantiert hatte.

14. Das Manifest (Ability)
Keine Augen. Kein Mund. Keine Nase. Kurz nachdem Jones mysteriöserweise aus seiner Gefängniszelle geflohen ist, wird ein normaler Mann zu einer gesichtslosen Leiche.


DVD 6:

15. Ohne Worte (Inner Child)
In einem 70 Jahre lang verschollenen Tunnel entdecken Arbeiter einen verwilderten Jungen, der eine eigenartige geistige Verbindung zu einem Serienkiller zu haben scheint.

16. Entfesselt (Unleashed)
Tierschützer brechen in ein Versuchslabor ein und befreien Schimpansen, Hunde ... und ein bösartiges, künstlich geschaffenes Untier, das Charlie angreift.


17. Albträume (Bad Dreams)
Ist Olivia Teil des "Schemas"? Ihre schrecklichen Albträume von Selbstmord und Mord ereignen sich auch in der Realität.

DVD 7:

18. Nachtschatten (Midnight)
Auf der Jagd nach einem Killer, der es auf Knochenmark abgesehen hat, entdeckt das Team, dass die schrecklichen Morde mit den Terroristen der ZFT zu tun haben könnten.


19. Der andere Weg (The Road Not Taken)
Eine scheinbar spontane menschliche Selbstentzündung wird untersucht. Und Olivia erfährt mehr über die mysteriösen Gerichtsverhandlungen zum Medikament Cortexiphan.

20. Nichts ist einzigartig (There's More Than One Of Everything)
Walter wird vermisst! In der Zwischenzeit spürt Olivia den Mann auf, der auf Nina Sharp geschossen hat, und hält den Schlüssel in den Händen, um endlich Zugang zu dem rätselhaften William Bell zu bekommen.

Lange hat es gebraucht um einen würdigen Nachfolger von Interner Link"Akte X" zu finden, "Fringe" dürfte ohne Zweifel dieser Nachfolger sein. Nicht nur die ähnliche Betitelung im Deutschen, auch bei der Grundstruktur der Serie sind Parallelen zur kanadischen Erfolgsserie von 1993 auszumachen. Begründer dieser auf paranormale Verschwörungen spezialisierten Serie ist niemand geringer als J.J. Abrams, der seit Interner Link"Lost" aus dem Mystery-Sektor nicht mehr wegzudenken ist. Gerade durch den enormen Erfolg von Interner Link"Lost", der dem Sender FOX ordentlich Geld in die Kassen spülte, schien Abrams einen Freifahrtschein zu besitzen, da das von ihm entwickelte Konzept ohne Budgetauflagen in Angriff genommen werden durfte. Herausgekommen ist eine Mystery-Serie, die mit ausgeklügelten Geschichten beim Zuschauer bombastisch einschlug und dem Sender abermals hohe Einschaltquoten brachte.



Trotz des ähnlichen Ansatzes sollte nicht behauptet werden, "Fringe" wäre lediglich ein Abklatsch von Interner Link"Akte X". Sicherlich wird in beiden Serien paranormalen Phänomenen auf dem Grund gegangen, bei "Fringe" jedoch fast immer unter einem wissenschaftlichen Aspekt, also ohne Außerirdische oder anderweitige merkwürdige Lebensformen zu involvieren. Der Schwerpunkt liegt eher auf den namensgebenden Grenzwissenschaften Gedankenmanipulation, Teleportation und auch medizinisch verursachte Mutationen, also Begriffe, die nicht allzu weit hergeholt erscheinen, demnach rational erklärbar und vom Zuschauer leichter nachzuvollziehen sind. Dazu schuf Abrams eine sehr düstere Atmosphäre, die sich wie bei jedem anderen Serienkonzept auch von Folge zu Folge unterscheidet, prinzipiell aber eine kontinuierlich unheimliche Stimmung besitzt. Die Charakterzeichnungen fällt dafür umso charmanter aus und wurde zudem mit einer ordentlichen Portion Selbstironie ausgestattet. Dadurch entsteht zwar etwas Humor, der nimmt aber niemals überhand bzw. bewegt sich lediglich am Rande der Serie.

