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CAN, USA 2008
Originaltitel:Yeti: Curse of the Snow Demon
Länge:83:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Paul Ziller
Buch:Rafael Jordan
Kamera:Curtis Petersen
Musik:Michael Richard Plowman
SFX:Brant McIlroy
Darsteller:Peter DeLuise, Josh Emerson, Ona Grauer, Crystal Lowe, Elfina Luk, Brandon Jay McLaren, Marc Menard, Adam O'Byrne, Aaron Pearl, Carly Pope, Kris Pope
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (dt.), Dolby Digital 2.0 Stereo (dt., engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:27.08.2009 (Verleih) / 17.09.2009 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow:
    • Beer for my Horses (1:48 Min.)
    • Pakt der Bestien (1:39 Min.)
    • Alexander - Der Kreuzritter (1:52 Min.)
    • Die Wikinger - Angriff der Nordmänner (2:16 Min.)
    • Delta Farce (1:53 Min.)
    • Dark Floors (1:50 Min.)
    • The Butcher (2:08 Min.)
    • Witless Protection (2:06 Min.)
    • The Arena (3:18 Min.)
Sie haben den Flugzeug-Crash überlebt, aber die Jungs der Rugby-Mannschaft haben noch keine Ahnung, vom wirklichen Schrecken. In den Bergen des Himalaya abgestürzt, sind sie froh, das Unglück überlebt zu haben. Anfangs glauben sie noch an ihre Rettung, aber als nach einigen Tagen noch keine Hilfe in Sicht ist, ereignet sich seltsames. Einer nach dem anderen verschwindet. Der Yeti hat ihre Witterung aufgenommen - und er ist hungrig ...
Die Mythengestalt des Yetis vermag wohl kaum einen Tierhorrorfan in Ekstase zu versetzen, weshalb es auch bisher eher harmlose Komödien mit dem Vieh aus dem Himalaja gab. Regisseur Paul Ziller, mittlerweile etabliert im Subgenre mutierter Kreaturen, mischt die Monster-Thematik mit dem Szenario eines Katastrophenfilms und prompt erhält das Geschehen unerwarteten Drive.



Man fackelt nicht lange, als sich Mitglieder eines Football-Teams auf dem Flug nach Japan befinden und die Maschine in eine Gewittersturmfront gerät. Das Flugzeug crasht in eisiger Höhe und es gibt Tote und Schwerverletzte zu beklagen. Die Gruppe um Peyton und Sarah gerät schnell in eine lebensbedrohliche Lage, denn nicht nur die kargen Lebensmittelvorräte werden knapp, Funkkontakt scheint unmöglich und die Streichhölzer gehen zur Neige ...

Statt Wüste gibt's Schnee und statt James Stewart und weiteren Stars wenig markante Gesichter, doch das Szenario erinnert stark an "Der Flug des Phönix". Abgeschnitten von der Außenwelt kämpft eine Gruppe angeschlagener Überlebender um jeden Tag, jede Stunde, muss erwägen, die Leichen zu verzehren, den Flugzeugrumpf als Nachtlager nutzen und sich natürlich auch mit Querulanten innerhalb der Gruppe auseinandersetzen. Da bleibt der Yeti zunächst einmal außen vor und erstaunlicherweise vermisst man ihn auch gar nicht.

Dieser tritt in Erscheinung, als zwei versuchen ein Funkgerät aus Trümmerteilen zu bergen und dabei die Höhle des Löwen betreten. Sein grauweißes Fell und die affenähnliche Maske sehen durchaus aufwändig gestaltet aus, doch aufgrund einiger Bewegungen fällt es schwer, die Kreatur als Bedrohung ernst zu nehmen. Urplötzlich setzt das Vieh zu meterweiten Sprüngen an, während er ansonsten ein wenig unbeholfen durch den Schnee hampelt - das passt nicht recht zusammen.
Immerhin sorgt er gegen Ende für ein paar ansehnliche Splattereffekte, die über herausgerissenes Herz bis zum abgetrennten Kopf reichen.



Was der Handlung insgesamt Abwechslung verschafft, ist einerseits das zügige Erzähltempo ohne nennenswerten Leerlauf und andererseits die verschiedenen kleinen Handlungsstränge, da sich später noch ein Paar vom Bergungsteam aufmacht, zwei von der Gruppe trennen und immer wieder Einfallsreichtum gefordert wird, wenn es um existenzielle Fragen geht. Auffällige Logiklöcher bleiben dabei nicht aus, so dass man sich zunächst über Tannen in ein paar tausend Metern Höhe wundert, aus einem erlegten Kaninchen am Lagerfeuer plötzlich ein Hühnchen wird und der Suchtrupp bereits das Feuer der Überlebenden im Visier hat, aber ewig benötigt, um dort anzukommen.
Zudem verschwinden Randfiguren spurlos, die eben noch in der Gruppe weilten - da muss der Yeti wohl besonders schnell gewesen sein ...

