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USA 1959
Originaltitel:Killer Shrews, The
Alternativtitel:Attack of the Killer Shrews, The
Länge:66:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ray Kelogg
Buch:Jay Simms
Kamera:Wilfred M. Cline (als Wilfrid M. Cline)
Musik:Harry Bluestone, Emil Cadkin
Darsteller:James Best, Ingrid Goude, Ken Curtis, Gordon McLendon, Baruch Lumet, Judge Henry Dupree, Alfredo DeSoto
Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase inkl. FSK-Wendecover
DVD-Start:02.11.2009 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar von Christian Kessler & Ingo Strecker
  • Deutscher Trailer (2:03 Min.)
  • US-Trailer (1:32 Min.)
  • Super 8-Fassung (2:31 Min.)
  • Englische Titelsequenz (1:38 Min.)
  • Werberatschlag (2:36 Min.)
  • Bildergalerie (30 Bilder)
  • Credits
  • Trailer "Ungeheuer ohne Gesicht" (1:48 Min.)
  • Hidden Feature
Es sollte nur eine simple Versorgungslieferung werden, die Thorne Sherman und sein Freund Griswold zu der abgelegenen Insel des Wissenschaftlers Craigis bringen sollten, doch weil ein gewalter Sturm heraufzieht, sitzen sie bald mit dem Genetiker, seiner Tochter Ann, dessen leicht versoffenen Verlobten Jerry und Craigis Kollegen Baines auf der Insel fest. Craigis und Baines versuchen dort mittels Eingriffe in das Genom von Spitzmäusen, dessen Stoffwechsel zu verändern, so daß sie nicht mehr täglich das Dreifache ihres Körpergewichts essen müssen und hofft so eine Methode zu finden, um auch den Menschen an veränderte Bedingungen anzupassen: weniger Körpergröße, weniger Nahrungsbedarf.
Doch eine Testreihe ist gründlich schief gegangen und die Spitzmäuse sind zu monströser Größe angewachsen, haben den gleichen Hunger wie vorher und fressen sich dank eines Versehens von Jerry jetzt über die Insel und werden vermutlich bald auch vor den Menschen nicht mehr Halt machen. Das von den Sturmschäden gebeutelte Labor gibt den Menschen zunehmend weniger Schutz und dank einer Mutation wirkt der Biß der Viecher nun auch noch tödlich ...
Geschichten aus der Mottenkiste ... diesmal: Amoklauf der Riesenspitzmäuse!

Es geht doch nichts über billige Filme von vorgestern, die inzwischen jedem öffentlich zugänglich sind, da gönnt man sich zwischen all dem teuer produzierten Hollywoodzeug gern mal einen alten Monsterheuler von anno dunnemals. 1959 war es, da ging die Monsterwelle inzwischen in den Kniekehlen, als nach Spinnen, Ameisen und Heuschrecken jetzt auch die kleinen netten Nager in den Feldzug gegen die Menschheit geschickt wurden. "The Killer Shrews" heißt dieser kostengünstig gefertigten Matineeheuler, den in Deutschland vermutlich nur 10 Leute gesehen haben, der sich aber im Rahmen seiner Möglichkeiten durchaus sehen lassen kann.
Ort der Handlung: irgendeine Insel irgendwo, wo in einem hastig zusammengebastelten Labor Dr. Craigie gegen die drohende Überbevölkerung kämpfen will und statt aufs Babyproduzieren zu verzichten, lieber den allgemeinen Nahrungsbedarf der Menschheit drosseln will. Das studiert man am besten an possierlichen Nagern, die täglich das Dreifache ihres Körpergewichts an Nahrung brauchen - bis natürlich eine Testreihe schief ging und das genaue Gegenteil eintrat: die Viecher wurden riesenhaft und nahmen ihren Appetit mit.



Neben dem Dottore und seiner hübschen Tochter umkreisen sie sie nun folgend auch noch den zweiten Wissenschaftler, den versoffenen Verlobten und den zu Beginn einschippernden Skipper samt farbigen Schiffskollegen, der natürlich als Erstes versnackt wird. Doch ein Sturm kommt, die Wände sind nicht von besten Eltern und alsbald haben wir einen hübschen Belagerungszustand.
Abgenudelt hat das alles Ken Curtis, den wir alle noch als knautschigen Festus Haggen aus "Rauchende Colts" kennen, hier mimt er aber unkenntlich den Süffelbruder, verantwortlich für die Flucht der ganzen Testreihe dank Delirium. Natürlich, das Budget war nicht hoch, die Kulissen sehen so billig aus, wie sie brüchig sein sollen und das Wissenschaftsmaterial passt auf einen Campingtisch, aber immerhin haben wir eine gut sortierte Bar.
Tatsächlich gehts dann aber eher um Spannung, denn den ausgiebiger Aufklärerei (das füllt die Hälfte der knapp 69 Minuten), spielen die Feldnager Cowboy und Indianer und sitzen dabei am längeren Hebel - so schnell kannibalisieren die Viecher nun auch wieder nicht.