Wie bei einer Serie von J.J. Abrams üblich ist auch "Fringe" aufgrund des großzügigen Budgets sehr aufwendig produziert worden. So verwundert es auch nicht, dass die Kulissen und Handlungsorte sehr detailverliebt sind, insbesondere die Ausstattung der Laboratorien, was einen sehr realistischen Eindruck verschafft. Auch die Action-Szenen, die man in dieser Form nicht von einer Mysteryserie erwartet hätte, überzeugen. "Fringe" geht in dieser Hinsicht einen Schritt weiter als es Interner Link"Akte X je innerhalb des Serienformats oder seinen Kinofilmen tat. Wenn diese Mischung aus Action und Mystery auch anfangs etwas ungewöhnlich erscheinen mag, passt sie sehr gut zum Konzept von "Fringe".



Zur großen Stärke der Serie gehören die vielseitigen Geschichten des großen Autorenteams. Abwechselnd werden wissenschaftliche und erschreckende Elemente geboten, die stellenweise zwar sehr weit hergeholte Theorien offenbaren, dafür aber immer noch einen realistischen Hintergrund besitzen und so eine sehr dichte Atmosphäre schaffen. Es darf nicht verwundern, dass die Erzählweise ein wenig Härte bedarf, wodurch es sehr explizit zur Sache gehen kann, indem z.B. Körperteile abgetrennt werden oder Transformationen in aller Deutlichkeit gezeigt werden. Beeindruckend ist der Realismus dieser Effekte, der den insgesamt hohen Standard von "Fringe" gerecht wird. Ein paar schwächere Folgen gibt es in der ersten Staffel zwar, aber wurde ordentliche Arbeit abgeliefert.

Der Ablauf einzelner Folgen hebt sich nicht vom typischen Serienniveau (z.B. Interner Link"C.S.I.") ab: Ein Verbrechen oder etwas Merkwürdiges geschieht und darauf folgen die Ermittlungen an verschiedensten Orten. Neben Interner Link"Akte X" standen also auch jene True Crime-Serien Pate. "Fringe" erweitert diese Strukturen aber mit einem besonderen Konzept: Im Verlauf der Serie werden immer wieder vorangegangene Ereignisse aufgegriffen, ohne dass ein Zuschauer, der erst spät zur Serie stößt, fragend zurückzulassen. Es kommt dann zwar vor, dass man mit einigen Begriffen oder Orten keine Verbindung herstellen kann, der Einstieg in die Serie bleibt aber zu beinah jedem Zeitpunkt offen. Dranbleiben lohnt sich trotzdem, denn "Fringe" besitzt natürlich einen durchgängigen Handlungsstrang, der den besonderen Reiz ausmacht. Vor allem aber, weil die Folgen nicht wirklich geradlinig ablaufen, entwickelt die Serie ein hohes Interesse beim Zuschauer. Die Lösungen für einige Fälle sind oftmals unerwartet und beinhalten überraschende Wendungen. Besonders das Serienfinale zeichnet sich dadurch aus, das nach einer Weiterführung schreit - die aufgrund der hohen Quoten auch mit einer zweiten Staffel stattfindet.



Ohne seine Figuren wäre "Fringe" natürlich längst nicht so erfolgreich. Das Führungstrio besteht aus Dr. Walter Bishop, einen verschrobenen Wissenschaftler, dessen Sohn Peter und FBI-Agentin Olivia Dunham. Diese drei Personen sind sehr gegensätzlich aufgebaut, harmonieren aber miteinander. Während der ersten Folgen kommt das noch nicht ganz zur Geltung, da es den Charakteren etwas an Tiefe fehlt, aber bereits nach kurzer Zeit wird diese Ausgestaltung nachgeholt. Die Darstellerwahl darf als Glücksgriff bezeichnet werden: Dr. Walter Bishop wird von dem aus Interner Link"Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" bekannten John Noble verkörpert, der immer wieder durch anspruchsvolle Wortduelle brilliert. Seinen Sohn Peter spielt Joshua Jackson, der nach längerer Bildschirmabstinenz durch das Aus von Interner Link"Dawson's Creek" wieder zu Hochformen aufläuft. Die eigentliche Hauptrolle der FBI-Agentin Olivia Dunham verkörpert Anna Torv, wenngleich ihr auch die schwerste Bürde auferlegt wurde, denn gerade während der ersten Folgen hat man als Zuschauer Schwierigkeiten ein Verhältnis zu ihr aufzubauen. Abrams lässt scheinbar seine Charaktere gern mit dem Verlauf der Serie wachsen und möchte nicht sofort Sympathien verteilen. Das Drehbuch gibt den Figuren und deren Darstellern nämlich die Möglichkeit sich zu entwickeln - sei es zum Positiven oder auch mal zum Negativen. Hier offenbahrt sich der einzige Kritikpunkt von "Fringe": Gelegentlich kommt es vor, dass aufgrund zuviel zwischenmenschlicher Auseinandersetzungen die eigentliche Haupthandlung den Hintergrund rückt. Erwähnt sein soll noch, dass einige bekannte Gesichter in Nebenrollen zu sehen sind. Beispielsweise gibt sich Interner Link"Star Trek"-Ikone Leonard Nimoy in der letzten Folge die Ehre.