Ansonsten bietet dieser manchmal leicht trashige Mix wunderbar anspruchslose Unterhaltung, der für Tierhorrorfans weniger ansprechend ausfällt, als für Freunde des klassischen Katastrophenfilms. Trotz minderer CGI und allenfalls mäßigen darstellerischen Leistungen geschieht schlicht genug, um das Interesse über die komplette Laufzeit an sich zu binden. Trifft mit dieser Mischung eventuell einen eher speziellen Geschmack und ist von daher nicht jedem Zuschauer kompromisslos zu empfehlen, der unbedingt auf knallharte Schneemonster steht ...


Die DVD aus dem Hause MIG erfreut durch einer nicht erwarteten Bildqualität. Bedenkt man, dass es sich bei "Yeti - Das Schneemonster" um eine kleine Produktion des amerikanischen Sci Fi Channels handelt, der lediglich ein geringes Budget zur Verfügung stand, ist man wirklich überrascht mit dem Ergebnis. Da sieht man auch über das fehlende Bonusmaterial hinweg, denn mehr als eine Trailershow zu weiteren Titel des Anbieters ist nicht vorhanden. Anders als bei vielen ähnlichen Produktionen spielt der Großteil des Films am hellichten Tag, wodurch die Schärfe auf ganzer Linie überzeugt und einiges an Details offenbart wird. Abstriche müssen zwar in den dunkleren Passagen des Films hingenommen werden, auch weil in diesen Szenen ein deutliches Rauschen bemerkbar ist, die Konturen werden aber sauber wiedergegeben und der Kontrast sorgt für ein ausgeglichenes Verhältnis. Das anamorphe Bild ist also die meiste Zeit über sehr plastisch. Die Farbgebung sticht mit kräftigen und natürlichen Tönen ins Auge, was besonders gefällt, da in der Winterlandschaft die Farben sehr schön herausgearbeitet werden. Zwar geht die Intensität ebenfalls in dunklen Szenen etwas verloren, wie in der Höhle des Yetis, aber störend ist das nicht. Trotz vieler schwieriger Szenen arbeitet die Kompression fast tadellos, nur vereinzelt kommt es zu dezenten Unruhen, was den Sehgenuss aber niemals schmälert. Trotz kleiner Schwächen ein durchweg gutes Bild.


Anders verhält es sich mit dem Ton, denn es ist kein Unterschied zwischen dem Dolby Digital 5.1-Mix und der Stereofassung auszumachen. Egal, für welche der beiden deutschen Tonspuren man sich entscheidet, der Klang bleibt gleich. Die Wiedergabe der Dialoge ist sehr sauber und die vorderen Effektlautsprecher kommen gut zur Geltung. Center und die Rears bleiben aber stumm. Demnach überzeugt die Soundkulisse unter dem Stereoaspekt völlig, der 5.1-Mix erscheint dagegen völlig überflüssig, da er technisch nicht vorhanden ist. Atmosphäre wird dennoch geschaffen, was vor allem der sehr kraftvollen Akustik zu verdanken ist. Musik und Effekte liefern zusammen mit den Dialogen ein homogenes Klangbild ohne Überlagerungen einzelner Komponenten. Der O-Ton liegt ebenfalls in Stereo vor, außer natürlich wirkenderen Dialogen sind aber keine merklichen Unterschiede vorhanden. Deutsche Untertitel lassen sich zuschalten.

"Yeti - Das Schneemonster" ist ein netter kleiner Survival-Horror, in dem sich nach langer Zeit wieder einmal ein Yeti austoben darf. Zwar wird nur trashige Unterhaltung geboten, diese jedoch dermaßen spaßig, dass der Film wirklich empfohlen werden darf. Technisch überzeugt die DVD vor allem beim Bild, wenngleich dafür der 5.1-Mix überhaupt nicht gefällt. Das Fehlen von Bonusmaterial ist zwar ärgerlich, aber zu verschmerzen, wenn man bedenkt, dass selbst die US-DVD keine Extras enthält. Zumindest gibt es ein Wendecover, damit das hässliche Logo der FSK das Artwork nicht ruiniert.


Film++++--
Bild++++/-
Ton+++/--
Bonus------


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