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USA 2007
Originaltitel:Rise of the Dead
Länge:71:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:William Wedig
Buch:Jeff Crook, Josh Crook, Kris Scotto
Kamera:David Anthony II
Musik:Evan Wilson
SFX:Michael Grenier, Jaime Whitlock
Darsteller:Emily Ackerman, Dani Baker, Peter Blitzer, Brooke Delaney, Steve Downer, Chris Ferry, Jack Gordon, Michael Grenier, Chris Lavelle, Greg Levitre, Jamie Lewis, Jason Madera
Vertrieb:Cultmovie Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu. Engl.), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu., Engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:23.07.2009 (Verleih) / 20.08.2009 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (1:30 min.)
  • Trailer "Wicked Lake" (2:38 Min.)
Einst hatte Teenager Laura ein Baby mit einem stinkenden Tagedieb, doch gab sie das Kind aus naheliegenden Gründen zur Adoption frei. Nun führt sie ein neues Leben an der Seite des netten Jack in einer kleinen Stadt, als plötzlich aus scheinbar heiterem Himmel und fortan immer wieder vormals unauffällige, wildfremde Leute versuchen, Laura umzubringen. Die Polizei steht vor einem Rätsel, Jack muss sich nach der x-ten Notwehrmaßnahme wegen Mord verantworten, und in Laura keimt ein schlimmer Verdacht ...
Da dürfte es wohl einige Leute geben, die hinter dem Titel eindeutig einen Zombiestreifen vermuten, da eigentlich alles, was auf "... of the Dead" endet, mit Untoten zu tun hat. Hier geht es eher um einen besessenen Geist, was von der Originalität her okay ist, aber etwas dröge und oberflächlich abgehandelt wird.



Im Mittelpunkt steht Laura, die vor Jahren ein Baby zur Adoption freigab, welches bei Adoptiveltern jedoch verflucht wurde. Nach dem Tod des Kindes fährt sein Geist in jeden, mit denen Laura in Kontakt kommt und bedroht alsbald auch ihr Leben und das ihrer Freunde.

Ein stimmungsvoller Einstieg kann manchmal schon die halbe Miete sein und so kommt es bereits innerhalb der Eröffnung zu spannenden Momenten, als das zweite Adoptivpaar kurz nach dem Tod des Kindes eingeführt wird, spät abends Geräusche von außen herein dringen, der Alarm mehrfach ausgelöst wird und alles mit der ersten besessenen Person endet, die auf den Ehepartner losgeht. Im Folgenden ähnelt sich der Ablauf zwar, doch immerhin wird für Abwechslung gesorgt.



Was auch notwendig erscheint, da die Chose viele Dramen-Anteile für sich beansprucht, Laura und ihren Freund Jack Raum für Beziehungsproblematiken einräumt und auch sonst nicht an Nebenfiguren spart. Dennoch fällt die generelle Figurenzeichnung etwas oberflächlich aus, Lauras Beweggründe des weggegebenen Kindes und der Tod einiger Freunde und Bekannte reicht zwar für leichte Sympathien, doch außer einem dusseligen Deputy kann sich sonst keine Figur hervorheben.

So will denn die Story auch nicht wirklich fesseln, da die Beweggründe dieses übernatürlichen Phänomens eher unlogisch erscheinen, denn warum sollte sich der Geist eines Kindes nicht ausschließlich an denen rächen, die ihm übel mitgespielt haben, anstatt in den Körper eines nahezu unbeteiligten Juristen zu fahren. Auch die Ursache einer simplen Verfluchung scheint weit hergeholt, nur weil jene Person streng gläubig ist, macht das wenig Sinn. Zumindest aber können dem Verlauf ein paar annähernd spannende Momente entnommen werden, an sich immer dann, wenn Laura in unmittelbarer Nähe einen frisch Besessenen wahrnimmt, der sich mit verkrümmter Körperhaltung, leisem Brüllen und Speichelfluss ankündigt - sie muss innerhalb dieser Situationen einige Mal zur Waffe greifen oder die Flucht antreten.