Nicht nur inhaltlich kann die "Fringe" überzeugen, auch die technische Seite bietet sowohl beim Bild als auch beim Ton so einiges. Das anamorphe Bild gefällt durch kräftige, warme Farbtöne, die in einigen Szenen wegen stilistischer Verfremdungen eine eigenwillige Optik besitzen können. Der überzeugende Schwarzwert und der Kontrast sorgen dafür, dass in dunklen Szenen kaum Details verschluckt werden. Hinzu kommt eine sehr gute Schärfe, die in sämtlichen Kameraeinstellungen viele Details offenbart. Zwar könnte das Bild noch etwas plasticher sein, doch dürfte dies allgemein an der Serienherkunft liegen. Insgesamt werden Konturen sauber gezeichnet, lediglich im Hintergrund ist ein leichtes Rauschen zu vernehmen. Für eine TV-Serie ist das Bild trotzdem ordenlich.

Die englischsprachige Dolby Digital 5.1-Spur bietet für TV-Verhältnisse einen guten Einsatz der Effektlautsprecher. Nebengeräusche und der Score sorgen für ein räumliches Klangerlebnis, lediglich der Einsatz direktionaler Effekte kommt etwas zu kurz. Hinzu kommen ein solider Basseinsatz und sehr klar und deutlich wiedergegebene Dialoge. Der deutsche als auch die französische Tonspur liegen in Dolby Surround vor, weisen ebenfalls eine sehr gute Sprachverständlichkeit auf, klingen bedingt durch die Tonart aber nicht ganz so kräftig. Diese Abmischungen beschränken sich weitgehend auf den Frontbereich, verfügen allerdings auch über kleinere Surroundeffekte, wenn auch nicht die Weite der englischen Sprachfassung erreicht wird. Positiv gestaltet sich zudem, dass sich der Score sehr oft von der Front löst und für ein angenehmes, räumliches Klangerlebnis sorgt. Somit können alle Tonspuren überzeugen. Wer lieber das kräftigere, englischsprachige Original nutzen möchte, kann noch diverse Untertitel hinzuschalten.


Das Bonusmaterial wurde auf alle sieben Disc verteilt und beinhaltet drei höchst interessante Audiokommentare, in denen die Macher einzelner Folgen eine genaue Analyse zu ihrer Arbeit liefern. Zudem gibt es zu jeder Folge eine kurze "Entschlüsselung einer Szene", in der anhand von Behind the Scenes-Material und Interviewsequenzen aufgezeigt wird, wie diese Szene genau funktioniert, um sie für die fertige Episode nutzbar zu machen. Desweiteren sind noch einige episodenspezifische Making ofs und entfernte Szenen vorhanden. Damit nicht genug, denn es gibt noch einige Featurettes über die Effekte, wissenschaftliche Fakten, ein Produktionstagebuch sowie Einblicke in die Entstehung von "Fringe". Somit werden trotz etwas Werbeaufwand sehr viele wissenswerte Fakten rund um die Serie vermittelt, bei denen auch zahlreiche Beteiligte zu Wort kommen. Nur sollte man das Bonusmaterial erst nach der letzten Folge ansehen, da einige Spoiler enthalten sind, die wichtige Details zur Serie liefern. Löblicherweise wurde, bis auf die Audiokommentare, alles mit Untertitel versehen. Nicht zu vergessen ist ein Booklet mit Bildern der Darsteller und einem Episodenguide.

"Fringe - Grenzfälle des FBI" ist eine weitere grandiose TV-Serie aus der Hand von J.J. Abrams, die technisch einwandfrei produziert wurde und von Folge zu Folge Mystery-Unterhaltung auf höchstem Niveau liefert. Dass das Niveau von Interner Link"Akte X" nicht ganz erreicht wird, stört nicht, denn "Fringe" ist eigenständig genug, um sich ebenfalls zu einer Kultserie zu mausern.


Film+++++/
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus+++++-


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