Ergo kommt Qualität hier maximal über die Atmo, die recht ordentlich ist, die Darstellerleistungen sind es nicht, ganz besonders schlecht Ingrid Goude, die ihre Sätze wirklich kurz vor dem Entschlafen aufsagt. Auch Dr. Craigie stolpert in der Originalfassung lustigerweise immer über einen russischen Akzent, was irgendwie nicht erklärt wird. Das geht aber spätestens unter, wenn die Viecher endlich den Kamerafokus entern - denn dann wirds lustig. Während man mit erträglich Langzahnpuppen in der Nahaufnahme was reißen wollten (horribel!!!), sinds in der Totalen schlecht kostümierte Hunde mit Gummischwanz, die durch die Anlage huschen, aber das quietschende Fletschgekecker der Viecher ist wirklich so enervierend, dass es jedem Achtjährigen noch heute die Schuhe ausziehen sollte.
Aber alles in allem habe ich schon gruseligere Trashfilme gesehen, hier bemüht man sich um durchgehende Spannung und Druck und das funktioniert sogar meistens, wenn man von den Kulissen, Darstellerleistungen und Tricks absieht. Und so ganz an den Haaren herbeigezogen ist die Basis der Story diesmal auch nicht, insofern kann man sich Schlimmeres im Netz reinziehen.


Als Nummer 4 der "Galerie des Grauens"-Reihe veröffentlicht Anolis diese 50er Jahre-Low Budget-Produktion im originalen Vollbildformat und in ungekürzter Form. Das schwarzweiße Bild erweist sich als angenehm scharf und offenbart sogar in Totalen noch überraschend viele Details. Sein Alter kann der Film natürlich nicht verbergen und es fallen immer wieder leichte Unruhen und Verschmutzungen auf. Insgesamt dürfen wir mit dem Transfer aber sehr zufrieden sein, denn es stören weder die kleinen Defekte und Laufstreifen, noch die hin und wieder auftauchende Kompressionartefakte. Für einen günstigen Monsterfilm wie "The Killer Shrews" ist das Bild sogar relativ sauber und bis auf leichtes Rauschen gibt es nicht viel zu bemängeln. Der Kontrast sorgt für eine noch ordentliche Durchzeichnung, lässt das Bild aber manchmal etwas zu dunkel wirken. Alles in allem aber sehr ansprechend und selbst auf Großbildschirmen durchweg anschaubar.
Die deutsche Monotonspur wurde auf die beiden Stereokanäle gelegt. Dialoge sind zwar sehr gut zu verstehen, klingen altersbedingt jedoch sehr blechern und dumpf. Zudem ist die Höhenwiedergabe durch spitze, übersteuernde Stimmen etwas unsauber. Hinzu kommt ein leichtes Brummen aus dem Hintergrund und nebenbei knistert und knackst der Ton. Die Nebengeräusche sind zudem zu dominant abgemischt, was zufolge hat, dass die gesamte Abmischung wenig harmonisch klingt. Beispielsweise in der 22. Minute beim Gespräch im Haus hört es sich so an, als wären die Protagonisten im Freien und der Wind würde um sie herumheulen. Da erzielt die englische Sprachfassung ein deutlich differenzierteres Ergebnis und sorgt für eine bessere Atmosphäre. Der Wind bleibt weiterhin hörbar, die Nebengeräusche sind aber auch als solche einzuordnen und rücken sich nicht in den Vordergrund. Dialoge sind ebenfalls gut zu verstehen, klingen weder blechern noch großartig dumpf, wobei auch hier der Hochtonbereich für leichte Verzerrungen sorgt. Lediglich die Musik klingt etwas gedrungen, was aber kaum negativ ins Gewicht fällt. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Beim Bonusmaterial hat Anolis erneut ein paar nette Extras zusammengetragen, allen voran der deutschen Audiokommentar mit Christian Kessler und Ingo Strecker, der die Doppelsichtung des Filmes lohnt. Die beiden haben hörbar Freude am Filme und können kaum innehalten über das hanebüchende Treiben auf den Bildschirm zu berichten. Dies ist stets amüsant und doch voller Informationsgehalt, da beide es immer wieder schaffen, interessante Hintergrundinfos zu den Film und den Machern ans Publikum weiterzugeben. Desweiteren enthält die Disc eine 2minütige Super 8-Stummfilmfassung, die nicht weniger amüsant ist. Hinzu kommt die englische Titelsequenz, sowie ein US-Trailer und der alte deutsche Kinotrailer. Eine Bildergalerie darf ebenso wenig fehlen wie der alte Werberatschlag und eine Vorschau auf das kommende "Galerie des Grauens"-Programm. Der DVD liegt zudem ein 8seitiges, hübsch designtes Booklet mit einem Text von Ingo Strecker bei. Für Fans trashiger Unterhaltung stellt sich diese Veröffentlichung also wieder einmal als Pflichtprogramm heraus. Zudem wird die Disc mit einem Wendecover ohne FSK-Logo ausgeliefert und enthält noch ein Easter Egg.


Film+++---
Bild++++--
Ton++----
Bonus+++---


Druckbare Version
Nacht der unheimlichen Bestien, Die
Nacht der unheimlichen Bestien, Die (Galerie des Grauens Nr. 04)
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