Was dem Fass ein wenig den Boden raus haut ist der Showdown, denn auf solch eine Lösung kann auch eine halbwegs intelligente Hauptfigur nicht kommen, da sie völlig aus der Luft gegriffen scheint und im Kontext wenig Sinn ergibt. So wirken die letzten Minuten entsprechend grotesk und da das Finale nicht gerade mit erhöhtem Tempo aufwarten kann, lassen einen die letzten Eindrücke mit einem etwas zwiespältigen Gefühl zurück.

Dass die Produktion nicht allzu teuer war, sieht man ihr zwar an und auch die unbekannten Darsteller liefern allenfalls brauchbare Leistungen ab, doch auf handwerklicher Ebene wird solide Arbeit geleistet. Settings, Schnitt, Kamera und Score vereinen sich in manchen Momenten zu einer gelungenen Mischung, die eine düster-morbide Stimmung zutage fördert, die den ruhigen Grundton der Erzählung treffend untermauert.

Leider wird der Stoff im Gesamtbild recht unspektakulär vermittelt, ruhige Szenen dominieren oft zu sehr, Schockmomente treten arg in den Hintergrund und explizite Gewalt findet gar nicht statt. Dabei kommt Hauptfigur Laura viel herum, was durchaus Kurzweil aufkommen lässt, doch überrascht wird man am Ende lediglich mit dem verkorksten Finale.



Dafür ist die Bildqualität dieser Low Budget-Produktion unter Berücksichtigung der Produktionsumstände in Ordnung. Das Geschehen wird besonders in hellen Szenen sehr klar und auch detailliert gezeichnet. Nicht ganz so gelungen sind dunkle Bildbereiche, da das Rauschen zunimmt und den Detailbereich beeinträchtigt. Dies dürfte wohl auch der Ausleuchtung des Films zuzuschreiben sein. Hinzu kommt der Einsatz von Filtern. Beispielsweise wird in einigen Szenen mit Blaufilter versucht, Nachtaufnahmen vorzugaukeln. Dies sieht nicht sehr realistisch aus, wurde in anderen Filmen aber bereits schlechter dargestellt. Die Farbwiedergabe ist gelungen, wenn auch bedingt durch Filter gerade in dunklen Aufnahmen etwas Unnatürlichkeit entsteht. Unproblematisch arbeitet die Kompression im Hintergrund, denn das wenige Blockrauschen in einigen Szenen fällt nicht wirklich ins Gewicht.

Der Ton zaubert eine tolle Atmosphäre, denn ganz in Tradition asiatischer Vorbilder wird eine unheimliche Soundkulisse geschaffen, die besonders in der deutschen Dolby Digital 5.1-Abmischung zur Geltung kommt. Stöhnen und Ächzen beim Auftauchen der Besessenen werden aus den Rears wiedergegeben und sorgen für einen wohligen Schauer beim Betrachten. Dies gilt auch für den Score, der sich räumlich über die Boxen verteilt, während die Dialoge sauber von der Front wiedergegeben werden. Der Originalton lässt keine nennenswerten Unterschiede aufkommen, wodurch beide Tonspuren in Dolby Digital ebenbürtig sind. Außerdem sind beide Sprachen nochmals als Surround-Mix vorhanden, was etwas unnötig erscheint und im Vergleich etwas kraftloser wirkt. Ansonsten ist kein Rauschen vorhanden, allerdings auch keine Untertitel zur Begleitung der Originalfassung.


Bis auf den Originaltrailer und einen Trailer zum ebenfalls bei Cultmovie Entertainment erschienenen Interner Link"Wicked Lake" ist kein weiteres Bonusmaterial vorhanden. Zumindest hätte man aufgrund der Siegelproblematik der FSK ein Wendecover anbieten können, denn in der jetzigen Form wird das Cover ordentlich verunstaltet. Zudem ist die Längenangabe auf dem Cover ärgerlich, denn statt nach 80 Minuten wie angegeben ist der Spuk schon nach 72 Minuten vorbei.

Somit ist "Rise of the Dead" sicherlich brauchbarer als ein weiterer Zombiefilm auf D-Niveau, doch eine einigermaßen solide Grundidee und ein paar stimmungsvolle Szenen reichen noch nicht für eine deutliche Empfehlung. Wer diese Richtung zwischen "Die Dämonischen", Interner Link"The Thing" und überhaupt Gestaltenwandlerei interessant findet, könnte eventuell einen vorsichtigen Blick riskieren. Zumindest stimmt die Technik der DVD.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus/-----


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